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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.12.2018

Schön, aber da wäre mehr möglich gewesen

Mein Weihnachtswunsch bist du
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Mein Weihnachtswunsch bist du - Jenny Hale

Beschreibung des Verlages:
Als Leah erfährt, dass sie die Villa ihrer Großmutter geerbt hat, weiß sie, dass sie ihrer Tochter Sadie endlich die Kindheit ihrer ...

Mein Weihnachtswunsch bist du - Jenny Hale

Beschreibung des Verlages:
Als Leah erfährt, dass sie die Villa ihrer Großmutter geerbt hat, weiß sie, dass sie ihrer Tochter Sadie endlich die Kindheit ihrer Träume schenken kann. Doch es gibt einen Haken: Leah soll sich das Haus mit David, ihrem Freund aus Kindertagen, teilen. Hier scheint Ärger vorprogrammiert zu sein. Während die beiden jedoch gemeinsam vor dem Kamin sitzen und in alten Erinnerungen schwelgen, merkt Leah, wie sich ein Kribbeln in ihrem Bauch ausbreitet. Und seinem Blick nach zu schließen, fühlt David genauso …

Das Buch und die Leserunde:
Es hat mich sehr gefreut, dass gleich mein erster Besuch im neuen Portal der Lesejury (und so neu ist es ja nun auch wieder nicht, ich war dort einfach schon sehr lange nicht mehr online...), mit einem Buchgewinn gekrönt wurde. Meine erste Bewerbung, die ich nach so langer Pause abgeschickt habe, war also erfolgreich und ich ich habe mich sehr auf die Leserunde gefreut, die genau an meinem Geburtstag gestartet wurde. Der Austausch war wundervoll und obwohl unsere Meinungen teilweise sehr unterschiedlich sind und waren, so war es ein Genuss, über das Buch zu diskutieren. Die aktuellen Lichtverhältnisse lassen ja leider keine wirklich tollen Fotos zu, aber es soll hier definitiv noch erwähnt sein, dass dieses Buch nicht nur wunderbar kitschig anzusehen ist, sondern dass die vielen Schneesterne auf dem ganzen Einband auch noch herrlich glitzern...

Meine Meinung:
Nun aber noch zum Inhalt. Ich bin mir sehr sicher, dass mein Lesegeschmack sich in den letzten Jahren stark verändert hat und dass ich insgesamt kritischer, aufmerksamer, emanzipierter und neugieriger geworden bin. Trotz allem vergeht für mich keine Adventszeit ohne Kitsch und da darf auch ein richtig guter romantischer Roman nicht fehlen. Was aber ist ein richtig guter und romantischer Roman? Meiner Meinung nach können (und sollen) auch Romane mit Happy End-Garantie hochwertig, intelligent, humorvoll und mit einem gewissen Anspruch an die Leserschaft geschrieben sein.
Debbie Macomber und Debbie Johnson, sowie Kerry Fisher oder auch Lucinda Riley machen dies in meinen Augen grandios und die Bücher von Gilles Legardinier sind ein wahrer Genuss. Fundierte Recherchen, starke, menschliche und sehr authentische Protagonistinnen und Protagonisten mit Stärken und Schwächen, Romantik, Drama, Tiefgang, Humor und eine in sich stimmige Handlung sind da in wirklich jedem Buch anzutreffen. Jenny Hale ist dies mit "Mein Weihnachtswunsch bist du" nicht immer ganz gelungen. Da finden sich nämlich sich widersprechende Aussagen, nicht wirklich stimmige Szenen, grosse Lücken, die sich in einem normalen Leben nie ergeben hätten, und, und... Zum Beispiel erbt Leah die Hälfte des Hauses ihrer Grossmutter und wird dann vor eine schwere Entscheidung gestellt, ihre Eltern aber lässt sie komplett aussen vor, bespricht sich nicht einmal mit ihnen, sie tauchen erst am Ende einmal auf und ich bin mir nicht einmal mehr sicher, ob Leahs Mutter oder Leahs Vater das Kind ihrer Grossmutter war, so unwichtig sind sie für das Geschehen. Auch wird über den Preis des Grundstücks verhandelt, das riesig sein muss, bei allem, was es beinhaltet und doch konnte ich es mir am Ende immer noch nicht richtig vorstellen, weil es der Autorin wohl nicht ganz so wichtig war und das Lektorat da auch nicht Einspruch erhoben hat.
Von solchen nicht wirklich falschen und nicht komplett unlogischen aber doch störenden Unstimmigkeiten wimmelt dieses Buch. Einige Mitleserinnen in der Leserunde taten diese Einwände mit "Es ist doch nur ein Liebesroman" ab. Aber muss das wirklich sein? Sind wir Leserinnen und Leser, die einfach einmal etwas fürs Herz wollen, so leicht zu bedienen? Müssen Bücher, die wir gerne lesen, wirklich seicht und eher realitätsfremd sein? Dürfen wir so einfach abgespiesen werden?
Versteht mich nicht falsch. Das Buch war in Ordnung. Das Ende hat gepasst, ein wenig Romantik und Kitsch kamen auf, es gab Schnee, Kinderlachen und ein schönes Weihnachtsfest, aber das reicht mir leider noch nicht ganz. Ich persönlich vermute, dass hier an der Recherchearbeit und am (inhaltlichen) Lektorat gespart worden ist, um dieses Buch schnell auf den Markt zu bringen und fühle mich diesbezüglich ein wenig hintergangen. So einfach möchte ich eigentlich nicht (mehr) mit Lesestoff beliefert werden.

