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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.07.2019

Doppel-Biest

Niemand soll uns trennen
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Die junge Clara ist eigentlich nur auf der Suche nach besonderen Fotomotiven für ihre Bewerbungsmappe. Zu gern möchte sie nach der Schule eine Elite-Kunsthochschule in der Schweiz besuchen. Als sie den ...

Die junge Clara ist eigentlich nur auf der Suche nach besonderen Fotomotiven für ihre Bewerbungsmappe. Zu gern möchte sie nach der Schule eine Elite-Kunsthochschule in der Schweiz besuchen. Als sie den Weg zu einem sagenumwobenen Herrenhaus mitten im Wald findet, stößt sie allerdings auf viel mehr: Dort hausen die beiden recht unheimlichen Zwillinge Beliar und Keren mit ihren Angestellten und wirken wie aus der Zeit gefallen. Schnell erfährt Clara, dass die Bewohner einiges zu verbergen haben, was nicht von dieser Welt ist. Obwohl die Zwillinge sie zum bleiben zwingen, entwickelt Ckarabald Gefühle für Beliar.

Bei dieser Art von Stockholm-Syndrom liegt leider auch mein Kritikpunkt. Clara wird immer wieder als stur und willensstark beschrieben, ist aber für Beliar opferbereiter, als es jedes psychisch gesunde Mädchen sein sollte. Dies zieht sich durch bis zum Ende, das mich aus diesem Grund auch nicht ganz zufrieden gestellt hat. Zudem behandelt Beliar Clara auf eine Art und Weise, die solche Gefühle einfach nicht rechtfertigt.

Trotzdem habe ich über die Geheimnisse in der Vergangenheit der Zwillinge mitgerätselt bis zum Schluss, was mir gut gefallen hat. Die Protagonisten sind füt meinen Geschmack allerdings stets zu sehr an der Oberfläche geblieben. Auch die Atmosphäre hätte ruhug noch viel dichter und gespenstischer sein dürfen. Dennoch hat mich die Geschichte gut unterhalten.

Veröffentlicht am 21.07.2019

Sei Wasser

Das Herz aus Eis und Liebe
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Mit diesem Band kommt die zweiteilige Geschichte um Mariko, Okami und den schwarzen Clan zu einem Abschluss.

Eigentlich bin ich in den letzten Jahren zu einem Fan von Dilogien geworden. Denn Trilogien ...

Mit diesem Band kommt die zweiteilige Geschichte um Mariko, Okami und den schwarzen Clan zu einem Abschluss.

Eigentlich bin ich in den letzten Jahren zu einem Fan von Dilogien geworden. Denn Trilogien leiden meiner Erfahrung nach häufig unter einem gestreckten, schwachen Mittelteil. Dies wird hier zwar vermieden. Aber ich hätte mir dafür doch gewünscht, die Autorin hätte sich etwas mehr Zeit zum Erzählen genommen. Nicht nur, weil ich die Geschichte wirklich mochte. Nein, es lag daran, dass sie sich zunächst über weite Strecken des Buches Zeit nimmt, die Geschichte zu vertiefen, dabei vieles dann aber doch nur anreißt. Über die Vergangenheit von Okamis geheimnisvoller Mutter hätte ich durchaus gern noch viel mehr erfahren. So aber habe ich mich gefragt, warum das überhaupt thematisiert wurde. Außerdem überschlagen sich zum Ende hin die Ereignisse geradezu. Ich fand es absolut bewunderungswürdig, wie alle losen Fäden verknüft und stets der Überblick behalten wurde über alle Emtwicklungen in den verschiedenen Perspektiven. Dennoch entstand am Schluss ein etwas zeitrafferartiger Erzähleindruck. Das ist schade.

Trotzdem sollte man sich dieses zweiten Teil nicht entgehen lassen und selbst erfahren, ob Okami wieder freikommt und Mariko tatsächlich Prinz Raiden heiraten muss. Auch das exotische, fernöstliche Setting inklusive dortiger Dämonenmystik haben mir wieder ausnehmend gut gefallen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Spannung
Veröffentlicht am 21.07.2019

Und abgeschickt

Danke, liebes Universum
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Eines vorweg: Das Buch macht einfach gute Laune. Und die ist schon einmal die Grundvoraussetzung, um erfolgreich mit dem Gesetz der Anziehung, in diesem Fall mit den Bestellungen beim Universum zu arbeiten. ...

Eines vorweg: Das Buch macht einfach gute Laune. Und die ist schon einmal die Grundvoraussetzung, um erfolgreich mit dem Gesetz der Anziehung, in diesem Fall mit den Bestellungen beim Universum zu arbeiten. Zu Beginn soll man das Universum testen und bestellen, was man eigentlich gar nicht braucht, zum Beispiel rote Luftballons oder einen Elefanten. Das Universum wird dann noch ordentlich unter Druck gesetzt, denn es bekommt nur eine Frist von einem Tag bis zum Eintreffen der Lieferung. Eine pünktliche Lieferung würde dann natürlich die nötige Bestärkung bringen, um letzte Zweifel zu beseitigen und sich an die wirklich wichtigen Bestellungen zu machen.

Das Buch wirbt auf dem Cover mit 95,7 Prozent Wunscherfüllung. Das finde ich, vor allem wenn man dem Universum eine so kurze Frist setzt, unnötig hochgegriffen. In meinem Fall hat es jedenfalls innerhalb dieses Zeitraumes ausschließlich gar nicht geklappt, in der Mehrheit der Fälle aber dann später. Das kann man nun für Zufall halten oder für das Gesetz der Anziehung. Egal, Hauptsache das Bestellte trifft ein.

