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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.11.2019

Eine Geschichte mit Tiefgang und Grundsatzfragen...

Die Macht der fünf Tugenden
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Meinung:

Mit „Die Macht der fünf Tugenden“ erscheint das zweite Buch von Irene Euler im Drachenmond Verlag. In diesem kämpft Myan stetig darum reine-ergebene Tugenhaftigkeit zu erlangen und ihre innere ...

Meinung:

Mit „Die Macht der fünf Tugenden“ erscheint das zweite Buch von Irene Euler im Drachenmond Verlag. In diesem kämpft Myan stetig darum reine-ergebene Tugenhaftigkeit zu erlangen und ihre innere Zerrissenheit abzulegen. Besser wird es auch nicht als sie auf eine Pilgerreise geschickt wird.
Myan war leider für mich nicht unbedingt einer der Charaktere mit denen ich mich verbunden fühlen könnte. Auch wenn mir ihre Hintergrundgeschichte nahe gebracht wurde, war da immer noch viel Distanz zwischen ihr und mir.
Quint hätte in meinen Augen an ihrer Stelle vielleicht eher den Hauptcharakter darstellen können. Seine Art brachte mich ihm näher als Myan. Auf der anderen Seite wiederum wären die großen inneren Konflikte von Myan nicht so deutlich hervorgetreten.
Der Aufbau gestaltete sich dieses Mal für mich ein wenig schwierig. Zu Beginn der Geschichte wurde man mit den komplexen Rängen innerhalb des Ordens vertraut gemacht. Eine Zeichnung zur Veranschaulichung wäre da sicherlich nützlich gewesen um nicht ein wenig überwältigt in die Geschichte zu starten.
Die eigentliche Reise war ganz anders als erwartet. Die Geschichte ist durchzogen mit Myans Glaubenskonflikten. So manches Mal wird ihr Glaube in Frage gestellt, und sie muss entscheiden, ob sie daran festhalten kann. Der Glaubenskonflikt steht meines Erachtens in zentraler Stelle in diesem Buch. Aber auch die Völker und der Orden mit ihren bildhaften Beschreibungen hatten einen festen Platz in der Handlung. Vielleicht hätte ich mir im Verlauf der Lektüre eine etwas mehr stetige Handlungsspannung gewünscht, jedoch kam es dafür zum Ende der Geschichte zu einem gelungenen Spannungsabschluß und -höhepunkt.
Der Schreibstil ließ sich gut lesen und auch die Szenen stiegen sehr bildhaft vor meinen Augen empor. Es ist eine sehr faszinierende Wüstenwelt die jede Menge facettenreiche Unterschiede zu bieten hat.

Fazit:

Der Leser trifft auf eine Geschichte die darauf aufbaut wie weit der Einzelne für seinen eigenen Glauben und dessen Grundlagen gehen würde, gespickt mit bunten Fantasy Aspekten. Stetig aber im Blick sind die inneren Konflikte Myans, welche die fünf Tugenden verinnerlichen möchte, um ihnen gerecht zu werden. Für mich war es eine großartige Geschichte mit einer tollen Grundidee. Leider habe ich dabei aber für meinen Geschmack ein wenig mehr Nervenkitzel, zwar im Ansatz vorhanden, vermisst. Trotzdem unbedingt lesenswert für jene die sich mit der tiefergehenden Thematik auseinandersetzen möchten. Eine Geschichte mit Tiefgang und Grundsatzfragen auf einer Reise zur Selbstfindung.

Veröffentlicht am 16.11.2019

Die Autorin lässt uns schweben, zerreißt uns im nächsten Moment, ...

Cassardim 1: Jenseits der Goldenen Brücke
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Meinung:

In „Cassardim: Jenseits der Goldenen Brücke (Bd. 1) von Julia Dippel aus dem Planet! Verlag geht es um Amaia die nach Antworten sucht. Gerne möchte sie herausfinden, warum sie anders ist als ...

