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Veröffentlicht am 05.01.2023

Adventskalender

Meine schönsten Weihnachtsmärchen
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Ebenso schön wie die Vorweihnachtszeit ist dieses Märchenbuch, das sich sowohl zum Vorlesen als auch zum selbst Lesen für etwas ältere Kinder eignet. Durch die passenden Illustrationen wird es sehr stimmungsvoll ...

Ebenso schön wie die Vorweihnachtszeit ist dieses Märchenbuch, das sich sowohl zum Vorlesen als auch zum selbst Lesen für etwas ältere Kinder eignet. Durch die passenden Illustrationen wird es sehr stimmungsvoll ergänzt und es wird noch winterlicher und gemütlicher.

Sehr schön finde ich, dass es genau 24 Geschichten sind, von denen einige klassisch und vertraut, andere aber neu sind. So ist das Buch eigentlich wie ein ganz besonderer Adventskalender, nur eben für den Geist und nicht den Magen.

Ich bin schon sehr gespannt, ob Kinder heute noch etwas mit Begriffen wie "Tagelöhner" werden anfangen können. So bietet das Buch bestimmt auch einigen Gesprächsstoff.

Schade finde ich ein bisschen, dass die Geschichten alle so kurz sind. Da ist man bestimmt mit dem täglichen Vorlesen in wenigen Minuten durch. Also wirklich ein wenig wie Türchen öffnen am Adeventskalender.

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Veröffentlicht am 02.01.2023

Folge dem Nordwind

Die Eiskönigin 2: Der Manga
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Disney funktioniert tatsächlich auch als Manga, die großäugigigen Figuren sind sich sogar recht ähnlich

Hier trifft man natürlich auf die auch aus den Filmen bekannten und liebgewordenen Figuren Anna, ...

Disney funktioniert tatsächlich auch als Manga, die großäugigigen Figuren sind sich sogar recht ähnlich

Hier trifft man natürlich auf die auch aus den Filmen bekannten und liebgewordenen Figuren Anna, Elsa, Olaf, Kristoff usw. und freut sich über das Wiedersehen. Etwas enttäuscht war ich, dass die Zeichnungen im Buch schwarz-weiß sind und daher nicht ganz mit dem zauberhaften Cover mithalten können. Dafür ist die Geschichte über die Reise zum Volk des Waldes gewohnt märchenhaft und wirbt für Zusammenstehen, Freundschaft und Familienbande.

Die Texte sind so gestaltet, dass man die Figuren förmlich singen hört. Vor allem Olaf ist wieder der Sympathieträger und man hört seine Synchronstimme beim Lesen unwillkürlich sprechen. Die dazugehörigen Filme waren anscheinend wirklich sehr einprägsam in dieser Hinsicht.

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Veröffentlicht am 01.01.2023

Rezepte, die gar nicht so geheim sind

Ich heirate mich selbst
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"Das Geheimrezept zum Glücklichsein" wirbt der Verlag auf dem Buchrücken. Die Methoden, mit denen Autorin Claudia Wuttke nach dem zeitgleichen Verlust von Arbeitsplatz und Partner sich selbst wieder aufrichtete ...

"Das Geheimrezept zum Glücklichsein" wirbt der Verlag auf dem Buchrücken. Die Methoden, mit denen Autorin Claudia Wuttke nach dem zeitgleichen Verlust von Arbeitsplatz und Partner sich selbst wieder aufrichtete und lernte, Bestätigung nicht immer im Außen zu suchen, sind aber eigentlich gar nicht geheim und sind mir nahezu alle auch schon einmal begegnet.Insofern habe ich für mein Leben eigentlich keinen neuen Impuls mitgenommen. Lediglich über Human Design, für das sich die Autorin sehr begeistert, wusste ich bisher nichts. Nachdem ich mich jetzt damit befasst habe, kann ich aber ausgerechnet damit gar nichts anfangen, obwohl ich für esoterische Ansätze durchaus aufgeschlossen bin.

Meditation, Sport, Yoga, The Work von Bayron Katie usw... Claudia Wuttke bietet ein wahres Portfolio an Selbsthilfeelementen auf. Wer gänzlich neu in der Materie ist, findet hier sicher hilfreiche Anregungen, die durchaus auch immer wieder in esoterische Bereiche hinein reichen. Die Fülle des Überblicks bedingt aber, das alles zwangsläufig an der Oberfläche bleibt. Vor allem zum Ende des Buches wurden mir wichtige Themen wirklich zu flüchtig gestreift.

