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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.07.2018

Ist ihr Feuer stärker? ...

Fire & Frost, Band 1: Vom Eis berührt
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Meinung:

Von „Fire & Frost – vom Eis berührt“ von Elly Blake habe ich mir viel versprochen und ich bin nicht enttäuscht worden. Ruby scheint die letzte Fireblood im Königreich der Frostbloods zu sein- ...

Meinung:

Von „Fire & Frost – vom Eis berührt“ von Elly Blake habe ich mir viel versprochen und ich bin nicht enttäuscht worden. Ruby scheint die letzte Fireblood im Königreich der Frostbloods zu sein- gejagt von den Soldaten des Frostkönigs. Ausgerechnet ein Frostblood Krieger rettet sie und er scheint vor ihr Geheimnisse zu hegen. Der Klappentext aber verrät schon, dass eine Liebesgeschichte innewohnt. Und generell waren viele Handlungsstränge vorhersehbar, dennoch enthielt die Geschichte die ein und andere Überraschung für mich.

Am Anfang hin wird man in die Welt eingeführt. Einige Erklärungen rund um die Welt in der Ruby lebt, wie sie aufgewachsen ist, werden uns als Leser veranschaulicht. Aber auch der Disput zwischen Firebloods und Frostbloods wird immer wieder aufgegriffen, und alle Puzzleteile geben nach und nach ein Ganzes. Diese Ansätze sind in die Geschichte mit eingebaut, so dass es fließend vorangeht und so die Geschichte nicht ins Stocken gerät. Dennoch muss ich gestehen, dass der erste Abschnitt nach der Hälfte an Spannung abgebaut hat, bis es im zweiten Teil des Buches dann richtig rundging. Spätestens im Teil 2 des Buches hatte es mich komplett eingenommen.

Mir fehlte für meinen Geschmack erst etwas die Verbundenheit, die ich sonst zur Protagonistin wahrnehmen kann. Diese holte mich aber schließlich zum Teil 2 des Buches ab. Ruby ist stur und gradeheraus und gewinnt Charakterstärke im Laufe der Handlungen. Aber es ist ja nichts Neues, dass die Charaktere sich meist erst im Laufe einer Geschichte entwickeln.

Arcus ist ein Frostblood und wird dem mehr als gerecht. Er wirkt zum Anfang an kühl, distanziert und geheimnisvoll.

Marella war für mich einfach suspekt. Irgendwie passte ihre Handlung nicht zu dem wie sie tatsächlich auf mich wirkte. Ich konnte mich mit ihrer Rolle einfach nicht abfinden.- Vllt. auch, weil ich sie ganz anders eingeschätzt habe, nachdem wie sie sich gab und dargestellt wurde. Um sie ranken sich bei mir noch viele Fragen!

Am besten kam für mich Bruder Thistle und König Rasmus hingegen zur Geltung. Sie konnten mich durch und durch begeistern. Ihre Rollen waren richtig toll ausgearbeitet, was ihnen die nötigen Facetten gab, um mich zu begeistern.

Die Autorin Elly Blake nahm mich mit ihrem Schreibstil vollkommen ein, besonders die Empfindungen gewannen im Kampfgeschehen an Tiefe und konnten mich beeindrucken.

Eine kleine Landkarte hätte ich hier auch Klasse gefunden um zu sehen, wo welches Land, das immer mal wieder im Buch betitelt wurde, liegt, oder zum Beispiel, um zu sehen, wie weit die Abtei vom Königshofe entfernt ist.

Das Buch hatte einen großen Höhepunkt, der mein Herz schneller schlagen ließ aber auch noch genug offen liess, so dass genug Fragen und weitere Handlungsmöglichkeiten für den zweiten Band übrig blieben.

Im Großen und Ganzen konnte mich Teil 2 des Buches komplett vereinnahmen, vor allem wegen der rasanten Handlungen. Für einige mögen es zu viele auf so kurzem Rahmen sein, aber ich wurde endlich abgeholt, und die Geschichte konnte mich faszinieren. Da nun ja die Vorgeschichten klar sind erhoffe ich mir gerade vom zweiten Band mehr spannende Handlungen und unerwartete Wendungen. Und das nicht nur auf einen Abschnitt verteilt, sondern im angemessenen Rahmen über den ganzen Band hinweg.

