Cover-Bild Melody
Band der Reihe "detebe"
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15,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Diogenes
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 336
  • Ersterscheinung: 26.03.2025
  • ISBN: 9783257247886
Martin Suter

Melody

In einer Villa am Zürichberg wohnt Alt-Nationalrat Dr. Stotz, umgeben von Porträts einer jungen Frau. Melody war einst seine Verlobte, doch kurz vor der Hochzeit – vor über 40 Jahren – ist sie verschwunden. Bis heute kommt Stotz nicht darüber hinweg. Davon erzählt er dem jungen Tom Elmer, der seinen Nachlass ordnen soll. Nach und nach stellt sich Tom die Frage, ob sein Chef wirklich ist, wer er vorgibt zu sein. Zusammen mit Stotz’ Großnichte Laura beginnt er, Nachforschungen zu betreiben, die an ferne Orte führen – und in eine Vergangenheit, wo Wahrheit und Fiktion gefährlich nahe beieinanderliegen.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.01.2025

Überrascht

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Autor: Martin Suter
Buch : Melody
Gelesen als Hardcover
⭐⭐⭐⭐⭐
Klappentext: In einer Villa am Zürichberg wohnt Alt-Nationalrat Dr. Stotz, umgeben von Porträts einer jungen Frau. Melody war einst seine ...

Autor: Martin Suter
Buch : Melody
Gelesen als Hardcover
⭐⭐⭐⭐⭐
Klappentext: In einer Villa am Zürichberg wohnt Alt-Nationalrat Dr. Stotz, umgeben von Porträts einer jungen Frau. Melody war einst seine Verlobte, doch kurz vor der Hochzeit – vor über 40 Jahren – ist sie verschwunden. Bis heute kommt Stotz nicht darüber hinweg. Davon erzählt er dem jungen Tom Elmer, der seinen Nachlass ordnen soll. Nach und nach stellt sich Tom die Frage, ob sein Chef wirklich ist, wer er vorgibt zu sein. Zusammen mit Stotz’ Großnichte Laura beginnt er, Nachforschungen zu betreiben, die an ferne Orte führen – und in eine Vergangenheit, wo Wahrheit und Fiktion gefährlich nahe beieinanderliegen.
⭐⭐⭐⭐⭐
Meine Meinung:
Erst einmal muss ich zugeben, das ich ziemlich voreingenommen war. Ich hatte bereits ein Buch aus dem Diogenes Verlag gelesen und hab es nach wenigen Seiten zugeklappt. Nicht nur das Cover war "hässlich", sondern auch die ganze Sprache war nicht meins. Hier hat mir meine Freundin das Buch geliehen und gesagt das ich es unbedingt nochmal probieren soll..
Tja.. dann hab ich es Mal gelesen.

Ich war überrascht, denn ich habe hier eine zum nachdenken anregende, angenehme und flüssige Lektüre bekommen. Sie hat mich gut unterhalten. Der Schreibstil war "auf hohem Niveau", nicht einfach so daher geschrieben.
Das Cover finde ich auch hier nicht besonders schön, aber die Geschichte hat mich in ihren Bahn gezogen.
⭐⭐⭐⭐⭐
Fazit:
Eine rührende Liebesgeschichte, mit einem anderen Schreibstil.

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Veröffentlicht am 19.11.2025

Überraschend und spannend

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Inhalt:
Tom Elmer tritt eine neue Stelle als Nachlassverwalter bei Dr. Stotz an. Der sehr wohlhabende Alt-Nationalrat hat nicht mehr lange zu leben und erzählt Tom in langen Sitzungen vor seinem Kamin ...

Inhalt:
Tom Elmer tritt eine neue Stelle als Nachlassverwalter bei Dr. Stotz an. Der sehr wohlhabende Alt-Nationalrat hat nicht mehr lange zu leben und erzählt Tom in langen Sitzungen vor seinem Kamin von seiner grossen Liebe und damaligen Verlobten Melody, die kurz vor der Hochzeit spurlos verschwand. Gemeinsam mit den anderen Angestellten von Dr. Stotz und mit seiner Grossnichte Laura macht sich Tom daran, die unzähligen Dokumente aus Dr Stotz' Vergangenheit zu ordnen und beginnt dabei auch, nach Melody zu suchen. Schnell wird klar, dass nicht alle Kamingeschichten der Wahrheit entsprachen und dass sich die Geschichte doch ganz anders zugetragen haben könnte, als vermutet.

Meine Meinung:
Wenn ich mich richtig erinnere, ist dies mein erster Roman von Martin Suter und als Schweizerin ist dieser Autor natürlich Pflicht für mich. Ich muss ehrlich sagen, dass ich anfangs skeptisch war, weil ich bereits sehr unterschiedlichen Meinungen zu Suters Werk begegnet bin. Eine Freundin hat mir aber dieses Buch empfohlen und geliehen und die spannende Geschichte hat mich sofort begeistert.
Von Anfang an habe ich mitgefiebert und gerätselt und wollte unbedingt wissen, ob und wie die Geschichte aufgelöst wird. Dabei haben mir vor allem die fein gezeichneten Figuren (allen voran Dr. Stotz' Köchin Mariella, die mich mit ihren grandiosen Rezepten verzaubert und Laura, welche stets voller Liebe mit und über ihren Grossonkel gesprochen hat) und mit ihren Ecken und Kanten für diverse unterhaltsame und auch berührende Szenen gesorgt.

