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SaintGermain

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.01.2019

Aufbruch in unentdeckte Welten - Teil 1

Die Anomalie in der Finsternis
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Gemeinsam mit seiner besten Freundin Lucy verfolgt Leonard den Traum den Kosmos zu bereisen, ihn zu erforschen und die Antwort auf die Frage zu finden: Sind wir alleine da draußen? Kurz nachdem er seine ...

Gemeinsam mit seiner besten Freundin Lucy verfolgt Leonard den Traum den Kosmos zu bereisen, ihn zu erforschen und die Antwort auf die Frage zu finden: Sind wir alleine da draußen? Kurz nachdem er seine Doktorarbeit abgeschlossen hat, erhält er die Chance mit Lucy bei der ESA die Ankunft der New Horizons-Sonde am Pluto live mit zu verfolgen. Eine Woche später ändert sich ihr Leben grundlegend und ein aufregendes Abenteuer beginnt.

Das Cover des Buches ist sehr gut gemacht, passt zwar nicht 100%ig zum Inhalt, aber doch ausreichend.
Was einem sofort auffällt, wenn man das Buch öffnet, ist die sehr kleine Schrift, die ich nur mit Brille lesen konnte, obwohl ich sonst meist ohne Brille im Bett lese.
Der Klappentext klingt sehr spannend, die Geschichte braucht leider fast bis zum letzten Drittel um wirklich spannend zu werden. Das erste Drittel beschäftigt sich hauptsächlich um Liebe, das zweite Drittel um die Ausbildung zum Astronauten und Liebe, sodass das Genre Science-Fiction hier erstmal eigentlich nicht wirklich passt. Auch spielt die Story selbst eigentlich in der Gegenwart/naher Zukunft.
Erst im letzten Drittel kommt der wirklich spannende Teil, der auch zum Genre passt, auch wenn er teilweise etwas technisch war.
Was mich nebenbei noch störte waren (v.a. in den ersten 2/3 des Buches) Rechtschreibfehler, Grammatikfehler und v.a der Wechsel (auch mitten in einem Satz) zwischen Präsens und Perfekt. Auch mit Konjugationen ist der Autor scheinbar nicht gut Freund.
Und trotzdem hat mich die Geschichte (v.a. das letzte Drittel) absolut mitgenommen und ich las interessiert weiter. Der Plot hat auf jeden Fall noch ausreichend Potential, da das Buch ja mit einem Cliffhanger endet.
Und aufgrund des Potentials und da das Ende ja spannend und gut geschrieben war, würde ich auch die Fortsetzung lesen.
Die Charaktere sind ausgezeichnet beschrieben, ebenso die Orte. Die Protagonisten sind unterschiedlich und passen perfekt in die Story.
Fazit: Auch wenn in meiner Rezension viel Negatives geschrieben steht, konnte mich das Buch doch eine Zeit lang sehr gut unterhalten. Deshalb 3,5/5 Sternen.

Veröffentlicht am 23.01.2019

Gay-Vampire - Teil 2

Böses Blut der Vampire
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Jan bekommt Besuch von seiner Ex-Freundin Sophie, die ihm seine beiden Zwillingssöhne vorbeibringt, denn sie wird bald sterben. Jan soll sie mit seinem Mann Elias aufziehen. Währenddessen bekommt Sebastian, ...

Jan bekommt Besuch von seiner Ex-Freundin Sophie, die ihm seine beiden Zwillingssöhne vorbeibringt, denn sie wird bald sterben. Jan soll sie mit seinem Mann Elias aufziehen. Währenddessen bekommt Sebastian, der jüngere Bruder von Sophie, Besuche von einem schwulen Vampir namens Cosmin. Er und sein Freund Malte müssen sich also um das Problem kümmern und Basti muss sich über seine sexuelle Orientierung entscheiden. Sein Vater, ein streng katholischer CDU-Politiker, macht inzwischen Geschäfte mit Cosmins Cousin Ioan.

Dies ist der 2. Teil einer Gay-Romance-Vampir-Fantasy-Story. Ich kenne den ersten Teil nicht, jedoch kam ich gut in die Geschichte. Natürlich halfen dabei auch Hinweise, was im 1. Teil geschah bzw. die Personenliste zu Beginn des Buches, die aber leider nicht vollständig ist.

Das Buch ist sehr hochwertig gebunden mit Lesebändchen und wunderschönen Illustrationen, wie auch schon am Cover zu sehn ist. Die Illustrationen sind sehr detailgetreu und werten das Buch nochmals auf. Das Cover zeigt Sebastian, der hier sehr gut dargestellt wird. Um Sebastian und Cosmin dreht sich auch der Hauptteil der Geschichte, die Geschichte mit Jan nimmt eher nur eine Nebenhandlung ein, ist aber natürlich gut verknüpft. Nur behandelt der Klappentext des Buches eben nur den Teil von Jan, was sicher ein Fehler ist, da ja dann auch das Cover nicht passen würde.

