Profilbild von Runenmaedchen

Runenmaedchen

Lesejury Star
offline

Runenmaedchen ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Runenmaedchen über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.01.2022

Was geschah damals?

Was damals geschah
0

In dieser Geschichte geht es um die 25-jährige, adoptierte Libby, die in einem Küchenstudio arbeitet und unverhofft zu Reichtum kommt, da sie ein Haus erbt. Doch an diesem Haus klebt eine düstere Geschichte.

Die ...

In dieser Geschichte geht es um die 25-jährige, adoptierte Libby, die in einem Küchenstudio arbeitet und unverhofft zu Reichtum kommt, da sie ein Haus erbt. Doch an diesem Haus klebt eine düstere Geschichte.

Die Erzählweise fand ich leider weniger fesselnd, was der Klappentext mir jedoch zuerst suggerierte. Der Spannungsbogen wird allein durch unterschiedliche Perspektiven und Zeitsprünge aufrecht erhalten. Diese Perspektiven werden wie Puzzleteile im Laufe des Buches zusammengesetzt. Das bringt natürlich Abwechslung und frischen Wind in die Geschichte. Aber dass es inhaltlich extrem spannend wurde, kann ich nicht behaupten.

Die Charaktere blieben etwas blass. Der Backround war teils ganz gut ausgearbeitet, aber es blieben Figuren, die einfach nur präsent waren, weil ihre Namen niedergeschrieben wurden, nicht, weil sie nahbar oder interessant dargestellt worden sind.

Insgesamt lässt sich das Buch schnell lesen, was nicht zuletzt auch an der Schriftgröße lag.

Vielleicht kann man sagen, dass es für mich eIne ereignisreiche Geschichte mit verschenktem Potenzial ist.

Ich empfehle dieses Buch allen LeserInnen, die ganz gerne Mal durch etwas seichtere Geschichten getragen werden und gerne Familiengeschichten entwirren mögen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.01.2022

Mittelmäßig

Die Verlorenen
0

Stacey Halls‘ Die Verlorenen war eine richtige Berg- und Talfahrt.
Es geht um Bess, die ihr Neugeborenes Kind in die Obhut eines Kinderheims gibt. Ihr Plan war es, das Kind abzuholen, wenn es alt genug ...

Stacey Halls‘ Die Verlorenen war eine richtige Berg- und Talfahrt.
Es geht um Bess, die ihr Neugeborenes Kind in die Obhut eines Kinderheims gibt. Ihr Plan war es, das Kind abzuholen, wenn es alt genug war, um mit ihr zusammen zu arbeiten. Einige Jahre später macht sie sich auf zum Waisenhaus, doch ihre Tochter wurde bereits abgeholt…

Die ersten Kapitel lasen sich sehr schnell. Im Mittelteil wurde aus einem Pageturner ein „ach ja, das muss ich auch noch zu Ende lesen “… Die Spannung war raus, die naive und weltfremde Protagonistin verwandelte sich zu einer egoistischen Nervensäge, der jegliches Gespür für die Realität fehlte.

Gegen Ende nahm die Handlung wieder etwas an Fahrt auf.

Der Plot war größtenteils durchdacht, dennoch gab es einige Logikschwächen und die Umsetzung lief nicht immer gut. Außerdem war das Ende schon nach den ersten Kapiteln vorhersehbar.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.01.2022

Märchenhafte Erzählung

Das Schneemädchen
0

Eowyn Ivey hat mit dieser Geschichte etwas Wundervolles erschaffen.
Es geht um ein kinderloses Ehepaar, das in Alaska lebt und deren Leben durch das Schneemädchen etwas aufregender und vielleicht auch ...

Eowyn Ivey hat mit dieser Geschichte etwas Wundervolles erschaffen.
Es geht um ein kinderloses Ehepaar, das in Alaska lebt und deren Leben durch das Schneemädchen etwas aufregender und vielleicht auch ein bisschen bedeutsamer wird.