Schreibstil und Aufbau:
Die Hauptfigur ist eigentlich Tom Elmer, der sich komplett ahnungslos, was dieser Job für ihn überhaupt bedeuten wird, die Arbeit bei Dr. Stotz antritt. Aber der gute Lohn und die geheimnisvolle Geschichte haben ihn das Angebot einfach nicht ablehnen lassen. Nach und nach erfahren wir mit ihm gemeinsam, welche Dimensionen die Geschichte um Melody eigentlich hat. In drei Abschnitten wird beschrieben, wie Toms Alltag aussieht und dabei reisen wir durch die Geschichten von Dr. Stotz auch immer wieder in die Vergangenheit. Dies hat mir sehr gut gefallen.

Meine Empfehlung:
Dieser Roman steckt voller Überraschungen und kulinarischen Entdeckungen und ich empfehle euch die Geschichte mit Sogwirkung sehr gerne weiter.

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Veröffentlicht am 30.10.2025

Zwischen Wahrheit und Fiktion

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„In der Fiktion steckt oft mehr Wahrheit als in den Fakten.“

Tom Elmer, ein junger Rechtsanwalt, wird beauftragt, den Nachlass des bekannten, einflussreichen und todkranken Dr. Peter Stotz zu ordnen. ...

„In der Fiktion steckt oft mehr Wahrheit als in den Fakten.“

Tom Elmer, ein junger Rechtsanwalt, wird beauftragt, den Nachlass des bekannten, einflussreichen und todkranken Dr. Peter Stotz zu ordnen. Bei seiner Arbeit erfährt er immer mehr über das Leben seines Auftraggebers – und über die mysteriöse Frau, deren Porträts das gesamte Haus schmücken: Melody, die ehemalige Verlobte von Stotz, die kurz vor der gemeinsamen Hochzeit spurlos verschwunden ist.

Die Hoffnung auf ein gemeinsames Leben mit ihr hat Stotz nie ganz aufgegeben, auch wenn sie offiziell als verstorben gilt. Nach und nach fallen Tom einige Ungereimtheiten zwischen den Fakten und den Erzählungen des alten Mannes auf. Gemeinsam mit Stotz’ Großnichte Laura begibt er sich schließlich auf die Suche nach der Wahrheit über Melody.

„An sich ist der Tod nichts Schlimmes. Nur das Timing kann schlecht sein. Weißt du, wann es schlecht ist?“
Tom stand unbehaglich neben dem Pflegebett und sagte: „Nicht immer?“
„Nein. Wenn das Leben endet, bevor es abgeschlossen ist. Dann ist es kein Happy End. Ein glückliches Ende gibt es nur, wenn die Story in dem Moment endet, in dem der Protagonist das Ziel erreicht, das er verfolgt hat. Und nur dann. Merk dir das.“

Ob Peter Stotz sein Happy End bekommen hat?

Martin Suter schafft es auch in Melody, eine dichte, atmosphärische Stimmung zu erzeugen, die Leserinnen und Leser sofort in den Bann zieht. Seine Sprache ist ruhig und präzise, dabei aber so bildhaft und detailreich, dass man die Räume, Gesichter und Stimmungen förmlich vor Augen hat. Besonders gelungen ist die Art, wie Suter Realität und Erinnerung, Wahrheit und Wunsch ineinanderfließen lässt – manchmal weiß man selbst nicht mehr genau, was Fiktion und was Wirklichkeit ist.

Die Figuren wirken authentisch und nahbar, mit all ihren kleinen Macken, Unsicherheiten und Hoffnungen. Tom, der zunächst nüchterne Jurist, wächst im Laufe der Geschichte über sich hinaus, während Peter Stotz trotz seines Alters und seiner Gebrechlichkeit eine faszinierende, komplexe Figur bleibt. Auch Nebenfiguren wie Laura sind fein gezeichnet und tragen wesentlich zur Lebendigkeit der Geschichte bei.

Mehrere überraschende Wendungen sorgen dafür, dass die Spannung bis zum Schluss erhalten bleibt. Melody ist kein Krimi im klassischen Sinn, sondern eine fein komponierte Mischung aus Liebesgeschichte, Mysterium und Charakterstudie – melancholisch, klug und berührend.

Martin Suter beweist, dass er ein Meister darin ist, die Grenzen zwischen Schein und Sein verschwimmen zu lassen – und dass hinter jeder Fiktion vielleicht ein Stück Wahrheit steckt.

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Veröffentlicht am 14.02.2026

Ein Denkmal aus Wahrheit und Lüge

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Martin Suter ist ein Meister darin, hinter die glänzenden Fassaden der Schweizer Bourgeoisie zu blicken. Die Vorfreude auf „Melody“ groß.
Worum geht es?
Der junge Jurist Tom Elmer tritt eine Stelle beim ...

