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Veröffentlicht am 05.02.2022

Tierische Weltretter 2 - Mobbing

Die Prophezeiung vom Silbernen Menschenkind
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Mattea, ein sehr zurückgezogenes Mädchen mit autistischen Zügen, lebt zusammen mit ihrer Mutter Norma, ihrem Vater und den 3 Katzen Valerio, Wilhelmine und Rosina. Diese 3 Katzen sollen zusammen mit anderen ...

Mattea, ein sehr zurückgezogenes Mädchen mit autistischen Zügen, lebt zusammen mit ihrer Mutter Norma, ihrem Vater und den 3 Katzen Valerio, Wilhelmine und Rosina. Diese 3 Katzen sollen zusammen mit anderen Tieren Mattea beschützen, die in ihrer Schule zum Mobbing-Opfer geworden ist. Denn dieses Mädchen soll die Menschheit und die Erde retten.

Das Cover zeigt die 3 Katzen und passt daher natürlich zum Buch. Es ist auch gut gelungen, allerdings wirkt das Cover eher für ein jüngeres Publikum, wobei der Inhalt des Buches sicher erst ab dem Teenager-Alter zu empfehlen ist.

Es handelt sich hier um die Fortsetzung von „Die Prophezeiung vom Silbernen Menschenkind: Norma und ihre fabelhaften Katzen“. Den ersten Teil habe ich zuvor nicht gelesen, aber das war für das Verständnis der Geschichte auch nicht unbedingt notwendig. Gleichzeitig bildet es den Abschluss dieser Dilogie.

Zu Beginn des Buches ist eine Liste aller mitspielenden Charaktere vorhanden - und die benötigt man auch unbedingt. Denn zu Beginn hatte ich echt Probleme mit den vielen Namen, sodass ich immer wieder zurückblättern musste.

Der Schreibstil ist gut; die Figuren und Orte sind ausgezeichnet beschrieben,

Der Plot ist gut durchdacht und zeigt auch einige wichtige Themen auf - im Vordergrund steht hier aber sicher auch das Mobbing.

Dass die Kapitel wechselnd aus der Sicht der verschiedenen Protagonisten erzählt wird, war ebenfalls ein perfekter Schachzug der Autorin.

Speziell in der ersten Hälfte des Buches war mir das Buch aber dann fast schon ein wenig zu esoterisch.

Nichtsdestotrotz fühlte ich mich gut unterhalten und kann das Buch mit wichtigen Themen v.a. Jugendlichen nur ans Herz legen.

Fazit: Abschluss einer tierischen Fantasy-Dilogie mit ernstem Hintergrund. 4 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 27.01.2022

Henry Voigt 4 - Duat

Das Geheimnis der schwarzen Pyramide
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Henry Voigt feiert gerade seinen 40. Geburtstag und macht Charline einen Heiratsantrag als ihn Dr. Clark anruft. Er sagt, er hätte eine bedeutende Entdeckung gemacht, die die Geschichte von Ägypten neu ...

Henry Voigt feiert gerade seinen 40. Geburtstag und macht Charline einen Heiratsantrag als ihn Dr. Clark anruft. Er sagt, er hätte eine bedeutende Entdeckung gemacht, die die Geschichte von Ägypten neu schreiben könnte. Henry soll dem Geheimnis folgen, und sich auf die Suche nach einem Relikt machen. Doch auch Olivia und ein geheimnisvoller Mann, der sich Skull nennt, sind auf der Suche nach dem Relikt. Dazu müssen sie tief in die Welt der ägyptischen Mythologie und Unterwelt eintauchen.

Das Cover des Buches ist wieder sehr gut gelungen und passt hier perfekt zum vorliegenden Buch. Es ist das bisher beste Cover der Reihe, auch wenn die anderen ebenfalls nicht schlecht gemacht sind.

Der Schreibstil des Autors hat sich seit Band 1 definitiv um Welten verbessert. Die Charaktere bekommen Farbe, ebenso werden die Orte sehr gut dargestellt. Zudem entwickeln sich die Charaktere toll weiter. Neue Charaktere werden ausgezeichnet dargestellt. Wie schon in den vorherigen Büchern der Reihe ist auch dieses Buch großartig recherchiert, was man auch durch das Nachwort des Autors sehr gut nachvollziehen kann.