Fazit :

Trotz des Spannungstiefs nach der Hälfte des ersten Teiles konnte mich der zweite Teil des Buches vollkommen begeistern und meine Sehnsucht und meinen Wissensdurst nach Band 2 wecken. Meine Erwartungen für Band 2 sind hoch gesteckt!

Veröffentlicht am 15.07.2018

Ein gelungener Beginn dieser Trilogie ...

Ein Käfig aus Rache und Blut
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Meinung:

Ein gelungener Beginn dieser Trilogie „Ein Käfig aus Rache und Blut“ von Laura Labas:

Unsere Welt wurde von Dämonen überrannt. Die Menschen haben sich einem neuen System untergeordnet und kämpfen ...

Meinung:

Ein gelungener Beginn dieser Trilogie „Ein Käfig aus Rache und Blut“ von Laura Labas:

Unsere Welt wurde von Dämonen überrannt. Die Menschen haben sich einem neuen System untergeordnet und kämpfen förmlich jeden Tag ums Überleben während Dämonen stetig um sie herumlauern und damit die Gefahr jeden Tag sichtbar ist.

Alison ist getrieben von Rache. Nichts anderes scheint mehr für sie nach dem Tod ihrer Eltern noch einen Stellenwert in ihrem Leben zu haben. Alisons Eltern wurden von Dämonen bestialisch getötet. Sie richtet ihr Leben seit jenem Tag nur auf dieses eine Ziel aus – Rache zu üben. Ja,auch ich bin der Meinung, dass der Klappentext leider zuviel vom Inhalt verrät.

Überwiegend wurde die Geschichte aus Alisons Sicht erzählt. Dennoch gab es einige Perspektivenwechsel, die zusätzlich das Geschehen an anderen, wichtigen Orten und Personen verdeutlichen und so dem Leser Zusammenhänge und Gefühle besser vor Augen führten.

Alison ist eine starke Persönlichkeit mit ihrem Ziel klar vor Augen. Manchmal ist aber genau dies ihre größte Schwäche,- gerade wenn es darum geht einen kühlen Kopf zu behalten. Ihre damalige Erfahrung hat spürbar ihre Wunden hinterlassen. Dennoch vertrau sie gerade deshalb meiner Meinung nach den Dämonen, die sie gefangen nehmen, zu schnell. Sie hingegen gesteht sich persönlich keine Schwächen ein. Sie ist stur, kratzbürstig und für einige nicht gerade die umgänglichste Person.

Gareth steht im Großen und Ganzen für alles was Alison hasst, denn für sie ist Dämon- gleich Feinde. Er wirkt machohaft, erhaben und Herr aller Lagen – unglaublich von sich selbst eingenommen. Ja, er leidet nach meiner Meinung an Selbstüberschätzung.

Besonders gefliehl mir Dorian. Er wirkt geheimnisvoll und hat seine ganz eigenen Ziele und ist bisher als „Puppenspieler“ aufgetreten dessen Belange im Dunklen liegen. Klar ist nur, Gareth und Alison gehören zu seinen „Puppen“.

Der Band an sich war super spannend aber hin und wieder ging mir das Geplänkel mit Gareth und Alison etwas an die Nerven,vor allem der Abschnitt der hauptsächlich eine Zeit lang nur davon eingenommen wurde. Die spannungsgeladenen Szenen machten dies aber wieder wett und konnten mich komplett fesseln. Das Ende war mehr als aufwühlend. Und ich bin gespannt wie es in den Folgeteilen weitergehen wird!

Der Schreibstil ist auch schon wie in „Ewigkeitsgefüge“ klar, gut zu verstehen und sorgt für einen fließenden Lesefluss. Die dunkle bedrohliche Stimmung der „neuen“ Welt sowie die Gefühle der Charakter traten wunderbar hervor. Die Charaktere waren detailliert ausgearbeitet und ihr Handeln klar nachvollziehbar.

