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Veröffentlicht am 27.02.2021

Leichte Kost für Zwischendurch

Du gehörst mir ...
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Das Buch ist schon ein bisschen älter und wurde auf meinem SUB immer weiter nach unten gelegt. Mein schlechtes Gewissen war nun aber zu groß und deswegen habe ich es mal vorgezogen.
Also Dixon war mir ...

Das Buch ist schon ein bisschen älter und wurde auf meinem SUB immer weiter nach unten gelegt. Mein schlechtes Gewissen war nun aber zu groß und deswegen habe ich es mal vorgezogen.
Also Dixon war mir schon ziemlich unsympathisch. Wie er mit Frauen umging, wie er teilweise über Frauen dachte und als er dann auch noch Maddy hat sitzen lassen, für ein blondes Gift, da war er komplett durch bei mir. Das ist doch typisch Mann, lieber ans ficken denken, als an die Liebe. Wie es uns Frauen dabei geht, ist denen völlig egal.
Ich weiß aber, aus persönlicher Erfahrung, dass man Gefühlen nicht aus dem Weg gehen kann. Und Maddy war von Anfang an sehr angetan, von Dixon. Und auch Dixon konnte Maddy nicht verstehen und auch wenn man es im Buch nicht lesen kann, bin ich mir ziemlich sicher, dass er selbst in der Zeit mit Juliet öfters an Madddy denken musste, als er zugeben würde.
Am Ende hat die Geschichte dann noch noch ein Wendung genommen, die man zwar erahnen konnte, aber als es dann dazu kam, war man doch ein wenig überrascht. Ich muss auf jeden Fall den zweiten Teil lesen, denn ich will wissen, wie Dixon aus dieser Lage wieder raus kommt, ohne Maddy das Herz zu brechen. Was wird für ihn am Ende wichtiger sein, die Beziehung oder die Karriere?
Zum Stil allgemein kann man sagen, dass Monica James ein nettes Buch für Zwischendurch geschrieben hat. Es haut einen nicht vom Hocker und es fesselt einen auch nicht dermaßen. Der Schreibstil ist flüssig und auch wenn zwischendurch ein Fachausdruck kommt, fühlt man sich komplett dumm, weil man ihn nicht aussprechen kann. Dieser Roman ist was für die heißen langen Sommernächte, in denen man sich es mit einem Drink auf dem Balkon gemütlich macht und einfach nur ein wenig die Seele baumeln lassen will.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.02.2021

Eine andere Art von Krimi

1793
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Ein wirklich toller Krimi. Hier hat Niklas Natt och Dag eine neue Art von Krimi geschaffen. Es war am Anfang ein wenig komisch, in das Buch rein zu kommen und auch erst zum Ende des Buches, hat alles wirklich ...

Ein wirklich toller Krimi. Hier hat Niklas Natt och Dag eine neue Art von Krimi geschaffen. Es war am Anfang ein wenig komisch, in das Buch rein zu kommen und auch erst zum Ende des Buches, hat alles wirklich Sinn ergeben ^^. Ich bin jetzt schon gespannt, wie es in dem nächsten Band weiter geht, ob die beiden Hauptcharaktere auch wieder dabei sind.
Apropos Hauptcharaktere - Cecil Winges Beschreibung schuf bei mir, im Kopf, das Bild von Scrooge aus "Einer Weihnachtsgeschichte" von Charles Dickens. Mit Zylinder und immer einen Schal um. Aber er scheint der Einzige im Buch zu sein, der ein Gewissen hat und nicht nur das Gold sondern auch den Menschen sieht. Deswegen hat es mich schon zum Anfang traurig gemacht hat, dass sein Leben sich dem Ende naht.
Dann gibt es noch Cardell, der einfach mal der Bösewicht mit Herz ist. Harte Schale, weicher Kern. Dieses Buch zeigt einfach auch, wie mit den ganzen Soldaten umgegangen wurde und auch immer noch wird, die im Einsatz ihr Leben riskieren und dabei Körperteile verlieren. Leider werden diese ganzen Helden oft vergessen und so auch bei Cardell. Er hat sein Leben in einem Krieg riskiert, der von Anfang an zum scheitern verurteilt war und wurde danach einfach fallen gelassen und in die Gosse geschubst. Er hat sich mit Alkohol und Prügeleien versucht abzulenken und man kann sich wohl denken, wie das funktioniert hat. Erst als er von Cecil gebeten wurde ihn zu unterstützen, hatte er wieder einen Sinn gefunden, warum man doch mal nüchtern bleiben sollte.
Zusammen schaffen es Beide das Rätsel zu lösen und das ist wirklich ein wenig anders, als erwartet. Ich fand die Aufteilung der einzelnen Kapitel auch gut gelungen und man lernt die Charaktere alle sehr gut kennen, auch die, die eigentlich eher in der Nebenstory stattfinden. Für mich persönlich der einzige Minuspunkt, die ganzen schwedischen Straßen und Orte ^^. Wenn man nicht weiß, wie man es aussprechen soll, dann ist es immer ein kleiner Holperstein gedanklich.