Schreibstil und Handlung:
Die Sprache liest sich flüssig und humorvoll und so fliegt man beim Lesen nur so durch die Seiten. Mir fehlte vor allem am Anfang ein wenig Tiefgang und die Emotionen waren für mich nicht fassbar. Leah erzählt zum Beispiel viel von ihrer Trauer über den plötzlichen Verlust ihrer Nan. Ich bin normalerweise sehr schnell zu Tränen gerührt, aber das kam bei mir leider so gar nicht an (und war auch nicht der einzige Aspekt, der mich leider kaltgelassen hat).
Ansonsten hat mich das Buch gut unterhalten, sämtliche weihnachtlichen Klischees wurden bedient (inklusive dem ewig gestrigen und mittlerweile nicht mehr salonfähigen Bild der eigentlich ohne Mann total hilflosen Protagonistin und der Frauen, die "in der Küche stehen", während die Männer "arbeiten", wow, das liest sich noch schlimmer als im Buch, wenn ich es in Anführungszeichen setze) und ein glitzerndes Weihnachtsfest voller Lichterglanz und Wärme durfte auch nicht fehlen.
Insgesamt war mir das aber - wie gesagt - alles ein wenig zu seicht, zu konservativ und leider einfach zu wenig ausgereift. Sehr enttäuscht war ich dann aber vom Epilog. Der hätte gar nicht sein müssen. Im Gegenteil, die Autorin hätte sich diesen Teil der Geschichte besser für ein paar Folgebände aufgespart, da hätte man nämlich wirklich noch etwas aus der Erzählung herausholen können. Schade, da wurde einiges an inhaltlichem Potenzial verschenkt, wo es doch sprachlich am Ende wirklich super gepasst hat und die Weihnachtsstimmung perfekt war.

Mein Fazit:
Dieses Buch empfehle ich euch nicht. Nicht, weil es schlecht wäre oder zu wenig romantisch und nicht, weil die negativen Seiten überwiegen. Vielmehr verpasst ihr einfach nichts, wenn ihr dieses Buch nicht lest und da die Geschichte einfach ingesamt zu wenig ausgereift ist, greift ihr lieber zu einem anderen Buch aus diesem Genre, Auswahl gibt es ja genug

Zusätzliche Infos:
Titel: Mein Weihnachtswunsch bist du
Originaltitel: All I want for Christmas
Autorin: Als Jenny Hale mit der Schule fertig war, sagte eine ihrer Freundinnen: „Passt auf, eines Tages wird Jenny Bücher schreiben!“ Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Jenny nie darüber nachgedacht, Autorin zu werden. Doch manchmal können Freunde Sachen voraussehen, die man selbst nicht im Blick hat. Auch wenn sie nicht sofort mit dem Schreiben begann, hat damals dieser Kommentar den Stein ins Rollen gebracht und seither versüßt Jenny ihren Lesern mit ihren herzerwärmenden Romanen die Weihnachtszeit.
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Amerikanisches Englisch
Übersetzt von: Kerstin Ostendorf
Taschenbuch: 303 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe
Ersterscheinung: 28.09.2018
ISBN: 978-3-404-17746-2

Veröffentlicht am 19.03.2019

Ein grandioses Buch

HERKUNFT
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Herkunft - Saša Stanišić

Beschreibung des Verlages:
HERKUNFT ist ein Buch über den ersten Zufall unserer Biografie: irgendwo geboren werden. Und was danach kommt.
HERKUNFT ist ein Buch über meine Heimaten, ...

