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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.12.2019

Kraftvolle Mandalas

Kreise der Kraft. 40 Inspirationen zur inneren Harmonie
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Mandalas sprechen mich auf einer tiefen Ebene immer wieder an. Daher fand ich auch diese 40 schön gestalteten Karten sehr interessant. Sie laden dazu ein, den Fluss der eigenen Energien und der uns umgebenden ...

Mandalas sprechen mich auf einer tiefen Ebene immer wieder an. Daher fand ich auch diese 40 schön gestalteten Karten sehr interessant. Sie laden dazu ein, den Fluss der eigenen Energien und der uns umgebenden Rhythmen der Natur als Kreis des Lebens zu begreifen. So wie auf Frühling und Sommer Herbst und Winter folgen, schließt sich an eine problematische, entbehrungsreiche Zeit oft wieder eine Zeit der Fülle und Erneuerung an. Die Karte sind als Impulse gedacht, sich mit diesem Lebensfluss zu beschäftigen und mit ihm zu strömen, anstatt sich in fruchtlosem Widerstand zu verzetteln. Das begleitende Booklet beschränkt sich auf das Wesentliche: Die Erläuterung der Karten und das Vorstellen von Legetechniken. Aber auch das Ziehen einzelner Karten kann schon verblüffende Impulse auslösen. Mein erster Versuch, als ich in einer belastenden Zeit ausgerechnet die Karte „Ich zähle die Sterne“ erhielt, hat mich in seiner Treffsicherheit zum Beispiel ausgesprochen beeindruckt. Sie erinnert daran, auch angesichts von Widrigkeiten den Blick für die wenigen Highlights nicht zu verlieren.

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Veröffentlicht am 15.12.2019

Mottenmagie

Strange the Dreamer - Ein Traum von Liebe
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Erneut gelingt Laini Taylor ein farbenprächtiges, wortgewaltiges Märchen von orientalischer Üppigkeit. Ich schreibe erneut, aber eigentlich würde ich lieber sagen: weiterhin. Leider hat der Verlag den ...

Erneut gelingt Laini Taylor ein farbenprächtiges, wortgewaltiges Märchen von orientalischer Üppigkeit. Ich schreibe erneut, aber eigentlich würde ich lieber sagen: weiterhin. Leider hat der Verlag den ersten Teil von Laini Taylors neuer Reihe in zwei Bände zerrissen, und das merkt man ihm an. Ich habe lange überlegt, ob ich deswegen einen Stern abzuziehen sollte, aber vermutlich hatte die Autorin auf diese Entscheidung keinen Einfluss. Die Geschichte von Lazlo und Sarai in der verfluchen Stadt Weep schließt sich also nahtlos an. Die Fronten sowohl zwischen den Einwohnern von Weep als auch der „Götterbrut“ in der Zitadelle sind ebenso verhärtet wie zwischen den Minya und den übrigen Götterkindern. Während Lazlos Herkunft und sein Einfluss auf das Götter-Metall Messarthium nach wie vor Rätsel aufgibt, rückt eine Frage immer mehr ins Zentrum der Aufmerksamkeit: welche blauhäutige junge Frau wird es wohl sein, von der bereits im Prolog des ersten Teils vorausgeschickt wird, dass sie von der Zitadelle stürzt? Der Weg, den Laini Taylor hier einschlägt, lässt das Buch wirklich herausragen. Ich hoffe, sie geht diesen mutigen Pfad weiter. Ihrem bildhaften, fantasievollem Schreibstil wird sie zweifellos treu bleiben:
Ich bin gespannt, womit Laini Taylor uns in der Fortsetzung der Geschichte noch überraschen wird. Ihr Einfallsreichtum ist wirklich grandios. Die überraschende Wende am Ende wird sicherlich nicht nur eingefleischte Laini Taylor Fans bei der Stange halten.

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Veröffentlicht am 15.12.2019

Buddhistische Märchen

Die drei magischen Worte
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David Michies Bücher gefallen mir nicht nur, weil die Katze auf dem Cover meinem Ragdoll Kater zum Verwechseln ähnlich sieht. Auch die darin beschriebene buddhistische Grundhaltung ohne erhobenen Zeigefinger ...

David Michies Bücher gefallen mir nicht nur, weil die Katze auf dem Cover meinem Ragdoll Kater zum Verwechseln ähnlich sieht. Auch die darin beschriebene buddhistische Grundhaltung ohne erhobenen Zeigefinger spricht mich immer wieder an. Nun meldet sich die Katze des Dalai Lama erneut zu Wort und stellt uns im Vor- und Nachwort ihre Lieblings- Gute-Nacht-Geschichten vor. Mit den berühmten titelgebenden drei magischen Worten (es war einmal) beginnen sie zwar nicht, haben aber wie jedes Märchen eine lehrreiche Botschaft. Die Geschichten sind thematisch recht vielseitig angelegt und spielen teils in der westlichen, teils in der östlichen Welt. Sie sind relativ lang gehalten, so dass der Autor sich ausreichend Zeit nehmen kann, die Story zu entwickeln. Am besten gefallen haben mir „Genau so“, „Wenn sie nur sprechen könnten“ und „Die Juweleninsel“. Insgesamt ein klein wenig gestört hat mich, dass vor allem in den Geschichten aus der westlichen Welt manche Klischees bedient werden, ohne sie zu hinterfragen oder zu relativieren. Die Frau seht also am Herd und kocht, der Mann handwerkert. Eine Frau, die lobenswert mit nur drei Katzen aus dem Tierschutz lebt, fällt hier wörtlich augenzwinkernd schon in das „crazy cat lady“-Stereotyp, obwohl sie diesem weder nach Anzahl der Katzen noch nach der Lebensführung irgendwie entspricht.
Das Buch kann, obwohl zuletzt erschienen, problemlos auch als Einstieg in Davids Michis thematisch ähnlich angelegte Bücher dienen, da es unabhängig von den anderen gelesen werden kann.

