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Veröffentlicht am 17.05.2025

Wallin & Henriksson 2 - Der beliebte, aber nicht unumstrittene, Ehrenamtliche

SchwedenHass (Schwedenkrimi)
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In der Nähe der alten Dorfkirche in Vimmerby wird ein schwer verletzter Mann gefunden, der kurz darauf verstirbt. Schnell wird klar, dass es sich um Mord und keinen Unfall handelt. Der Polizeichef der ...

In der Nähe der alten Dorfkirche in Vimmerby wird ein schwer verletzter Mann gefunden, der kurz darauf verstirbt. Schnell wird klar, dass es sich um Mord und keinen Unfall handelt. Der Polizeichef der Stadt, Marten Henriksson, fordert seine Ex-Frau Lena Wallin zur Unterstützung an. Das Opfer war allseits als hilfsbereit bekannt, galt aber auch als streng und konservativ, sodass es immer wieder zu Konflikten kam. Als auch Martens Umfeld immer stärker in den Fall involviert zu sein scheint, müssen die beiden Ermittler schnell Ergebnisse vorweisen.

Das Cover ist passend zu einem Schweden-Krimi, passend zum bisher 2. Buch der Reihe und passend auch zu diesem Buch und ist gut gemacht.

Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt gut; Orte und Charaktere werden bildhaft dargestellt.

Das Ermittler-Duo (und das ganze Ermittlungsteam) konnten mich nun im 2. Fall endlich überzeugen. Dass ein Pärchen oder Ex-Pärchen miteinander ermittelt ist nichts Neues, in diesem Fall wirken sie auch sympathisch und scheinen Potential für eine Reihe zu haben. Dadurch, dass sie sich definitiv weiterentwickelt haben, ist sicher einiges mit ihnen möglich.

Der Fall selbst ist wieder gut gewählt, auch dass man Schweden für diese Reihe als Schauplatz gewählt hat.

Die Spannung war insgesamt sehr hoch; Überraschungsmomente gab es definitiv auch, auch wenn Krimi-Fans schon auf die Lösung - die gut und logisch konstruiert wurde - kommen können.

Fazit: Solider Krimi, in dem die Ermittler an Fahrt aufnehmen. 5 von 5 Sternen

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.05.2025

Die Bucket-Liste

Jetzt und für immer (Liebesroman)
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Emily, eine ehemals bekannte Balletttänzerin, kommt zur Reha nach St. Peter Ording. Sie hat den Brustkrebs besiegt und soll wieder zu Kräften kommen - physisch und psychisch. Dort begegnet die dem Physiotherapeuten ...

Emily, eine ehemals bekannte Balletttänzerin, kommt zur Reha nach St. Peter Ording. Sie hat den Brustkrebs besiegt und soll wieder zu Kräften kommen - physisch und psychisch. Dort begegnet die dem Physiotherapeuten Adam. Doch die beiden kennen sich aus Berlin - und Adam haute damals ab als sie sich näher kamen. Langsam kommen sie sich wieder näher und Emily will ja auch ihre Bucket-Liste abarbeiten. Und trotzdem ist die Beziehung zwischen den beiden fragil, weil soviel unausgesprochen zwischen ihnen liegt. Als dann Emilys Befunde eintreffen, ändert sich plötzlich alles.

Das Cover ist passend zum Buch und passend zu den bisherigen Büchern der Autorin und gut gelungen.

Der Schreibstil der Autorin ist ebenfalls gewohnt gut; Orte und Charaktere werden detailgetreu wiedergegeben.

Natürlich kann man der Autorin vorwerfen, dass ihre Bücher in den meisten Belangen sehr durchschaubar und vorhersehbar sind - so auch hier. Auf der anderen Seite muss man der Autorin dann auch vorwerfen, dass sie sich sehr ernste Themen rund um die Liebesgeschichte ausdenkt und sehr gekonnt mit den Emotionen des Lesers spielt, sodass auch die Spannung - die emotionale Spannung in erster Linie - sehr hoch sind.

Auch hier hält die Autorin den Leser mit den Gefühlen, die die Charaktere und die Handlung schaffen, im Bann und man kann das Buch so kaum aus den Händen nehmen.

Mit diesen positiven Eigenschaften lese ich immer wieder gerne Bücher der Autorin; auch dieses Buch hat mich in keinster Weise enttäuscht, da es auch wieder sehr zum Nachdenken anregt.

Fazit: Emotional und gefühlvoll. 5 von 5 Sternen

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.05.2025

Sandner 4 - Die Umweltaktivistin

Schwarzwälder Treibjagd
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Kriminalhauptkommissarin Ines Sandner wird mit ihrer Kollegin Emma zur Leiche eines 15-jährigen Mädchens gerufen. Doch was wollte das Mädchen mitten in der Nacht auf dem unbeleuchteten Berg? Das tote Mädchen ...

Kriminalhauptkommissarin Ines Sandner wird mit ihrer Kollegin Emma zur Leiche eines 15-jährigen Mädchens gerufen. Doch was wollte das Mädchen mitten in der Nacht auf dem unbeleuchteten Berg? Das tote Mädchen ist nicht nur eine Mitschülerin von Ines´ Tochter, sondern war auch Umweltaktivistin, wodurch sie sich nicht nur Freunde machte. Doch trotz einiger Verdächtigen und Motive tappt das Team im Dunkeln, bis der junge Kriminalkommissar Peter Fuhrer einen entscheidenden Hinweis findet.

Das Cover ist einigermaßen passend, auch zum Genre Regionalkrimi. Es ist gut gemacht, sagt aber selbst nicht viel über den Inhalt des Buches aus.

