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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.03.2025

Unausgewogen

Bis die Sonne scheint
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Christian Schünemann hat mit "Bis die Sonne scheint" eine ungewöhnlich erzählte Familiengeschichte vorgelegt. Es geht nicht nur (wie nach der Leseprobe erwartet) um Daniel und seine Eltern in den 80er ...

Christian Schünemann hat mit "Bis die Sonne scheint" eine ungewöhnlich erzählte Familiengeschichte vorgelegt. Es geht nicht nur (wie nach der Leseprobe erwartet) um Daniel und seine Eltern in den 80er Jahren, sondern auch um die Vergangenheit der Familie. Zunächst erfährt Daniel eher versehentlich das seine Eltern pleite sind. "Nehmen wir uns einen Strick?" fragte die Mutter.
Die erfolgreichen Geschäftsleute haben das Geld gerne mit vollen Händen ausgegeben. Die Umstellung in die Sparsamkeit nach der Flaute in den Unternehmungen gelingt nicht wirklich. Der Schein soll gewahrt werden und so werden auch unvernünftige Dinge entschieden.
Parallel dazu erzählt Schünemann auch über die Vergangenheit, dazu verwendet er Rückschauen, die er besonders einleitet, das ist interessant gemacht.
Durch die Perspektivwechsel und die unterschiedlichen Zeiten erhielt das Buch für mich Unausgewogenheiten, der Lesefluss wurde gestört, weil die Übergänge für mich nicht passten.
Nicht alle Familienmitglieder werden gleichermaßen gut vorgestellt, einige bleiben sehr im Hintergrund.
Insgesamt habe ich das Buch trotz der Kritikpunkte gerne gelesen.

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Veröffentlicht am 08.02.2025

Dankbarkeitstagebuch

Segen hoch sieben
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Dieses christliche Dankbarkeitstagebuch ist wunderschön, Haptik und Optik laden ein, es in die Hand zu nehmen und sich damit zu beschäftigen. Die farbliche Gestaltung ist sehr gelungen, die Farben sind ...

Dieses christliche Dankbarkeitstagebuch ist wunderschön, Haptik und Optik laden ein, es in die Hand zu nehmen und sich damit zu beschäftigen. Die farbliche Gestaltung ist sehr gelungen, die Farben sind eher pudrig und zurückhaltend, so dass sich nichts in den Vordergrund drängt und der Fokus auf der Frage der Seite liegt. Das Buch ist etwas größer als A5, die Seiten sind etwas fester, so dass nichts durchdrückt oder stört, wenn man etwas ausfüllt und dann umblättert.

In diesem Buch gibt es kein Kalendarium, es werden keine täglichen Ereignisse festgehalten. Auf den Seiten stehen Anregungen, Fragen, Anmerkungen und Tipps, die dazu einladen zu reflektieren und das Ergebnis festzuhalten. Dabei muss man nicht chronologisch vorgehen, sondern kann sich quer durch das Buch "bewegen". Nicht jedes Thema lässt sich leicht, vollständig oder sofort beantworten. Auf vielen Seiten findet sich Platz für sieben Antworten. Man kann die Felder auf einmal ausfüllen oder nach und nach, so ist es möglich, das sich das Buch erst mit der Zeit füllt, weil Antworten auch später ergänzt werden können.

Fragen sind z.B.: Was magst du an dem Ort, an dem du gerade lebst? Dinge, die du gelernt hast - auch wenn es am Anfang schwer war. Was an deiner Arbeit macht dich dankbar? Wenn du auf die vergangenen Tage blickst: Welche Momente oder Erlebnisse machen dich dankbar? Was verbessert zuverlässig deine Stimmung, wenn du einen schlechten Tag hast?

Ab und an sollen auch Schnappschüsse oder Fotos eingeklebt werden, manche Fragen wiederholen sich. Ich mag die Vielfalt der Fragen, die unterschiedlicher Leichtigkeit aufweisen.

Eine sehr schöne Gelegenheit sich auf die Suche nach dem Segen und den guten Dingen im Leben zu machen. Kleinigkeiten wahrnehmen, die man oft nicht beachtet oder als Selbstverständlichkeit voraussetzt. Der christliche Aspekt ist wunderbar leicht mit eingearbeitet und gefällt mir gut.

