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Veröffentlicht am 27.02.2025

beängstigend realistisch

Echokammer
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Das Cover gefällt mir nicht so gut; der Farbschnitt haut es wieder raus!

Zur Geschichte:
Norwegen befindet sich im Wahlkampf und gleichzeitig wollen Terroristen durch Anschläge mit Rizin ein politisches ...

Das Cover gefällt mir nicht so gut; der Farbschnitt haut es wieder raus!

Zur Geschichte:
Norwegen befindet sich im Wahlkampf und gleichzeitig wollen Terroristen durch Anschläge mit Rizin ein politisches Vakuum herstellen.

Es beginnt mit einem Autounfall in einer menschenleeren Waldgegend. Im Kofferaum des Wagens befinden sich Hinweise auf ein niederländisches Aussteigerpärchen und auf die Herstellung von Rizin. Darum möchte der Polizeichef den terrorismuserfahrenen Ermittler Martin Tong reaktivieren. Gemeinsam mit Liselott Benjamin soll er die Extremisten aufspüren.

Gleichzeitig möchte die Arbeiterpartei wieder an die Macht. Das zerstrittene Führungspaar Christina und Waldemar kämpft nicht gemeinsam. Hier werden die Intrigen und Machtspielchen hinter den Kulissen vorgeführt, dass es einen gruselt. Besonders die beauftragte IT-Firma nutzt Daten auf unmoralische Weise.

Beide Geschichten haben Überschneidungen und machen die Erzählung durch wechselnde Schauplätze sehr spannend.
Ich habe diesen Thriller gern gelesen, wenn mir auch die Aktualität mitunter Angst gemacht hat.

Am Ende erfährt die Leserin noch, welchen Fall die beiden sehr unterschiedlichen Ermittler als nächstes bearbeiten. Ich freue mich drauf!

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Veröffentlicht am 27.01.2025

Fesselnd

Von Schafen und Wölfen
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Mein erster Thriller von Achim Zons mit seinem Helden David Jakubowicz. Sowohl das Cover als auch der Titel haben mich sofort überzeugt.

Die DAZ, eine renommierte deutsche Tageszeitung, ist in finanzielle ...

Mein erster Thriller von Achim Zons mit seinem Helden David Jakubowicz. Sowohl das Cover als auch der Titel haben mich sofort überzeugt.

Die DAZ, eine renommierte deutsche Tageszeitung, ist in finanzielle Schieflage geraten. Die Eigentümerin des Verlags, Helen Christensen, strebt eine Fusion mit einem amerikanischen Giganten an. Da gelangt die Zeitung in den Besitz von brisantem Material über den ehemaligen Präsidenten der Vereinigten Staaten, Adam Rycart.

Die Geschichte beginnt mit einer Konferenz, auf der diskutiert wird, wie mit dem explosiven Material umgegangen werden soll. Hier werden Ereignisse und Personen genannt, mit denen die Leserin wenig anfangen kann. Nun wird in Rückblenden die gesamte Geschichte an verschiedenen Schauplätzen und weiteren Ereignissen aus der Vergangenheit erzählt. Um der Geschehnissen folgen zu können und alle Personen richtig einzuordnen (ein Namensverzeichnis wäre anfangs hilfreich gewesen), darf die Konzentration nicht nachlassen.
Das Aufwühlende an dem Thriller ist, dass er durch tatsächlich stattgefundene Ereignisse und real existierenden Personen Realität vorspielt. Natürlich kann das alles so stattfinden oder stattgefunden haben.
Die Erzählweise tut ihr übriges dazu.

Eine fesselnde Lektüre, die ich kaum aus der Hand legen konnte.
Für Menschen, die auch gern Agententhriller lesen und sich viele Namen merken können, eine ausdrückliche Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 15.01.2025

viele Geheimnisse

Nachtflut
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In dem Klappentext ist nur von Elisa die Rede, aber eigentlich ist es auch die Geschichte ihrer Familie.
Während eines Segeltörns kommt Elisas Schwester Lizzy ums Leben, ihr Mann Paul dafür ins Gefängnis. ...


In dem Klappentext ist nur von Elisa die Rede, aber eigentlich ist es auch die Geschichte ihrer Familie.
Während eines Segeltörns kommt Elisas Schwester Lizzy ums Leben, ihr Mann Paul dafür ins Gefängnis. Elisas psychische Probleme nehmen zu; sie lässt sich von Max scheiden. Dann bricht eine Umweltkatastrophe über sie herein, vor der sie sich im Nachbarhaus, dessen Bewohner auch ihre Geheimnisse haben, in Sicherheit bringt.

