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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.11.2025

Ruf den Tod!

Whispers of Destiny
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Blue lebt in einer streng hierarchischen Gesellschaft in einer kaputten Welt. Bei ihr wird eine tödliche Erkrankung diagnostiziert, kurz darauf bekommt sie ein bizarres Angebot: Sie entscheidet über Leben ...

Blue lebt in einer streng hierarchischen Gesellschaft in einer kaputten Welt. Bei ihr wird eine tödliche Erkrankung diagnostiziert, kurz darauf bekommt sie ein bizarres Angebot: Sie entscheidet über Leben und Tod anderer, muss selbst nicht sterben.
Kann und will sie mit dieser Verantwortung leben?
Justine Pust hat eine Diskussion entwickelt, die Fragen nach dem Wert des Menschen stellt. Wer darf leben, wer nicht? Das Konzept der Agentur scheint mir nicht ganz schlüssig, die Auseinandersetzungen zum Thema schon. Sehr interessant ist die Idee, wenn der Tod schon vor einem steht, das Ableben zu gestalten: mit Coins oder guten Karmapunkten geht da Einiges … und natürlich gibt es Gegenwind.
Bietet viel Stoff zum Nachdenken.
Sehr spannend, besonders später tempo- und actionreich, tolles Buch!

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Veröffentlicht am 28.11.2025

Familienbande

Oma, Ouzo und andere Katastrophen
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Wie cool: Alle Texte beginnen mit: „Plötzlich …“. Das war es auch zunächst mit der Coolness. Als plötzlich die bis dato totgeschwiegene griechische Großmutter vor der Tür der schicken Dreier-WG steht, ...

Wie cool: Alle Texte beginnen mit: „Plötzlich …“. Das war es auch zunächst mit der Coolness. Als plötzlich die bis dato totgeschwiegene griechische Großmutter vor der Tür der schicken Dreier-WG steht, wird alles anders. Sie nötigt die Truppe mit kitschigen Einrichtungsgegenständen zu neuem Wohngefühl, mästet sie mit leckerem fetten Essen, verletzt jegliche Privatsphäre und mehr. Ziemlich unrealistisch, dass die Drei sich das gefallen lassen. Mich jedenfalls nervt die Oma. Allerdings ist ja nicht alles schlecht.
Thorsten Steffens hat eine nette Familiengeschichte mit Höhen und Tiefen geschrieben, der Schreibstil ist locker fluffig. Liest sich schnell weg!

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Veröffentlicht am 26.11.2025

Cozy

Influencer wider Willen
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Anna, ein schüchternes Mäuschen, hat schwer an der Trennung von ihrem Freund zu knabbern. Vor Frust trinkt sie zu viel und legt einen peinlichen Karaoke- Auftritt, der auch noch gepostet wird, hin. Wie ...

Anna, ein schüchternes Mäuschen, hat schwer an der Trennung von ihrem Freund zu knabbern. Vor Frust trinkt sie zu viel und legt einen peinlichen Karaoke- Auftritt, der auch noch gepostet wird, hin. Wie kann sie das bloß löschen lassen?
Katja Ollesch lässt ihre Heldin leiden, hat aber eine Idee … .
Die Umsetzung beeindruckt, Anna legt sich mächtig ins Zeug. Das ist unterhaltsam zu lesen, man fiebert mit der Heldin mit. Pleiten, Pech, Pannen - alles vorhanden. Die Influencerwelt ist bunt, aber auch voll mit Hatern. Ob es dennoch ein Happyend gibt?
Locker, manchmal glaubhaft, manchmal albern, neugierig machend - nette Unterhaltung.
Allerdings gebe ich Abzug für eine total doofe Idee, die ich hier aber nicht spoilern werde. Ganz knappe vier von fünf Punkten.

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Veröffentlicht am 25.11.2025

Adresse unbekannt

Die Reise der verlorenen Worte
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Dass Briefe Leben verändern können, ist Janne bewusst. In ihrem Job arbeitet sie deshalb zielstrebig daran, unzustellbare Sendungen doch noch dem Empfänger zukommen zu lassen. Oft verliert sie sich dabei ...

Dass Briefe Leben verändern können, ist Janne bewusst. In ihrem Job arbeitet sie deshalb zielstrebig daran, unzustellbare Sendungen doch noch dem Empfänger zukommen zu lassen. Oft verliert sie sich dabei in eigenen Erinnerungen. Ihre Kindheit empfand sie als nicht schön, jetzt ist sie einsam. Durch ihre Arbeit hat sie so wenigstens etwas Kontakt zu anderen Menschen. Die Idee, Briefe, die Schicksale verändern können, auf den Weg zu bringen, gefällt.
Jule Wengenroth zeichnet das Bild einer vereinsamten Frau. Die konzentriert sich auf ihre Gefühle, ihre Emotionen, ist voller Selbstmitleid. Für ihren Seelenfrieden unternimmt sie eine Reise, philosophiert dabei reichlich.
Warm werden konnte ich mit dem Charakter der Hauptfigur nicht, vieles war vorhersehbar, das Buch konnte mich so gar nicht catchen.

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Veröffentlicht am 19.11.2025

Oh, du Fröhliche!

Arsen und Butterplätzchen
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Der Untertitel müsste erweitert werden zu „Bitterböse Weihnachtsgeschichten“. Kohlrabenschwarzer Humor zieht sich durch alle, mitunter sehr kurze Erzählungen. Hätten manchmal mehr ausgeschmückt werden ...

Der Untertitel müsste erweitert werden zu „Bitterböse Weihnachtsgeschichten“. Kohlrabenschwarzer Humor zieht sich durch alle, mitunter sehr kurze Erzählungen. Hätten manchmal mehr ausgeschmückt werden können. Wobei: mitunter ist ein abruptes Ende auch nicht schlecht. Und ab und an sehnt sich der Leser nach Gerechtigkeit, wenigstens in Büchern sollten die Bösen nicht triumphieren. Tun sie hier manchmal, zum Glück nicht immer.
Dieses Büchlein ist also eine abwechslungsreiche bunte Mischung mit Geschichten vieler Autoren zum Staunen, Wundern, Lächeln und vor allem: es unterhält gut.
Passt super in die Vorweihnachtszeit.

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