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Veröffentlicht am 09.12.2019

Grandiose und lesenswerte Sammlung von Texten

Königin im Dreck
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Inhalt:
"über die lippen dieser leute wird
keine einzige klage kommen. ihre
psycho-geschichten intressieren
mich nicht. mich intressiert:
was macht eine königin im dreck?

rms

Bei einer Sammlung von verschiedenen ...

Inhalt:
"über die lippen dieser leute wird
keine einzige klage kommen. ihre
psycho-geschichten intressieren
mich nicht. mich intressiert:
was macht eine königin im dreck?

rms

Bei einer Sammlung von verschiedenen Schriften eines Autors ist klar, dass es keine fortlaufende Handlung gibt. Vielmehr sind die einzelnen Texte Betrachtungen, Gedanken und Erklärungen und wie der Untertitel es schon sagt "Texte zur Zeit". Was sich jedoch überall finden lässt, sind liebevoll ausgeschmückte und sehr zugespitzte Berichte und die sich fast durch die ganze Sammlung durchziehende konsequente Kleinschreibung Schernikaus. Die Fragestellungen, welche der Autor uns so provokativ und ironisch vor die Füsse wirft, zeigen Gedankengut und Haltung von Menschen mit unterschiedlichsten Ansichten und politischen Prägungen auf. In erster Linie geht es aber um seine Haltung und seine Betrachtungen zu Politik und Kultur. Es geht um seine Literatur und Literatur, die er mag, um Künstler, welche ihn faszinieren und um Themen, die ihn täglich beschäftigen. So wundert es nicht, dass er dem Thema AIDS gegenüber fast einen nüchternen und teilweise sehr ironischen Charakter behält. Was so gross, unbekannt und angsteinflössend ist, lässt sich vortrefflich mit Humor ertragen. Hintergrundinformationen wie Gespräche mit Ärzten und Patienten ermöglichen einen genaueren Alltag in das Leben eines Erkrankten und die damalige Haltung gegenüber Betroffenen Menschen. Aber auch der Frage nach dem Brötchen im Sozialismus geht Schernikau mit Witz und Rafinesse nach. So beschreibt er zum Beispiel den Unterschied zwischen Grossbäckereien und Familienbetrieben und schafft es auch dort, seine politische Haltung in die Geschichte eines Brötchens zu legen. Ausserdem erklärt er uns die verschienen Schlagertypen der DDR und bringt uns die Interpreten dieser musikalischen Gattung näher. Ich muss zugeben, dass ich einige Male ein wenig recherchieren musste, um zu verstehen, von welchen Leuten Schernikau schreibt und welche Vergleiche er ins Feld führt. Da ich Jahrgang 1992 habe und aus der Schweiz stamme wird mir dies wohl jedoch niemand verübeln.

Meine Meinung:
Es schien mir bei der Lektüre des Buches so, als würde Schernikau in erster Linie für sich und nicht für das Publikum schreiben. Als würde er Tagebuch schreiben und seine eigenen Gedanken festhalten und als sei es ihm dann egal, ob jemand ihm dabei noch über die Schultern blicken würde, oder nicht. Aber genau dieser Stil scheint mir vom Autor gewollt zu sein und wohl auch darin liegt die grosse Faszination, welche die Texte auf mich ausübten. Die provokativen Haltungen, die klar dargelegten Meinungen und die sehr ehrlichen Hintergrundberichte zeugen von einer starken Persönlichkeit, welche trotzdem mit Ängsten und Problemen des täglichen Lebens hadert und sich dabei einen eigenen Lebensstil zurechtbiegen will und dies wahrscheinlich auch schafft. Jahre nach seinem Tod fasziniert und berührt der Autor auf altbewährte Weise und die liebevolle Auswahl der Texte durch Thomas Keck bildet ein fein durchkomponiertes Gesamtkunstwerk.

