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Samira0112

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.11.2025

Viel Potenzial, aber nicht das, was ich erhofft hatte

Rosen & Violen - Rosenholm-Trilogie (#1)
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Ich war mir eigentlich ziemlich sicher, dass ich diese Reihe lieben würde, allein schon wegen der wunderschönen Aufmachung und den Themen, die genau meinen Geschmack treffen. Vielleicht waren meine Erwartungen ...

Ich war mir eigentlich ziemlich sicher, dass ich diese Reihe lieben würde, allein schon wegen der wunderschönen Aufmachung und den Themen, die genau meinen Geschmack treffen. Vielleicht waren meine Erwartungen deshalb etwas zu hoch, denn der Schreibstil ist insgesamt recht einfach gehalten und ich hatte mir gerade wegen der Thematik ein wenig mehr erhofft. Wirklich schwierig fand ich die romantisierte Lehrer-Schülerin-Dynamik. Die Mädchen sind 15 bis 16, der Love Interest ist sechs Jahre älter und ein Referendar, der sie sogar unterrichtet. Das Buch stellt diese Beziehung leider positiv dar, was ich problematisch finde. Auch andere altere Love Interests werden als aufregend beschrieben, auch wenn diese zumindest noch in einem akzeptablen Altersrahmen bleiben. Für so junge Protagonistinnen ist das kein angemessenes Bild.

Trotzdem hatte das Buch auch schöne Aspekte. Es ist eine leichte, angenehme Unterhaltung mit vier Perspektiven, was ich sehr mag, und die Ich-Perspektive macht alles nahbarer. Besonders der Found-Family-Aspekt hat mir gut gefallen. Anfangs hatte ich Schwierigkeiten, die Mädchen auseinanderzuhalten, aber das wurde besser. Ab etwa 60 Prozent hat mir das Buch deutlich mehr Spaß gemacht, weil der Mystery-Teil stärker in den Vordergrund rückt. Insgesamt hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht, denn sowohl Charaktere als auch Unterrichtseinblicke bleiben eher oberflächlich. Der Plot verläuft geradeaus, ohne große Wendungen. Am spannendsten fand ich tatsächlich den Antagonisten, weil er zumindest leichte Ansätze einer komplexeren Psyche zeigt.

Am Ende wurde ich unterhalten, aber nicht beeindruckt. Kein schlechtes Buch, nur eines, das hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben ist und in Teilen problematisch ist. Die Reihe möchte ich trotzdem weiterverfolgen.

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Veröffentlicht am 16.11.2025

Ein fesselndes, emotionales Finale, das alles übertrifft

As Good as Dead
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Der Abschlussband hat die Reihe auf ein ganz neues Level gehoben. Schon von Anfang an spürt man die Bedrohung und die emotionale Tiefe, die den Thriller ausmachen. Pip wird noch greifbarer, ihre inneren ...

Der Abschlussband hat die Reihe auf ein ganz neues Level gehoben. Schon von Anfang an spürt man die Bedrohung und die emotionale Tiefe, die den Thriller ausmachen. Pip wird noch greifbarer, ihre inneren Konflikte und moralischen Entscheidungen sind spürbar, und die Geschichte steigert sich von einem YA-Krimi zu einem psychologisch intensiven Thriller.

Die Wendungen sind clever, die Spannung konstant und die Emotionen intensiv. Neben dem Thriller-Aspekt gibt es weiterhin kleine Einblicke in Pips Alltag, die die Protagonistin nahbar und menschlich machen. Das Ende ist stark, berührend und lässt die Reihe noch einmal in einem intensiven Licht erscheinen. Von Band zu Band steigert sich die Handlung an Komplexität, Emotion und Spannung, dieses Finale übertrifft alles zuvor Gelesene und hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 16.11.2025

Noch emotionaler und spannender als Band 1

Good Girl, Bad Blood
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Der zweite Band der Reihe hat mich emotional noch mehr gepackt. Die Handlung entwickelt sich komplexer, die Bedrohung spürbarer und die Wendungen so clever, dass ich ständig überrascht wurde. Pip muss ...

Der zweite Band der Reihe hat mich emotional noch mehr gepackt. Die Handlung entwickelt sich komplexer, die Bedrohung spürbarer und die Wendungen so clever, dass ich ständig überrascht wurde. Pip muss erneut Ermittlungen anstellen, während sie gleichzeitig mit persönlichen Herausforderungen kämpft. Man leidet, fiebert und rätselt Seite für Seite mit.