Fazit:

„Ein Käfig aus Rache und Blut“ ist der Beginn einer tollen Trilogie die sicher noch weiter an Fahrt aufnehmen wird. Ich werde die zwei weiteren Bänder definitiv lesen um herauszufinden wie es mit Alison weitergehen und ob sie ihr Ziel erreichen wird. Auch bin ich neugierig auf alles was noch auf sie zukommen wird!

Veröffentlicht am 15.07.2018

Eine wundervolle Geschichte, anders als erwartet....

Das Raunen der Flammen
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Meinung:

„Das Raunen der Flammen“ von Helena Gäßler war so ganz anders als erwartet,- im positiven Sinne! Es war nicht die typische Geschichte einer Heldin, zumindest nicht für mich. Der komplette Aufbau ...

Meinung:

„Das Raunen der Flammen“ von Helena Gäßler war so ganz anders als erwartet,- im positiven Sinne! Es war nicht die typische Geschichte einer Heldin, zumindest nicht für mich. Der komplette Aufbau fing schon unglaublich vielversprechend an. Zynisch erzählt Zoraya was sie persönlich von Helden hält. Und ausgerechnet sie soll die heiß ersehnte Heldin sein, die Heldin aus der Prophezeiung.

Aus der Erzählperspektive wird Zorayas Gefühlsleben an uns herangetragen. Wir sehen ihre Geschichte rückblickend aus ihren Augen. Wir erleben ihre Geschichte...intensiv und nah. Ja, es fühlt sich beinah schon echt an. Dies liegt natürlich unweigerlich an den tollen ausgearbeiteten Charakteren und Umgebungsbeschreibungen der Autorin, und an der Gefühlstiefe, die sie mit einfließen gelassen hat.

Die Geschichte besticht auch etwas mit Raffinesse, so würde ich es zumindest nennen, da ich ja eine ganz andere Vorstellung des Inhaltes hatte als ich das Buch zu lesen begann. Bis fast am Ende tappte ich, so gesehen, eigt. im Dunkeln. Ergreifende Momente und tolle Wendungen hatte diese Geschichte ebenfalls zu bieten. Und dennoch ist es nicht das typische Heldinnen-Geschichten-Buch finde ich.

Die Hauptprotagonistin ist Zoraya und in den Augen aller "die Heldin" ob sie es sein möchte oder nicht. Sie wird in ihre Rolle trotz Protest hineingezwängt und muss sich damit arrangieren. Ihre zynische Art behält sie durchweg an sich, was mir so manches Mal ein Lächeln oder auch ein Schmunzeln über die Lippen gleiten ließ. Es war kein nerviger Zynismus, nein, sondern einer der dem Buch eine besondere Note verabreichte, weil sie natürlich und echt rüber kamen. Ein bodenständiges Mädel, das sich manchmal kleiner macht als sie ist. Ich fand sie unglaublich authentisch und sympathisch.

Auch weitere Charaktere wurde facettenreich ausgearbeitet und konnten mich überzeugen. Da war zum Beispiel Phillian,- der Bote- dessen Beweggründe und Ziele für mich erst vollkommen im Ahnungslosen ließen. Oder auch Kendra, die geheimnisvolle Schreiberin und viele viele mehr...

Der Schreibstil von Helena Gäßler war umfassend, einnehmend und bildhaft. Vor allem die von ihr erzeugten Emotionen kamen dadurch unglaublich präsent zur Geltung.

Die Geschichte wird Geschmackssache sein. Nicht jedem denke ich gefällt solch eine "Heldin", und ich gehe davon aus, dass die Geschichte auch an sich für viele überraschend sein wird. Sie ist halt nicht so das "Typische", sondern eine die Einzigartigkeit verspricht im Ganzen. Und einen nachdenklich zurücklässt.

Ein Zitat möchte ich Euch noch mitteilen, das mir besonders gefiel:

„Meine Großmutter hatte einmal gesagt, wenn ein geliebter Mensch starb, so wird er zu einem Stern am Himmel. Dort oben leuchtet er, so wunderschön, wie er im Leben gewesen war.“

Fazit:

Eine wundervolle Geschichte, anders als erwartet. Einnehmend und mit einer ganz eigenen Faszination, die mich als Leser in der Tiefe meines Daseins bewegen konnte. Klare Leseempfehlung!