Fazit:
Ein lesenswertes Stück Kunst welches Ansprüche an den Leser stellt und sich trotzdem sehr flüssig und in bekömmlichen Portionen lesen lässt. Von der Auwahl her ist für alle etwas dabei und darum empfehle ich das Buch auch allen, welche sich durch diese Rezension angesprochen fühlen.

  • Cover
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 08.12.2019

WIchtiges und kluges Nachschlagewerk

Anleitung zum Widerspruch
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Inhalt:
Wie behauptet man sich in einer Diskussion, in der mit hetzerischen Aussagen um sich geworfen wird? Mit Fakten. Aber nur, sofern es sich denn überhaupt lohnt, sich in auf die Diskussion einzulassen. ...

Inhalt:
Wie behauptet man sich in einer Diskussion, in der mit hetzerischen Aussagen um sich geworfen wird? Mit Fakten. Aber nur, sofern es sich denn überhaupt lohnt, sich in auf die Diskussion einzulassen. Welche Diskussionen sinnvoll sind, wie man respektvoll seine Meinung sagt, äussert, dass man eine Aussage so nicht stehen lassen kann und sich vor allem auch einbringt, wenn man sieht, wie jemand anderes in einer Diskussion plötzlich unfair angegangen wird, darüber schreibt Franzi von Kempis in den ersten Kapiteln ihrer "Anleitung zum Widerspruch". Und die Fakten, die liefert von Kempis gleich nach und zwar in übersichtlichen Abschnitten, die auf verschiedenste Aussagen zu bestimmten aktuellen Themen eingehen. Am Ende eines jeden Abschnitts werden die wichtigsten Punkte noch einmal zusammengefasst um am Schluss des Buches findet sich ein sehr ausführliches Register mit Nachweisen und weiterführender Literatur, das Lust macht, gleich noch ein wenig zu stöbern.

Meine Meinung:
Informativ und äusserst übersichtlich gestaltet ist dieses Buch ein guter Anfang, um sich eingehend mit einigen wichtigen und aktuellen (Streit-)Themen der heutigen Zeit auseinanderzusetzen. Wenn auch das Buch sich sehr stark auf Deutschland bezieht, sind vor allem die Kapitel, in denen die Themen "Islamfeindlichkeit", "Sexismus" und "Impfgegner" vorgestellt werden, sehr allgemein gehalten und bieten viele interessante Anregungen und Anleitungen zur Diskussion.
Diverse Infokästen, in denen einzelne Themengebiete noch detaillierter betrachtet werden, prägnante Zusammenfassungen am Ende eines jeden Kapitels und viele Querverweise auf andere Themen, Literatur und Quellen machen dieses Buch zu einem Nachschlagewerk, das nicht von vorne nach hinten gelesen werden muss, sondern immer auch wieder dazu einlädt, querzulesen, vor- oder zurückzublättern und sich so nach und nach einen Überblick zu verschaffen.
Mir persönlich kamen - aufgrund der genauen Auflistung der möglichen Argumentationsschritte - insgesamt zu viele Wiederholungen vor und ausserdem habe ich ausgerechnet in einem der letzten Abschnitte einige diskriminierende Äusserungen gefunden. So wird im Abschnitt, in dem es um Transsexualität geht - im weitesten Sinne werden in diesem Abschnitt Argumente gegen die Theorie, Frauen und Männer würden von Feministinnen gleichgemacht, aufgelistet - von einer "Umoperation" und nicht von einer "angleichenden" Operation gesprochen, was betroffene Menschen zu Recht als äusserst beleidigend empfinden. Das darf einer angesehenen Journalistin einfach nicht passieren, zumal sie ansonsten stets äusserst fundiert berichtet und mit allerlei Expertinnen und Experten zusammengearbeitet hat um ihre Informationen zu sammeln.
Auch habe ich nicht allen Theorien und Ideen etwas abgewinnen können, respektive fand ich einige Themen ein wenig arg an den Haaren herbeigezogen. Oder gibt es wirklich noch Leute, die an Chemtrails glauben? Abgesehen davon habe ich aber nur Lob für dieses Buch.

