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Veröffentlicht am 02.08.2025

Wellenkinder

Das Geschenk des Meeres
0

"Sie versteht es nicht, kann nicht genau hinsehen, aber hier draußen, am Rand des Nirgendwo, gibt es Geschichten. Und Geheimnisse."

Mit "Das Geschenk des Meeres" hat Julia R. Kelly eine auf ...

"Sie versteht es nicht, kann nicht genau hinsehen, aber hier draußen, am Rand des Nirgendwo, gibt es Geschichten. Und Geheimnisse."

Mit "Das Geschenk des Meeres" hat Julia R. Kelly eine auf tragische Weise wunderschöne Geschichte geschaffen. Sehr atmosphärisch erzählt sie vom schottischen Fischerdorf Skerry im Jahr 1900, in überaus atmosphärischen Bildern, und seinen Bewohnern. Vor allem von Dorothy, die ihren kleinen Sohn Moses einst an die See verlor, und dem Fischer Joseph. Als eines Winters Joseph einen fremden kleinen Jungen vor dem Ertrinken retten, tauchen alte Geheimnisse an die Oberfläche wie lange versunkene Schiffswracks. Wie kam es damals zu Moses' Tod? Und warum wurden Dorothy und Joseph nie ein Paar trotz ihrer offensichtlichen Zuneigung?

Immer wieder lässt uns die Autorin aus dem winterlichen Setting in die Vergangenheit springen, während sich im ein Panorama um Liebe, Sehnsucht und Verlust entfaltet. Das ist so schmerzlich-schön, dass sich der Roman und seine Protagonisten unwillkürlich ins Herz schleichen. Auf beinahe poetische Weise webt Kelly keltische Legenden in die Story ein, was zur winterlich-märchenhaften Atmosphäre perfekt passt. Joseph und Dorothy sind sympathische, zum Teil sperrige Protagonisten, die nachhallen. Und auf sanfte Weise mahnen, seine Chancen im Leben nicht vorübergehen zu lassen.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.08.2025

Wenn Monster lieben

The Book Eaters
7

"Jeder ist für irgendjemanden ein Monster."

Ich liebe Geschichten, bei denen ich auch als Vielleserin das Gefühl habe, etwas Derartiges noch nicht gelesen zu haben. Bei den Bookeaters bin ich auf so eine ...

"Jeder ist für irgendjemanden ein Monster."

Ich liebe Geschichten, bei denen ich auch als Vielleserin das Gefühl habe, etwas Derartiges noch nicht gelesen zu haben. Bei den Bookeaters bin ich auf so eine Story gestoßen.

Die geniale Grundidee uralter Familien, die sich von Büchern buchstäblich ernähren und sich so deren Geschichten zu eigen machen, hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Wunderbarerweise handelt es sich dabei auch noch um Dark Fantasy, und so lauern hier tatsächlich einige Untiefen, vor denen sich Lesende, die Fans von Triggerwarnungen sind, möglicherweise in Acht nehmen sollten.

Aber die Aufschrift auf dem Cover "Wie viele Menschen würdest du opfern, um dein Kind zu retten", spricht eigentlich eine deutliche Sprache.

Devon wächst in der von Männern eisern beherrschten Welt der Buchesser auf. Als eine der wenigen weiblichen Buchesser-Nachkommen wird sie zwar als Prinzessin bezeichnet, soll aber in arrangierten Ehen den Fortbestand der Buchesser sichern. Doch ihr Sohn Cai zeigt schnell ein viel dunkleres Interesse. Denn statt Büchern verschlingt er Gedanken....

Mich hat die düstere Welt der Buchesser wirklich begeistert. Die Autorin schreibt bildhaft und tiefgründig, so dass ich mich in der Handlung wunderbar verlieren konnte. Etwas schade fand ich nur, dass das Buch auf den Trend aufspringt, die herkömmliche Verbindung von Männern und Frauen ausschließlich negativ darzustellen und andere Orientierungen ausschließlich positiv.

Das Ende war recht offen gehalten und lässt viel Raum für eine spannende Fortsetzung, die ich unbedingt lesen würde. Ohne einen nächsten Teil würden mir persönlich manche Erzählstränge etwas zu sehr in der Luft hängen bleiben. Ich bleibe gespannt.

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  • Fantasy
Veröffentlicht am 23.07.2025

So sollte Romantasy sein

Heartless Hunter. Der rote Nachtfalter, Band 1
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Endlich einmal eine Romantasy, die mich zum Mitfiebern gebracht hat. Mit wunderbar düsteren Einsprengseln, einem überzeugenden, kreativen Magiesystem und Protagonisten, an die man noch lange ...