  • Cover
  • Erzählstil
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.02.2021

Schon interessant, aber auch sehr erschreckend

Career Suicide
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Ja, wo soll ich anfangen. Vielleicht beim Vorwort. Mein erster Gedanke, nach den ersten paar Zeilen: "What the fuck"? Was ist den das für ein unzusammenhängender Mist. Ich war drauf und dran das Vorwort ...

Ja, wo soll ich anfangen. Vielleicht beim Vorwort. Mein erster Gedanke, nach den ersten paar Zeilen: "What the fuck"? Was ist den das für ein unzusammenhängender Mist. Ich war drauf und dran das Vorwort zu überspringen und als es dann endlich vorbei war, habe ich Konfetti geworfen. Außerdem glaube ich auch, dass der Typ in Bill verschossen ist. So wie er ihn am Ende beschrieben und gelobt hat. Das war schon fast to much.
Bill Kaulitz schreibt in einem flüssigen Stil und gut verständlich. Einzig, sein Denglisch war ein wenig nervig. Des weiteren hoffe, dass Bill sich bewusst ist, dass er nach diesem Buch ziemlich scheiße rüber kommt. Ich habe immer wieder gedacht, was für Rotzgören. Er schreibt davon, dass sie schon mit 6 die ersten sexuellen Erfahrungen gemacht haben und Regeln für alle galten, aber nicht für die Kaulitz-Zwillinge. Und sich dann, wenn sie mal wieder erwischt wurden, sich darüber aufzuregen, dass die ganzen Assi-Lehrer es ihrer Mutter gesteckt haben und sie als schlechte Mutter bezeichnet haben. Entschuldigung bitte, aber was stimmt nicht mit euch? Was glaubt ihr denn, was passiert, wenn ihr scheiße baut und erwischt werdet? Ich glaube, dass es eure Mutter ziemlich hart hatte, mit denen.
Ich war total erschrocken, was ich dann auch noch auf den nächsten Seiten lesen musste. Bill schreibt davon, wie jung er war, als er die ersten harten Drogen genommen hat und dass das ja alles ziemlich normal war - damals auf dem Dorf. Und auch später scheint er den Drogen nicht abgeneigt gewesen zu sein und er schreibt das alles so, als wäre es voll okay sich jeden Abend mit Alkohol und Ecstasy zuzudröhnen. Das ist krank.
Ich war früher ein großer Fan von den Jungs und ich bin mir ziemlich sicher, dass sie es alle nicht leicht hatten. Und die Produzenten und Plattenfirmen wollten bestimmt nicht nur das Beste für die Jungs, aber manchmal klang es doch schon sehr nach Undankbarkeit.
Es war auf jeden Fall interessant zu lesen, wie es hinter den Kulissen abgeht, aber die Verherrlichung von Drogen finde ich schrecklich. Bill hat als Person der Öffentlichkeit auch eine Vorbildfunktion und die hat er hier nicht wirklich erfüllt.

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Veröffentlicht am 23.01.2021

Für alle True-Crime Fans

'Ich liebte eine Bestie'
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Wer den Blogg kennt, der weiß, dass ich solche Bücher liebe. Es ist einfach immer wieder spannend, in die Abgründe der Menschen zu blicken und sie von Fachleuten analysiert zu bekommen.
In diesem Buch ...

