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SaintGermain

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Veröffentlicht am 17.08.2018

Grey & Miles - Teil 1 - Rache

Heute wirst du sterben - The Teacher
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Innerhalb kurzer Zeit werden in England mehrere Männer im etwa gleichen Alter auf brutale Weise getötet. Der gerade von der Suspendierung zurückgekehrte DS Adrian Miles und die soeben versetzte DS Imogen ...

Innerhalb kurzer Zeit werden in England mehrere Männer im etwa gleichen Alter auf brutale Weise getötet. Der gerade von der Suspendierung zurückgekehrte DS Adrian Miles und die soeben versetzte DS Imogen Grey sollen in diesen Fällen ermitteln. Dabei werden beiden nicht nur mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert, sondern kommen auch einem unglaublichem Fall auf die Spur.

Das Cover des Buches ist sehr gut gemacht und passt perfekt zum Genre.

Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet, Protagonisten und Orte werden hervorragend dargestellt. Die Protagonisten sind ausreichend, aber auch nicht zu viele.

Der Fall selbst ist für den Leser eigentlich klar, denn es wird ihm nur ein (möglicher) Täter auf dem Silbertablett präsentiert und trotzdem bietet dieses Buch eine ungeheure Spannung, die während der ganzen Story niemals abbricht.

Allerdings fiel mir noch eine Kleinigkeit auf: Ein Bananensplit wird doch normalerweise mit Schokosauce serviert und nicht mit Erdbeersauce.

Dieser Fall soll ja der Auftakt um die beiden Ermittler Grey und Miles sein, die in dieser Story auch ausreichend vorgestellt werden, aber noch ausreichend Platz für eine Weiterentwicklung in Folgebänden bieten.So freue ich mich sehr auf eine Fortsetzung.

Die Story selbst ist relativ brutal, viele grausige Einzelheiten werden beschrieben.

Fazit: Spannender, teilweise brutaler Thriller, der leider den Täter schon sehr früh präsentiert. 4,5 von 5 Sternen

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Handlung
  • Figuren
  • Spannung
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 16.08.2018

Psychospiel des Todes

Interview mit einem Mörder
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Max Proll ist am großen Eröffnungstag des ersten Würstelstandes seines besten Freundes Johann Baroni natürlich mit dabei, wenn auch ein wenig verkatert als dieser auf offener Straße neben ihm plötzlich ...

Max Proll ist am großen Eröffnungstag des ersten Würstelstandes seines besten Freundes Johann Baroni natürlich mit dabei, wenn auch ein wenig verkatert als dieser auf offener Straße neben ihm plötzlich umkippt. Erschossen. Es ist unfassbar was hier geschehen ist, doch Max konnte in der Menge einen Mann erkennen, den Mörder. Seinen Anschuldigungen wird aber kein Glauben geschenkt und so ermittelt und verfolgt Max auf eigene Faust und entdeckt dabei, wie weit er selber fähig wäre zu gehen......

Zum Cover: Ein schönes Cover, wenngleich die Axt am Cover keinerlei Bezug zum Buch hat.

Meine Meinung zum Buch: Dies war mein erstes Buch vom Autor Bernhard Aichner. Anfangs fand ich den Schreibstil etwas gewöhnungsbedürftig um nicht zu sagen fast unpersönlich. Immer wieder sind direkte Dialoge im Text. Aber im Laufe des Lesens habe ich mich daran gewöhnt und mich gut damit angefreundet. Die Handlung ist schon speziell, aber nachvollziehbar und auch sehr spannend. Das Psychospiel ist sehr gut gelungen. So ab Seite 100 konnte ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen und habe es förmlich verschlungen. Da dies schon der 4. Band mit Max und Baroni ist werde ich sicher nochmal von den Beiden lesen können. Es macht aber auch nichts, wenn man die Vorbände nicht kennt, denn die Handlungen sind in sich abgeschlossen und nehmen auch nur wenig Bezug zueinander.

Fazit: Psychospiel par Excellence.

Veröffentlicht am 14.08.2018

Verbrechen 2015: mögliche Hintergründe und Wahrheiten oder nur Verschwörungstheorien?

ungeklärt - unheimlich - unfassbar 2016
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Das Buch zeigt die medienstärksten Todesfälle 2015 auf, dabei dringt es tief in die Materie ein und zeigt eine mögliche Wahrheit an.