Herkunft - Saša Stanišić

Beschreibung des Verlages:
HERKUNFT ist ein Buch über den ersten Zufall unserer Biografie: irgendwo geboren werden. Und was danach kommt.
HERKUNFT ist ein Buch über meine Heimaten, in der Erinnerung und der Erfindung. Ein Buch über Sprache, Schwarzarbeit, die Stafette der Jugend und viele Sommer. Den Sommer, als mein Großvater meiner Großmutter beim Tanzen derart auf den Fuß trat, dass ich beinahe nie geboren worden wäre. Den Sommer, als ich fast ertrank. Den Sommer, in dem Angela Merkel die Grenzen öffnen ließ und der dem Sommer ähnlich war, als ich über viele Grenzen nach Deutschland floh.
HERKUNFT ist ein Abschied von meiner dementen Großmutter. Während ich Erinnerungen sammle, verliert sie ihre. HERKUNFT ist traurig, weil Herkunft für mich zu tun hat mit dem, das nicht mehr zu haben ist.
In HERKUNFT sprechen die Toten und die Schlangen, und meine Großtante Zagorka macht sich in die Sowjetunion auf, um Kosmonautin zu werden.
Diese sind auch HERKUNFT: ein Flößer, ein Bremser, eine Marxismus-Professorin, die Marx vergessen hat. Ein bosnischer Polizist, der gern bestochen werden möchte. Ein Wehrmachtssoldat, der Milch mag. Eine Grundschule für drei Schüler. Ein Nationalismus. Ein Yugo. Ein Tito. Ein Eichendorff. Ein Saša Stanišić.

Mein Bezug zu Bosnien:
Wie kann ich sagen, was Saša Stanišić mit seinem neuen Roman bei mir ausgelöst hat? Wie kann ich es sagen, ohne meinen Bezug zu Bosnien zu ausufernd zu erwähnen? Vielleicht gar nicht, deshalb zuerst einmal: Bosnien ist seit wenig mehr als acht Jahren das Land, aus dem die Liebe meines Lebens in die Schweiz gefunden hat. Bosnien sind Geschichtenerzähler, Gastarbeiter auf Dächern, Schwein am Spiess und die Frage "aber was isst du denn, wenn du kein Fleisch isst?". Bosnien sind unendlich schöne, weite, hügelige Landschaften, Dörfer, in denen Kirchen neben Moscheen stehen, in denen man Strafzettel umgeht, indem man dem Polizisten sagt, mit wem man verwandt ist. Bosnien, das ist eine nicht enden wollende Gastfreundschaft, eine Herzlichkeit, die meistens ehrlich ist, eine Melancholie, die nie vergeht, das sind gemeinsam gesungene Lieder und ganz viele Hochzeiten, das ist eine Grossmutter mit einer Harley in der Garage und einem Hund im Gitterkäfig, das sind viele Gebete, viele zerstörte und wenige wieder aufgebaute Häuser. Bosnien ist Andrić, es ist ein immer wieder gespaltenes und immer wieder (scheinbar) vereintes Land, ein Land, in dem die Menschen müde sind von denen, die etwas zu sagen haben, ein Land, das so viele Religionen, Lieder und Gerichte zu bieten hat, ein Land, in dem verstorbene Grossväter noch regelmässig ihren Stimmzettel ausfüllen, aber keine Steuern mehr bezahlen.

"Herkunft":
Die emotionale Verwirrung um die Herkunft eines Menschen, die Frage "Wessen bist du?", und die krampfhaft versuchte Zuordnungen zu irgendwelchen Stammbäumen kenne ich wohl genau deshalb (und eigentlich indirekt) sehr gut aus Bosnien, das mittlerweile ein wenig eine zweite Heimat für mich geworden ist. Aber "Heimat" ist nicht "Herkunft". "Heimat" ist da, wo die Menschen sind, die man liebt. "Herkunft" ist - vielleicht und unter anderem - wo Menschen, von denen man irgendwie abstammt, auf Friedhöfen liegen. Das sind Gräber, die man besucht und pflegt, an denen man einen Schnaps trinkt.
https://samtpfotenmitkrallen.blogspot.com/2013/06/dieses-buch-empfehle-ich-von-herzen.html
Und schon sind wir mitten in einer Rezension zu einem Buch angelangt, das mich tief berührt und immer wieder dazu gebracht hat, mich zu erinnern. Einem Buch des grossartigsten zeitgenössischen Erzählers aus dem Land, in dem das Erzählen erfunden wurde. Wie ich auf Saša Stanišić aufmerksam geworden bin? Ich denke, dass es der Bruder des Liebsten war (der mich auch mit der Liebe zu Andrić infiziert hat), der mich auf "Wie der Soldat das Grammofon reapariert" aufmerksam gemacht hat. Und auch wenn ich "Vor dem Fest" und "Fallensteller" (noch) nicht gelesen habe, wollte ich "Herkunft", ein weiteres Buch, das Bosnien thematisiert und vor allem das bisher persönlichste Buch Stanišićs ist, unbedingt lesen. Ein Buch, in dem sich Erinnerungen an eine Kindheit als Geflüchteter, an hart arbeitende Eltern, die ersten Geh- und Schreibversuche in einer neuen Sprache und die erste Liebe zu einer Frau aber vor allem auch ganz viele Ausflüge in die Vergangenheit, die Suche nach Antworten und viel bosnische Erzählkunst und Melancholie zu einem grossartigen Ganzen vereinen.

