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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.06.2022

Bestens beraten

Ganz schön heiß hier
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Das Buch bietet eine Fülle an Informationen darüber, welche Veränderungen im weiblichen Körper in den Wechseljahren passieren und welche physischen und psychischen Symptome damit einhergehen können. Hätte ...

Das Buch bietet eine Fülle an Informationen darüber, welche Veränderungen im weiblichen Körper in den Wechseljahren passieren und welche physischen und psychischen Symptome damit einhergehen können. Hätte ich manches nur früher gewusst, habe ich manches mal beim Lesen gedacht. Die Autorin, die als Gynäkologen eine Expertin ist, findet dabei einen aufbauenden Ton, der anregt, die Wechseljahre weniger als ein Ende, als auch als einen neuen Anfang zu begreifen.

Sehr gut gefallen hat mir der vielfältigen Ansatz an möglichen Behandlungsansätzen, schulmedizinisch, naturheilkundlich oder homöopatisch. Außerdem wurde auch mögliche Risiken einer Hormonersatztherapie nicht verschwiegen. Auch zum Thema Lebensstil wie Stressreduzierung, Bewegung und Ernährung enthält das Buch zahlreiche Anregungen. Es ist wirklich eine regelrechte Wechseljahrs-Bibel, durch die ich mich bestens beraten fühle.

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Veröffentlicht am 19.06.2022

Könnte mehr funkeln

Ein unvollkommener Ehemann
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Ausgerechnet nachdem sich Roxy um ihre gerade verwitwete Mutter gekümmert und also selbst ihren Vater verloren hat, erwischt sie ihren Ehemann Dave in flagranti mit der Nachbarin im Ehebett. Sie schnappt ...

Ausgerechnet nachdem sich Roxy um ihre gerade verwitwete Mutter gekümmert und also selbst ihren Vater verloren hat, erwischt sie ihren Ehemann Dave in flagranti mit der Nachbarin im Ehebett. Sie schnappt sich ihre Kinder und kehrt postwiendend zurück zu ihrer Mutter. Ablenkung findet sie, indem sie mit dem Mercedes ihres Vaters dessen Chauffeurdienste fortsetzt. Ihre Fahrgäste halten allerhand Überraschungen bereit, von denen eine sogar Roxys Familie unmittelbar zu betreffen scheint. Können Roxy und Dave die Ehe kitten oder winken neue Ufer für Roxy?

Das Buch startet mit dem Ehebruch rasant, verliert dann aber immer weiter an Fahrt. Zwar habe ich die Geschichte weiterhin gern gelesen, zumal auch das Setting in Irland für mich ein Plus war. Die Schilderung von Roxys Aktivitäten, eine eigenständige Existenz aufzubauen und diese auf Instagram bekannt zu machen, hatte jedoch für mich auch einige Längen. Trotzdem blieb ich gespannt bis zum Schluss. Hier konnte ich aber tatsächlich einiges vorausahnen. Den Lesespaß hat es mir nicht verdorben. Trotzdem hat mir das letzte Funkeln der Faszination in der Erzählung gefehlt, vielleicht weil Roxy als so nüchterner Charakter geschildert wurde.

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Veröffentlicht am 12.06.2022

Ein Hauch von Göttern

A Touch of Darkness
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Was hätte man aus der schönen Grundidee - griechische Götter in einem Urban Setting - alles herausholen können. Zudem eine moderne Nacherzählung des Mythos, in dem Persephone von Hades in die Unterwelt ...

Was hätte man aus der schönen Grundidee - griechische Götter in einem Urban Setting - alles herausholen können. Zudem eine moderne Nacherzählung des Mythos, in dem Persephone von Hades in die Unterwelt entführt wird. Leider dient aber aber alles im Grunde nur dazu, erotische Begegnungen zwischen den beiden explizit darzustellen. Was sie zueinander zieht außer schiere Lust wurde für mich kaum plausibel. Und was will der schon seit Aönen existierende Hades ausgerechnet mit der unreifen Persephone? Wie kommt es überhaupt dazu, dass Persephone wirklich noch sehr jung ist und die anderen Götter anscheinend schon ewig leben? Nicht die einzige Ungereimtheit, auf die ich hier gestoßen bin.

Das Worlbuilding, das so viel Potenzial geboten hätte, ist eigentlich nur angedeutet und nicht ausgearbeitet, halt eine Kulisse zu den Sexszenen. Persephone macht eine kleine Entwicklung durch im Laufe des Buches, wobei sie sich zwar gegen ihre Mutter behauptet, aber im Grunde dafür nun stattdessen nach Hades richtet.

