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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.03.2019

Die Geschichte der Draculaer

Die Blutchronik
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Nach einigen Jahren ist nun der zweiten Teil der Geschichte über Vlad Draculeas Familie von Liliana Le Hingrat erschienen. Den ersten Teil sollte man unbedingt gelesen haben. Da es nun schon einige Jahre ...

Nach einigen Jahren ist nun der zweiten Teil der Geschichte über Vlad Draculeas Familie von Liliana Le Hingrat erschienen. Den ersten Teil sollte man unbedingt gelesen haben. Da es nun schon einige Jahre her ist, dass ich "Das dunkle Herz der Welt" gelesen habe, hat es etwas gedauert, bis mir die komplexen Ereignisse des ersten Teil wieder einfielen. Beim Wiedererkennen der Protagonisten hilft zum Glück ein Personenverzeichnis am Ende des Buches.

Standen im Vorläufer noch Vlads Eltern im Vordergrund, rückt nun vor allem Vlad in den Mittelpunkt, neben seinem Bruder Radu. Dabei zeichnet die Autorin Vlad als komplexe Persönlichkeit und zeigt auf, wie durch eine grausame Kindheit aus Vlad ein oft mittleidloser Mensch und grausamer Feind geworden ist, der den Namen "der Pfähler" nicht ohne Grund trägt. Und von Feinden ist Vlad geradezu umgeben. Nicht nur die Osmanen greifen immer wieder nach der Walachei, ebenso die Ungarn und selbst Radu ist ein Konkurrent um den Thron, den Vlad mal erobert und mal wieder verliert.

Auch die Frauen ins Vlads Leben beschreibt die Autorin und hat hierzu akribische Recherche betrieben, um die neuesten geschichtlichen Erkenntnisse einarbeiten zu können. Diese Schilderung der menschlichen Facetten in Vlads Leben, auch verkörpert im heidnischen Priester Roxolan, der Vlad lebenslang beschützt, waren für mich die Highlights des Romans.

Leider endet wohl die Reihe mit diesem Buch. Auch wenn ein absolut angemessener Abschluss gefunden wurde, hätte ich durchaus Interesse, den weiteren historischen Entwicklungen in Romanform länger zu folgen.

Veröffentlicht am 24.03.2019

Sehnsucht

Kaffee mit Käuzchen
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Schon das Lesen des Buches löst Wohlbefinden aus. Es ist einfach schön, so einen Tatsachenbericht zu lesen, in dem die Autorin Franzisksa beschreibt, wie sie und ihr Mann Charsten ihren persönlichen Traum ...

Schon das Lesen des Buches löst Wohlbefinden aus. Es ist einfach schön, so einen Tatsachenbericht zu lesen, in dem die Autorin Franzisksa beschreibt, wie sie und ihr Mann Charsten ihren persönlichen Traum verwirklichen. Dabei hätte Franziska selber sicher nie gedacht, dass dieser darin bestehen würde, ein altes Forsthaus mitten im Wald wieder bewohnbar zu machen. Sie ist in der Modebranche tätig, markenbewusst und hip und lernt erst durch ihren Mann die Schönheit der Natur richtig kennen und lieben.

Über etliche Jahre folgt man als Leser dem sympathischen Paar und ihren Haus- und Walstieren, während die Ruine allmählich zum Schmuckstück reift. Während Charsten unermüdlich hauptberuflich baut, muss Franziska lange Zeit pendeln.

Die Unbefangenheit, mit der sie an viele Probleme herangehen, hat mich so manches Mal verblüfft. Wahrscheinlich ist es aber genau diese Lebenseinstellung, die bewirkt, dass ihnen so manches Mal der Zukunft zu Hilfe kommt.

Ein Buch, dass, wie es Franziska zusammengefasst hat, ermuntert, "seines Herzens Licht" endlich zu folgen!

Veröffentlicht am 21.03.2019

Me too

Wie du mir
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Ein eher ungewöhnlicher Thriller, der mich aber gut unterhalten hat. Comedian Jane hat sich nach einer sexuellen Belästigung von Los Angeles nach Austin zurückgezogen. Sofort fällt auf, dass sie das Erlebnis ...

Ein eher ungewöhnlicher Thriller, der mich aber gut unterhalten hat. Comedian Jane hat sich nach einer sexuellen Belästigung von Los Angeles nach Austin zurückgezogen. Sofort fällt auf, dass sie das Erlebnis sehr schwer nimmt, was auf frühere traumatische Erlebnisse hinweist. Nach einem Auftritt lernt sie die kühle, begerrschte IT-Spezialistin Amanda kennen. Auch sie berichtet, dass sie von Männern einiges erleiden musste, und zieht die unsichere Dana mehr und mehr in ihren Bann. Schließlich schlägt sie ihr einen ungewöhnlichen Pakt vor: Sie rächt sich an Danas Peinigern und Dana tut ihr dieselben Gefallen. Wie nicht anders zu erwarten, gerät diese "Spiel" immer mehr außer Kontrolle. Dana erfährt mehr über ihre Vergangenheit, als sie je wissen wollte...