Meine Meinung:
Von den ersten Seiten an war ich mitten in der Geschichte, mitten in meinen und mitten in Stanišićs Erinnerungen und Erlebnissen und fühlte mich sofort verstanden. Ich bin immer noch begeistert und zwar nicht nur von dieser grossartigen Sprache, die niemanden kalt lässt, mit viel Liebe zu einem Land und dessen Leuten erzählt aber auch die Ernüchterung über die Machtlosigkeit gegenüber gewaltsamen Systemen durchscheinen lässt. Sondern auch von der Form dieses Buches, Tagebuch, Briefroman, Fantasy-Abenteuer (das zum Drachenhort führt) und Familienchronik zugleich, die mich den Hut ziehen lässt. Und Stanišić darf getrost ein Meister seines Fachs genannt werden, weil er es schafft, all diese Elemente zu verknüpfen und trotzdem authentisch zu bleiben. Nichts wirkt aufgesetzt oder konstruiert, vielmehr werden einfach alle Möglichkeiten, die "Sprache" zu bieten hat, ausgereizt. Und was dabei resultiert ist "Herkunft", ein Roman, der von Herkunft, aber auch von Heimat erzählt, eine Familienchronik, die sich über einige Generationen und Orte erstreckt, eine Liebesgeschichte an ein Land, das vieles durchmachen musste und noch nicht ganz über dem Berg ist (und wie es mit Liebesgeschichten so ist, sind sie nicht immer nur glücklich und unbeschwert) und eine Sprache, die einem den Boden unter den Füssen entzieht, die nach Luft schnappen lässt, zum Weinen und Lachen bringt, zum Nachdenken anregt und ganz viel Zartheit und Kraft vereint und von der ich nie genug bekommen werde.

Inhalt und Sprache:
"Herkunft" ist geschrieben in einer Sprache, die mit Liebe erzählt, reich an Bildern und Metaphern ist und nichts mehr von den Anstrengungen beinhaltet, die nötig waren, sie zu erlernen. Vielmehr sind da nun Dankbarkeit und das Wissen um das Geschenk der Sprache und somit der Kommunikation und eine fahle Erinnerung an das Gefühl, sich nicht ausdrücken zu können, nicht verstanden zu werden. In "Herkunft" erzählt Stanišić von seiner Familie, seiner dementen Grossmutter, die ihn stets zärtlich "mein Esel" oder "meine Sonne" nennt, seinen Eltern, die alles aufgeben mussten und ein neues Leben gefunden haben, seinen Mitschülern und einer Gruppe Jugendlicher an einer Tankstelle, die zu einer zweiten Familie geworden sind. Besonders berührt haben mich übrigens neben den Erzählungen von liebevollen und kostbaren Erinnerungen und Begegnungen mit seiner Grossmutter die kurzen Sequenzen, in denen Stanišić von seiner Flucht erzählt. Gemeinsam mit seiner Mutter ist er nach Deutschland geflüchtet, während der Vater noch in der Heimat bleiben und sich um seine Mutter kümmern wollte. "Herkunft" lebt aber nicht nur von Erinnerungen, sondern auch von Leerstellen, welche diese Dinge nicht sagen, die man nicht sagen kann, die von einem Minenfeld, einer Narbe am Oberschenkel und vielen Soldaten erzählen würden, wenn sie könnten.
Und immer wieder geht es in Gedanken zurück zur Grossmutter, der einzigen Verwandten, die in Višegrad geblieben ist und so zugleich für die Vergangenheit steht und für ein Land, das nun ein neues Land, ein Dorf, das nun ein anderes Dorf ist. Was in "Wie der Soldat das Grammofon repariert" die Drina ist, die von alten Märchen erzählt, den Krieg überdauert hat (und viele Kriege zuvor) und nach dem Krieg alles reinwäscht und wie eine Festung, ein Mahnmal in der Landschaft fliesst, ist nun die Grossmutter, welche die Fäden der Familienchronik zusammenhält und doch langsam und unaufhaltsam vergisst und die von Stanišić, dem ewigen Erzähler, 2018 besucht wird. "Herkunft" ist ein Festhalten an Erinnerungen, an Menschen, an Vergangenem, eine Suche nach Wurzeln und Antworten und ein sehr persönliches, bewegendes, kluges und faszinierendes Buch.

Meine Empfehlung:
Saša Stanišić hat sich selber übertroffen und mit "Herkunft" ein Buch geschrieben, das auf den Punkt bringt, wie schwer es sein kann, sich und seine eigene Geschichte und die vielen Facetten der eigenen Herkunft zu ergründen, sich zwischen den Welten zu fühlen, stets auf der Suche, nie angekommen und doch glücklich zu sein und weil sich dies so berührend und spannend und charmant und so wundervoll melancholisch liest, empfehle ich euch dieses Buch von Herzen weiter.