Holly Jackson schafft es, die Balance zwischen Spannung, Emotionen und moralischen Fragen zu halten. Neben den Ermittlungen wird auch die wundervolle Beziehung zwischen Pip und Ravi sichtbar, die der Geschichte Wärme und Tiefe verleiht, ohne die Spannung zu unterbrechen. Dieser Band ist intensiver, emotionaler und dunkler als der erste, zeigt die Entwicklung von Pip eindrucksvoll und lässt den Leser*innen keinen Moment der Ruhe. Unglaublich fesselnd, clever konstruiert und emotional stark.

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Veröffentlicht am 16.11.2025

Ein perfekter Auftakt

A Good Girl’s Guide to Murder
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Der erste Band der Reihe hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Pip ist sofort sympathisch: schlau, neugierig und gleichzeitig so menschlich mit all ihren Unsicherheiten, dass man sich direkt mit ...

Der erste Band der Reihe hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Pip ist sofort sympathisch: schlau, neugierig und gleichzeitig so menschlich mit all ihren Unsicherheiten, dass man sich direkt mit ihr verbunden fühlt. Die Geschichte wird aus der dritten Person erzählt, wodurch alles klar strukturiert ist, aber trotzdem greifbar und nah wirkt. Besonders gefallen haben mir die Einschübe von Protokollen, Karten und Aufzeichnungen, die die Ermittlungen lebendig machen und den Text fast dokumentarisch wirken lassen.

Die Handlung ist spannend und unvorhersehbar, hält immer den Fokus auf dem Fall, aber lässt auch Raum für kleine Einblicke in Pips Alltag. Schule, Freundschaften und persönliche Momente verleihen der Geschichte Tiefe. Die leichte Lovestory ist dezent eingearbeitet und stört die Spannung überhaupt nicht, sie fühlt sich natürlich und authentisch an. Emotional, clever und mit Herz geschrieben, dieser Band hat mir alles geliefert, was ich mir von einem YA-Krimi erhofft habe. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und war sofort neugierig auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 16.11.2025

Ein märchenhaftes Abenteuer voller Atmosphäre

Dornenhecke
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Die Geschichte fühlt sich an wie ein märchenhafter Spaziergang durch eine Welt, die gleichzeitig wundersam vertraut und vollkommen neu wirkt. Der Schreibstil von T. Kingfisher ist atmosphärisch, warm und ...

Die Geschichte fühlt sich an wie ein märchenhafter Spaziergang durch eine Welt, die gleichzeitig wundersam vertraut und vollkommen neu wirkt. Der Schreibstil von T. Kingfisher ist atmosphärisch, warm und voller leiser Magie. Schon nach wenigen Seiten hatte ich das Gefühl, komplett in dieser märchenhaften Stimmung zu versinken. Die Geschichte wird aus der dritten Person erzählt und passt dadurch perfekt zu diesem märchenartigen Ton.

Was mich besonders begeistert hat, ist die Perspektive. Eine Erzählung aus der Sicht einer Figur zu erleben, die sonst als böse Fee in Märchen auftaucht, war ungewohnt und unglaublich spannend. Krötling ist so anders als viele Protagonistinnen, nicht nur äußerlich, sondern auch in ihrer Art zu denken und zu fühlen. Sie hat Tiefe, Humor und eine ruhige Stärke, die ich sofort mochte. Und genau dieser leicht skurrile, charmante Humor zieht sich durch die ganze Geschichte, ohne dass er die Atmosphäre zerstört. Er macht das Buch sogar noch besonderer.

Auch die Welt hat mich komplett fasziniert. Sie ist voller kleiner Details, ungewöhnlicher Wesen und besitzt diese märchenhafte Schwere, die einen einhüllt. Besonders schön fand ich zudem, dass ein muslimischer Charakter eine wichtige Rolle spielt. Das hätte ich in einem Setting, das so stark an europäische Märchen erinnert, nicht erwartet, aber genau das hat die Geschichte für mich bereichernder und vielfältiger gemacht.

Trotz meiner Begeisterung hat mir am Ende ein kleines Fünkchen gefehlt, um es zu einem richtigen Highlight zu machen. Das Ende ist rund und schön erzählt, aber ich hatte mir einen minimal stärkeren Abschluss erhofft. Trotzdem habe ich jede Seite geliebt und wäre gern noch länger in dieser Welt geblieben.

„Dornenhecke“ ist atmosphärisch, berührend, humorvoll und einfach besonders. Und ich weiß jetzt schon, dass ich definitiv mehr von dieser Autorin lesen möchte.

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