Im Grunde kann man beide Frauen nur als schwer gestört bezeichnen, Dennoch habe ich ziemlich schnell mit Dana mitgefiebert und fand das Buch spannend bis zum Ende. Der Ausflug in die Welt der Comedians war zudem ein ungewöhnliches Setting. Nur schade, dass Danas Witze wenig lustig waren.

Raffiniert ist hier zudem die Cover-Gestaltung. Denn das Sprichwort "Wie du mir" setzt sich auf der Rückseite mit "So ich dir" fort.

Veröffentlicht am 17.03.2019

Archenwelt

Die Spiegelreisende 1 - Die Verlobten des Winters
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Die Welt ist in 21 Archen zerbrochen, auf denen verschiedenen Clans mit bemerkenswerten Fähigkeiten ihr Zuhause gefunden haben. Die junge Ophelia hat gleich zwei Begabungen: Sie kann mt ihren Händen die ...

Die Welt ist in 21 Archen zerbrochen, auf denen verschiedenen Clans mit bemerkenswerten Fähigkeiten ihr Zuhause gefunden haben. Die junge Ophelia hat gleich zwei Begabungen: Sie kann mt ihren Händen die Vergangenheit von Gegenständen lesen und von einem Spiegel zum anderen reisen. Als Leiterin eines Museums ist sie eigentlich mit ihrem Leben zufrieden, doch ihre Familie hat andere Pläne: Ophelia soll zum Pol reisen, der auf einer anderen Arche liegt und dort Thorn aus dem Drachenclan heiraten. Als Thorn seine Verlobte und ihre Tante Berenilde abholt, gebährdet er sich so unsympathisch und abweisend, dass man Ophelia nur bedauern kann. Ebenso unwirtlich scheint auch der Pol mit seinem ewigen Winter und seinen Bewohnern, die mit Gedankenkräften verletzen oder raffinierte Illusionen spinnen können.

Bald finden sich Ophelia und ihre Tante in einem Netz von Intrigen wieder. Können sie irgendjemanden trauen und was geht in dem verschlossenen Thorn wirklich vor?

Die Geschichte hat etwas gebraucht, bis sie mich voll eingefangen hatte. Ophelia ist eine Protagonistin mit Ecken und Kanten, die mir langsam, aber dann umso nachhaltiger ans Herz gewachsen ist. Vor allem Details wie ihr lebendiger Schal und ihre Brille, die je nach Ophelias Stimmungen die Farbe wechselt, sind einfallsreich und liebenswert. Thorn ist ein ungewöhnlicher Protagonist, den ich zunächst wegen seiner Unhöflichkeit hätte schütteln mögen. Nach und nach zeigte er weitere Facetten, blieb aber weiterhin undurchsichtig, was durchaus seinen Reiz hatte.

Auch die Gestaltung des schönen Bandes hat mir ausnehmend gut gefallen. Es steht fest, dass ich mit Ophelia weiter durch die Spiegel reisen werde, um dieses ungewöhnliche Universum weiter zu erkunden.

Veröffentlicht am 14.03.2019

Magisches Island

Nordlicht, Band 03
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"Die Magie der wilden Pferde" ist nun der dritte und leider auch abschließende Teil der Nordlicht-Serie um Islands wilde Pferde, Elfen und die junge Deutsche Elin. Auch als Erwachsene hat mir die Reihe ...

"Die Magie der wilden Pferde" ist nun der dritte und leider auch abschließende Teil der Nordlicht-Serie um Islands wilde Pferde, Elfen und die junge Deutsche Elin. Auch als Erwachsene hat mir die Reihe unwahrscheinlichen Spaß gemacht. Die Kombination aus Elfen-Fantasy und Islandpferden hat mich sehr gut unterhalten. Am liebsten wäre ich bei jedem Band sofort nach Island aufgebrochen und habe nebenbei viel darüber gelernt.

Das Buch schließt unmittelbar an den zweiten Teil an. Durch ihre Gehirnerschütterung kann Elin mit ihrer Mutter länger in Island bleiben. Leider darf sie nun nicht reiten, so dass die Pferde diesmal etwas in den Hintergrund treten. Dafür tritt diesmal Kári von Beginn an häufiger in Erscheinung. Mit Raik, dem Neffen des Hofbetreibers Gunnar, bekommt Elin sogar einen zweiten Verehrer. Besonders spannend war, dass ich wirklich nicht wusste, wie das alles enden würde. Auch das Geheimnis um Elins Lieblingsstute Ljosadis, den mysteriösen Goden und die Elfen blieb bis zum Schluss fesselnd und wurde immer dramatischer. Hier stellte sich für Elin und ihre Freunde wirklich eine große Herausforderung. Auch das runde Ende hat mich voll zufriedengestellt. Nun bleibt mir nur zu hoffen, dass es doch noch einmal eine Rückkehr zu Islands Pferden und den Elfen geben wird.