Nicht ideal gealtert, aber dafür mit um so schönerer Weihnachtsstimmung
All I want for ChristmasInhalt:
Bea, die Besitzerin des gemütlichen Honey Pot Cafés in London, möchte für Zusammenhalt und Wärme bei ihren Mitmenschen sorgen. Chloe und Olivia finden eher zufällig den Weg ins Café und obwohl ...
Inhalt:
Bea, die Besitzerin des gemütlichen Honey Pot Cafés in London, möchte für Zusammenhalt und Wärme bei ihren Mitmenschen sorgen. Chloe und Olivia finden eher zufällig den Weg ins Café und obwohl es Anfangs - vor allem bei Chloe - gar nicht so aussieht, als würde sie sich mit Bea anfreunden, schafft Bea doch das scheinbar unmögliche und lernt Chloe immer besser kennen. Vor lauter Fürsorge für ihre Mitmenschen wird erst viel später klar, welche dunklen Stunden Bea überlebt hat. Wird auch sie die weihnachtliche Wärme spüren?
Meine Meinung:
Das Buch habe ich von Irene von Igelabooks erhalten und es hat bei mir so richtig viel Weihnachtsstimmung hervorgerufen und mich mit seiner schönen Atmosphäre überzeugt. Allerdings habe ich beim Lesen auch sehr ambivalente Gefühle verspürt. Einerseits wimmelt das Buch nur so vor (zumindest auf den ersten Blick) extrem oberflächlichen und vor allem fettfeindlichen Figuren und es überrascht deshalb nicht, dass sowohl eine Essstörung als auch eine Alkoholsucht thematisiert werden. Ausserdem wird einer Figur, die bis dahin gar keine Erfahrung damit hatte, ein Tier zu Weihnachten geschenkt, einfach ein No-Go... Man merkt dem Buch also durchaus sein Alter an und trotzdem hat es auch moderne Ansätze. Es setzt sich zum Beispiel differenziert mit den Themen Ehe und Mutterschaft auseinander und lässt seine Figuren einander immer fürsorglicher und freundlicher begegnen.
Schreibstil und Aufbau:
Bea, Chloe und Olivia stehen abwechslungsweise im Zentrum, wobei Bea die eigentliche Hauptfigur des Buches ist. Sie ist es, welche die Geschichte als Ich-Erzählerin erlebt und Chloes und Olivias Perspektive wird in der dritten Person erzählt. Die drei Frauen stehen an ganz unterschiedlichen Punkten in ihrem Leben und immer wieder kommen sie dabei im Honey Pot Café von Bea zusammen. Zuerst zufällig und dann immer regelmässiger. Dieser Aufbau hat mir sehr gut gefallen und so habe ich die Personen auch immer besser kennengelernt.
Meine Empfehlung:
Allen Kritikpunkten zum Trotz habe ich die Geschichte, die Weihnachtsstimmung, das Londonfeeling und die immer nahbarer werdenden Figuren einfach geliebt und dieses kurzweilige Buch sehr gerne gelesen.