Meine Empfehlung:
Von mir also gibt es eine herzliche Empfehlung für dieses wichtige Buch, das fundiert, klug, klar und verständlich informiert und aufklärt. Es zeigt nicht nur Argumente auf, sondern auch, wie man sie geschickt und respektvoll aufbaut und in eine Diskussion einbringt und es verweist auf weitere Literatur, die sich im Anhang fein säuberlich aufgelistet findet.

Veröffentlicht am 03.12.2019

Die Schafe ermitteln wieder, humorvoll, poetisch und melancholisch

Garou
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Inhalt:
Es ist Winter geworden in Frankreich und gemeinsam mit ihrer Schäferin Rebecca erleben die Schafe von Glennkill hautnah mit, dass scheinbar ein Werwolf sein Unwesen in den Wäldern nahe des geheimnisvollen ...

Inhalt:
Es ist Winter geworden in Frankreich und gemeinsam mit ihrer Schäferin Rebecca erleben die Schafe von Glennkill hautnah mit, dass scheinbar ein Werwolf sein Unwesen in den Wäldern nahe des geheimnisvollen Schlosses treibt. Die Schafe beginnen mit ihren Ermittlungen und bemerken bald, dass sie dieser Sache nur geschlossen als Herde und mit viel Köpfchen und Mut begegnen können. Einige Dinge scheinen nämlich wirklich sehr seltsam: Die sehr blutig im weissen Schnee drapierten Rehe, die geheimnisvoll vor sich hin quakenden Menschen - insbesondere der Schlossherr, der Gesichter macht - und die zerfetzten roten Kleidungsstücke ihrer Schäferin. Zum Glück verstehen die Ziegen auf der Nachbarweide das Quaken der Menschen und können auch sonst mit einigen Tipps und Tricks weiterhelfen, wo die Schafe im Dunkeln tappen.

Meine Meinung:
Vielleicht erinnert ihr euch noch an meine begeisterte Rezension zu "Glennkill", das ich vor ein wenig mehr als drei Jahren gelesen habe. Deshalb habe ich sofort zugegriffen, als ich vor einigen Monaten dann auch noch "Garou" auf einem Büchertisch gratis zum Mitnehmen vorfand und ich kann euch jetzt schon verraten, dass ich hin und weg war von dieser Fortsetzung. Zuerst einmal hat mir das Setting sehr gut gefallen: ein einsam gelegenes Schloss in Frankreich, ein Wald und eine Schaf-, sowie eine Ziegenweide. Sonst gibt es nur ein paar Anwohner, aber ansonsten bleibt alles sehr einsam, still und auch ein wenig unheimlich. Die Ruhe währt aber - klar - nur kurz und ein paar richtiggehend zerfetzte Rehe liegen plötzlich im weissen Schnee. Weiter hat mich überzeugt, wie die Schafe wieder die Ermittlungen übernehmen und dies sogar mit der aussergewöhnlich originellen Hilfe einer Ziegenherde. Es herrscht zwar eine spezielle Hass-Liebe zwischen den beiden Herden, aber schnell merken die Schafe, was sie alles von den Ziegen lernen können und umgekehrt. Enorm witzig, klug, poetisch und sprachgewandt wird hier eine Geschichte erzählt, in der die Franzosen Menschen sind, die in den Ohren der die Englische Sprache gewohnten Schafe "quaken", in der es einen Schlossherr gibt, der Gesichter machen kann, in der aber auch Menschen auftauchen, die Rehe jagen und die einen Garou in sich tragen.