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Veröffentlicht am 08.12.2019

Sehr schöne Serie

Pferdeflüsterer-Academy, Band 5 - Zerbrechliche Träume
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Ich bin ausnahmsweise mit dem fünften Band eingestiegen, obwohl ich das sonst nicht tue. Das Pferde-Abenteuer der jungen Zoe ist in sich abgeschlossen, so dass ich trotzdem meinen Spaß hatte, und das als ...

Ich bin ausnahmsweise mit dem fünften Band eingestiegen, obwohl ich das sonst nicht tue. Das Pferde-Abenteuer der jungen Zoe ist in sich abgeschlossen, so dass ich trotzdem meinen Spaß hatte, und das als schon lange erwachsene Pferdebesitzerin. Das Buch und seine Charaktere haben mir aber so gut gefallen, dass ich die ersten vier Teile auch noch lesen werde.
Zoe besucht mit ihren Freunden die Pferdeflüsterer Akademie Snowfields. Dort hat sie eine besondere Verbindung zum Mustang Shaman aufgebaut. Und auch für Mitschüler Cyprian empfindet sie einiges. Doch dieser muss erfahren, dass sein ehemaliger Appaloosa Eclipse in die Hände eines skrupellosen Rennstall-Besitzers geraten ist. Zoe, Cyprian und Freundin Cathy schmieden sofort einen Plan, wie sie Eclipse retten können...
Die Erzählung wird immer wieder unterbrochen durch kurze Kapitel, in denen aus Eclipses Sicht sein trauriges neues Leben geschildert wird. Dabei fühlt sich die Autorin wirklich authentisch in die wahren Bedürfnisse eines Pferdes ein.
Das Ende des Buches hat mich völlig zufriedengestellt. Ich wünschte nur, die Verlage würden ihren Pferde-Jugendbuch-Autorinnen mehr Seiten gönnen, damit alles weniger schnell runtererzählt werden müsste. Mit dem Titel "Zerbrechliche Träume" konnte ich in Bezug auf den Inhalt nicht allzu viel anfangen. Das hat dem Lesespaß aber keinen Abbruch getan.

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Veröffentlicht am 08.12.2019

Sehr viel Aufräumen

Räuchern, Raunacht, Rituale
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Aufräumen, räuchern und Rituale– eigentlich eine tolle, interessante Kombination. Das Buch ist hochwertig gestaltet, hat aber gleichzeitig eine sehr kühle Ausstrahlung. Alle Fotos, die Wohnsituationen ...


Aufräumen, räuchern und Rituale– eigentlich eine tolle, interessante Kombination. Das Buch ist hochwertig gestaltet, hat aber gleichzeitig eine sehr kühle Ausstrahlung. Alle Fotos, die Wohnsituationen zeigen, sind in sehr minimalistisch gestalten Räumen aufgenommen, die meinen persönlichen Geschmack leider nicht treffen. Mir fehlt einfach die Gemütlichkeit. Zunächst geht es ans Aufräumen und Aussortieren in heimischer Umgebung. Wie bei der bekannten Marie Kondo soll das bleiben, woran das Herz hängt. Dazu gilt es zunächst, zahlreiche Listen aufzustellen und abzuarbeiten. Würde ich so vorgehen, käme ich nicht einmal im Urlaub zum Aufräumen. Auch bin ich so gestrickt, dass mich Listen ungeduldig machen und auf seltsame Weise in die Kindheit zurück versetzen. Bei mir geht so etwas viel flotter. Marie Kondo ist für mich zugegebenermaßen kein Vorbild, denn sie wirkt auf mich eher zwanghaft. Insofern haben mir die Kondo-Anklänge nicht gefallen. Ihr Ansatz ist mir auch zu verschwenderisch im Umgang mit Ressourcen.
Über den keltischen Jahreskreis erfährt man relativ wenig, ebenso wie über die Raunächte. Meinem Eindruck nach gehen hier munter verschiedene mythologische Kreise durcheinander. Wenn man sich wie ich mit allen tiefergehend beschäftigt hat, erfährt man nichts Neues, denn alles wird sehr knapp dargestellt.
Nach dem Aufräumen geht es ans Räuchern und Durchführen der Rituale. Wer erstmals räuchert, wird bezüglich der Wahl des Räucherwerks ziemlich allein gelassen.
Insgesamt ging es mir im Buch zu viel ums Aufräumen, während der eigentliche spirituelle Anteil eigenartig blass und oberflächlich blieb. Leider hat mich das Buch entgegen dem positiven ersten Eindruck eher enttäuscht. Trotz der originellen Kombination der unterschiedlichen vertrauten Thematiken ist für mich leider nicht der erwartete Mehrwert entstanden.

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