Dennoch hat es mich aufgemuntert, das Buch zu lesen. Die Autorin berichtet schonungslos ehrlich vom eigenen Tiefpunkt, aus dem sie wieder herausfand und so entsteht beim Lesen auch immer mal Verbundenheit. Und gerade die Betrachtungen zum Thema Einsamkeit durch Unverbundensein auch unter Menschen haben mir ausnehmend gut gefallen.

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Veröffentlicht am 25.12.2022

Wenn Monster einen Anwalt brauchen

Im Zweifel für das Monster
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Einen Anwalt, dessen eigentlich solider moralischer Kompass aus Ehrgeiz gerade verrutscht, auf hilfebedürfteige Monster treffen zu lassen, ist eine wirkliche originelle Idee. Brett ist ausgerechnet der ...

Einen Anwalt, dessen eigentlich solider moralischer Kompass aus Ehrgeiz gerade verrutscht, auf hilfebedürfteige Monster treffen zu lassen, ist eine wirkliche originelle Idee. Brett ist ausgerechnet der Schrecken, der Anwalt Daniel Becker in dessen Kindheit aufgelauert hat. Nun wird Brett im Über, der Welt der Monster, des Mordes verdächtigt. Obwohl Daniel eigentlich mit dem Fall, mit dem er in seiner Kanzlei zum Partner werden möchte, mehr als ausgelastet ist, lässt er sich immer tiefer in Bretts Verteidigung und Welt hineinziehen...

Der ganze Roman ist durchzogen von skurilem Witz und wartet auch mit sympathischen Nebencharakteren wie dem Praktikanten Phil auf. Daniels Versuche, nach seiner gescheiterten Ehe seiner Tochter trotzdem ein guter Vater zu sein, geben der Geschichte eine zusätzliche interessante Dimension. Dieser Genremix aus Fantasy, Krimi und Juristerei hat mir wirklich viel Spaß gemacht!

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Veröffentlicht am 18.12.2022

Überraschend kindlich

Lightlark
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Kurz nach Beginn des Lesens habe ich das Alter der Autorin recherchiert. Alles wirkte so kindlich geschildert, dass ich sie auf maximal 16 geschätzt hätte, aber wahrscheinlich hat sie die Geschichte mit ...

Kurz nach Beginn des Lesens habe ich das Alter der Autorin recherchiert. Alles wirkte so kindlich geschildert, dass ich sie auf maximal 16 geschätzt hätte, aber wahrscheinlich hat sie die Geschichte mit Mitte 20 begonnen zu verfassen. Wenn man das veröffentlichen möchte, hätte da aus meiner Sicht das Lektorat viel viel mehr eingreifen müssen. Aber dank Tiktok gefällt das Buch ja anscheinend. Dem kann ich mich nicht umfassend anschließend. Obwohl es so schön gestaltet ist, dass ich mich bei jedem Aufschlagen dabei ertappt habe, es unbedingt mögen zu wollen. Aber was bleibt, wenn der Farbschnitt der Erstauflage dann wegfällt?

Eine rudimentäres Worldbuilding und verwaschen gezeichnete Protagonisten. Wieder mal eine Heldin, Isla, wunderschön, blutjung, die 500jährige Männer mühelos in ihren Bann zieht.

"Ich muss zugeben", sagte sie, "ich bin beeindruckt von deiner Dummheit." Diesem Auspruch einer Gegnerin Islas beim Centennial, einem seltsamerweise nur alle hundert Jahre stattfindenden Wettkampf, bei dem die sechs Herrschenden der Insel Lightlark versuchen, die Flüche, unter denen ihre Völker stehen, zu brechen, hätte ich mich ein ums andere Mal anschließen mögen. Isla stolpert durch die überschaubare Handlung und ich habe mich gewundert, warum dieselbe Gegnerin sie unmittelbar danach als genial bezeichnet. Leider gibt es auch handlungstechnisch jede Menge Ungereimtheiten.

Ich habe eine Weile gebraucht um zu erkennen, dass die Autorin ein Liebesdreieck schildern will und bin nicht mal sicher, ob ich das gut oder schlecht finde. War es mal etwas subtiler gemacht als in anderen Büchern oder hat sie es nicht richtig hinbekommen?

Zum Ende hin gab es doch wenigstens ein paar Plottwists, die zeigen, dass da durchaus Potential sein könnte. Ab und zu malt Alex Aster auch schöne Sprachbilder. Sie kommt ja studientechnisch vom Creative Writing, hätte aber sicherlich noch einen langen Weg gebraucht bis zu einer runden Geschichte, den Tiktok hier eben zu sehr verkürzt hat.

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