Zusätzliche Infos:
Titel: Herkunft
Autor: Saša Stanišić wurde 1978 in Višegrad (Jugoslawien) geboren und lebt seit 1992 in Deutschland. Sein Debütroman »Wie der Soldat das Grammofon repariert« wurde in 31 Sprachen übersetzt. Mit »Vor dem Fest« gelang Stanišić erneut ein großer Wurf; der Roman war ein SPIEGEL-Bestseller und ist mit dem renommierten Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet worden. Für den Erzählungsband »Fallensteller« erhielt er den Rheingau Literatur Preis sowie den Schubart-Literaturpreis. Saša Stanišić lebt und arbeitet in Hamburg.
Hardcover mit Schutzumschlag: 360 Seiten
Sprache: Deutsch
Verlag: Luchterhand
Erschienen am: 18. März 2019
ISBN: 978-3-630-87473-9

Weiterführende Literatur aus und über Bosnien:
Wesire und Konsuln - Ivo Andrić
Die Brücke über die Drina - Ivo Andrić
Das Fräulein - Ivo Andrić
Der verdammte Hof - Ivo Andrić
Die verschlossene Tür - Ivo Andrić
Lyrik und lyrische Prosa/Ex Ponto - Ivo Andrić
Wie der Soldat das Grammofon repariert - Saša Stanišić
Der Derwisch und der Tod - Meša Selimović
Lazarus - Aleksandar Hemon
Lodgers - Nenad Veličković (Englisch)

Veröffentlicht am 15.03.2019

Atemlose Spannung

Ausgelöscht
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Ausgelöscht - Cody McFadyen

Reiheninfos:
1. Die Blutlinie
2. Der Todeskünstler
3. Das Böse in uns
4. Ausgelöscht
5. Die Stille vor dem Tod

Beschreibung des Verlages:
Der Tod war bei dir, und du wünschst, ...

Ausgelöscht - Cody McFadyen

Reiheninfos:
1. Die Blutlinie
2. Der Todeskünstler
3. Das Böse in uns
4. Ausgelöscht
5. Die Stille vor dem Tod

Beschreibung des Verlages:
Der Tod war bei dir, und du wünschst, er hätte dich nicht am Leben gelassen ...
»Ich habe ein Geschenk für dich, Special Agent Barrett.«
Smoky Barrett sieht von ihrem Handy auf. Die anderen Hochzeitsgäste blicken auf das Brautpaar vor dem Altar. Motorenheulen durchbricht die Stille. Ein Lieferwagen hält vor der Kirche, und eine Frau wird auf die Straße gestoßen. Ihr Kopf ist kahl geschoren; sie trägt ein weißes Nachthemd. Sie taumelt auf den Altar zu, fällt auf die Knie und stößt einen lautlosen Schrei aus. Smoky findet heraus, dass die Frau vor sieben Jahren verschwunden ist. Sie kann nicht über das reden, was ihr zugestoßen ist: Jemand hat eine Lobotomie an ihr durchgeführt und die Nervenbahnen ihres Gehirns durchschnitten. Sie ist nicht tot, vegetiert aber als leblose Hülle vor sich hin. Es wird weitere Opfer geben.
Mit dem mittlerweile vierten Fall für FBI-Agentin Smoky Barrett entführt Cody McFadyen den Leser erneut in die Tiefen menschlicher Abgründe.

Meine Meinung:
"Das Böse in uns", der dritte Band der Reihe um Smoky Barrett, war mein erstes Buch von Cody McFadyen und hat Lust auf mehr gemacht, weshalb ich nun zu "Ausgelöscht", dem vierten Band der Reihe gegriffen habe, weil der praktischerweise schon bei mir auf dem SuB lag
Mit "Ausgelöscht" hat sich McFadyen definitiv selbst übertroffen und vor allem mit viel psychologischer Spannung, Logik, einer Ermittlung, bei der man sehr viele Einblicke in die einzelnen Arbeitsschritte gewinnen kann, und einer sehr persönlichen Verwicklung von Smoky Barrett für ein in sich stimmiges und packendes Buch gesorgt. Nun werde ich die ersten beiden Bände der Reihe definitiv nicht mehr lesen, weil ich erstens einmal schon genug von der Vorgeschichte erfahren habe und zweitens nicht denke, dass diese beiden Bände "Ausgelöscht" toppen können.

Schreibstil und Handlung:
Wie schon im Vorgängerband überzeugt Cody McFadyen mit einem Schreibstil, der sehr brutal und nüchtern zugleich beschreibt, der packt ohne mit billigen Tricks, wie plakativen Cliffhangern, auskommt und vor allem für viele Gänsehautmomente sorgt. Wie sich unschwer erkennen lässt, gerät die FBI-Agentin Barrett in jedem Band ins Visier von verschiedenen Serienkillern, was natürlich eigentlich komplett unrealistisch ist, aber genau deshalb dafür sorgt, dass man sich beim Lesen besonders gut einfühlen kann und um so mehr mitfiebert, weil die Protagonistin immer wieder in Gefahr gerät.
Von der Handlung her bin ich mir ziemlich sicher, dass ich selten einen ausgeklügelteren Thriller gelesen habe. Nicht nur ist viel Recherchearbeit im medizinischen Bereich und rund um das Thema Internetkriminalität geleistet worden, es werden auch die unvorhersehbarsten Wendungen passend eingebunden und so folgt Überraschung auf Überraschung und stets, wenn eine Figur sich wieder in Sicherheit wiegt oder eine neue Erkenntnis zu einem Durchbruch führt, passiert wieder etwas, das alles überschattet und ganz neue Reaktionen fordert.