Endlich einmal eine Romantasy, die mich zum Mitfiebern gebracht hat. Mit wunderbar düsteren Einsprengseln, einem überzeugenden, kreativen Magiesystem und Protagonisten, an die man noch lange denken wird, anstatt sich schon beim Warten auf den zweiten Teil zu fragen, um wen es im ersten überhaupt ging.

Rune ist insgeheim der geheimnisvolle Rote Nachfalter. Sie rettet Hexen aus den Fängen der Blutwache, mit deren Hilfe der Kommandant jede Magie unterdrücken will. Um eine gefangene Hexe zu befreien, muss sie ausgerechnet ein Mitglied der Blutwache näher kennenlernen und aushorchen. Gideon ist nicht nur Hexenjäger und überraschend attraktiv, sondern auch der Bruder von Runes besten Freund Alex. Und er hat mit Hexen noch eine besonders persönliche Rechnung offen...

Rune und Gideon haben mir gefallen wie noch kein Romantasy Paar bisher. Endlich ein Love Interest, der die Potagonstin nicht ständig gängelt und herumschleppt oder seltsam knurrt. Stattdessen ist er ein gebrochener Held mit Tiefgang und Rune eine toughe, selbstlose Rebellin. Durch Gideons sympathischen Bruder Alex gibt es ein interessantes Liebesdreieck. Die Autorin arbeitet bei der Darstellung der Magie mit fantasievollen Graustufen und versteht es insgesamt zu überraschen. Gerne viel mehr davon!

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Veröffentlicht am 15.07.2025

Katzengold

Die Bucht
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"Man sollte wirklich nie glauben, dass es nicht noch schlimmer kommen kann. Selbst wenn man ganz unten ist, gibt es immer noch eine Falltür."

Auf der fiktiven schottischen Insel Langer ist der ...

"Man sollte wirklich nie glauben, dass es nicht noch schlimmer kommen kann. Selbst wenn man ganz unten ist, gibt es immer noch eine Falltür."

Auf der fiktiven schottischen Insel Langer ist der von Katzengold durchzogene Schiefer allgegenwärtig. Katzengold ist geschaffen, Menschen zu täuschen. Und auch auch auf Langer und bei seiner Bevölkerung ist vieles ganz anders als es scheint....

Nancy möchte mit ihrem Freund Calder auf Langer ein neues Leben beginnen. Die beiden ziehen in das Haus von Calders verstorbener Mutter. Nancy verbirgt etwas vor Calder und auch der erhoffte Nachwuchs will sich nicht einstellen. Als Calder mit Herzstillstand im Wasser treibend gefunden wird, scheint alles vorbei. Wie durch ein Wunder kann Calder gerettet werden. Doch er scheint vollkommen verändert, passend zur Bedeutung seines Namens: "dunkle Wasser"...

Liz Webb zündet ein wahres Feuerwerk an Ideen, Wendungen und Ereignissen, die sich zeitweise überstürzen. Das ist manchmal fast zu viel und dennoch unglaublich spannend. Zudem wird Langer wunderbar atmosphärisch geschildert und ergänzt perfekt die düsteren Geheimnisse der Insulaner. Einen Teil der Auflösung habe ich zwar irgendwann vorausgeahnt, das hat meine Faszination aber überhaupt nicht beeinträchtigt. Schon während des Lesens habe ich beschlossen, mir ein weiteres Buch der Autorin zu besorgen.

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Veröffentlicht am 12.07.2025

Elementarmagie

The Wind Weaver (Wind Weaver 1)
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"Jetzt ist alles egal, Rhya. Morgen früh bist du nur noch ein Häuflein Asche."

Die Story beginnt spannend, als Rhya, die zu Hälfte Fae ist, gefangen genommen wird. Doch ein geheimnisvoller Kommandant ...

"Jetzt ist alles egal, Rhya. Morgen früh bist du nur noch ein Häuflein Asche."

Die Story beginnt spannend, als Rhya, die zu Hälfte Fae ist, gefangen genommen wird. Doch ein geheimnisvoller Kommandant befreit sie. Weder er noch Rhya sind was sie scheinen, doch beide verfügen über gewaltige magische Kräfte...

Ich muss sagen, dass sich die Geschichte im Laufe des Buches immer mehr gezogen hat. Es liegt eben insgesamt mehr Fokus auf den Romantasy Vibes als auf einer unverwechselbaren Handlung. Rhya und ihr love interest Penn haben mich als Protagonisten nicht so richtig mitfiebern lassen. Rhya lässt sich von Penn trotz ihrer Kräfte mitschleifen, in einem Turm zwischenparken und beaufsichtigen. Das sich andeutende Liebesdreieck war so vorsichtig, dass man es auch gut hätte einsparen können. Ich bin nicht sicher, ob ich mich noch detailliert an die Handlung werde erinnern können, wenn der nächste Teil erscheint, da es zu wenig markante Abweichungen von ähnlichen Plots gab.

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