Gereon Raths siebter Fall
Marlow„Marlow" lässt den Lesenden aus dem kleinen Hänger, welcher „Lunapark" hinterlassen hat, wieder herausholen.
In diesem Band geht Volker Kutscher mit Gereon Rath neue Wege, indem nicht der Kriminalfall ...
„Marlow" lässt den Lesenden aus dem kleinen Hänger, welcher „Lunapark" hinterlassen hat, wieder herausholen.
In diesem Band geht Volker Kutscher mit Gereon Rath neue Wege, indem nicht der Kriminalfall präsent die Handlung einnimmt, sondern insbesondere die Charaktere neben Gereon mehr in den Fokus rücken.
Charly, Marlow sowie Fritze lernen die Lesenden näher kennen und ihre Vergangenheiten lassen Rückschlüsse zu, weshalb sie so sind, wie sie zu diesem Zeitpunkt sind.
Es ist eine erfrischende Abwechslung ab Band 7, dass der Kriminalfall zwar Aufhänger zum weiteren Verlauf der Handlung bietet, diese jedoch in einigen Teilen losgelöst vom Fall handelt.
Besonders spannend finde ich ebenso die Vernetzung zwischen dem weiterhin auflebenden Nationalsozialismus', aber ebenso die innerliche Zerrissenheit sowohl bei Gereon als auch bei Fritze. Bei Fritze erwacht immer mehr der Druck aus seinem Freundeskreis und seinem Umfeld der HJ, während bei Gereon das soziale Umfeld der Erwachsenen dies auslöst. Insbesondere wird dies beim Reichsparteitag in Nürnberg deutlich.
Aus dem kleinen Tief durch „Lunapark" konnte mich „Marlow" schnell herausholen. Der Band überzeugt mit historischem Kontext, weitläufigem Charakterbuilding und Neuerung im Vergleich zu den vorherigen Bänden.
Die Spannung bleibt von Anfang bis Ende bestehen und man fliegt über die Seiten. „Marlow" ist ein gutes Argument nach „Lunapark" nicht den Kopf in den Sand zu stecken.