Schreibstil:
Man stelle sich vor, man sei ein Schaf...schwierig, oder nicht? Aber es gelingt Leonie Swann auch in diesem Buch, sich mit viel Feingefühl, äusserst humorvoll und ein wenig philosophisch in ein Schaf hineinzuversetzen. Dinge, die für uns Menschen selbstverständlich sind, würden Schafe also ganz anders "benennen". Dinge, die für Schafe selbstverständlich sind, nämlich, wie man grast oder auch, dass man Zigarettenstummel nicht essen sollte, erscheinen den Menschen im Buch nicht wirklich als logisch. Anders als im Erstling der Autorin kommt in Garou eine ganz andere Stimmung auf. Die ist nicht düster, sondern melancholisch. Der Winter ist da, der Tod greift um sich und so tragen die Schafe nicht nur Vorfreude auf den nahenden Frühling, sondern auch einige Gedanken um das eigene Sterben und Vergehen mit sich. Vor allem die inneren Monologe des Leitwidders, des Winterlamms oder auch des Garous haben wir diesbezüglich wirklich sehr gut gefallen. Schade, dass bisher kein weiterer Schafskrimi der Autorin erschienen ist, ich würde das Buch sofort verschlingen. Nun werde ich mir halt bald die anderen beiden Krimis gönnen, die Leonie Swann in der Zwischenzeit geschrieben hat.

Meine Empfehlung:
Sehr gerne empfehle ich euch auch den zweiten Schafskrimi von Leonie Swann weiter. Ich bin mir aber sicher, dass es sehr sinnvoll ist, zuerst "Glennkill" und dann erst "Garou" zu lesen. Schliesslich hat die Herde in der Zwischenzeit eine grosse Entwicklung durchgemacht.

Veröffentlicht am 01.12.2019

Zum Nachdenken anregend

Der Papalagi
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Inhalt:
Papalagi ist ein aus dem Samoanischen stammendes Wort, welches übersetzt etwa "der Himmelsdurchbrecher" oder auch "der Fremde" oder "der Weisse" bedeuten kann. "Himmelsdurchbrecher" soll davon ...

Inhalt:
Papalagi ist ein aus dem Samoanischen stammendes Wort, welches übersetzt etwa "der Himmelsdurchbrecher" oder auch "der Fremde" oder "der Weisse" bedeuten kann. "Himmelsdurchbrecher" soll davon kommen, dass die Weissen bei der Erforschung von Samoa mit einem Segelboot (wobei den Bewohnern das Segel direkt aus dem Himmel kommend erschien) auf Samoa zugerudert seien. Es habe also so ausgesehen, als hätten die Weissen den Himmel durchbrochen und wären dem Segel entlang auf die Erde geklettert. Die elf verschiedenen Reden des Südseehäuptlings Tuiavii aus Tiavea richten sich an sein Volk und beschreiben das Leben und Verhalten der Europäer und üben dabei natürlich auch Kritik an deren Umgang mit der Natur und der Anbetung materieller Güter.
Wie ich aber gelesen habe, ist der Häuptling eine fiktive Person und die Reden stammen allesamt vom Maler und Schriftsteller Erich Scheurmann. Scheurmann weist mit diesem kleinen Büchlein in kindlicher Sprache, welche die Sprachweise der Inselbewohner imitieren soll, auf verschiedenste Missstände in der europäischen Kultur hin. Die Anbetung des Geldes, das Bauen von Häusern, in die gar keine Sonne und keine frische Luft hinein gelangen kann und die "Unsitte" sich in mehrere "Lendentücher" zu hüllen, obwohl Körper doch so etwas Schönes seien sind nur einige Beispiele aus den Reden. Der Autor hat ein Jahr auf der Insel Samoa verbracht und weiss somit, wovon er spricht und erinnert uns Leser immer wieder ein wenig daran, die kleinen Dinge im Leben zu schätzen.