Der Schreibstil des Autors ist sehr gut, Protagonisten und Orte werden sehr gut dargestellt, dazu gibt es zu einigen Wörtern Anmerkungen am Seitenende.

Obwohl ich nur manchmal Gay-Stories lese und Vampir-Romane generell meide, konnte mich dieses Buch doch ausgezeichnet unterhalten. Dafür sorgten nicht nur der gute Schreibstil, sondern auch die Romantik und der Humor, der immer wieder glänzend eingebaut wurde. Auch die Spannung kam nicht zu kurz.

Man bekommt auch sehr viel von der politischen Meinung und dem Musikgeschmack des Autors mit - und das ziemlich unverblümt.

Einige Fehler, die beim Korrekturlesen normal auffallen sollten und ein paar kleine Logikfehler waren ebenfalls vorhanden (z.B. lädt Cosmin einen Song von einem Stick und spielt plötzlich eine CD ab oder fahren Cosmin und Basti mit 2 Wagen, aber Basti muss dann gefahren werden), doch konnten auch diese das Lesevergnügen nur marginal stören.

Das Buch endet mit einem spannenden Cliffhanger, der natürlich fortgesetzt wird.

Fazit: Romantische Fantasy-Story, die Lust auf weitere Teile macht. 4,5 von 5 Sternen

Veröffentlicht am 11.01.2019

Und dann gabs keines mehr?

Die Party
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1986 lud Brandon seine Freunde zu einer Halloweenparty ein, danach ging jeder seinen eigenen Weg. In der Gegenwart lädt nun der ehemalige Gastgeber wieder 10 seiner Freunde zu einer Halloweenparty der ...

1986 lud Brandon seine Freunde zu einer Halloweenparty ein, danach ging jeder seinen eigenen Weg. In der Gegenwart lädt nun der ehemalige Gastgeber wieder 10 seiner Freunde zu einer Halloweenparty der 80er-Jahre ein. Doch kurz nach der Begrüßung ist der Gastgeber tot und alle anderen in Lebensgefahr - denn nur eine Person darf überleben.

Das Cover des Buches ist zwar eher dezent, aber trotzdem ein echter Eye-Catcher, der sofort mein Gefallen fand.

Der Schreibstil des Autors ist exzellent, Protagonisten und Orte werden ausgezeichnet dargestellt.

Insgesamt erinnert die Handlung (v.a. der Beginn des Buches) sehr an das Buch "Und dann gabs keines mehr/10 kleine Negerlein" von Agatha Christie, mit einige Elementen aus der "Saw"-Reihe versetzt. Doch das Buch ist viel mehr als ein Abklatsch des Christie-Klassikers, denn trotz ähnlicher Grundthematik entwickelt sich eine spannende und kurzweilige Top-Story.

Das Buch ist in 2 Teile aufgeteilt. Der erste Teil beginnt schon sehr actionreich, der 2. Teil beginnt dann etwas ruhiger, gibt aber interessante Rückblicke auf 1986.

Erschreckend an dem Buch ist natürlich, dass alles sehr realistisch ist, denn auch in der heutigen Zeit (oder gerade in dieser) ist so eine Story durchaus möglich.

Einige Stellen kamen mir trotzdem etwas unlogisch vor: Natürlich sind zu einer Halloweenparty alle verkleidet, aber warum legt keiner (oder kaum einer) seine Verkleidung bzw. zumindest die Maske ab? Natürlich ist dies auch an manchen Stellen wichtig für das Buch, deshalb aber noch lange nicht ganz logisch.

Außerdem verfällt der Autor in manchen Kapiteln von der Vergangenheitsform in die Gegenwart - und das in den Gegenwartskapiteln! Dies war für mich absolut nicht nachvollziehbar.

Für diese beiden Negativkriterien ziehe ich einen halben Stern ab.

Ich werde in Zukunft sicher noch was von dem Autor lesen und könnte mir eine Verfilmung des Buches sehr gut vorstellen.

Fazit: Spannender Katz-und-Maus-Thriller, der kaum Zeit zum Atmen lässt. 4,5 von 5 Sternen

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.01.2019

Königsberg während des 2. Weltkrieges

MI-SIX: Operation Bernsteinzimmer
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Hans von Grauwitz, der eine Whisky-Destillerie in Schottland besitzt und dort lebt, hat sich bei seiner Immigration aus Deutschland verpflichtet bei Bedarf für das MI-6 zu arbeiten. 1943 mitten im 2. Weltkrieg ...

Hans von Grauwitz, der eine Whisky-Destillerie in Schottland besitzt und dort lebt, hat sich bei seiner Immigration aus Deutschland verpflichtet bei Bedarf für das MI-6 zu arbeiten. 1943 mitten im 2. Weltkrieg ist es soweit, er soll die Königskronen und das Bernsteinzimmer nach London bringen, damit in Deutschland ein neuer Kaiser bzw. eine Kaiserin eingesetzt werden kann. In den Kriegswirren ist dieser Auftrag natürlich nur schwer zu erledigen.