Veröffentlicht am 15.07.2018

Dieser Band ist sogar besser als der Erste,.....

Die Legende der vier Königreiche - Vereint
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Meinung:

Das Cover ist genauso schlicht gehalten, wie das des ersten Bandes, was einen gewissen Wiedererkennungswert inne hat. Man weiß sofort, dass diese zusammengehören.

Da Band 1 schon so spannend ...

Meinung:

Das Cover ist genauso schlicht gehalten, wie das des ersten Bandes, was einen gewissen Wiedererkennungswert inne hat. Man weiß sofort, dass diese zusammengehören.

Da Band 1 schon so spannend endete, konnte ich es kaum mehr abwarten, endlich Teil 2 dieser Reihe zu lesen. Und alles kam so ganz ganz anders als erwartet! Zum Ende des ersten Teiles hat man bereits geahnt, dass Olivia nicht das unschuldige kleine Mädchen ist, das damals entführt wurde. Dies gibt der Geschichte nun neue Anreize und Reibungspunkte. Im Vergleich war Band 1 wie Rohkost. Nun wird alles komplexer und nervenaufreibender. Es gibt weit mehr Komplotte, Intrigen und zarte Liebesfäden, die sich durch die Geschichte ziehen. Auch die Kriege der Königreiche untereinander erleben neue Höhepunkte.

Mit einigen alten Charakteren die einem bereits aus Band 1 bekannt sind, kommen in diesem wiederum neue dazu. Interessant sind auch viele nicht durchschaubare Personen, deren Laster meistens noch im Laufe des Buches ans Licht kommen oder auch noch nicht.

Deutlicher wird auch, dass die „Flores“ Geschwister nicht unterschiedlicher sein könnten.

Olivia hat eine Fähigkeit einer Ruined.Wie einst ihre Mutter ist sie mächtig und stark. Sie hat das, worauf Emelina ein Leben lang gewartet hat jedoch nie erhalten hat. Dennoch wirkt Olivia erkaltet, mit einen Herzen aus Eis, brutal, todbringend, gleichgültig, berechnend. Sie weiß ganz genau was sie möchte und ist bereit, sich dies mit allen Mitteln zu nehmen. Mögen es die Gene ihrer Mutter sein oder die Erfahrungen, die sie in Gefangenschaft durchleiden musste, die sie so handeln lassen.

Emelina hingegen ist eine Unbegabte, was wie ein Brandmarkung bei den Ruined ist. Dennoch agiert sie besonnen in vielerlei Hinsicht. Sie ist zu gutherzig das zu tun was ihr Herz ihr sagt. Sie ist immer darauf bedacht das zu tun was für andere bzw. ihr Volk, den Ruined, am besten ist. Egal welches Opfer von ihr gefordert wird. Sie ist darauf bedacht eine friedliche Lösung zu suchen anstatt Tote zu fordern.

Ein Mittelmaß haben sie also nicht. Jeder trägt von seinen Eigenschaften zuviel in sich, was noch für viel Aufregung und spannende Phasen während des zweiten Bandes führt. Was auch auf Olivias Einführung am Anfang des Buches zurückzuführen ist... ^^ Welche Einführung das ist müsst Ihr schon selbst herausfinden. Ich möchte ja schließlich nichts verraten.

Der liebe Aren, mein Charakter-Liebling in dieser Reihe, ist auch wieder an Board. Auch rund um ihn geht einiges an her. Fakt ist, jeder der Charaktere, die bereits im ersten Band zu finden waren, entwickelt sich weiter. Die Reife, die sich die Charaktere aneignen ist nachvollziehbar und authentisch.

Die Autorin hat sich mit diesem Band deutlich gesteigert. Das Tempo wurde angezogen. Ergreifende Ereignisse reihen sich gerade zu aneinander und konnten mich vollkommen in ihren Bann ziehen. Ihren Schreibstil aus Band zwei führt sie hier weiter, die kühle Distanz dieser anderen Zeit hängt in jeder Zeile. Die Düsterheit ihres Zeitalters sowie das Seelenleid der Protagonisten sind spürbar. Die Emotionen kommen voll zur Geltung und fährt den Leser durch alle Glieder. Ein düstereres Zeitalter, blutig, hoffnungsvoll und in der Luft ist der Geruch und die Schreie der Toten....