Meine Meinung:
Das Buch regt sehr zum Nachdenken an, tut dies jedoch auf nicht immer ganz ernste Weise. Mit einem Augenzwinkern und einer sanften Ermahnung gibt es dem Leser einige Gedanken auf den Weg und darf sicher nicht als wortwörtliche Kritik verstanden werden. Ich habe mich beim Lesen sehr gut unterhalten und trotzdem ein wenig blossgestellt gefühlt, musste einige Male laut lachen, aber auch den Kopf schütteln. Alles in allem erscheinen mir die elf Reden nach wie vor als sehr aktuell und passend. Ausserdem halten sich dabei der erhobene Zeigefinger und das gutmütige Schulterklopfen angenehm die Waage.

Veröffentlicht am 01.12.2019

Ernst und zugleich sehr unterhaltsam

Drüberleben
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Ida erwacht einmal mehr neben einem Mann, den sie bis vor wenigen Stunden noch nie gesehen hat, in einer Müllhalde, die ihre eigene Wohnung ist, und weiss, dass es so nicht mehr weitergehen kann. Zum Glück ...

Ida erwacht einmal mehr neben einem Mann, den sie bis vor wenigen Stunden noch nie gesehen hat, in einer Müllhalde, die ihre eigene Wohnung ist, und weiss, dass es so nicht mehr weitergehen kann. Zum Glück hat sie genau an diesem Tag den Termin in der Klinik, in die sie sich für unbestimmte Zeit begeben wird. Ohne sich noch einmal umzublicken und nach einer sehr kurzen Verabschiedung von dem Mann in ihrem Bett, verlässt sie das Haus und kommt pünktlich in der Klinik an. Nachdem sie dort gefühlte tausend Seiten Eintrittspapiere durchgelesen und unterschrieben hat, bekommt sie endlich eine kurze Führung durchs Gebäude. Schnell lernt sie einige Mitpatienten kennen, Richard, Peter, ihre Mitbewohnerin Isabell und einige andere. Schnell beginnt sie, sich über die Begrüssungsfloskel "und warum bist du hier?" zu ärgern, sie hat es satt, immer wieder ihre Geschichte zu wiederholen. Und auch bald realisiert sie, dass sie nicht allen einfach trauen sollte und dass ihre Mitbewohnerin nicht immer nur die Wahrheit erzählt und selber eine richtige Drama-Queen ist. Es geht einige Tage, bis Ida merkt, dass auch sie wohl nicht nur den anderen, sondern auch sich selber immer wieder etwas vor macht. Der Klinikalltag und die vielen Einzelgespräche lehren sie, auf sich selber zu hören und zu verstehen, was genau ihre Probleme sind, und wie sie diese anpacken kann. Die Autorin Kathrin Weßling schreibt in diesem Buch nicht nur über Ida, sondern immer auch ein wenig über sich selber und verarbeitet so ihre Vergangenheit und ihren früheren Alltag mit Depressionen. Trotzdem muss man klar trennen zwischen Ida und Weßling. Einzig der geschilderte Klinikalltag und die unterschiedlichsten Mitpatienten und Arztgespräche dürften wohl beiden, der Protagonistin und auch der Autorin, sehr gut bekannt sein.

Meine Meinung:
Auch wenn mir gewisse Szenen und Situationen, sowie Gedankengänge der Protagonistin zu extrem und teilweise zu aufgesetzt provokativ vorkamen, so hat mir das Buch doch sehr gut gefallen. Die Geschichte von Ida fesselt und berührt und mit einer schonungslosen Ehrlichkeit und trotzdem viel Ironie schafft es die Protagonistin, den Leser in ihren Bann zu ziehen. Das Buch kann es schaffen, Menschen zum Nachdenken anzuregen und es plädiert für mehr Respekt, Offenheit und Mut. Psychisch kranke Menschen sind auch (nur) Menschen und genau dies spürt man während der Lektüre von "Drüberleben" und dies ist es wohl auch, was uns die Autorin auf den Wege geben will und was sich sicher einige Menschen ein wenig bewusster überlegen sollten.

Fazit:
Ein unterhaltsames Buch mit einem ernsten Hintergrund, welches zum Nachdenken anregt und für mehr Verständnis und Toleranz plädiert.