Jahreshighlight 2025!
Rezi „No Hard Feelings“
Titel: No Hard Feelings
Autorin: Genevieve Novak
Verlag: pola
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Penny fühlt sich, als hätte sie im Leben versagt. Sie hat einen On-Off-Freund, ...
Rezi „No Hard Feelings“
Titel: No Hard Feelings
Autorin: Genevieve Novak
Verlag: pola
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Penny fühlt sich, als hätte sie im Leben versagt. Sie hat einen On-Off-Freund, der nie zurückruft, auf die Beförderung wartet sie schon seit Ewigkeiten und generell möchte sie einfach, dass ihr richtiges Leben beginnt. Sie möchte es mit Max schaffen, ihre herrische Chefin beeindrucken und die Panikattacken in den Griff bekommen. Ihr Leben soll endlich so erfolgreich werden wie das ihrer besten Freundinnen Annie, die bald Partnerin in einer Kanzlei wird, Bec, die sich verlobt hat, oder Leo, der sorglos Party macht. Aber schlechte Gewohnheiten sind schwer abzulegen und wenn einem das Scrollen durch Instagram, der Kater am nächsten Morgen und die andauernde Selbstkritik so bekannt sind, wie soll man sich dann von ihnen lösen?
Ich sage es einfach direkt am Anfang: pola hat schon wieder einen Knaller rausgehauen. Schon auf Bookstagram habe ich viel Gutes über „No Hard Feelings“ gesehen und gehört, was auch mit ein Grund ist, aus dem ich das Buch lesen wollte. (Mal ganz abgesehen vom schönen Cover.) Ich musste überprüfen, ob das Buch wirklich dem Hype gerecht wird.
Und ja, das wird es. Es fängt bereits mit dem fesselnden und ehrlichen und einmaligen Schreibstil der Autorin an, der eine Mischung aus Zynismus, Ernst und Humor mit sich trägt, die ich niemals so nachmachen könnte. Liebe ich.
Weiter geht es mit den tollen, dreidimensionalen und ausgearbeiteten Charakteren und natürlich Penny, der Protagonistin, die so wahnsinnig realistisch ist. Ihr selbstkritisches Denken, ihre schlechten Angewohnheiten, das Gefühl nie genug zu sein — das kennt wohl jedes Mädchen und jede Frau. Sich in einer Welt behaupten zu müssen, die möchte das Frauen erfolgreich im Job, in der Familie, in Freundschaften, in ihren Hobbies und im Aussehen sind, kann manchmal paralysierend wirken. Vor allem wenn man dann noch so Freundinnen wie Penny hat, die es in den Augen unserer Gesellschaft geschafft haben, sich ein erfolgreiches Leben aufzubauen. Meiner Meinung nach gibt es viel zu wenige Bücher, die diese Thematik gut und realistisch rüberbringen. „No Hard Feelings“ schafft aber genau das.
Dazu kommt der gelungene Spannungsbogen. Obwohl ich als Leserin mich in Penny hineinversetzen konnte und mit ihr mitgefühlt habe, wollte ich sie einfach manchmal schütteln. Die ganze Zeit habe ich darauf gewartet, dass sie ihr Leben in die Hand nimmt — dass hat mich echt wahnsinnig gemacht (auf eine gute Art).
Schlussendlich verstehe ich den Hype um das Buch absolut. Ich unterstütze ihn sogar: „No Hard Feelings“ bekommt von mir 5 Sterne und ihr bekommt von mir die Aufforderung, das Buch so schnell wie möglich zu lesen!!!