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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.09.2025

Mit wenig Aufwand kochen und gut essen

Hensslers Schnelle Nummer - morgens, mittags, abends
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Das neue, großformatige (27x21,5 cm) Kochbuch von Steffen Henssler in dem frischen Orangeton und dem Konterfei des Meisters auf dem Titel präsentiert uns auf über 240 gut gegliederten Seiten über 100 einfache, ...

Das neue, großformatige (27x21,5 cm) Kochbuch von Steffen Henssler in dem frischen Orangeton und dem Konterfei des Meisters auf dem Titel präsentiert uns auf über 240 gut gegliederten Seiten über 100 einfache, unkomplizierte Gerichte.

Die Mahlzeiten sind in Frühstück, Mittag- und Abendessen unterteilt, wobei ich da durchaus auch tauschen würde. Für jedes Rezept stehen zwei Seiten zur Verfügung: rechts findet sich ein großes, appetitliches Foto, links stehen die Zutaten, Personenzahl, Kochzeit und die Anleitung. Tipps und Facts sowie lockere Sprüche dürfen bei Henssler natürlich auch nicht fehlen. Das Inhaltsverzeichnis und die alphabetische Liste der Rezepte runden das Buch ab. Des Weiteren sind ein Grußwort und Dankesworte des Meisterkochs zu finden. Das eingewebte Lesebändchen ist hilfreich zum Markieren der gewählten Seite.

Hensslers Schnelle Nummer "Morgens, mittags, abends" ist ein Kochbuch mit handelsüblichen, frischen Zutaten für Menschen mit wenig Kocherfahrung, wohl vor allem für jüngeres Publikum, die wenig Aufwand schätzen und sich nicht lange in der Küche aufhalten, aber trotzdem gut und gesund essen möchten. Aber auch für alte Hasen sind viele leckere Gerichte mit dem gewissen Etwas á la Henssler dabei. Den Preis von 29,90 Euro halte ich durchaus für angemessen.

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Veröffentlicht am 04.08.2025

Gelungene Fortsetzung

Season Sisters – Sommerstürme
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Der zweite Band der Season Sisters steht dem ersten Band weder an Spannung noch an Tragik irgendwie nach. Er ist wieder zweisträngig, wie gewohnt fließend, bildhaft und emotional geschrieben. Die Bände ...

Der zweite Band der Season Sisters steht dem ersten Band weder an Spannung noch an Tragik irgendwie nach. Er ist wieder zweisträngig, wie gewohnt fließend, bildhaft und emotional geschrieben. Die Bände sind unabhängig von einander zu lesen, persönlich würde ich jedoch die Reihenfolge einhalten.

Summer ist die zweite Schwester der Season Familie. Sie ist die verantwortungsvolle, vernünftige und fürsorgliche. Aus eigener Kraft hat sie sich ein kleines Häuschen und ein Auto erwirtschaftet und unterstützt trotz allem noch ihre Eltern und ihre jüngste Schwester auf der Farm. Ihr Beruf als Lehrerin erfüllt sie. Als die kleine Phoebe in ihre Klasse kommt, meint sie, sei beschützen zu müssen, da sie von Zeit zu Zeit mit ihrem Vater, der Musiker ist, von Festival zu Festival zieht. Doch sie wird eines Besseren belehrt, denn der Witwer Bryan kümmert sich gut um Phoebe. Sie schließen bald Freundschaft und Summer hilft Bryan das Geheimnis um sein geerbtes Mystery House aufzudecken. Warum hat seine verstorbene Frau nie davon berichtet?

Was hat es mit dem geheimnisvollen Mystery House auf sich, das weit abgelegen liegt? Schritt für Schritt decken Summer und Bryan das Geschehen auf. Fesselnd bis zu letzten Zeile erfahren wir vom Leben Deirdre McGregors, die im 19. Jahrhundert eine lieblose, gewaltbeherrschte Ehe beendete und sich seitdem zusammen mit ihrem Butler und einer Freundin für unterdrückte, geschlagene Frauen einsetzt.