Meinung:

In „Cassardim: Jenseits der Goldenen Brücke (Bd. 1) von Julia Dippel aus dem Planet! Verlag geht es um Amaia die nach Antworten sucht. Gerne möchte sie herausfinden, warum sie anders ist als ihre Mitmenschen außerhalb ihres Haushaltes. Auf der Suche nach Antworten wird ihr mehr offenbart als sie für möglich gehalten hat. Manche Geheimnisse jedoch haben Ausmaße die außer Kontrolle geraten könnten. Wer hätte gedacht, dass es sie ins Reich der Toten verschlägt und bittere Machtkämpfe und Intrigen sich schon gierig um sie schlängeln noch bevor sie auch nur den Hauch einer Ahnung hat in welche Gefilde sie sich wagt?
Die Autorin kreiert aussagekräftige und vielschichtige Charaktere, welche der Geschichte eine bedeutende Tiefe einhauchen. Dies ist gepaart mit der unglaublichen faszinierenden Welt rund um Cassardim. Diese Welt zieht die Aufmerksamkeit des Lesers ebenso an wie die rasanten und teilweise schockierenden Entwicklungsstränge, welche sich gleich von Anfang an immerzu steigerten.

Amaia hat viele Qualitäten. Sie liebt Musik und hat einen starken Willen. Ihre Neugierde ist ihr Antrieb. Zwar ist sie am Anfang noch schüchtern und naiv doch gewinnt sie im Verlaufe der Geschichte an neuem Selbstvertrauen.

Noár glänzt mit Dreistigkeit und kühler distanzierter Überlegenheit. Diese Überlegenheit spielt er gerne aus sowie seine zur Schau gestellte Abgeklärtheit. Er wirkt gefährlich wie eine Raubkatze auf Beutezug.

Aber auch die anderen Charaktere sind Teil der Geschichte und machen sie zu diesem unglaublichen Erlebnis für mich. Die Autorin knüpft zarte Bande aber nicht ohne Hintergedanken. Man beginnt Charaktere liebzugewinnen. Ob das nicht mal ein Fehler ist 😉 ?

Ihr Schreibstil ist fließend und lässt eine schaurige, zum Zerreißen gespannte Atmosphäre entstehen. Sie zieht den Leser mit jedem gelesenen Wort tiefer in ihre Welt bis er nicht mehr imstande ist sich aus dieser zu winden.

Fazit:

Die Geschichte hielt mich eine ganze Nacht lang wach. Ich war unfähig mich der Handlung und meinem erwachten Interesse zu entziehen. Es ist eine durchdachte und faszinierende Welt in die der Leser getragen wird und welche unwillkürlich ihre Reize ausübt. Während die Handlung den Puls ergreift und beschleunigt, erfassen zwei Charaktere das Herz des Lesers. Die Autorin lässt uns schweben, zerreißt uns im nächsten Moment, nur um uns dann wieder ein Stückchen empor zu tragen und um dann wiederum eine scharfe Klinge zu wetzen. Eine ergreifende Geschichte der Extraklasse, welche mich Seite für Seite eroberte.

Veröffentlicht am 16.11.2019

Ein gelungenes Kinderbuch, ...

Ben liebt Bär ... und Bär liebt Ben
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Meinung:

„Ben liebt Bär ... und Bär liebt Ben“ ist ein wundervolles Buch, welches in wenigen gut verständlichen Sätzen den Kindern mitteilt, wie wichtig es ist einen Freund bei sich zu haben wie ein Bär. ...

Meinung:

„Ben liebt Bär ... und Bär liebt Ben“ ist ein wundervolles Buch, welches in wenigen gut verständlichen Sätzen den Kindern mitteilt, wie wichtig es ist einen Freund bei sich zu haben wie ein Bär. Es ist eine bedingungslose innige Freundschaft. Manchmal bedarf es einfach keiner vielen Worte.

