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Veröffentlicht am 28.09.2023

Unterhaltsamer historischer Kriminalfall aus Baden-Baden

Fräulein vom Amt – Spiel auf Leben und Tod
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Almas Spürsinn hat sich mittlerweile herumgesprochen. Deshalb bittet ihre Kollegin Friederike Alma, den Tod ihrer Cousine Gertrude zu erforschen. Diese wurde erstickt in der Wäschetrommel einer großen ...

Almas Spürsinn hat sich mittlerweile herumgesprochen. Deshalb bittet ihre Kollegin Friederike Alma, den Tod ihrer Cousine Gertrude zu erforschen. Diese wurde erstickt in der Wäschetrommel einer großen Wäscherei gefunden. Die Polizei glaubt an einen Unfall oder Suizid und hat den Fall bereits ad acta gelegt. Damit will sich Friederike jedoch nicht zufrieden geben. Im Laufe ihrer Nachforschungen stößt Alma auf eine Diebesbande, die es auf den Schmuck der illustren Gäste des internationalen Schachturniers in Baden-Baden abgesehen hat. Gibt es da einen Zusammenhang? Wie immer lässt Alma nicht locker, bis der Fall gelöst ist.

Das Autorenpaar Charlotte Blum nimmt die Leserschaft wieder mit ins mondäne Baden-Baden der 1920er Jahre, wo diesmal ein internationales Schachturnier stattfindet, das viele verfolgen wollen. Schach spielt aber hier nicht die Hauptrolle, Alma sieht sich vielmehr nicht nur mit dem Tod der jungen Gertrude konfrontiert, sondern versucht gleichzeitig die Diebstähle von edlem Schmuck aufzuklären. Und Alma wäre nicht Alma, wenn sie sich nicht selbst, ohne Rücksicht auf Verluste, in brenzlige Situationen hineinmanövrieren würde. Zum Glück erhält sie die Hilfe ihrer quirligen Freundin Emmi, ihres Cousins Walter und ihres Freundes Kommissar Ludwig Schiller.

Dieser dritte Band ist eine gelungene Fortsetzung der Reihe um das Fräulein vom Amt. Die Geschichte ist unterhaltsam, liest sich flüssig und spannend. Das erklärende Hintergrundwissen ist informativ, die Atmosphäre des Kurorts ist beim Lesen spürbar. Die verschiedenen Charaktere sind authentisch und gut herausgearbeitet. Besonders Alma und ihre Freunde sind durchweg sympathisch dargestellt.

Zum Ende bleibt die Frage offen, ob sich Alma für die Liebe entscheidet oder vielleicht beides miteinander verknüpfen kann. Darum hoffe ich auf mindestens einen weiteren Folgeband.

Das Cover ist mit der Goldprägung edel gearbeitet. Dem direkten Blick von Alma bleibt nichts verborgen.

4 Sterne

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Veröffentlicht am 21.09.2023

Berührende, fesselnde Geschichte

Tage im warmen Licht
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Aus einer persönlichen Not heraus zieht die Alleinerziehende Maria mit ihrer dreizehnjährigen Tochter Linnea vorübergehend in das geerbte Haus ihrer Oma Hanne aufs Land. Dort hat sie eine glückliche, behütete ...

Aus einer persönlichen Not heraus zieht die Alleinerziehende Maria mit ihrer dreizehnjährigen Tochter Linnea vorübergehend in das geerbte Haus ihrer Oma Hanne aufs Land. Dort hat sie eine glückliche, behütete Kindheit und Jugend mit ihren Freunden verbracht. Über zweiundzwanzig Jahre ist es her, dass sie ihre Heimat überstürzt verlassen hat und zu ihrem Vater nach München gezogen ist. Nun kehrt sie mit gemischten Gefühlen zurück und die alte Nachbarin Martha empfängt sie mit offenen Armen.

Kristina Pfisters Roman ist eine gefühlvolle, berührende, fesselnde und flüssig zu lesende Geschichte mit Tiefgang über Maria, die zweiundzwanzig Jahre lang ein einschneidendes Erlebnis verdrängt hat und nun am Ort des Geschehens mit den Geistern der Vergangenheit kämpft. Die Unterstützung und Solidarität, die damals fehlte, erfährt Maria nun von Martha, die eine ganz besondere Frau und Bezugsperson mit einem großen Herzen ist und von ihren neuen Freundinnen.

Alle Charaktere sind authentisch dargestellt, das Umfeld ist atmosphärisch, die Stimmungen und Gefühle werden gut transportiert. Ich bin sofort in der Geschichte angekommen. Maria lernt mit der Zeit, was Zusammenhalt und wahre Freundschaft bewirken können. So kann sie mit dem alten Problem abschließen und neu durchstarten. Für dieses besondere Buch gebe ich gerne fünf Sterne und spreche eine Empfehlung aus.

Das Cover hat mich leider nicht so angesprochen, es ist mir einfach zu unnatürlich, sowohl von den Farben, als auch von der Gestaltung her. Doch das Buch selbst hat mich überzeugt. 5 Sterne

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Veröffentlicht am 15.08.2023

Schön, aber kommt an die Vorgänger nicht heran

A Place to Shine
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Auf der nächtlichen Heimfahrt nach einem Treffen wird Poppy, die jüngste der McCarty-Schwestern Ersthelferin bei einem Autounfall. Ausgerechnet Trace Bradley, der bekannte Countrysänger, von dem Poppy ...