Das gesamte Buch hat mich in Beschlag genommen und nicht mehr losgelassen. So mag ich unterhaltsame aber auch lehrreiche Literatur. Dafür vergebe ich 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 04.08.2025

Unterhaltsam und emotional

Season Sisters – Herbstschatten
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Im dritten Band der Season Sisters dreht sich alles um die jüngste der Schwestern, Autumn. Sie lebt als einzige noch mit ihren Eltern auf der Farm, wo sie sich vor allem um die Tiere und den Hofladen kümmert. ...

Im dritten Band der Season Sisters dreht sich alles um die jüngste der Schwestern, Autumn. Sie lebt als einzige noch mit ihren Eltern auf der Farm, wo sie sich vor allem um die Tiere und den Hofladen kümmert. Doch ohne Summers Hilfe wären sie längst bankrott. Spring und ihr Freund Eathon möchten die Farmgebäude in ein B+B-Hotel umbauen. Da ist Autumn im Weg. Mit Hilfe von Sophie gelingt es Autumn über sich hinauszuwachsen und nach Deutschland zu reisen. Dort sollen ihre noch unbekannten, adligen Großeltern an der Mosel leben. Warum haben ihre Eltern das zeitlebens verschwiegen und jeden Kontakt zu ihnen abgebrochen?

Durch die Tagebücher von Mathilda Lange, die im 19. Jahrhundert jahrelang als Mätresse von Prinz Woldemar auf der Burg eingesperrt war, erfährt sie immer mehr über die Vergangenheit der Familie. Der Stammbaum stand immer an erster Stelle. Doch warum ist Autumns Mutter Leah so getriggert, dass sie ihre Herkunft verbirgt?

Anna Helford arbeitet wieder in zwei Zeitsträngen, einmal die Gegenwart, in der sich Autumns Leben mit dem Kennenlernen der Großeltern von Grund auf ändert und in der Vergangenheit in der ein irrer Prinz über das Leben seiner Familie und Mitmenschen regiert.

Spannend und emotional läuft die Geschichte wie ein Film vor dem inneren Auge ab. Der Schreibstil von Anna Helford ist einfach grandios. Sie versteht es, Vergangenheit und Gegenwart zu verknüpfen wie eine Einheit. Dafür erhält sie 5 verdiente Sterne von mir.

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Veröffentlicht am 04.08.2025

Deutsche Nachkriegsgeschichte gut verpackt

Der Kindersuchdienst (Kindersuchdienst 1)
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Hamburg 1955. Zwei junge Frauen suchen Arbeit. Die schüchterne, bescheiden lebende, ledige Mutter Annegret sowie die vornehme Reederstochter Charlotte, die in eine ungewollte Ehe gedrängt werden soll und ...

Hamburg 1955. Zwei junge Frauen suchen Arbeit. Die schüchterne, bescheiden lebende, ledige Mutter Annegret sowie die vornehme Reederstochter Charlotte, die in eine ungewollte Ehe gedrängt werden soll und deshalb zu ihrer ehemaligen Kinderfrau geflohen ist. Beide finden Anstellungen beim Kindersuchdienst des Roten Kreuzes und kämpfen damit Seite an Seite um das Schicksal tausender Waisen. Der zweite Weltkriegt ist seit zehn Jahren vorüber und trotzdem suchen noch unzählige Kinder nach ihren Eltern, bzw. Eltern nach ihren Kindern, die auf der Flucht verloren gingen oder ausgesetzt wurden, um zu überleben.

Antonia Blum schildert eindringlich und ergreifend, wie die Frauen vom Kindersuchdienst auch gegen Widerstände aus den eigenen Reihen alles erdenklich mögliche unternehmen, die Familien wieder zusammenzuführen. Dabei wachsen sie manchmal über sich selbst hinaus, trotz ihrer eigenen Probleme. Durch die Beispiele der Kinder Monika, Norbert und Eberhard wird deutlich, wie schwer sich die Suche der Angestellten gestaltet, wobei jedes kleinste Detail hilfreich ist.

