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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.06.2025

Enttäuschend

Die feindliche Zeugin
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Die junge Anwältin Mercedes Rosa Higgins übernimmt die Verteidigung eines Mordverdächtigen vor dem Old Bailey. Ein weißer Pflegehelfer wurde in einen tödlichen Kampf mit drei schwarzen Jugendlichen verwickelt. ...


Die junge Anwältin Mercedes Rosa Higgins übernimmt die Verteidigung eines Mordverdächtigen vor dem Old Bailey. Ein weißer Pflegehelfer wurde in einen tödlichen Kampf mit drei schwarzen Jugendlichen verwickelt. Der am Tatort verbliebene und dem Verletzten helfende Emmett wird von zwei Zeugen als Täter ausgemacht. Rosa glaubt an seine Unschuld, obwohl alles auf ihn als Täter hinweist.

Das Cover hat mich gar nicht angesprochen. Beim Lesen des Klappentextes fühlte mich sofort an „Die Jury“ erinnert, weil auch hier ganz klar rassistische Hintergründe eine Rolle spielen. Nur leider heute in Europa,
Rosa ermittelt auf eigene Faust und das nicht immer zum Vorteil ihres Mandanten. Ihre private Situation wird sehr in den Vordergrund geschoben, was ich jetzt nicht schlimm sondern eher unterhaltsam fand. Allerdings wurde es dadurch zu einer Justizgeschichte und nicht zu einem Thriller. Insgesamt fehlte auch die Spannung bzw. war das eigentlich spannende, was mit Rosas Nana passiert.
Beim Warten auf das Urteil hatte ich mehr Mitleid mit Rosa als mit ihrem Mandanten. Und auch Craig, ihr Solicitor, bleibt eher farblos.
Die Aufklärung der Geschichte passiert am Ende so nebenbei und reißt die Leserin nicht mehr mit.

Abgesehen davon, dass ich mich erst mit dem Englischen Justizsystem vertraut machen musste, war das ein guter Einblick. Rosa ist eine sehr sympathische Hauptfigur, während Emmett hauptsächlich bemitleidenswert ist. Seine Lügen und Aussageverweigerungen ergeben für mich nicht immer Sinn und interessieren am Ende auch nicht.

Eine unterhaltsame Justizgeschichte für Interessierte des englischen Rechts, definitiv kein Thriller!

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Veröffentlicht am 21.05.2025

Wohlfühlkrimi

Das Teufelshorn
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Isabel Flores war Ermittlerin bei der Polizei mit vielen Kontakten, bevor sie den Beruf aufgab und die Feriendomizil-Vermietung ihrer Mutter übernahm. Ihr Leben verläuft in ruhigen Bahnen. Morgens fährt ...


Isabel Flores war Ermittlerin bei der Polizei mit vielen Kontakten, bevor sie den Beruf aufgab und die Feriendomizil-Vermietung ihrer Mutter übernahm. Ihr Leben verläuft in ruhigen Bahnen. Morgens fährt sie mit ihrem kleinen Auto (pequeñito) ans Meer, wo sie mit ihrem Frettchen (Furó) eine Runde schwimmt.
Danach nimmt sie ihr Frühstück in der Bar Castell, um anschließend nach Hause ins Ca’n Moix zu fahren, wo sie gemeinsam mit Pep, dem Sohn ihrer besten Freundin, die Vermietungsfirma führt.
Die Entführung eines kleines Mädchens und die Ermordung eines alten Mannes führen dazu, dass der Hauptkommissar Tolo Cabot seine Freundin Isabel um Hilfe bittet. Sie ist nicht nur für ihren scharfen Verstand bekannt, sondern hat auch viele Verbindung auf und außerhalb Mallorcas. So beginnt sie ihre Ermittlungen mit Hilfe vieler Freunde und Bekannter.

Diese Geschichte ist eine perfekte Urlaubslektüre. Die Leserin lernt das Mallorca der Einheimischen kennen. Die Ermittlungen plätschern angenehm dahin, während wir viel über die Insel, ihre Spezialitäten und Feste lernen. Ich habe mich auf dieser Insel sehr wohl gefühlt, Menschen und Sonne genossen.
Nicht von großer Spannung geprägt, ist das eher ein Wohlfühlkrimi.
Gern mehr davon!

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Veröffentlicht am 08.05.2025

Langweilig

Ein Mord im November - Ein Fall für DI Wilkins
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Das Cover ist ansprechend, der Titel langweilig und der Klappentext interessant.

Der Name DI Wilkins kommt in der für Oxford zuständigen Polizeidienststelle gleich zweimal vor. Unterschiedlicher als die ...

Das Cover ist ansprechend, der Titel langweilig und der Klappentext interessant.