Ob es wirklich die Wahrheit ist oder nur wilde Verschwörungstheorien ...

Das Buch zeigt die medienstärksten Todesfälle 2015 auf, dabei dringt es tief in die Materie ein und zeigt eine mögliche Wahrheit an.

Ob es wirklich die Wahrheit ist oder nur wilde Verschwörungstheorien oder Spekulationen bleibt natürlich dem Leser überlassen.

Das Buch wirkt insgesamt sehr gut recherchiert; vieles kann man auch heute noch im Internet überprüfen. Manche Theorien klingen zwar auf den ersten Blick etwas weit hergeholt, bei manchen Geschichten wirkt aber die offizielle Erzählweise noch absurder (z.B. im Fall Schulze).

Insgesamt wirft das Buch ja den herkömmlichen Medien vor oft nur einseitig zu berichten. Dafür verwendet der Autor aber sehr oft Zitate aus herkömmlichen Medien; aber natürlich zeigen auch diese oft Widersprüche.

Allerdings macht der Autor bei einem Thema genau das, was er den herkömmlichen Medien vorwirft - es wird nur eine Seite gesehen. Dies ist in diesem Buch das Thema Euthanasie. Dass Menschen in Krankenhäusern und Pflegeheimen auf "legalem Wege" verdurstet werden lassen, kann vielleicht wie in Großbritannien beschrieben wahr sein. In Österreich ist es definitiv nicht so, auch in Deutschland wage ich es zu bezweifeln. Natürlich werden oft neue Systeme ausprobiert und geprüft, aber sicher nicht in allen Gesundheitseinrichtungen. Zum anderen gibt es natürlich (was der Autor hier nicht anspricht) Erkrankungen, bei denen man die Flüssigkeitszufuhr drastisch einschränken muss, wie z.B. schwere Nierenerkrankungen. Wenn jemand nicht trinken kann, gibt es außerdem die Möglichkeit Flüssigkeit einzudicken, um sie leichter schluckbar zu machen oder eben Infusionen, die intravenös oder unter die Haut gegeben werden können. Natürlich ist auch bei einer subcutanen Gabe, die Menge beschränkt.

Auch insgesamt wirkt das Buch in den medizinischen Themen sehr schwach recherchiert, denn wenn der Autor über den Fall Tugce schreibt und über deren Hirntod und dann die Eltern mehr oder weniger beschimpft, dass sie nicht länger gewartet haben, bevor sie Beatmung stoppten, dann ist das Schwachsinn. Denn auch wenn manche Leute aus dem Koma aufwachen (auch nach längerer Zeit), wie der Autor hier schreibt, ist dies bei einem hirntotem Menschen unmöglich, denn wie der Name schon sagt ist das Gehirn tot und das kann man zweifelsfrei feststellen und wird auch mehrfach kontrolliert, bevor man die Maschinen abstellt.

Da die anderen Theorien mich aber größtenteils zumindest zum Nachdenken brachten (v.a. Whitney Houston/Bobbie Brown bzw. Germanwings) gefiel mir das Buch doch sehr gut.

Und wie gesagt: In manchen ist die offizielle Berichterstattung unglaubwürdiger als die Theorien des Autors.

Fazit: Verschwörungstheoretiker werden ihre Freude haben; aber auch kritische Leser kann dieses Buch sicher begeistern. 4,5 von 5 Sternen aufgrund der oben beschriebenen medizinischen Problematik.

Veröffentlicht am 07.08.2018

Die Bibliothekarin - Grimms Märchen (Teil 1)

Die unsichtbare Bibliothek
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Die unsichtbare Bibliothek ist ein geheimer Ort außerhalb von Raum und Zeit. Hier arbeitet Irene als Bibliothekarin und sammelt einzigartige Werke der Literatur zur sicheren Aufbewahrung. Ihr nächster ...

Die unsichtbare Bibliothek ist ein geheimer Ort außerhalb von Raum und Zeit. Hier arbeitet Irene als Bibliothekarin und sammelt einzigartige Werke der Literatur zur sicheren Aufbewahrung. Ihr nächster Auftrag führt sie in ein alternatives London, wo ein seltenes Grimm-Manuskript von 1812 aufgetaucht ist. Gemeinsam mit ihrem neuen Lehrling Kai begibt sich Irene in diese Parallelwelt. Doch nicht nur die beiden suchen das Buch.