Auch dieser Band lässt mich erwartungsvoll zurück – wie auch beim ersten Band ein offenes Ende. Endlos viele Fragen stellen sich dem Leser und es ist kaum auszuhalten bis mit dem dritten Band hoffentlich die Erlösung folgt.

Fazit:

Eine ergreifende und komplexe Story rund um die vier Königreiche, die keine Wünsche offen lassen. Dieser Band schlägt den erste mit geballter Spannung, Aktion, zarten Liebesfäden und schnellen Handlungsfolgen um Welten. Von mir eine klare Leseempfehlung an alle, die nicht so weich besaitet sind ;)


Veröffentlicht am 15.07.2018

Ein besonderes Lesespektakel, ...

Almost a Fairy Tale - Verwunschen
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Meinung:
Eine moderne Märchenwelt so ganz anders als man erwartet hat. Wer hierbei allerdings auf ein rosarotes Märchen gehofft hat wird enttäuscht sein. Wer wiederum bereit ist sich auf etwas vollkommen ...

Meinung:
Eine moderne Märchenwelt so ganz anders als man erwartet hat. Wer hierbei allerdings auf ein rosarotes Märchen gehofft hat wird enttäuscht sein. Wer wiederum bereit ist sich auf etwas vollkommen Neues einzulassen wird „ Almost a Fairy Tale - Verwunschen“ von Mara Lang mögen. Ich muss sagen zu Anfang hin war ich etwas skeptisch.

Modernes Märchen, Magic & Politik hat aber in meinen Augen gut harmoniert. Besonders da Politik einen nicht geringen Anteil hat.

Aber Mara Lang ist es gelungen dies geschickt miteinander zu verknüpfen.

Ihre erschaffene Welt erscheint zum Anfang hin als unglaublich komplex. Dauernd gibt es etwas Neues zu entdecken. Es ist in meinen Augen keine so leichte Kost, da man, um alles überblicken zu können, sich komplett auf die Geschichte, die Handlungen und jede Wendung einlassen muss.

Erschwert wird das Ganze noch durch die Sichtwechsel von drei Personen. Gerade zum Anfang hin kam dies für mich ohne Vorwarnung weswegen man allein deswegen schon seine volle Aufmerksamkeit auf das eigentliche Geschehen im Buch lenken sollte. Namen weisen nicht darauf hin, welche Sichtweise dem Leser eröffnet wird.

Natalie ist so gar nicht die Heldin wie man sie sich sonst vorstellt. Jeder hat ja da so sein Bild im Kopf. So manches Mal war ich kurz vor einen “Nervenzusammenbruch” weil sie so ganz anders handelte als ich es mir vorgestellt hatte. Aber genau das gefiel mir, denn am Ende war nichts bei ihr vorhersehbar.

Kilian ist der geborene Prinz, eine echte Kämpfernatur die nicht aufgibt und stetig kämpft. Edel und mutig und gutherzig.

Paige geht hingegen so Manches vom Herzen aus an und kommt damit des öfteren in Schwierigkeiten.

Nicht zu vergessen ist Raikun die böse Hexe. Skrupellos geht sie über Leichen um ihr Ziel zu verwirklichen.

Alle Charaktere sind so schön facettenreich und geben dem ganzen Buch einen besonderen „Touch“, der dem Buch durchweg anhaftet. Es ist eben wirklich nicht eine typisch rosa Märchengeschichte. Die Geschichte birgt eine Finsternis die es zu durchdringen gilt. Es gelingt der Autorin Zweifel an Gut und Böse zu sähen. Der Grat ist so schmal, dass dieser kaum noch trennbar am Ende ist.

Der Schreibstil ist fließend lesbar, es haftet allerdings eine düstere Atmosphäre an. Zarte Märchenkomponenten hat die Autorin dennoch einfließen lassen, aber komplett anderes als erwartet.

Fazit:

Ein besonderes Lesespektakel, so komplett anders als vermutet und gerade deshalb einzigartig und unvorhersehbar. Tolle Charaktere! Eine Geschichte mit düsterer erwartungsvoller Stimmung.