Meine Empfehlung:
"Ausgelöscht" enthält natürlich Spoiler zu den Vorgängerbänden, gerade bei Krimi- und Thrillerreihen stört mich allerdings gar nie und ich bin der Meinung, dass man diese Bücher eher unabhängig voneinander lesen kann, weshalb ich euch - sofern ihr denn starke Nerven habt und auf viel atemlose Spannung aus seid - "Ausgelöscht" sowohl als Einzelband, als auch die Reihe als Ganzes sehr gerne weiterempfehle.

Zusätzliche Infos:
Titel: Ausgelöscht
Originaltitel: Abandoned
Autor: Cody Mcfadyen wurde 1968 in Fort Worth, Texas (USA) geboren. Er wuchs in mehr als einfachen Verhältnissen auf, fühlte sich in der Schule unterfordert und interessierte sich bereits in seiner Kindheit für das Schreiben. Mit 16 Jahren brach Cody Mcfadyen seine High-School-Ausbildung ab und widmete sich sozialer Arbeit für Drogenabhängige und unterstützte Selbsthilfegruppen. Er unternahm als junger Mann mehrere Weltreisen und arbeitete danach in den unterschiedlichsten Branchen z.B. als Webdesigner, bis er sich mit 35 vollständig dem Schreiben hingab. Mit 37 Jahre erfand er die Protagonistin seiner sensationell erfolgreichen Thriller-Reihe - Smoky Barrett MEHR ERFAHREN
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Amerikanisch
Übersetzt von: Angela Koonen und Dietmar Schmidt
Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe
Ersterscheinung: 14.10.2011
ISBN: 978-3-404-16581-0

Veröffentlicht am 08.03.2019

Fesselnd und sehr unterhaltsam

Die Frauen von Troja
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Dieses Rezensionsexemplar aus dem Goldmann-Verlag hat mich via Bloggerportal erreicht.

Die Frauen von Troja, Tochter des Meeres - Emily Hauser

Reiheninfos:
1. Tochter des Sturms (Troja 1)
2. Tochter ...

Dieses Rezensionsexemplar aus dem Goldmann-Verlag hat mich via Bloggerportal erreicht.

Die Frauen von Troja, Tochter des Meeres - Emily Hauser

Reiheninfos:
1. Tochter des Sturms (Troja 1)
2. Tochter des Meeres (Troja 2)
3. Tochter des Himmels ( Troja 3)

Beschreibung des Verlages:
Vor dreitausend Jahren tobte ein Krieg, der die damalige Welt in ihren Grundfesten erschütterte: Der Trojanische Krieg hat viele Helden hervorgebracht. Hier erzählen die Frauen von Troja die Legende aus ihrer Sicht.
Dies ist die Geschichte von Atalante. Das junge selbstbewusste Mädchen ist eine geschickte Jägerin und schnelle Läuferin. Als Mann verkleidet gelingt es ihr, sich Jason und den Argonauten anzuschließen. Gemeinsam mit ihnen begibt sie sich auf eine lange Reise auf der Suche nach dem Goldenen Vlies, dem magische Kräfte nachgesagt werden. Als Jason jedoch hinter Atalantes Täuschung kommt, will er sie töten lassen. Doch Hippomenes rettet Atalante. Fortan sind beide untrennbar miteinander verbunden ...

Meine Meinung:
Schon beim Lesen des ersten Bandes dieser Trilogie wusste ich, dass ich unbedingt noch mehr lesen und erfahren wollte von den mutigen Frauen, deren spannendes Schicksal den Geschichtsschreibern manchmal ein wenig durch die Lappen gegangen ist/geht und das Emily Hauser nun gekonnt und mithilfe vieler Gelehrter, Quellen und auch ein wenig Fantasie so packend zum Leben erweckt hat. Besonders gut gefallen haben mir dabei die unterschiedlichen Sichtweisen, aus denen die Geschichte erzählt worden ist. Einerseits sehen wir die Götter, die sich auf dem Olymp ein manchmal ziemlich langweiliges Leben mit einigen Kriegen, Unwetter und Romantik versüssen wollen und andererseits ist da die Geschichte einer Frau (oder wie im ersten Band mehrerer Frauen), die sich stark, mutig und klug für sich und ihre Rechte, für das, was ihr eigentlich zusteht, für ihre grosse Liebe und/oder für die Herrschaft über ein Reich einsetzt.
Dieser gekonnt gewobene Teppich aus historischen Fakten, Mythologien, Emanzipation und vor allem einer intelligenten, packenden Sprache und viel Fantasie, macht auch diesen zweiten Band der Trilogie zu einem Lesegenuss.