Der Schreibstil der Autorin ist hervorragend; Orte und Charaktere werden bildhaft dargestellt.

Der Fall ist sehr gut konstruiert und beginnt bereits ab der ersten Seite spannend.

Die Charaktere sind ebenfalls sehr authentisch; für mich war es der 1. Fall über Ines Sandner, aber sie wuchs mir gleich ans Herz. Und dass ich die bisherigen Bücher der Reihe nicht kannte, war kein Problem, da das Buch definitiv für sich alleine gelesen werden kann.

Für den geübten Krimileser wird wohl einiges, wie das Motiv, schon relativ früh erkennbar sein. So war es auch bei mir, nichtsdestotrotz war der Spannungsbogen bis zum Ende sehr hoch und das Ende doch ein wenig überraschend, obwohl man eben schon viel erraten konnte.

Auch eine Prise Humor ist dann dazwischen immer wieder vorhanden.

So gefiel mir das Buch außerordentlich gut, und ich freue mich auf weitere Fälle um das Team und werde wohl auch die früheren Fälle noch lesen.

Fazit: Spannend und sehr gut konstruiert. 5 von 5 Sternen

  • Einzelne Kategorien
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.04.2025

Gaslighting?

Die Frau im Fenster gegenüber (Psychothriller)
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Seit ihrer Scheidung von ihrem gewalttätigen Ehemann lebt Josefine West alleine in einer Wohnung. Sie ist in einer Selbsthilfegruppe und arbeitet ehrenamtlich im Tierheim, wo sie langsam auch Leon lieben ...

Seit ihrer Scheidung von ihrem gewalttätigen Ehemann lebt Josefine West alleine in einer Wohnung. Sie ist in einer Selbsthilfegruppe und arbeitet ehrenamtlich im Tierheim, wo sie langsam auch Leon lieben lernt. Ihre beste Freundin Nici steht ihr zur Seite, und auch ihre verstorbene Schwester Paula, mit der sie in Gedanken immer wieder spricht. Auch die Schlafparalyse bekommt sie langsam in den Griff. Doch plötzlich sieht sie in der Wohnung gegenüber im Fenster eine Frau, die ihr sehr ähnlich sieht. Da die Wohnung gerade renoviert wird und unbewohnt ist, glaubt ihr die Polizei nicht. Doch die Frau kommt immer wieder...

Das Cover des Buches ist auf jeden Fall passend zum Buch, 100-prozentig überzeugen kann es mich aber nicht, obwohl es auch gut gemacht ist und durch die Farben auffällt.

Der Schreibstil der Autorin (damit meine ich Rose Hard) ist gut; Orte und Charaktere werden bildhaft in Szene gesetzt.

Die Handlung mitsamt der Vergangenheit von Josefine ist gut gewählt, durchdacht und auch gut recherchiert.

Die Spannung ist sehr hoch mit kleinen Abfällen, da es doch einige Längen (wenn auch wenige) gibt, wo sich die Handlung nicht weiterbewegt, sondern eher wiederholt.

Als Leser stellt man natürliche einige Theorien auf, was hier geschieht. Auf die Auflösung am Ende werden wohl nicht viele kommen, auch wenn man sich vielleicht ein wenig zusammenreimen kann. Nichtsdestotrotz ist das Ende absolut logisch und schlüssig.

Unerwähnt möchte ich auch nicht lassen, dass sich doch einige Fehler grammatikalischer Art in das Buch eingeschlichen haben, was ich vom FeuerWerke-Verlag eigentlich nicht gewohnt bin.

Fazit: Spannendes Buch mit überraschendem Ende. 4,5 von 5 Sternen

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Veröffentlicht am 01.03.2025

Der Puzzlespieler und der Mafioso

Wackelkontakt
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Franz Eschers Steckdose hat einen Wackelkontakt, deshalb ruft er eine Elektriker. Der Elektriker werkt und Escher liest ein Buch über den Mafia-Kronzeugen Elio Russo, der in den Zeugenschutz kommt. Dieser ...

Franz Eschers Steckdose hat einen Wackelkontakt, deshalb ruft er eine Elektriker. Der Elektriker werkt und Escher liest ein Buch über den Mafia-Kronzeugen Elio Russo, der in den Zeugenschutz kommt. Dieser liest ebenfalls ein Buch - über Franz Escher. Escher tötet unabsichtlich den Elektriker und liest weiter in seinem Buch, was der Ex-Mafioso ebenfalls tut.

Das Cover ist sehr auffällig und passt mit seiner psychedelischen Wirkung gut zum Buch.

Der Schreibstil des Autors ist wie in seiner Brenner-Reihe. Orte und Personen werden gut dargestellt.

Die Handlung selbst ist wohl etwas wirr - so auch meine Inhaltsangabe. Ich war hin- und hergerissen von dem Buch, das so absurd eigentlich war. Kapitel gibt es nur 2, sonst geht es nahtlos zwischen den beiden Handlungen hin und her - immer wenn der andere das jeweilige Buch in die Hand nimmt.

Die Handlung wirkt so, als ob der Autor auf Drogen oder aus der Psychiatrie schreibt und trotzdem hat es seinen Charme. Auch Spannung und Überraschungen sind gegeben.

Das Ende selbst gefiel mir gut, außer ganz am Schluss, wo es für mich noch unglaubwürdiger wurde.

So tue ich mir auch schwer bei dieser Rezension und Bewertung. Einerseits war ich fasziniert, andererseits verwirrt und abgestoßen.

Fazit: Hin- und hergerissen von der Handlung. 3,5 von 5 Sternen

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