Die Spannung beginnt beim 1. Kapitel und bleibt bis zum Epilog auf sehr hohem Niveau. Längen oder auch eine gehetzte Handlung, wie ich beim 1. Band noch zu kritisieren hatte, waren hier nicht zu finden, obwohl manches schon rasch über die Bühne geht und der Autor dies sicher noch etwas ausschmücken hätte können.

Auch stilistische Ungenauigkeiten und Rechtschreibfehler sind diesmal nicht zu finden.

Ein geheimnisvolles Phantom scheint ein neuer Gegner von Henry zu werden - es kommt auch in diesem Teil wieder kurz vor und bleibt geheimnisvoll.

Realität und Fiktion wurden hier ausgezeichnet miteinander verbunden.

Schlussendlich endet das Buch mit einem Cliffhanger - nicht auch zuletzt wegen des Phantoms. So warte ich gespannt auf den 5. Teil.

Fazit: Die Reihe bleibt klasse bzw. wird immer besser. 5 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 23.01.2022

Picard 1 - Die Vorgeschichte zur Serie

Star Trek – Picard
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Jean-Luc Picard lebt zurückgezogen in Frankreich und blickt zurück auf die Geschehnisse vor 15 Jahren: Picard wurde zum Admiral ernannt. Die romulanische Sonne steht kurz vor der Zerstörung und so soll ...

Jean-Luc Picard lebt zurückgezogen in Frankreich und blickt zurück auf die Geschehnisse vor 15 Jahren: Picard wurde zum Admiral ernannt. Die romulanische Sonne steht kurz vor der Zerstörung und so soll er als Anführer des Raumschiffs Verity alle umliegenden Planeten evakuieren. Ein fast unmöglicher Auftrag, denn es fehlen Raumschiffe und Personal. Dazu sind die Romulaner alles andere als dankbar, sondern sabotieren ebenso vieles. Geordi La Forge soll am Mars für die Raumschiffe sorgen.

Das Cover des Buches passt natürlich perfekt zum Buch ist gut gemacht.

Ich habe die neue Serie "Star Trek: Picard" noch nicht gesehen, als Trekkie, der auch TNG sehr genossen hat, wollte ich bevor die Serie erstmals ins Free-TV kommt, auch die Vorgeschichte lesen.

Der Schreibstil der Autorin ist gut und man merkt, dass sie sich im Star Trek-Universum auskennt bzw. gut darüber recherchiert hat. An manchen Stellen wiederholt sie sich allerdings unnötigerweise.

Der Übersetzerin hat primär gute Arbeit geleistet, nur manchmal stimmt die Satzstellung nicht ganz, sodass ein falscher Sinn herauskommt.

Die Politik kann man auch in Teilen gut in die Jetzt-Zeit und die EU übertragen, genauso wie das Krisenmanagement der Romulaner mit Corona-Gegnern.

Der Plot selbst ist nicht nur eine gute Idee, sondern ist eben auch das Bindeglied zwischen den bisherigen Star-Trek-Serien bzw. -Filmen und der neuen Serie.

Auch die Figuren wurden wieder gut gewählt. Natürlich gibt es mit Geordie auch ein bekanntes Gesicht (andere aus TNG kommen nur kurz im Buch vor) und auch Bruce Maddox ist Trekkies ein Begriff. Mit Raffi Musiker als Nr. 1 auf dem Schiff Verity hat Picard allerdings tolle Unterstützung bekommen.

Die Story hat ihre Stärken und Schwächen und genauso ist es mit der Spannung - sie schwankt. So erinnert es ein wenig an die "Enterprise" unter Captain Archer, wo man so eine Story auf eine Staffel (oder zumindest eine halbe) aufgeteilt hat. Im linearen Fernsehen hat das seinen Reiz, wo man jede Woche 1 - 2 Folgen zu sehen bekommt. Hier im Buch ist es ebenso, man sollte vielleicht jede Woche 1 - 2 Kapitel lesen.

Insgesamt konnte mich das Buch allerdings doch überzeugen, da es ein Wiedersehen mit Picard gab und es einen Vorgeschmack auf die neue Serie bietet.

Fazit: Interessante Vorgeschichte zur Serie, die einerseits langwierige Seiten hat, dann aber auch zu komprimiert wirkt. 4 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 22.01.2022

Biographien und satirische Gespräche

Seit ich tot bin, kann ich damit leben
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Der Autor nimmt hier mehr oder weniger bekannte verstorbene Persönlichkeiten genauer unter die Lupe. Er schreibt eine mal längere, mal kürzere Biografie und schreibt dann über ein imaginäres Gespräch, ...