Das Cover des Buches passt perfekt zum Buch, auch wenn es nicht zum Titel passt. Das hat es aber mit dem Buch gemeinsam - es handelt zwar auch um das Bernsteinzimmer, dafür wird aber sehr oft davon abgeschweift. Vor allem geht es hier um Königsberg und dem Krieg dort ab 1943. Dazu kommt eine Liebesgeschichte und einige Sexszenen, die so gar nicht in das Buch passen wollen.

Die Orte sind gut beschrieben und das ganze Buch wirkt gut recherchiert - so scheint das ganze Buch auch natürlich auf die Realität zu beruhen. Die Kombination bzw. Vermischung aus Fiktion und Wirklichkeit ist kaum zu unterscheiden und ist perfekt zusammengeschlossen.

Die Charaktere blieben für mich hingegen etwas farblos, dies lag sicher auch an der ungenügenden Personenbeschreibung, da man nicht mal das Alter der Hauptpersonen erfuhr.

Dazu kamen noch einige Rechtschreib- bzw. Tippfehler, die das Lektorat/Korrekturat scheinbar überlesen hat.

Konnte mich das Buch zu Beginn noch fesseln, wurde es durch die Abschweifungen immer langweiliger. Trotzdem las ich das Buch zu Ende.

Die Auflösung über das Bernsteinzimmer war interessant, aber auch nicht gerade überkreativ.

Fazit: Mehr Historien- als Agentenroman, der immer wieder zu weit vom Thema abkommt. 3 von 5 Sternen

Veröffentlicht am 25.12.2018

Projekt Unschuld - Teil 2 über Justizirrtümer

Tödlicher Irrtum
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Professor Heckscher wird "dank" seines Alkoholproblems zum Leiter des neugegründeten Instituts für Justizirrtümer. Die 2 Jurastudenten Florian Hansen und Saskia Cornelius, die mittlerweile ein Paar sind, ...

Professor Heckscher wird "dank" seines Alkoholproblems zum Leiter des neugegründeten Instituts für Justizirrtümer. Die 2 Jurastudenten Florian Hansen und Saskia Cornelius, die mittlerweile ein Paar sind, arbeiten nun für den Professor, nachdem sie schon dem Polizisten Hoffmann ("Tödliche Schönheit") helfen konnten. Der erste Fall für das Institut befasst sich mit einem ehemaligen Jurastudenten, der gestanden hat die 9-jährige Nele entführt und getötet zu haben. Doch es ist nicht alles so wie es scheint und schließlich widerruft dieser sein Geständnis.

Das Cover des Buches ist im Stil des 1. Bandes gemacht und es ist in seiner Schlichtheit trotzdem sehr auffällig und auch passend.

Der Schreibstil des Autors der früher selbst Staatsanwalt war ist ausgezeichnet. Die Orte und Protagonisten werden perfekt dargestellt, die Spannung ist das ganze Buch über auf sehr hohem Niveau.

Der Autor schrieb früher Sachbücher, die ebenfalls das Thema "Justizirrtümer" zum Thema hatten. Auch in diesem Buch flechtet er sehr gut Informationen darüber in die spannende Story ein.

Manche Protagonisten bleiben noch etwas geheimnisvoll, was natürlich auch passt, da ja noch (hoffentlich) mehrere Teile folgen sollen.

Die Charaktere haben sich gegenüber dem 1. Teil teils weiterentwickelt und dieses Trio aus alkoholkrankem Professor, einem cineastischen Studenten und einer Studentin, die Lernen und Erfolg wichtiger als Liebe sieht ist natürlich sehr interessant, auch wenn der Professor in diesem Teil etwas zu kurz kommt und auch kaum zur Lösung des Falles beiträgt.

Die Filmzitate, die Florian immer wieder einwirft, fand ich (im Gegensatz zu anderen Rezensenten) passend und teilweise auch witzig. Neben der Spannung hatte das Buch also auch seine lustigen Momente.

Natürlich auch ich habe mit einigem in dem Buch gerechnet, eine gewisse Voraussehbarkeit war also gegeben, und trotzdem waren einige Überraschungen und eine interessante, nicht ganz zu erwartende Lösung der krönende Abschluss des Buches.

Die Beziehung von Florian und Saskia, war eine gute Nebenhandlung zum Buch, allerdings agieren die beiden kaum, als wenn sie sich lieben würden.

Das Buch kann gelesen werden ohne den 1. Teil zu kennen, trotzdem würde ich empfehlen den 1. Teil ebenfalls zu lesen.

Fazit: Spannender Thriller über Justizirrtümer, bei dem ich mich schon jetzt auf den 3. Teil freue. 5 von 5 Sternen