Der Name DI Wilkins kommt in der für Oxford zuständigen Polizeidienststelle gleich zweimal vor. Unterschiedlicher als die beiden können zwei männliche Ermittler kaum sein. Mit ihrer Kleidung setzen beide Statements. Der im Trailerpark aufgewachsenen Ryan trägt Trainingshose und -schuhe, der Oxfordabsolvent Raymond Markenkleidung. Aber auch ihr Auftreten unterscheidet sich sehr. Da Ryan oft Grenzen überschreitet, schwebt das Disziplinarverfahren immer in der Luft. Dabei bringen gerade seine Ermittlungen den Fall voran.
Der Fall: Im Büro des Provost wird die Leiche einer jungen Frau aufgefunden. Ihre Identität bleibt lange im Unklaren. Kurz vor der Entdeckung ihrer Leiche waren sehr viele Menschen in der Universität anwesend.

Ich habe mich nicht sehr gut unterhalten gefühlt. Schon zu Beginn und immer wieder wird Ryan als Jugendlicher beschrieben. Dass andere ihn so sehen, ist sicherlich okay. Dass aber der Autor ihn schon anfangs so betitelt, ist nicht in Ordnung.
Die Geschichte hat deutliche Längen, die Ermittlungen ziehen sich. Insgesamt ist die Geschichte von Ryan, der einen kleinen Sohn und ein schwieriges Verhältnis zu seinem Vater hat, noch der interessanteste Teil der Geschichte.

Insgesamt keine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 04.05.2025

Einfach entzückend

Die kleine Spinne Widerlich - Mini-Spinni kommt in den Kindergarten
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Schon das Cover mit den niedlichen Spinnen ist ein Hingucker.
Die kleine Spinne nimmt Mini-Spinni heute das erste Mal mit in den Kindergarten. Süß, wie sie mit Rucksack, Schnuller und Kuscheltier loszieht. ...

Schon das Cover mit den niedlichen Spinnen ist ein Hingucker.
Die kleine Spinne nimmt Mini-Spinni heute das erste Mal mit in den Kindergarten. Süß, wie sie mit Rucksack, Schnuller und Kuscheltier loszieht. Ihr wird von der großen Schwester, aber auch von den Erziehern alles gezeigt: der spezielle Garderobenhaken, die Spiel- und Leseecke, das Frühstück, Sandkastenspiele, Mittagsruhe etc.
Am Ende hat Mini-Spinni eine Freundin gefunden und zu Hause wird mit allen bekannten Figuren aus der Reihe der erste Kindergartentag gefeiert.
Hier wird ein, für manche Kinder herausforderndes, erstes Erlebnis sehr gut erzählt und umgesetzt. Alles wird positiv dargestellt und gezeichnet. Schon bekannte Figuren tauchen auf, sodass die Kinder etwas zum Wiedererkennen haben.
Ich muss zugeben, dass ich die kleine Spinne und all die anderen Charaktere der Reihe sehr gern mag. Die Geschichten sind auf den Alltag der Kinder abgestimmt und durchweg positiv.
Jederzeit gern mehr davon!

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Veröffentlicht am 08.04.2025

Spannend wie Teil 1 und 2

Die Nacht (Art Mayer-Serie 3)
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Das Cover gefällt mir von allen 3en bis jetzt am besten. Ein fröhliches Orange mit einem schwarzem Farbschnitt.
Der Inhalt ist dagegen alles andere als fröhlich, dafür von Anfang bis Ende spannend. Genau ...

Das Cover gefällt mir von allen 3en bis jetzt am besten. Ein fröhliches Orange mit einem schwarzem Farbschnitt.
Der Inhalt ist dagegen alles andere als fröhlich, dafür von Anfang bis Ende spannend. Genau wie die ersten beiden Teile, die man unbedingt kennen sollte.

Diesmal lernen wir Millas Mutter Dana endlich näher kennen. Auch sie hat, genau wie Art, eine schwierige Jugend hinter sich.
In diesem Teil der Reihe können sich Art und Nele ganz auf die Suche nach Dana konzentrieren, da er sich Urlaub nimmt und sie noch im Mutterschutz ist.
Ihren Sohn Lasse gibt Nele in die Obhut seines Vaters Roman. Sie vermisst ihn zwar jede Minute, geht aber ganz in ihrer Polizeiarbeit auf. Art ist noch immer sehr verschlossen und kämpft mit seiner Diabetes, nimmt Neles Hilfe aber gern an.

Marc Raabe hat auch im 3. Teil wieder geliefert. Wir ermitteln, fühlen und leiden wieder mit Art, Nele und Milla.
Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen, konnte es nicht aus der Hand legen. Auch wenn die Aufklärung am Ende etwas zu viele Schauplätze hatte, wurde es nie unübersichtlich.

Absolute Lese- oder Hörempfehlung (nach Teil 1 und 2)!

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