Ich bin schwer in die Geschichte hineingekommen. Dann nahm sie allerdings Fahrt auf, wurde spannend, um in der Mitte wieder abzuflachen und danach wieder spannend zu werden. Einiges fand ich nervend, anderes unlogisch, manches unverständlich.
Ausschnitte aus dem Tagebuch der Mutter wurden immer mal wieder dazwischen geschoben. Anfangs konnte ich damit gar nichts anfangen. Erst beim dritten Ausschnitt wurde mir klar, worum es sich handelt.
Die Protagonisten der Geschichte, die alle ein Geheimnis haben und es teilweise auch bewahren, werden alle nicht wirklich gut gezeichnet. Von Elisa war ich schnell genervt, alle anderen blieben nur oberflächliche Staffage.

Die Geschichte an sich ist gut erdacht, teilweise spannend und birgt die ein oder andere Überraschung. Am Ende ist kaum etwas so wie es anfangs erscheint.
Kann man lesen - muss man aber nicht!

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Veröffentlicht am 02.12.2024

Psychotherapeutin auf Speed

Mordscoach
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Am Anfang musste ich schon mehrfach schmunzeln. Die Psycho-Coachin Sophie Stark beschreibt ihren Klienten Nils Bergmann so menschlich und wenig feinfühlig, dass ein sehr gutes Bild von ihm vor dem inneren ...

Am Anfang musste ich schon mehrfach schmunzeln. Die Psycho-Coachin Sophie Stark beschreibt ihren Klienten Nils Bergmann so menschlich und wenig feinfühlig, dass ein sehr gutes Bild von ihm vor dem inneren Auge entsteht.
Leider geht es nicht so lustig weiter, da Sophie durch den Besuch einer neuen Klientin ins Straucheln gerät. Eigentlich mehr ein Unfall als ein Mord an dieser Person bestimmen den Fortgang der Geschichte. Die Protagonistin handelt wie auf Speed, ist extremen Gefühlsausbrüchen unterworfen und mordet lustig weiter.

Das Buch liest sich leicht, hat eine einfache Sprache, sodass die Leser:in schnell durch die gut 300 Seiten durch ist. Allerdings ist der Inhalt eher Trash. Die Hauptperson handelt so schnell und teilweise irrational, dass die Leser:in gar keine Beziehung zu ihr aufbauen kann. Sie blieb für mich bis zum Schluss eine völlig überdrehte Person, der ich weder positiv noch negativ begegne. Alle weiteren Personen bleiben gänzlich blass.

Ein Buch, dass zwar leidlich unterhält, aber keinen bleibenden Eindruck hinterlässt. Mein Interesse an weiteren Geschichten der Reihe hält sich in Grenzen.

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Veröffentlicht am 09.11.2024

Enttäuschend

Still ist die Nacht (Ein Fall für Maya Topelius 2)
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Dieses ist der zweite Teil einer Reihe, für mich allerdings der erste. Maya Topelius nimmt an einem Yogaretreat ihrer Freundin auf einer Insel teil. Als dort eine Leiche entdeckt wird und ihre Kollegen ...

Dieses ist der zweite Teil einer Reihe, für mich allerdings der erste. Maya Topelius nimmt an einem Yogaretreat ihrer Freundin auf einer Insel teil. Als dort eine Leiche entdeckt wird und ihre Kollegen die Ermittlungen aufnehmen, bleibt sie undercover und versucht so zu helfen.

Abgesehen vom Klappentext birgt schon der Prolog eine gewisse Spannung. Ich habe mich daher voll Vorfreude auf diesen Krimi eingelassen. Leider hält er nicht, was er anfangs verspricht. Die Leserin braucht schon einen intensiven Zugang zu diesem ganzen Meditations- und Esoterikkram, um den Mittelteil unterhaltsam zu finden. Dazu gibt es teilweise alberne persönliche Konflikte, die die Geschichte nicht vorwärts bringen.

Insgesamt ist der Schreibstil ganz gut und auch das Setting ist nicht schlecht. Das sehr spannende Ende versöhnt dann etwas.

Empfehlenswert als Urlaubslektüre für Yogis oder solche, die Zugang zu Esoterik haben.

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