Antonia Blum hat das sehr realistisch und bildhaft aufgezeigt. Der fließende, fesselnde Schreibstil und die gute Recherchearbeit waren mir schon von der Reihe "Kinderklinik Weißensee" bekannt. "Der Kindersuchdienst" ist ein emotionaler und trotzdem unterhaltsamer Roman, der viele tragische Schicksale von Kindern und Erwachsenen beleuchtet. Im Nachwort befinden sich erklärende Worte der Autorin. Band 2 des "Kindersuchdienstes" mit dem Titel "Im Sturm an deiner Seite" erscheint im Frühjahr 2026. Ich freue mich darauf! Band 1 empfehle ich sehr gern weiter.

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Veröffentlicht am 02.05.2025

Familiengeheimnissen auf der Spur

Die Bücherfrauen von Listland. Der Gesang der Seeschwalben
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Dies war mein erster Roman der Autorin Gabriella Engelmann. Schon das romantische Cover macht Lust, dieses Buch zu lesen.

Die Vergangenheitsgeschichte spielt in den Jahren ab 1937, wo die sechzehnjährige ...

Dies war mein erster Roman der Autorin Gabriella Engelmann. Schon das romantische Cover macht Lust, dieses Buch zu lesen.

Die Vergangenheitsgeschichte spielt in den Jahren ab 1937, wo die sechzehnjährige Lene Iwersen mit ihren Eltern Beeke und Konrad in Listland auf Sylt in einem typischen Reetdachhaus lebt. Das Nebenhaus wird an Sommerfrischler vermietet. Mutter wie Tochter sind Büchern sehr zugetan, daher der Name "Bücherfrauen". Als der junge Marten Behlau sich als Feriengast einmietet, verlieben sich Lene und er ineinander. Eine gemeinsame Nacht in den Dünen bleibt nicht ohne Folgen. Ab da spielt das Schicksal Lene übel mit.

Der Gegenwartsstrang erzählt von der fünfundfünfzigjährigen Journalistin Anna März, die nach Listland reist, um die fünfundachtzigjährige Bücherfrau Fenja Lorenzen zu interviewen. Leider findet sie nur einen Zettel im Haus vor, dass Fenja kurzfristig weg musste. Als ein starker Sturm tobt und das Reetdach beschädigt, versuchen Anna und Fenjas Tochter Elisa den Buchbestand vom Dachboden zu retten. Dabei findet Anna einen Gedichtband, der als Versteck für einen Samtbeutel und eine Dose dient. Damit ist Annas Interesse an Fenjas Lebensgeschichte erst recht geweckt. Doch wo ist Fenja?

Sehr ausführlich und detailliert erzählt Gabriella Engelmann abwechselnd den Lebensweg der Lene Iwersen, die einige Schicksalsschläge verkraften muss und ihrer zweiten Tochter entfremdet wird und von Martje Lorenzen, der Tochter von Lene, die nie verstehen konnte, warum ihr Stiefvater sie nie geliebt hat und ihre Schwester Fenja plötzlich verschwunden war. Fenjas Kinder Elisa und Eric wissen von all dem nichts und es ist an der Zeit, die Familiengeheimnisse zu offenbaren und daran zu heilen. Dabei unterstützt Anna März sie nach Kräften. Doch auch bei ihr schlummern noch ungeklärte Fragen aus der Vergangenheit, auf die noch nicht näher eingegangen wird. Das weckt Neugier.

Die Erzählstränge werden von Gabriella Engelmann gekonnt verknüpft und führen am Ende zu einem Ergebnis. Auf Martjes Geschichte dürfen wir uns in Band 2 "Der Duft des Strandhafers" freuen. Besonders gefallen haben mir die Beschreibungen von Flora und Fauna der Insel Sylt und der manchmal fast poetische Schreibstil. Dafür vergebe ich vier Sterne!

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