Zwischen großer Idee und enttäuschter Erwartung
Keeping it casual„Keeping it causal“ hat durch den Klappentext meine Neugierde geweckt, denn die Mischung aus der Tiefe, welche durch die anstehende Hirn-OP ausgelöst wird, gepaart mit einer „Leichtigkeit“ einer RomCom, ...
„Keeping it causal“ hat durch den Klappentext meine Neugierde geweckt, denn die Mischung aus der Tiefe, welche durch die anstehende Hirn-OP ausgelöst wird, gepaart mit einer „Leichtigkeit“ einer RomCom, habe ich bisher nicht häufig gesehen bzw. gelesen.
Ich mochte die Idee eines Kennenlernens über Tinder, wodurch auch die Lesendenschaft nicht mehr über den männlichen Protagonisten in Erfahrung bringen, als Maxine selbst. Wir lernen ihn im Grunde mit ihr kennen ohne weitere Informationen, welche ihr verwehrt werden. Dass Maxine und Johnny sich über ein Kochprojekt annähern finde ich eine süße Idee, auch dass wir als Lesenden die Rezepte im Anhang des Buches erhalten.
Leider konnte mich das Buch jedoch trotz meines Interesses sowie die Vorfreude nicht überzeugen.
Ich konnte weder zu Maxine noch zu Johnny eine Verbindung aufbauen, wodurch beide für mich weit entfernt waren und ich demnach auch wenig Handlungsschritte nachvollziehen konnte. An einigen Stellen hat sich die Handlung somit überstürzt für mich angefühlt und zu weit hergeholt.
Grundsätzlich mag ich Charaktere, welche Ecken und Kanten haben und somit realitätsnaher agieren, jedoch war Maxines Naivität nach dem ersten Drittel des Buches zu viel. Sie ist mir nicht als erwachsene Frau erschienen.
Ich hätte mir mehr den Fokus auf Maxines persönliche Weiterentwicklung durch ihren Schicksalsschlag gewünscht, statt des Romance-Anteiles, welcher für mich an einigen Stellen sehr erzwungen gefühlt hat. Insbesondere das Ende hat mich nicht mit einem beflügelten Gefühl aus dem Buch sowie der Welt von Maxine und Johnny entlassen, sondern eher mit einer Enttäuschung hinsichtlich der durch den Klappentext suggerierten Handlung im Vergleich zum tatsächlichen Inhalt.
Es ist ein süßes Buch für zwischendurch, jedoch sollte man nicht (wie ich) einen bestimmten Handlungsverlauf im Kopf haben, wenn man zu lesen beginnt.