So arbeitet man sich in dem Buch von einfachen zu gewichtigen Bestellungen vor. Die Autorin streift auch Gebiete wie die, wie es gelingen kann, dass man überhaupt in die richtige Stimmung kommt, seine Bestellung erfolgreich abzuschicken und aufkommende Zweifel besiegt. Denn es ist ja gerade kein Wunsch, sondern eine Bestellung! Derart vielschichtige Themen können hier aber leider nur angerissen werden. Das ist schade, denn es würde sicher die Quote der eintreffenden Bestellungen erhöhen.

Das Buch hat bei mir auf jeden Fall die Lust erhöht, mich wieder mit dem Thema zu befassen. Ich werde noch länger damit arbeiten. Durch den lockeren Stil hat es außerdem Spaß gemacht, das Buch zu lesen.

Veröffentlicht am 14.07.2019

Vexierspiel

Kalte Wasser
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Den Namen dieser Autorin werde ich mir in jedem Falle merken. Ich freue mich, dass sie bereits an ihrem zweiten Buch schreibt. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich schon einmal so ein gekonntes Vexierspiel ...

Den Namen dieser Autorin werde ich mir in jedem Falle merken. Ich freue mich, dass sie bereits an ihrem zweiten Buch schreibt. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich schon einmal so ein gekonntes Vexierspiel mit mutmaßlich Übersinnlichem, Märchen, Elfenglauben, Krimi und Psychologie gelesen habe.

Lauren ist frischgebackene Mutter von Zwillingssöhnen, Morgan und Riley. Doch schon im Krankenhaus beginnen nach der Geburt die unheimlichen Vorfälle. Eine verwahrlost wirkende Frau verschafft sich nachts Zutritt zu Laurens Krankenzimmer und bietet Lauren einen erschreckenden Tausch an: Einen von Laurens Söhnen gegen einen ihrer eigenen Zwillinge. Lauren kann fliehen, doch niemand glaubt ihr. Das große Rätselraten beginnt: Bildet sich Lauren alles nur ein, ist ihrem Ehemann zu trauen, möchte tatsächlich jemand die Babys stehlen oder sind hier übernatürliche Mächte am Werk?

Niemand glaubt Lauren, bis auf die ermittelnde Polizistin Harper. Aber lässt sich Harper vielleicht nur durch Erlebnisse ihrer eigenen tragischen Mutterschaft blenden? Virtuos lässt Melanie Golding die Leser bis zum Schluss im Dunkeln tappen und schafft dabei eine unglaublich bedrohliche, gruselige Stimmung, vor allem durch das immer wieder auftauchende Wechselbalg-Motiv. Für junge Mütter dürfte der Thriller nur schwer zu ertragen sein. Ich dagegen konnte das Weiterlesen kaum erwarten, um dann doch zu bedauern, dass Buch beendet zu haben. Es war einfach unheimlich spannend, im wahrsten Sinne des Wortes. Schade, dass der Verlag diesem Pageturner kein auffälligeres Cover gegönnt hat, auch wenn es zugegebenermaßen zum Inhalt passt. So ist es leider leicht zu übersehen. Und das wäre wirklich schade.

Veröffentlicht am 07.07.2019

Märchenhaft und finster

Elias & Laia - In den Fängen der Finsternis
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Hier handelt es sich um den dritten und voraussichtlich vorletzten Teil einer Serie. Wer Teil 1 und 2 vor längerer Zeit gelesen hat, ist gut beraten, sich noch einmal einen Überblick zu verschaffen. Leider ...

Hier handelt es sich um den dritten und voraussichtlich vorletzten Teil einer Serie. Wer Teil 1 und 2 vor längerer Zeit gelesen hat, ist gut beraten, sich noch einmal einen Überblick zu verschaffen. Leider ist der letzte Band bereits vor über zwei Jahren erschienen. Die Handlung ist auch vielschichtig und wird weiterhin aus drei Perspektiven erzählt: der von Laia, von Elias und von Helena. Keinesfalls sollte man mit diesem Band erst einsteigen.

Wieder gelingt es Sabaa Tahir, ein absolut exotische, märchenhaftes und gleichzeitig finstere, oft auch grausame Welt zu erschaffen. Virtuos behält sie den Überblick über die Erzählstränge, die diesmal weitestgehend parallel laufen. Den Fokus legt sie dabei auf Helena, die sogar von sich selbst nur noch als Blutgreif spricht. Fans von Helena dürfte das freuen. Mir dagegen blieben Laia und vor allem Elias in diesem Teil ein wenig zu blass.

Atempausen sucht man in diesem Buch vergebens. Dafür scheint die Phalanx der Gegner beinahe übermächtig. Der Nachtbringer, der die Dschinns zu befreien trachtet, die Kommandantin und Imperator Marcus -jeder verfolgt seine eigenen Ziele. Elias dagegen ringt vor allem mit sich selbst und seiner Liebe zu Laia, die er loslassen muss, um die Kontrolle über die Zwischenwelt zu erlangen.

Besonders gelungen ist, dass der weitere Verlauf wenig voraussehbar erscheint. Welches Ende wird Sabaa Tahir ihren Protagonisten im letzten Teil wohl bescheren?

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  • Spannung