So schön fand ich die Idee, dass die Götter hier Hörner tragen. Leider blieben die Hörner aber bloß ein Accessoire. Nebenfiguren tauchen auf, wenn sie benötigt werden. Manchmal ist unvermittelt etwas Zeit vergangen und ich habe gestaunt, was sich inzwischen anscheinend ereignet hat. Verschiedene mythologische Figuren werden eingeflochten, aber dabei so oberflächlich geschildert, dass es mich enttäuscht hat.

Das Buch kommt eigentlich zu einem runden Abschluss und hätte für mich nicht Anlass zum geplanten Mehrteiler geboten.

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Veröffentlicht am 08.06.2022

Herausragend

Mindful Riding
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Dieses Buch hat meine Erwartungen bei weitem übertroffen. Beim Untertitel "Sieben Lektionen für mehr Pferdeglück" hatte ich irgendwie schon Dressurlektionen im Kopf. Stattdessen sind es eigentlich Lebenslektionen, ...

Dieses Buch hat meine Erwartungen bei weitem übertroffen. Beim Untertitel "Sieben Lektionen für mehr Pferdeglück" hatte ich irgendwie schon Dressurlektionen im Kopf. Stattdessen sind es eigentlich Lebenslektionen, die die Autorin hier präsentiert. Ich kann daher sagen, dass ich für mein Leben in seiner Gesamtheit noch viel mehr aus dem Buch herausgefiltert habe als für den Umgang mit meinen Pferden. Denn bei letzteren mache ich im Sinne des Buches eigentlich schon sehr viel richtig. Aber in Alltag und Beruf holen mich doch sehr oft Stress, Hektik und Sorge ein, so dass ich dann Gefahr laufe, sie mit in den Stall zu nehmen. Mit den Lektionen des Mindful Riding habe ich jetzt erstmals einen echten Zugang zum Dauer-Trendthema Achtsamkeit bekommen und konnte tatsächlich ein paar für mich sehr hilfreiche Lektionen in meinen Alltag integrieren. Kapitelüberschriften wie Freundlichkeit, Offenheit und Freude, für die jeweils eine Fülle von nachvollziehbaren Umsetzungsvorschlägen geboten werden, sprechen für sich.

Dies ist ein Buch, das mich länger begleiten wird und das ich immer wieder in die Hand nehmen werden. Dies liegt weniger an den schönen Farbfotos, sondern weil schon die Lektüre aufbaut, in eine positive Stimmung versetzt und zum Innehalten anregt.

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Veröffentlicht am 05.06.2022

Die schönen Momente dazwischen

Ein unendlich kurzer Sommer
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Lale ist auf der Flucht vor ihrem alten Leben. Wovor eigentlich genau? Das erfahren wir erst nach und nach. Sie strandet auf einem Campingplatz, hilft dem alten Eigentümer Gustav, freundet sich mit den ...

Lale ist auf der Flucht vor ihrem alten Leben. Wovor eigentlich genau? Das erfahren wir erst nach und nach. Sie strandet auf einem Campingplatz, hilft dem alten Eigentümer Gustav, freundet sich mit den Nachbarn an. Als Christophe, der erste Feriengast der Saison, erscheint, beginnt eine Sommerromanze. Aber eigentlich haben alle Protagonisten Lasten im Gepäck, die die eine oder andere Überraschung bereit halten...

Der Roman findet immer dann zu Stärke, wenn er in die Tiefe geht. Dies hätte ruhig häufiger geschehen können. Er lebt auch von seinen Nebenfiguren wie dem Nachbarsjungen Flo und Althippie James, einem Freund Gustavs. Lale gegenüber habe ich leider immer eine leichte Distanz empfunden. Die Kritik an ihrem eigentlichen langjährigen Partner, an dem ihr im Grunde gar nichts zu gefallen scheint, nicht einmal die Frisur, macht nicht unbedingt sympathisch, zumal ihr dieser auch noch teilweise mit der Geduld eines Heiligen begegnet. Dennoch ein Roman, der immer wieder auch zu Herzen geht, wenn er die schönen Momente zwischen den tragischen sucht, und sich daher lohnt. Nur über die Stilblüte gleich zu Beginn, die sich auch noch auf dem Buchrücken findet, habe ich mich gewundert. "Das Floß schwankte unter deinem Gewicht, wackelte." "Aussagekräftiger ohne Doppelgemoppel", hat mir mal eine Lektorin an so eine Stelle in einem meiner Texte vermerkt. Zu recht!

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