"Die glücklichsten Menschen sind nicht die, die am meisten haben, sondern die, die am meisten danken können." W.J. Oehler

Ein inspirierendes Dankbarkeitstagebuch, das ich gerne weiterempfehle und dass sich auch toll als Geschenk eignet.

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Veröffentlicht am 08.02.2025

erfrischende Lebenseinstellung eines Pastors

Jesus, meine Küche und unser Appetit auf Frieden
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Der Autor erzählt in diesem Buch aus seinem bewegtem Leben und von seinen Leidenschaften. Er versucht Menschen zu erreichen und zu verbinden, damit die Welt ein wenig besser wird. Die gelebte Nächstenliebe ...

Der Autor erzählt in diesem Buch aus seinem bewegtem Leben und von seinen Leidenschaften. Er versucht Menschen zu erreichen und zu verbinden, damit die Welt ein wenig besser wird. Die gelebte Nächstenliebe am gedeckten Tisch ist sein Lebensmotto, sein Lebensthema ist der Frieden. Damit meint er vor allem einen inneren Frieden, ein tiefes vollkommen gutes Gefühl, das einen Menschen in sich selbst zu Hause fühlen lässt.

In seiner Gemeinde hat er 2015 Friedensmenüs etabliert, die in unterschiedlicher Größe und Gestaltung bis heute stattfinden. Dabei kombiniert er auf einem Teller gerne Gerichte von zwei Ländern, die im Konflikt miteinander stehen. Diese Veranstaltungen werden gut angenommen, es geht um den Frieden zwischen Ländern und Menschen, aber vor allem auch um den persönlichen Frieden. Er liebt es zu kochen und Menschen damit zusammenzuführen. "Es ist so leicht, den Menschen zu zeigen, dass sie gesehen werden. Es kostet uns lediglich Zeit und die nötige Offenheit."

Wenn mehr solcher Menschen in den Kirchen tätig wären, wären sie vermutlich voller. Aktiv auf Mitmenschen zuzugehen, ihnen zuzuhören und darauf angemessen zu reagieren ist leider nicht mehr an der Tagesordnung. Ein gedeckter Tisch ist eine tolle Gelegenheit, die man nur nutzen muss.

Der Autor plaudert angenehm über sein Leben, die Kontakte, die er knüpft, die Projekte, die ihn erfüllen und seine Familie. Das Lesen geht locker voran, als lausche man einem Freund. Ab und an streut er auch eines seiner Rezepte ein. Es gab aber nicht nur rosige Zeiten. Er wurde in Brasilien geboren und hatte keine leichte Kindheit. Seine Erfahrungen waren teils heftig, der Weg nicht immer gerade. Es ist interessant zu erfahren, wie er seinen Weg zu Gott und seine Berufung fand, auf welchen Wegen er schließlich nach Deutschland gelangte und Vater zweier Söhne wurde.

Mir gefällt der lockere Erzählstil, der Tiefe aber nicht vermissen lässt. Ein besonderes Leben, das voller Liebe und Engagement gelebt wird und ein Engagement und eine Hoffnung, die ansteckend sind.

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Veröffentlicht am 07.02.2025

Anstiftung zur Abwechslung

30 Pflanzen pro Woche
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Katharina Seiser hat hier ein Buch herausgegeben, dass umfassend zum Thema Darm Mikrobiom informiert. Auf rund 50 Seiten erfährt man einiges über pflanzenbasierte abwechslungsreiche Ernährung. Es wird ...

Katharina Seiser hat hier ein Buch herausgegeben, dass umfassend zum Thema Darm Mikrobiom informiert. Auf rund 50 Seiten erfährt man einiges über pflanzenbasierte abwechslungsreiche Ernährung. Es wird aber kein Bashing von Fleisch, Milchprodukten und Eiern betrieben, sondern der Fokus liegt auf den Pflanzen. Bevor es losgeht gibt es noch Ideen für mehr Pflanzenvielfalt nach Saison, je nach Tageszeit, für unterwegs, im Restaurant, mit Resten usw. Viele der Tipps sind praktisch und leicht umzusetzen. Es gibt auch Listen, um seine verzehren Pflanzen pro Woche zu zählen, das motiviert gleich zum mitmachen. Über das Zählen kommt man schnell in die Vielfalt.