Mir gefiel das Setting unheimlich gut. Alaska wurde wahrlich gut gewählt. Zum einen mochte ich die Stille (der Natur), die man beim Lesen förmlich aufgesogen hat. Zum anderen, weil man sich als Leser zwischen Realität und Mythologie befindet. Man kann sich darauf einlassen, es als Märchen anzunehmen, man kann allerdings auch alles Mögliche logisch und/oder (zumeist) psychologisch erklären. Aber was ist wahr? Die Antwort erfahrt ihr nur, wenn ihr es selbst lest.
Fakt ist, dass das Buch nachhallen kann.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.01.2022

Ein preisgekröntes Buch

Die Nickel Boys
0

In „Die Nickel Boys“ rollt Colson Whitehead die Missstände einer bekannten Besserungsanstalt in Florida auf, die tatsächlich erst 2011 geschlossen worden ist. Er schreibt über straffällig gewordene Jungen, ...

In „Die Nickel Boys“ rollt Colson Whitehead die Missstände einer bekannten Besserungsanstalt in Florida auf, die tatsächlich erst 2011 geschlossen worden ist. Er schreibt über straffällig gewordene Jungen, die der Willkür ihrer Wärter ausgesetzt sind. Es geht um Folter, Unterdrückung und Missbrauch. Und natürlich geht es um Rassismus- das wird insbesondere auch durch Auslegung der Bedeutung von >>Straffälligkeit<< deutlich. Hierzu der Hinweis, dass der Roman in den 60er Jahren beginnt.

Whiteheads Schreibstil gefällt mir unheimlich gut. Durch seine eher sachliche Erzählweise dringt er förmlich zu dem Leser durch, ohne offensichtlich Anklage zu erheben, was er natürlich zweifelsfrei und berechtigt hätte machen können. Zudem schreibt er keineswegs emotionsgeladen, was sich äußerst gewinnbringend auf die Quintessenz auswirkt. Zugegebenermaßen hätte dieses Buch auch anders funktioniert, auf diese Art gefällt es mir jedoch besser. Denn man kann sich die benannten Grausamkeiten auch ohne emotionsgeladene, detailverliebte Darstellungen vorstellen. Das alles macht das Buch und den Autor zu etwas Außergewöhnlichem. Er wird gehört.

Ich habe noch Underground Railroad und Harlem Shuffle hier liegen und freue mich jetzt schon aufs Lesen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.01.2022

Enttäuschend

Artemis
0

„Der Marsianer“ habe ich mit fünf Sternen bewertet. Andy Weirs Schreibstil gefiel mir sehr gut. Aber Atemis? Was ist denn da so schief gelaufen?!
Ich habe schlussendlich zwei Sterne vergeben, weil ich ...

„Der Marsianer“ habe ich mit fünf Sternen bewertet. Andy Weirs Schreibstil gefiel mir sehr gut. Aber Atemis? Was ist denn da so schief gelaufen?!
Ich habe schlussendlich zwei Sterne vergeben, weil ich es zu Ende gelesen habe... Immerhin… Mich hat vieles gestört.
Zu allererst wäre da eine überaus nervige, arrogante Kleinkriminelle, die sich alles so hinlegt, wie sie es gerade braucht. Insbesondere auch ihre unlogischen Argumentationen am Ende…
Ein weiterer, schwerwiegender Kritikpunkt ist, dass es mir vorkam, als hätte ich ein Young Adult Buch gelesen. Es kam mir nicht vor, wie ein Buch aus dem Sci-Fi Bereich mit einer Young Adult Geschichte, sondern vielmehr wie ein YA Roman mit etwas Technik, damit es sich Sci-Fi nennen darf.
Der letzte Kritikpunkt ist nicht weniger schwerwiegend: Diese ganze Geschichte rund um Sex hätte auch nicht sein müssen. Es bringt die Geschichte nicht voran, es macht einfach alles keinen Sinn…
Echt enttäuschend.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere