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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.07.2019

Was gärtnern bewirken kann

Die Gärten von Monte Spina
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Toni, 32, verwitwet, depressiv. Kann ihre Leidenschaft fürs Gärtnern sie aus ihrem Seelentief holen? Eine neue Umgebung, andere Menschen - nein, das bringt nichts. Sie nimmt das Angebot, auf einer kargen ...

Toni, 32, verwitwet, depressiv. Kann ihre Leidenschaft fürs Gärtnern sie aus ihrem Seelentief holen? Eine neue Umgebung, andere Menschen - nein, das bringt nichts. Sie nimmt das Angebot, auf einer kargen Insel einen Garten zu gestalten, an und spürt, dass diese harte Arbeit ein wenig hilft. Wäre da nur nicht der fiese Inselbesitzer Max Brohr, der sie behandelt wie seine Sklavin.
Der ein mieses Spiel mit ihr spielt. Warum lässt sie sich das bieten?
Henrike Scriverius gibt ihrer Protagonistin viel Raum, stattet sie mit viel gärtnerischem Engagement aus und kreiert eine stets auf das Gute im Menschen hoffende Heldin.
Man erfährt etwas über das Gärtnern, die Natur auf Lanzarote und menschliche Unzulänglichkeiten. Schnell nimmt man Anteil an Tonis Leben, versteht ihr Handeln aber nicht immer. Ein Buch, in das man sich gut einlesen, über deren Hauptpersonen man aber geteilter Meinung sein kann.

Veröffentlicht am 15.07.2019

Liebe und Musik

Find mich da, wo Liebe ist
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Grace liebt David. Klingt gut, ist es aber nicht: David ist mit einer Anderen verheiratet. Seit acht Jahren wartet Grace darauf, dass der wunderbare, heldenhafte und einfühlsame Geliebte seine Frau für ...

Grace liebt David. Klingt gut, ist es aber nicht: David ist mit einer Anderen verheiratet. Seit acht Jahren wartet Grace darauf, dass der wunderbare, heldenhafte und einfühlsame Geliebte seine Frau für sie verlässt. Doch warum sollte er? Das muss Grace schmerzhaft erfahren, eine Welt bricht zusammen. Das ist schon die zweite, riesengroße Enttäuschung in ihrem Leben. Faszinierend geschrieben, glaubhafte Ausgangslage. Grace ist sympathisch, aber sehr schüchtern, traumatisiert, ihr Selbstbewußtsein gering bis nicht vorhanden. Können ihre wenigen Freunde ihr helfen?
Ein tolles Buch, bestens zu lesen, mitnehmend. Die Figuren werden glaubhaft und vorstellbar beschrieben, sympathisch die Aushilfe Nadia, David mag man dagegen wenig. Sehr interessant und informativ wird die Kunst des Instrumentenbaus beschrieben, Schwerpunkt ist das im Fokus stehende Cello. Hat man so nicht gewusst, nicht einmal ansatzweise geahnt.
Ein Mut machender Roman von Anstey Harris, emotional geschrieben und schöne Lektüre.

Veröffentlicht am 14.07.2019

Der Finder

Tiefes Grab
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Für die Eltern der ermordeten Mädchen ein großer Wunsch: wenigstens eine würdevolle Bestattung vornehmen zu können. Aber wie, wenn der Mörder nicht verrät, wo er die Leichen vergraben hat? Martin Reese ...

Für die Eltern der ermordeten Mädchen ein großer Wunsch: wenigstens eine würdevolle Bestattung vornehmen zu können. Aber wie, wenn der Mörder nicht verrät, wo er die Leichen vergraben hat? Martin Reese erfüllt einigen Hinterbliebenen diesen Wunsch. Akribisch wertet er Polizeiprotokolle, die er von einem korrupten Beamten erhält, aus. Es gelingt ihm tatsächlich, mehrere Verstecke ausfindig zu machen. Dadurch lenkt er Aufmerksamkeit von höchst unerwünschter Seite auf sich. Auch die Polizei ist stark irritiert.
Nathan Ripley hat einen packenden Thriller mit besten Zutaten gespickt: Serienmörder, Psychopathen, Kindheitstraumata, sowohl bestechliche als auch geniale Beamte, fiese Kollegen und Probleme mit Familienangehörigen. Marin selbst ist vielschichtig, nicht nur liebevoller Vater oder erfolgreicher Ex-Unternehmer, sondern besessen von seinem ungewöhnlichen Hobby. Spannend zu lesen, wie seine Suche endet.
Packende Lektüre aus dem Bastei Entertainment Verlag, aus dem kanadischen Englisch übersetzt von S. Hohner.