Auf der nächtlichen Heimfahrt nach einem Treffen wird Poppy, die jüngste der McCarty-Schwestern Ersthelferin bei einem Autounfall. Ausgerechnet Trace Bradley, der bekannte Countrysänger, von dem Poppy einst so enttäuscht wurde, ist der Verletzte. Aus Pflichtgefühl begleitet sie ihn ins Krankenhaus und wird dort für seine Freundin gehalten. Natürlich stürzt sich die Klatschpresse sofort auf die Geschichte. So müssen von Trace' Management alle Register gezogen werden, um den "Schaden" zu begrenzen.

Poppy ist das Nesthäkchen der Familie McCarty. Entsprechend ist ihre Rolle in diesem Kreis. Mit ihrem Baumhaushotel hat sie noch nicht den gewünschten Erfolg und ist deshalb immer in Geldnot. Nur deshalb lässt sie sich widerwillig auf einen Deal ein. Sie weiß eigentlich, was sie will und hatte Pläne für ihr Leben, die der plötzliche Tod ihres Vaters durcheinander gebracht hat. Umso enttäuschter ist sie von Trace, bei dem sie vor fünf Jahren Trost gesucht hat. Durch seine verletzende Handlungsweise hat er ihr Vertrauen zerstört. Doch Poppy und Trace müssen sich wohl oder übel zusammenraufen. Wir begleiten sie durch alle Höhen und Tiefen ihrer Gefühle.

Keine Frage: Cherry Hill ist ein Wohlfühlort, die Familie authentisch und herzlich, die Story ist plausibel, trotzdem sind bei mir die Gefühle nicht so ganz angekommen. Das mag vielleicht auch an meinem Alter und dem eingerosteten Englischkenntnissen liegen. Dafür kann die Autorin nichts. Das Buch empfehle ich deshalb vor allem auch jungen Leser*innen gerne weiter und gebe gute 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 13.08.2023

Krönendes Ende der fünfteiligen Familien-Saga - mitreißend und spannend

Die Perlenprinzessin. Schwarze Tränen
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Während Kapitän James Hutton alias "Lucky Jim" bereits in Hamburg weilt, ist seine Frau Ruth mit ihren Söhnen und treuen Freunden aus Tahiti auf der "Poerava" auf dem Weg dorthin. Gemeinsam wollen sie ...

Während Kapitän James Hutton alias "Lucky Jim" bereits in Hamburg weilt, ist seine Frau Ruth mit ihren Söhnen und treuen Freunden aus Tahiti auf der "Poerava" auf dem Weg dorthin. Gemeinsam wollen sie ihrem Schwager und Erzfeind Mathias Mensing das Handwerk legen und auf die Suche nach ihrer Mutter und den verschwundenen Geschwistern gehen. Doch die Intrige zieht weitere Kreise als gedacht. So müssen einige schwierige Abenteuer an diversen Schauplätzen bestanden werden, um die Familie wieder zu vereinen.

Der fünfte Band der Familien-Saga von Iny Lorentz hat mir noch besser gefallen als die ersten vier Teile und das will etwas heißen. Hier laufen alle offenen Fäden zusammen und finden einen krönenden Abschluss. Die Geschichte ist gewohnt mitreißend, spannend und bildlich geschrieben. Ich habe mich durchweg als Mitglied der Familie Simonsen gefühlt, habe mitgefiebert und mitgelitten, habe die Erfolge gefeiert und die Schadenfreude empfunden, wenn es den Gegnern an den Kragen ging - kurzum ich war mittendrin in der Geschichte. Leider ist die Saga hier zu Ende

Sie hat mir viele wunderbare Lesestunden beschert. Sehr gerne spreche ich eine Leseempfehlung aus und vergebe 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 13.08.2023

Unterhaltsamer Familienroman mit tollem Rahmen

Die verlorene Tochter
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Kellermeisterin Lily ist glücklich mit ihrem Beruf, den sie ihrem früh verstorbenen Vater zu verdanken hat. So sammelt sie derzeit Berufserfahrungen in den großen Weingütern der Welt. Kurz vor ihrer Abreise ...

Kellermeisterin Lily ist glücklich mit ihrem Beruf, den sie ihrem früh verstorbenen Vater zu verdanken hat. So sammelt sie derzeit Berufserfahrungen in den großen Weingütern der Welt. Kurz vor ihrer Abreise nach Italien erhält sie von einer Kanzlei ein Erbstück ihrer längst verblichenen Großmutter ausgehändigt. Die kleine Schachtel, die in einem Londoner Mutter-Kind-Haus gefunden wurde enthält nur zwei mysteriöse Zettel: Ein italienisches Rezept und einen Abriss eines Programms der Mailänder Scala von 1946. Was hat das zu bedeuten? Mit Hilfe des sympathischen Winzersohnes Antonio begibt sich Lily in Italien auf die Suche nach ihren Wurzeln.

In zwei abwechselnden Zeitsträngen erzählt uns Soraya Lane erstens von der Suche Lilys und Antonios nach der Identität ihrer Oma, zweitens eine herzzerreißende, berührende Liebesgeschichte zwischen der Ballerina Estee und dem Bäcker Felix, die durch Intrigen der Familie nicht zusammen kommen können. Geschickt verbindet sie diese Stränge, verrät aber nie zu viel, so dass die Spannung bis zum Schluss erhalten bleibt.

Die Protagonistinnen sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart sind alle authentisch und zumeist sehr herzlich charakterisiert. Das toll beschriebene italienische Lebensgefühl und der landschaftliche Rahmen laden zum Träumen ein, ebenso wie das romantische Cover. Ein wunderbares, unterhaltsames, lesenswertes Buch für Musestunden! Es ist der erste Band einer achtteiligen Saga um verlorene Töchter in der ganzen Welt. Ich freue mich auf die weiteren Geschichten. 5 Sterne

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