Wer den Blogg kennt, der weiß, dass ich solche Bücher liebe. Es ist einfach immer wieder spannend, in die Abgründe der Menschen zu blicken und sie von Fachleuten analysiert zu bekommen.
In diesem Buch gibt es die eine oder andere Geschichte, wo ich aber an der Menschelt gezweifelt habe. Ich kann es einfach nicht verstehen, wie ein Mensch daran Spaß haben kann, einen anderen Menschen zu foltern und umzubringen. Was muss bei denen falsch gelaufen sein, damit sie absolut keine Reue empfinden und diese Grenze überschreiten?
In dem Buch werden vor allem Frauen vorgestellt, die dem Täter hörig sind, die kaum in der Lage sind, eigenen Entscheidungen zu tun und richtig abhängig sind. Das Buch ist zwar schon ein bisschen älter, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es Heute auch noch genug Frauen gibt, die leider ein sehr geringes Selbstwertgefühl haben. Vielleicht ist es auch die Angst vorm alleine sein, dass sie einem Mann beim verwischen der Spuren helfen oder den Fluchtwagen fahren und mit dem Mann untertauchen oder ihm den Ausbruch aus dem Knast erleichtern.
Es gibt aber auch eine interessante Story, die von einer Frau handelt, die sich, obwohl sie wusste, welche Taten der Mann begangen hat, in ihn verliebt hat. Und sie ist glücklich. Zwar versteckt sie die Beziehung vor der ganzen Familie und sie führen auch keine richtige Beziehung, weil er für den Rest seines Lebens in der Psychiatrie bleibt. Ich mein, wenn man die Kraft in eine Beziehung investiert, wo es nie wirklich Zweisamkeit geben wird und man dann aber trotzdem glücklich ist, ist es dann nicht wirklich Liebe. Auch wenn die Umstände noch so beschissen sind?!
Ich finde das Buch spannend und interessant, Ist auf jeden Fall etwas, für Alle, die sich auch für True-Crime interessieren.

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Veröffentlicht am 09.01.2021

Viel zu viel Gefühlschaos

180 Seconds - Und meine Welt ist deine
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Also..... Dieses Buch zu beschreiben ist schwierig. Es hat gute Seiten, es hat aber auch schlechte Seiten. Die ersten Kapitel fand ich komisch. Die Gefühle von Allison sind sehr kompliziert. Ich mein, ...

Also..... Dieses Buch zu beschreiben ist schwierig. Es hat gute Seiten, es hat aber auch schlechte Seiten. Die ersten Kapitel fand ich komisch. Die Gefühle von Allison sind sehr kompliziert. Ich mein, ich bin auch ne Frau, ich weiß, wie anstrengend wir sein können, aber das war echt komisch. Als sie Esben gegenüber saß, sprangen ihre Gefühle schneller hin und her, als bei irgend einem normalen Menschen und auch das, was sie gedacht hatte. Ich meine, sie kannte den Typen gar nicht, aber hat ihm (gedanklich) Sachen an den Kopf geknallt, die gar keinen Sinn ergaben. Das fand ich sehr befremdlich.
Dann gab es aber auch Momente in denen ich zu Tränen gerührt war. Die tollen Ideen, die Esben hatte und die Geschichten, die er damit aufgedeckt hatte. Auch die Menschen, die Allison und Esben auf ihren Weg nach LA so unterstützt haben, fand ich so rührend. So was wünsche ich mir auch in der realen Welt. Diese Herzlichkeit und Rücksichtnahme. Einfach kein Egoismus. Etwas, was in der aktuellen Zeit einfach fehlt.
Zum Ende hin, war es dann wieder ein wenig anstrengend. Allison war wieder voll in ihrer komischen Gefühlswelt und manche Sachen ergaben einfach, für mich, keinen Sinn. Wie sie am Ende mit Simon haufenweise gebacken hat. In der Erzählung klang es nach so viel Zeit, die vergangen war, aber es waren nur ein paar Tage. Ich fand das einfach komisch geschrieben.
Im Großen und Ganzen wäre es für mich kein Buch, was ich nochmal lesen würde. Es hat mich nicht abgeholt, weil ich den Twist zwischen heile Welt und Hölle auf Erden kam zu oft und dann auch gleich zu krass. Ich würde es nicht weiter empfehlen.

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