Der sechste Rath-Roman | Vom Autor der Romanvorlage zu Babylon Berlin
Rath legt sich mit der Berliner Unterwelt an
Kommissar Gereon Rath soll die Morde an zwei SA-Männern aufklären und entdeckt Verbindungen zu einem zerschlagenen Ringverein, der seine kriminellen Aktivitäten als SA getarnt fortsetzt. Alles deutet auf eine Mordserie hin. Während der Ermittlungen wird die politische Lage immer brisanter: Gereon Raths Frau Charly kommt in SA-Haft, und er selbst gerät in einen Strudel sich überschlagender Ereignisse, an deren Ende er massiv unter Druck gesetzt wird: Er soll einen Mord ausführen! Volker Kutscher liefert atemlose Spannung und das packende Porträt politisch höchst unruhiger Zeiten.
»Milieusicher und atmosphärisch dicht lässt der gelernte Historiker Kutscher das historische Berlin noch einmal ziemlich lebendig werden.« Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
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Ich mochte besonders an diesem Buch wie einfach es durch die Geschichte wird sich in die Zeit zu versetzen und sie mit den Charakteren zu erleben, welche einem schon so sehr ans Herz gewachsen sind. Lunapark ...
Ich mochte besonders an diesem Buch wie einfach es durch die Geschichte wird sich in die Zeit zu versetzen und sie mit den Charakteren zu erleben, welche einem schon so sehr ans Herz gewachsen sind. Lunapark war für mich genau das was ich erwartet hatte und doch noch so viel mehr.
Berlin 1934: Als ein SA-Mann tot aufgefunden wird, wird Rath mit den Ermittlungen betraut. Anstelle eines politisch motivierten Mordes gehen Gereons Überlegungen in eine andere Richtung und führen ihn ...
Berlin 1934: Als ein SA-Mann tot aufgefunden wird, wird Rath mit den Ermittlungen betraut. Anstelle eines politisch motivierten Mordes gehen Gereons Überlegungen in eine andere Richtung und führen ihn mal wieder zu den Ringvereinen.
Die politische Lage spitzt sich immer weiter zu, was auch in der Krimi-Handlung sehr gut eingearbeitet ist. Man spürt den Zwiespalt der Protagonisten ob das was sie tun wirklich das Richtige ist. Auch Gereon ist nicht frei von Zweifeln und als dann auch noch Charly in Bedrängnis gerät muss Gereon handeln, auf eigene Faust.
Die Veränderungen von den Roaring Twenties zu einer Zeit des Gleichschritts fängt der Autor hier sehr gut ein. Auch wie Gereon Rath sich unangepasst anzupassen versucht und durch Köpfchen und Glück immer wieder misslichen Lagen entkommen kann gefällt mir. Also ich wurde auch hier wieder bestens unterhalten und möchte deshalb auch diesen Serienband weiterempfehlen.
„Lunapark“ ist für mich leider der bislang schwächste Teil der Gereon-Rath-Reihe. Obwohl Volker Kutschers eingängige Sprache und die historische Detailtreue weiterhin auf hohem Niveau sind, konnte mich ...
„Lunapark“ ist für mich leider der bislang schwächste Teil der Gereon-Rath-Reihe. Obwohl Volker Kutschers eingängige Sprache und die historische Detailtreue weiterhin auf hohem Niveau sind, konnte mich dieser Band im Vergleich zu den Vorgängern leider erzählerisch nicht vollständig überzeugen.
Stellenweise wirkt die Handlung langatmig und in Teilen sogar gezwungen oder unnötig gestreckt. Besonders schade finde ich, dass einige Ereignisse mit großem Spannungspotenzial vergleichsweise knapp abgehandelt werden, während andere Handlungsstränge sehr viel Raum einnehmen ohne dabei wirklich fesselnd zu sein. Dadurch entsteht für mich ein unausgewogenes Erzähltempo durch welches spannende Momente zu schnell verpuffen, während weniger interessante Passagen sich schwerfällig lesen.
Die Protagonisten bleiben zwar grundsätzlich gut gezeichnet und auch das düstere, politisch aufgeladene Berlin der frühen 1930er Jahre ist weiterhin eindrucksvoll inszeniert, doch die narrative Dynamik früherer Bände fehlt hier spürbar.
Gereon finde ich in diesem Band zu naiv, indem er den politischen Wandel immer nur als „kurzzeitig“ bezeichnet und nicht wirklich ernst nimmt. Einerseits spiegelt sich in ihm natürlich das damalige Denken des Großteils der Gesellschaft wieder, jedoch finde ich es bei Gereon nicht sehr gut platziert. Als Kommissar denkt er in den letzten Bänden weit voraus, ist auf der Hut und verknüpft Sachverhalte schnell - Wieso ist er genau hier naiv? Auch hinsichtlich der Lösung des Falles wirkt es eher so, als wäre er Anfänger und würde in seinem ersten Fall ermitteln, da er offensichtliche Hinweise nicht verknüpft und in Teilen vollständig außer acht lässt, wodurch auch für mich die Handlung nicht besonders in Schwung gekommen ist. Für mich passt dies leider nicht zu den vorherigen Bänden.
Insgesamt ist „Lunapark“ kein schlechtes Buch, aber im Vergleich zu den anderen Teilen der Reihe leider jener Band, welcher mich am wenigsten überzeugt hat.