Erst war der kleine Ben so manches Mal einsam, weil Mama und Papa nicht immer genug Zeit zum Spielen für ihn hatten. Doch dann klingelt es und Bär tritt in sein Leben. Die Geschichte ist schnell erzählt aber genau richtig für die kleinen Leser, die mit wundervollen Zeichnungen und kurzen Zeilen unterhalten werden.

Ich persönlich liebe die Zeichnungen von Joëlle Tourlonias. Sie geben der Geschichte eine Wärme die Kinderaugen strahlen lässt. Die Schrift ist gut lesebar, hätte aber gerne ein klein bisschen größer sein können. Dieses Pappbuch sollte dennoch in keinem Kinderzimmer fehlen. Unsere Kinder, 3 und 5 Jahre alt, waren angetan und begeistert.



Fazit:

Ein gelungenes Kinderbuch, welches mit kurzen Zeilen und ausgeschmückten Zeichnungen die kleinen Leser für sich zu begeistern weiß.

Veröffentlicht am 10.11.2019

Amy Walker entführt wiederholt in lustvolle Szenarien ...

Noch immer gierig & unersättlich | 5 Geile erotische Geschichten
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Meinung:

„Noch immer gierig & unersättlich“ von Amy Walker aus dem Blue Panther Books Verlag steht den anderen Kurzgeschichten Büchern, welche ich bereits von der Autorin gelesen habe in nichts nach.

Auch ...

Meinung:

„Noch immer gierig & unersättlich“ von Amy Walker aus dem Blue Panther Books Verlag steht den anderen Kurzgeschichten Büchern, welche ich bereits von der Autorin gelesen habe in nichts nach.

Auch in diesem Buch werden die fünf Protagonisten von ihrer Fleischeslust übermannt. Oft aber stehen nicht nur die körperlichen Gelüste im Vordergrund, sondern so manches Mal auch emotionale Sinnlichkeit. Die Eine sucht das große Glück für immer, die Andere nur das kurze Vergnügen. Während die Eine ihre Schüchternheit überwindet, gewinnt die andere neues Selbstvertrauen. Ich finde die Geschichten sehr ansprechend gehalten. Von Anfang an wird man sachte in das Geschehen gelenkt bevor sie in „erotische Gefilde“ abgleitet.

Natürlich können die Charaktere nicht die Tiefe erhalten welche sie durch eine längere Geschichte bekommen könnten, aber sie sind dennoch unterhaltsam und könnten ganz normale Menschen von nebenan darstellen. Einzig die letzte Geschichte zog sich an manchen Stellen für mich etwas zu sehr hin. Am unterhaltsamsten waren die ersten drei.

Der Schreibstil ist fließend und die Wortwahl passt zum Genre Erotik. Es gelingt der Autorin trotz der heißen Szenen einen ansprechenden Schreibstil beizubehalten. Hin und wieder fallen hier deutlichere Worte aber diese halten sich im Rahmen. Ich würde behaupten, dass dieses Buch Lesestoff für jene ist, die gerne mal ihrer Fantasie im sexuellen Bereich freien lauf lassen möchten aber dennoch es nicht ins härtere Gefilde wagen wollen.

Fazit:

Amy Walker entführt wiederholt in lustvolle Szenarien und lässt ihre Protagonistinnen zwischen Zweifeln und Lustgefühlen schwanken. Die Autorin beherrscht das perfekte Spiel welches eine tolle Dynamik beim Lesen vermittelt. Die Szenarien lassen den Leser für einen kurzen Augenblick den Alltag vergessen. Sie sind abwechslungsreich gehalten und perfekt für zwischendurch. Eine leichte Lektüre, die ich allen im Genre Erotik empfehlen kann. Auch hier wird wieder für jeden Geschmack sicher die richtige Geschichte dabei sein. Zu hohen Tiefgang bzgl. der Charaktere innerhalb der Kurzgeschichten würde ich aber hier nicht erwarten auch, wenn die Autorin zart dahin zu lenken versucht. Für meinen Teil finde ich es aber im Ganzen gut gelungen. Eine leichte abwechslungsreiche Lektüre!!