Veröffentlicht am 09.07.2019

Hebammen im 1. Weltkreig

Aufbruch in ein neues Leben
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Deutschland zur Zeit des 1. Weltkrieges. Väter, Söhne, Freunde sind an der Front. Die Bevölkerung hungert und friert.
Margots Familie ist bitterarm, wohnt im vierten Hinterhof. Luise kommt aus einem kleinen ...

Deutschland zur Zeit des 1. Weltkrieges. Väter, Söhne, Freunde sind an der Front. Die Bevölkerung hungert und friert.
Margots Familie ist bitterarm, wohnt im vierten Hinterhof. Luise kommt aus einem kleinen Dorf in Ostpreußen, Edith wuchs in einer vornehmen Villa bei reichen Eltern auf. Was haben diese so unterschiedlichen jungen Frauen gemeinsam?
Der Buchtitel erklärt es: für sie beginnt mit ihrer Ausbildung der Weg in ein neues Leben. Egal, ob Abnabelung vom Elternhaus, Kinderliebe oder der Wunsch nach einem angesehenen und besser bezahlten Beruf, hartnäckig verfolgen sie ihren Traum, Hebamme zu werden.
Linda Winterberg beschreibt nicht nur die Motive und Gedanken der sympathischen Buchheldinnen, sondern zeichnet zugleich ein Bild bitterster Armut in Neuköln, der hohen Kindersterblichkeit und der Kriegsmüdigkeit in weiten Teilen der Bevölkerung. Historische Persönlichkeiten und Geschehnisse finden ihren Platz genau wie auch die Liebe eine Rolle spielt. Gründlich recherchierte Begebenheiten aus den Jahren 1917/18 vermitteln authentische Atmosphäre.
Liest sich in einem Rutsch. Da dieses Buch der Auftakt zu einer Saga ist, darf man gespannt darauf sein, wie es mit den engagierten Dreien weiter geht.

Veröffentlicht am 30.06.2019

Die Hand an der Wange des Anderen

Die Stille des Todes
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Die Hand an der Wange des Anderen
Feiertage und Festtage sind ein Grund zur Freude. Normalerweise. Nicht jedoch, wenn wieder zwei Leichen gefunden werden. Genau wie vor 20 Jahren jeweils ein entkleidetes ...

Die Hand an der Wange des Anderen
Feiertage und Festtage sind ein Grund zur Freude. Normalerweise. Nicht jedoch, wenn wieder zwei Leichen gefunden werden. Genau wie vor 20 Jahren jeweils ein entkleidetes Paar mit je einer Hand an der Wange des Anderen. Der damals als schuldig befundene angesehene Bürger aus Vitoria sitzt im Gefängnis, der kann es doch wohl nicht sein. Sein Zwillingsbruder hatte ihn überführt. Möchte der nun wieder verhindern, dass Tasio freikommt?
Inspector Unai Lopez de Ayala, genannt Kraken, sucht fieberhaft zusammen mit seiner Partnerin Inspectora Estibaliz nach Spuren, nach Ansatzpunkten.
Eva Garcia Saenz beschreibt die Suche spannend, nach und nach offenbaren sich die Hintergründe der Taten. Menschliche Schwächen, sympathische und weniger liebenswürdige Personen rücken in den Focus. Falsche Vermutungen sorgen für Überraschungen. Und immer wieder Rückblenden in die Vergangenheit, die sich als bedeutsam erweisen.
Ein unterhaltsamer Thriller mit leichten Längen, aber gut zu lesen.