Das Cover des Buches ist ein absoluter Hingucker und passt perfekt zum vorliegenden Buch.

Der Schreibstil der Autorin (und vielleicht auch die deutsche Übersetzung davon) sind allerdings sehr gewöhnungsbedürftig. Nicht nur dass sie Steampunk, Fantasy und Krimi mischt (was ja primär nicht schlecht ist), nutzt sie auch das gesamte Fantasy-Spektrum aus. Parallelwelten, Elfen, Drachen, Vampire und natürlich Magie sind hier anzutreffen. Ob dies wirklich notwendig war, bezweifle ich, denn die Rahmenhandlung klingt ist sehr interessant.

Zudem ist der Satzbau oft nur schwer zu verstehen, sodass man einige Sätze schon mal mehrmals lesen muss, um sie zu verstehen. Garniert ist das ganze mit Wörtern, die mindestens 70 % der Bevölkerung nicht kennen oder erklären können. Insgesamt wirkt der Satzbau oft hölzern und holprig. Die Sätze erklären dabei nur wenig, sondern wirken nur wie Herumgeschwafel.

Aber auch der Autorin selbst geht es teilweise nicht anders. Wenn man schon "Sprache" einführt, dann sollte man diese auch erklären. Das ist hier nur sehr stümperhaft vorgenommen worden. Und nervig ist auch, dass die Worte "Sprache" und "Bibliothek" im Buch immer fett gedruckt sind - total unnötig und störend.

Die Protagonisten selbst sind nur teiweise interessant - Kai, Vale und der Bösewicht haben auf jeden Fall das Potenzial dazu. Irene hingegen wirkt einfach nur langweilig und leidenschaftslos.

Insgesamt wirkte dadurch das ganze Buch irgendwie kühl; Spannung war zwar da, diese konnte aber aufgrund der bisher genannten Kritikpunkte nicht wirklich in den Vordergrund dringen.

Insgesamt hat die Story sicher noch Potential, denn ob die Bibliothek wirklich die Ach-so-Guten sind, ist doch sehr fraglich. Die Story endet in keinem wirklichen Cliffhanger, aber die Story wird aufgrund des Erfolgs (v.a. im englischsprachigen Raum) noch einige Teile erhalten.

Fazit: Die bisherigen Rezensionen wechseln ja stark; von 1 - 5 Sternen ist alles vertreten. Ich ordne mich etwas über der Mitte ein und bin trotz meiner Kritikpunkte gespannt auf die Fortsetzung.3,5 /5 Punkten

Veröffentlicht am 03.08.2018

witzig und spannend zugleich

Meerjungfrauen morden besser
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Konny und Kriemhild sind ein ungleiches Schwesternpaar die eine kleine Pension betreiben. Als eines Tages ihr zu Hause verwüstet wird und sie eine Drohung erhalten, machen sie sich auf die Reise nach Hamburg, ...

Konny und Kriemhild sind ein ungleiches Schwesternpaar die eine kleine Pension betreiben. Als eines Tages ihr zu Hause verwüstet wird und sie eine Drohung erhalten, machen sie sich auf die Reise nach Hamburg, im Gepäck die Asche des Kommodore und der Nacktkater Amenhotep. Hat der tote Mann von Kriemhild wirklich einen Schatz gehortet? Und wie sollen sie den drei Verfolgern entgehen?

Zum Cover: Maritimer Touch, passend zum Thema mit Blutstropfen und haptisch hervorgehobener Schrift. Super gelungen.

Meine Meinung zum Buch: Dies war mein erstes Buch von der Autorin, wird aber sicher nicht mein letztes sein. Es gibt schon einen Vorband mit den Beiden Schwestern als Protagonistinnen den ich sicher auch noch lesen werde. Aber auch wenn der Vorband fehlt, lässt sich das Buch einfach nur genießen und vor allem die Lachmuskeln trainieren. Das Genre ist hier eindeutig "Krimödie". Es wird schon ermittelt, aber man darf sich das nicht CSI-mässig vorstellen sondern muss sich vom Wortwitz und der Situationskomik zu spannenden Momenten hintragen lassen. Auf jeden Fall habe ich mich prima unterhalten gefühlt beim lesen und musste oftmals herzlich lachen.

Fazit: Ein sehr gelungenes Buch voller Situationskomik und Wortwitz gepaart mit spannenden Momenten.