Schreibstil und Handlung:
In diesem zweiten Band der Trilogie, der sich übrigens komplett unabhängig vom ersten Band lesen lässt, weil die Figuren (abgesehen natürlich von dern Göttern auf dem Olymp) nicht wieder vorkommen und die Schwerpunkte ganz anders gesetzt werden als im vorherigen Band, wird die junge Atalante ins Zentrum gestellt.
Kurz vor ihrer Volljährigkeit erfährt sie, dass sie gar nicht die Tochter ihrer Eltern, sondern vielmehr von ihrem jetzigen Ziehvater im tiefsten Winter auf einem Berg gefunden worden ist. Mutig macht sie sich auf die Suche nach der Geschichte ihrer Herkunft und ihrer Familie und stürzt sich alsbald in ein gefährliches Abenteuer, das sie überhaupt erst antreten kann, indem sie sich als Mann ausgibt und so der Besatzung der legendären Argo auf hohe See folgt, wo sie das Leben von Hippomenes rettet aber kurz darauf enttarnt wird. Was gilt das Leben einer Frau, die zwar schneller läuft und besser zielt, als jeder Mann, wenn es sie an Bord eines Schiffes gar nicht geben dürfte?
Einfühlsam, spannend und sehr unterhaltsam erzählt Emily Hauser von einer jungen Frau, die um keine Antwort verlegen ist und alles dafür tut, um an das ihr zustehende Erbe zu kommen. Besonders beeindruckend sind das noch detailliertere Quellen- und Literaturverzeichnis. Jede Figur und jeder Ort, sowie zahlreiche Hintergrundinformationen werden aufgelistet und zeugen von der umfassenden Recherchearbeit der Autorin, der es gelungen ist, fast ganz vergessene Frauenschicksale modern und authentisch zugleich zu beleuchten.

Meine Empfehlung:
Sehr gerne empfehle ich euch auch diesen zweiten Band der Trilogie weiter, den ich fast noch ein wenig lieber gelesen habe als den ersten Band, weil ein grosses Abenteuer auf See, eine sehr junge und kluge Protagonistin und ein packender Schreibstil für viel Spannung und Unterhaltung, sowie vielschichtige Einblicke in historische Ereignisse sorgen.

Zusätzliche Infos:
Titel: Die Frauen von Troja, Tochter des Meeres
Originaltitel: For The Winner
Autorin: Emily Hauser wurde in Brighton geboren und ist in Suffolk aufgewachsen. Sie hat in Cambridge und Harvard Altphilologie studiert und in Yale promoviert. In ihrer Trilogie über die Frauen von Troja erzählt sie den großen Mythos des Trojanischen Kriegs in moderner Sprache und aus weiblicher Sicht.
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Übersetzt von: Sonja Hauser
Paperback, Klappenbroschur: 432 Seiten
Verlag: Goldmann
Erschienen am: 21. Januar 2019
ISBN: 978-3-442-48503-1

Veröffentlicht am 05.03.2019

Weniger Wohlfühlfaktor aber insgesamt sehr unterhaltsam und leicht

Der fabelhafte Geschenkeladen
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Dieses Rezensionsexemplar aus dem Verlag Blanvalet hat mich via Bloggerportal erreicht.

Reiheninfos, Valerie Lane-Reihe:
1. Der kleine Teeladen zum Glück
2. Die Chocolaterie der Träume
3. Der zauberhafte ...

Dieses Rezensionsexemplar aus dem Verlag Blanvalet hat mich via Bloggerportal erreicht.

Reiheninfos, Valerie Lane-Reihe:
1. Der kleine Teeladen zum Glück
2. Die Chocolaterie der Träume
3. Der zauberhafte Trödelladen
4. Das wunderbare Wollparadies
5. Der fabelhafte Geschenkeladen

Der fabelhafte Geschenkeladen - Manuela Inusa

Beschreibung des Verlages:
Eine Straße zum Verlieben – in der Valerie Lane werden Herzen erobert und Träume wahr ...
Orchid liebt ihren kleinen Geschenkeladen, mit dem sie sich ihren Lebenstraum erfüllt hat. In Orchid’s Gift Shop gibt es alles, was das Herz begehrt, wie wunderbare Düfte, Badeperlen und selbstgemachte Kerzen. Doch das größte Geschenk, das Orchid anderen gibt, ist ihre Zeit. Immer gut gelaunt hat sie stets ein offenes Ohr für jedermann. Nur ein Mensch vertraut sich ihr nicht an, und das ist ausgerechnet Orchids Freund Patrick. Schon länger scheint es in der Beziehung zu kriseln, doch selbst ihre besten Freundinnen wissen keinen Rat. Und als Orchid endlich beschließt, Patrick vor die Wahl zu stellen, erfährt sie etwas, das sie nie für möglich gehalten hätte …