Der anschließende Rezeptteil ist in kalt, warm, süß eingeteilt. Es gibt jeweils ein Rezept pro Doppelseite, wobei eine Seite immer ein sehr ansprechendes Foto des fertigen Gerichtes zeigt. Neben der Überschrift auf der anderen Seite findet sich die Angabe, wieviele Pflanzen das Gericht enthält. Eine übersichtliche Zutatenliste gibt auch an, für wieviele Personen das Gericht ist. Die Zubereitung ist nachvollziehbar erklärt. Vieles ist etwas aufwendiger, aber man erhält immer ein gelungenes leckeres besonderes Essen. Auf Zeit- und Nährwertangaben wurde verzichtet. Am Ende finden sich jeweils Tipps zur Abwandlung, Aufbewahrung, Vereinfachung oder zur Beilage. Die verwendeten Gewürze waren in meiner Küche bereits vorhanden, die frischen Zutaten bekommen man problemlos im Handel, es ist nur gelegentlich etwas ausgefalleneres dabei.

Mir gefällt das Kochbuch sehr gut, die Rezepte sind von mehreren unterschiedlichen Köchen (Haya Molcho, Stevan Paul, Mochi, Karma Food u.v.a.) beigesteuert worden, so ergibt sich ein abwechslungsreicher Mix.

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Veröffentlicht am 07.02.2025

Krebs verständlich erklärt für viele Altersstufen

Krebs erklärt für Klein und Groß
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Dieses Sachbuch erklärt sehr verständlich, klar und sachlich Krebserkrankungen und geht einfühlsam auf alle Fragen ein, die rund um dieses Thema entstehen. Hier wird fragenorientiert gearbeitet, was mir ...

Dieses Sachbuch erklärt sehr verständlich, klar und sachlich Krebserkrankungen und geht einfühlsam auf alle Fragen ein, die rund um dieses Thema entstehen. Hier wird fragenorientiert gearbeitet, was mir ausgesprochen gut gefällt. Denn genau diese Fragen, die hier als Überschriften für die einzelnen Kapitel ausgewählt wurden, stellen Kindern häufig, wenn sie von einer Krebserkrankung in der Familie erfahren. Die Krankheit wird definiert, und wer alles krank werden kann. Tumor, Krebszellen, Krebsarten, Blut, verschiedene Untersuchungsmöglichkeiten und Therapien werden vorgestellt. Die Veränderung der Zellen, der Tod und was tot sein bedeutet, werden ebenso thematisiert wie die Vorstellungen des Todes in unterschiedlichen Religionen. Traurig sein, Gefühle und Tricks was man tun kann, wenn es jemandem nicht gut geht runden das Buch ab, bevor es noch Tipps für die Eltern gibt.

Mich hat dieses Buch begeistert. Durch die Illustrationen und die kurzen einfachen Erläuterungen ist es sehr gut geeignet für Kinder. Die Bilder veranschaulichen die Erklärungen wunderbar. Sie zeigen worum es geht, so ist es möglich, auch mit jüngeren Kindern mit dem Buch zu arbeiten. Man kann die Bilder betrachten und die Erläuterungen aus dem Text selbst wiedergeben oder vorlesen, je nach Alter und Verständnis.

Die schwierigen genannten Themen werden sehr einfühlsam, kurz aber präzise und ausreichend erklärt. Kein Buch für alle Tage, aber sehr wertvoll, wenn man betroffen ist und ein Kind Fragen hat, für die einem vielleicht gerade die Worte fehlen. Dieses Buch ist dann sicherlich eine wertvolle Hilfe, um ins Gespräch zu kommen, Antworten zu vermitteln und so der Ungewissheit und Angst entgegenzuwirken. Ich wünschte wir hätten dieses Buch vor ein paar Jahren gehabt, als wir betroffen waren.

Mir gefällt auch, das die einfachen Bilder, trotz aller Schwere eine gewisse Leichtigkeit bergen, die Fröhlichkeit und Humor aufzeigen.

Von uns gibt es eine begeisterte Empfehlung und die besten Wünsche.


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