Der Autor nimmt hier mehr oder weniger bekannte verstorbene Persönlichkeiten genauer unter die Lupe. Er schreibt eine mal längere, mal kürzere Biografie und schreibt dann über ein imaginäres Gespräch, das er mit ihnen im Jenseits führt.

Das Cover ist gut gemacht und deutet auch schon einige der Persönlichkeiten an, die in diesem Buch ihre Rolle haben werden.

Der Schreibstil des Schweizer Autors ist ausgezeichnet. Jedes Kapitel beginnt mit einer fabelhaften cartoonartigen Illustration der betreffenden Person.

Danach wird über das Leben der jeweiligen Person berichtet. Einige sind sehr ausführlich beschrieben, andere (wie Winston Churchill) nur kurz. Danach beginnt ein fiktives Interview mit der jeweiligen Person. Dieses Gespräch ist nicht nur satirisch gemeint, es ist auch so geschrieben. Und trotzdem erfährt man auch in diesem Part noch einige interessante Dinge über die Persönlichkeiten.

Am Ende jedes Kapitels findet sich ein kurzer Übergang zum nächsten wichtigen Menschen.

Die Biografien waren allesamt sehr gut geschrieben; mit den Interviews wurde ich am Anfang nicht so recht warm. Zu Beginn wahren kaum interessante Details versteckt und die Satire war nur leicht zu spüren. Erst im Laufe des Buches wurde es deutlich besser, sodass ich mich gut unterhalten und informiert fühlte.

Die Lebensgeschichte wurde immer eloquent, kurzweilig und interessant erzählt.

Mit einem Lächeln im Gesicht interessantes und informatives Lernen während dem Lesen und sich dabei unterhalten - das schafft dieses Buch sehr gut.

Fazit: Biographien einiger interessanter Persönlichkeiten mit einem satirischen Gespräch aus dem Jenseits. 4,5 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 17.01.2022

Andy Mücke 1 - Tod einer gewieften Autorin

Andy-Mücke-Reihe / Ende einer Lesereise
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Ramona Töpfer alias Mona de la Mare versucht eine erfolgreiche Selfpublisherin zu werden. Sie macht viele Lesungen und ist auf den sozialen Medien sehr aktiv. Als sie während einer Lesereise ermordet wird, ...

Ramona Töpfer alias Mona de la Mare versucht eine erfolgreiche Selfpublisherin zu werden. Sie macht viele Lesungen und ist auf den sozialen Medien sehr aktiv. Als sie während einer Lesereise ermordet wird, gerät ihr Bruder Frank unter Verdacht. Deshalb beauftragt deren Vater den Privatdetektiv Andreas Mücke mehr über Mona herauszufinden. Für Andy ist das der erste große Fall, denn eigentlich hat er bis vor kurzem in einer Druckerei gearbeitet.

Das Cover passt natürlich zum Buch, das in Bad Münstereifel spielt, allerdings ist es insgesamt doch ein wenig langweilig, obwohl es andererseits doch auch zu gefallen weiß.

Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden bildhaft dargestellt. Zudem gefällt mir, dass Mücke nicht nur aus dem Auftrag besteht, sondern auch seine privaten Probleme und ein Leben abseits der Arbeit hat.

Ebenfalls gut gemacht ist die Prise Humor, die in einigen Szenen zu finden ist, obwohl es sich doch um einen ernstzunehmenden Krimi handelt und nicht um einen Regionalkrimi mit viel Humor, wie ihn manch andere Autoren zelebrieren.

Der Fall selbst ist interessant, obwohl der Leser doch spätestens 100 Seiten vor Ende des Buches den Mörder identifizieren kann.

Der Spannungsbogen ist gut, auch wenn er manchmal etwas nachlässt, wenn es um das Privatleben von Andy ging. Dies störte aber in diesem Fall überhaupt nicht.

Andy Mücke ist auch selbst eine sehr interessante Figur - v.a. in seinen Beziehungen. So freut man sich auf ein Wiederlesen in einer Fortsetzung.

Überraschend für mich waren auch die Kapitel, in denen aus Sicht des Mörders geschrieben wurde. Allerdings schloss der Autor damit auch die meisten Verdächtigen aus.

Fazit: Auftakt einer Regionalkrimi-Reihe mit einer kleinen Prise Humor. 4,5 von 5 Sternen

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