Martin Suter ist ein Meister darin, hinter die glänzenden Fassaden der Schweizer Bourgeoisie zu blicken. Die Vorfreude auf „Melody“ groß.
Worum geht es?
Der junge Jurist Tom Elmer tritt eine Stelle beim Alt-Nationalrat Peter Stotz an. Seine Aufgabe: Den Nachlass des alternden Politikers ordnen und – so wird schnell klar – dessen Vita für die Nachwelt glätten. Doch im Zentrum der Arbeit steht nicht die Politik, sondern eine Abwesende: Melody. Stotz’ große Liebe, die kurz vor der Hochzeit spurlos verschwand. Seit Jahrzehnten zelebriert Stotz seine Trauer, das Haus ist ein Schrein für die Vermisste. Doch je tiefer Tom graben darf, desto brüchiger wird das Bild des tragischen Liebenden.
Wahrheit, Wunsch und Fantasie
Suter stellt in diesem Roman existenzielle Fragen: Kann man die Vergangenheit ungeschehen machen, indem man sie einfach umschreibt? Stotz manipuliert seine Umwelt virtuos. Er möchte nicht nur seine Biografie zensieren, sondern sein gesamtes Wesen durch eine Lüge neu definieren. Das Verschwinden von Melody ist dabei der Dreh- und Angelpunkt – ein Geheimnis, das Tom und die faszinierende Großnichte Laura (deren „winzige Asymmetrie“ am Finger Suter gewohnt präzise und rätselhaft einführt) bis ans Ende der Welt verfolgen.
Was ist mit Melody geschehen? (Achtung, Andeutungen)
Ohne zu viel zu verraten: Die Auflösung ist typisch Suter – elegant, aber auch verstörend. Es geht weniger um ein klassisches Verbrechen, sondern um die Macht der Inszenierung. Wer eine Antwort auf das „Was“ sucht, wird mit der Frage konfrontiert, ob wir Menschen jemals wirklich kennen oder nur die Rollen, die sie für uns spielen.
Mein Fazit
Ich bin gespalten. Suter schreibt gewohnt süffig; das Buch lässt sich leicht lesen und baut eine beständige Spannung auf. Man will wissen, wer Melody war und warum die Geschichte von Stotz so perfekt wirkt.
Doch genau hier liegt mein Kritikpunkt: Es ist ein handwerklich hervorragender Suter, der meine Begeisterung zwar wieder geweckt, aber nicht ganz die Wucht seiner alten Klassiker erreicht hat. Ein Buch für alle, die literarische Verwirrspiele und das Setting einer vergangenen, eleganten Welt lieben – auch wenn am Ende vielleicht ein Quäntchen Glaubwürdigkeit auf der Strecke bleibt.
Bewertung: 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 20.04.2025

Mein erster Suter und gleich ein Knüller

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Ganz kurz zum Inhalt: Der betagte Dr. Stotz beauftragt den Anwalt Tom Elmer, seinen Nachlass zu ordnen. Schnell ist klar, dass es sich nicht nur um den Nachlass dreht, sondern auch um die große, geheimnisvolle ...

Ganz kurz zum Inhalt: Der betagte Dr. Stotz beauftragt den Anwalt Tom Elmer, seinen Nachlass zu ordnen. Schnell ist klar, dass es sich nicht nur um den Nachlass dreht, sondern auch um die große, geheimnisvolle Liebe des Dr. Stotz. Mithilfe der Großnichte Laura will Tom die Wahrheit um Melody herausfinden.

Suter schafft es, mich als Leserin zu verwirren. Wann erzählt Stotz die Wahrheit, wann spinnt er seinen Hörer*innen etwas vor?
Melody ist Liebesgeschichte, Krimi und zeitgenössische Literatur in einem. Ganz ruhig und sanft werden die Geschehnisse nach und nach aufgedeckt bis sie sich wie in einem Sturm enthüllen. Tröpfelt die Geschichte am Anfang noch langsam vor sich hin, bricht sie am Ende über einen zusammen.

Die Charaktere sind authentisch gezeichnet, aber es fällt nicht leicht, einen Mann wie Stotz zu mögen, wenn man das ganze Buch gelesen hat. Ich habe geschwankt zwischen Missbilligung, Mitleid und Neugier. Ein Mann der sein Leben lang sehnt, liebt, trauert. War dieser Lebensweg verdient, vorherbestimmt oder eine Strafe? Ein Leben ohne Entbehrungen, von der einen Liebe abgesehen.

Über Melody grübele ich immer noch. Da ich nicht spoilern möchte, für die , die das Buch noch nicht gelesen haben, halte ich mich mit meinen Gedanken zurück. Schreibt mir aber gern Eure Meinung, falls ihr es doch schon gelesen habt.

Ein interessantes Gedankenspiel und Gesellschaftsportrait und tatsächlich mein erstes Buch von Martin Suter.

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