Veröffentlicht am 28.10.2019

Eine schaurig-schöne Lektüre für Fans der Livie Welt...

Harrowmore Souls (Band 1): Zimmer 111
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Meinung:

„Harrowmore Soul“ von Miriam Rademacher führt uns erneut in das Banshee Livie-Universum. So ist es auch nicht verwunderlich, dass wir dort alten Bekannten über den Weg laufen. Dieses Mal sind ...

Meinung:

„Harrowmore Soul“ von Miriam Rademacher führt uns erneut in das Banshee Livie-Universum. So ist es auch nicht verwunderlich, dass wir dort alten Bekannten über den Weg laufen. Dieses Mal sind die Hauptpersonen Allison Harrowmore und ihr Partner Conny Bligh. Der erste Auftrag auf den wir die beiden begleiten dürfen ist im Mayflower Hotel angesiedelt. Was dort wohl auf unsere beiden Charaktere wartet?

Die Geschichte wird uns in der Erzählperspektive herangetragen, so dass wir auch andere bedeutungsvolle Handlungen nicht nur am Rande sondern ganz nah verfolgen können.

In diesem ersten Teil bekommen wir einen größeren Einblick in Allisons weiteren Lebensweg und ihren chaotischen Charakter, der unglaublich sympathisch ist. Sie ist waghalsig und rennt geradewegs auf Gefahren zu. Scheu oder gar Angst scheint sie nicht zu kennen. Taff und kalkuliert wirkt sie auf den Leser, der dennoch ihre Herzlichkeit erkennen kann. Das hat alles einen gewissen Hintergrund, den wir hier auch noch erhalten.

Conny Bligh ist der nette junge Mann von nebenan. Er erinnert mich so an einen Schwiergermutterdarling. Bei ihm bin ich besonders auf die Entwicklung in den weiteren Bändern gespannt.

Die Geschichte erinnerte mich dezent an einen paranormalen Krimi. Es gab Gruselmomente und kleine Erschrecker sowie auch tiefer berührende Momente, darin lag also eigentlich die perfekte Halloween Lektüre. Die grausame Wahrheit hatte ich mir allerdings persönlich anders vorgestellt, irgendwie schaffte sie mich nicht ganz zu überzeugen, wenn auch eine Erklärung dazu innerhalb der Handlung gegeben wurde.

Natürlich ziehen auch hier magische Wesen ihre Kreise rund um die Kanzlei ›Harrowmore Souls‹, und ich bin überzeugt, dass noch einige Überraschungen auf den Leser in den kommenden Bändern warten werden.

Der Schreibstil ist wie auch in der Livie-Reihe flüssig und sehr unterhaltsam. Denn locker einfließenden Humor der Autorin mag ich ja besonders. Ich würde die Lektüre als angenehm leicht bezeichnen.

Fazit:

Wer nicht genug vom Livie-Universum bekommt wird sicher seine wahre Freude nun mit Allison Harrowmore und ihrem Partner Conny Bligh haben. Auch hier finden sich witzige Dialoge wieder und der ganz typische „Rademacher“ Charme, den ich auch in Livie (Band 1) wahrgenommen habe. Da ich erst den ersten Band von Livie gelesen habe, wurde ich dezent in einigen Punkten gespoilert, weswegen ich euch dieses Buch erst nach Band 4 der Livie Reihe ans Herz legen würde. Perfekt also um sich die Wartezeit zu Band 5 der Livie Reihe zu verkürzen und unterhaltsame Stunden in dieser magischen Welt zu verbringen die die Autorin Miriam Rademacher mit ihren Charakteren und ihren Sonderlichheiten gezaubert hat. Eine schaurig-schöne Lektüre für Fans der Livie Welt.