Meine Meinung:
Nachdem mir der Vorgängerband leider ein paar Schwächen zu viel hatte, war ich schon sehr gespannt auf Orchids Geschichte und den Geschenkeladen. Orchids romantische Situation hat nämlich bereits in den Vorgängerbänden immer mal wieder für Gesprächsstoff gesorgt, weshalb ich natürlich nun sehr gespannt war, wie sich die Dinge in "ihrem" Band entwickeln würden.
"Der fabelhafte Geschenkeladen" hat mir wieder viel besser gefallen, was sich aber seit dem letzten Band bei mir eingeschlichen hat, ist ein wenig Distanz zu den Protagonistinnen. Mich stört es nicht unbedingt, da ich solche eher romantischen Lektüren mit Wohlfühlfaktor eher als "Lesesnacks" zum Abschalten und für unterwegs mag und ab und an als Abwechslung zu sehr intensiven Büchern lese, um mich ein wenig unterhalten zu lassen. Es wirkt bei diesem Band aber so, als hätte dieses Buch sehr schnell geschrieben werden müssen, der Wohlfühlfaktor fehlt zuweilen und leider werden auch die Freundschaften nicht mehr so sehr ins Zentrum gerückt wie in den Vorgängerbänden, was mir immer sehr gut gefallen hat. Was ich beim Lesen aber wirklich geniessen konnte, waren so kleine Details, wie die spannende Stadtführung oder den liebevoll ausgestatteten Geschenkeladen und - wer könnte da widerstehen - die neugierig machenden Kreationen aus Keiras Chocolaterie (sowie generelle Keiras Liebe für ihren Beruf, der in ihrem Fall definitiv eine Berufung ist und in allen Bänden für Heisshungerattacken meinerseits sorgte), die ich wirklich sehr gerne einmal probieren würde. Ausserdem haben die Familiensonntage bei Orchids Eltern sehr authentisch und gemütlich gewirkt und da war der Wohlfühlfaktor dann auch wieder da.

Sprache und Handlung:
Auch in diesem Band kann ich die Sprache nur loben. Es gelingt Manuela Inusa sehr gut, modern, leicht, humorvoll und sehr detailliert beschreibend zu erzählen. Ja, der Wohlfühlfaktor war nicht mehr so intensiv wie bei Laurie oder Keira, aber die sehr leichte und lockere Sprache sorgt für einen sehr angenehmen Lesefluss und vor allem auch für einige wirklich humorvolle Momente.
In diesem Band wird es so richtig romantisch und auch wenn es nicht mehr sehr realistisch zugeht, was aber bei dem Genre oft passiert und grundsätzlich nicht stört, waren da doch noch ein paar überraschende Wendungen dabei, mit denen ich nicht gerechnet hätte und die dafür gesorgt haben, dass nicht alles vorhersehbar war und dass ich vor allem gut unterhalten wurde.
Auch dieser Band liest sich schnell, es wird warm ums Herz und ich bin ernsthaft gespannt, wie Manuela Inusa ihre (voraussichtlich) letzte Rückkehr in die Valerie Lane gestalten wird, da sich zwischen diesem und dem nächsten Band in der Handlung ein paar Jahre und viele Lebensereignisse befinden werden und ich hoffe einfach ganz fest, dass ich noch einmal mit wirklich viel Freundschaft und auch ein wenig Tiefgang belohnt werde. Den letzten Band möchte ich mir nämlcih auch gönnen.

Meine Empfehlung:
Ich empfehle euch nicht einfach dieses Buch, sondern natürlich die Reihe und zwar vor allem dann, wenn ihr nach leichter Unterhaltung mit Romantik und ein wenig Kitsch sucht und wenn ihr gerne in die Leben verschiedener Ladenbesitzerinnen blickt und dabei auch auf eine liebevolle Aufmachung achtet und euch über Rezepte, Geschenkideen und Pflegetipps für alte Bücher und andere Flohmarktschätze freut.

Zusätzliche Infos:
Titel: Der fabelhafte Geschenkeladen
Autorin: Manuela Inusa wurde 1981 in Hamburg geboren und wollte schon als Kind Autorin werden. Kurz vor ihrem dreißigsten Geburtstag sagte die gelernte Fremdsprachenkorrespondentin sich: »Jetzt oder nie«! Nach einigen Erfolgen im Selfpublishing erscheinen ihre aktuellen Romane bei Blanvalet und verzaubern ihre Leser. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann und ihren beiden Kindern in einem idyllischen Haus auf dem Land. In ihrer Freizeit liest sie am liebsten Thriller und reist gerne, vorzugsweise nach England und in die USA. Sie hat eine Vorliebe für englische Popmusik, Crime-Serien, Duftkerzen und Tee.
Taschenbuch, Broschur: 352 Seiten
Verlag: Blanvalet
Erschienen am: 18. Februar 2019
ISBN: 978-3-7341-0682-8