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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.01.2026

Nicht meins

Rabid
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Auf dieses Buch war ich wegen des tollen Covers neugierig, außerdem wollte ich einmal in ein anderes Genre hineinschnuppern. Leider war das keine so gute Idee, mich konnte die Geschichte gar nicht abholen. ...

Auf dieses Buch war ich wegen des tollen Covers neugierig, außerdem wollte ich einmal in ein anderes Genre hineinschnuppern. Leider war das keine so gute Idee, mich konnte die Geschichte gar nicht abholen. Laut Klappentext war bei dem beschriebenen Plott klar worum es geht und das Ende vorhersehbar. Für ein paar entspannte Lesestunden ist das häufig das Richtige, dennoch fand ich die Umsetzung extrem schlecht. Die einzelnen Figuren fand ich schwach angelegt und eine wirkliche Entwicklung konnte ich nicht feststellen. Durch die dominante Wölfin nach dem schief gelaufenen Ritual, die Gruppen und Beziehungen wäre hier einiges möglich gewesen, doch das Ganze plätschert nur so vor sich hin, die Spannung fehlte. Dies sollte wohl mit viel Spice gerettet werden, doch auch diese Szenen wirkten so hölzern, dass ich sie ungern gelesen habe. Die Triggerwarnungen sind jedoch sehr berechtigt und sollten beachtet werden.
Von mir gibt es 2,5 Sterne, die ich aufrunde wo es nötig ist.

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Veröffentlicht am 11.01.2026

Nachkriegskrimi

Die weiße Nacht
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Anne Stern hat mit „Die weiße Nacht“ einen Reihenauftakt für ein interessantes Ermittler Duo vorgelegt. Das Setting ist der Hungerwinter 1946/47, Lou Faber ist eine junge Fotografin, die auf der Suche ...

Anne Stern hat mit „Die weiße Nacht“ einen Reihenauftakt für ein interessantes Ermittler Duo vorgelegt. Das Setting ist der Hungerwinter 1946/47, Lou Faber ist eine junge Fotografin, die auf der Suche nach emotionalen Motiven eine Tote mit gefalteten Händen, in den Ruinen auffindet. Sie unterstützt den Kriminalkommissar Alfred König bei seinen Ermittlungen. Es bleibt nicht bei dieser einen Leiche, und die nahe Vergangenheit spielt mit in die Ermittlungsarbeit.
Die Zeit und ihre Ereignisse haben die Menschen geformt, so lernen wir hier Figuren kennen, die ihr Päckchen zu tragen haben und somit besondere Ecken und Kanten haben. Anne Stern ist es gelungen, ein authentisches Bild dieser schweren Zeit zu zeichnen und lebensnahe Figuren zu kreieren, auch die Nebenfiguren sind gut ausgestaltet und wirken realistisch. Der Konflikt zwischen richtig und falsch, Opfern und Tätern war in dieser Zeit besonders schwer, da die Vergangenheit die Gegenwart immer überschattet hat. Das Treiben auf dem Schwarzmarkt, die Polizeiarbeit und auch die Einmischung der Politik sind gut in die Handlung eingeworben worden. Mir hat das Buch sehr gut gefallen

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Veröffentlicht am 11.01.2026

bewegende Familiengeschichte

Uns führt der Mut
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Dieses Buch ist ein Reihenauftakt zu einer Trilogie. Die Familiengeschichte rankt sich um das Unternehmen Otto Kaiser AG, die 1932 in den roten Zahlen steckt. Eine Verbindung der jüngsten Tochter Emma ...

Dieses Buch ist ein Reihenauftakt zu einer Trilogie. Die Familiengeschichte rankt sich um das Unternehmen Otto Kaiser AG, die 1932 in den roten Zahlen steckt. Eine Verbindung der jüngsten Tochter Emma mit dem Unternehmersohn Franz von Altrock könnte eine Wendung herbeiführen. Doch Franz steht der NSDAP nahe, die Emma nicht mag. Als Max Dietrich in der Kaiser AG anfängt, bringt er vielversprechende innovative Ideen mit, doch er verbirgt etwas.

Das Buch spiegelt sehr gut das Zeitgeschehen Dresdens in den 30erJahren wider. Die Familiengeschichte, die Not, die politische Entwicklung und schließlich auch die politische Bedrohung sind gut herausgearbeitet. Der christliche Glaube ist gut mit eingearbeitet, das Gottvertrauen und die Hilfsbereitschaft aus der christlichen Überzeugung heraus werden hier glaubhaft und selbstverständlich dargestellt, was mir gut gefällt.

Emma gerät zwischen die moralischen Fronten: Soll sie die Familie mit einer sicheren Verbindung retten oder ihrem Gefühl folgen? Das in der Familie jüdische Verwandtschaft vorkommt, die ihr lieb und teuer ist, erleichtert ihre Lage nicht. Damals mussten Äußerungen und Taten oft zur eigenen Sicherheit gut abgewogen werden. Denunzianten waren gefährlich und viele Menschen ließen sich in ihrer Verzweiflung über die Lebenssituation hinreißen der Propaganda zu folgen.

Ein spannender erster Teil, ich freue mich auf die Fortsetzungen, die hoffentlich genauso spannend und unterhaltsam Zeitgeschichte vermittelt und über das weitere Schicksal der Familie Kaiser erzählt.

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Veröffentlicht am 13.12.2025

Mord in Mariensicht

Das Forsthaus
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Katharina wird von ihrem Mann vor vollendete Tatsachen gestellt. Er hat ihr Leben von Berlin in ein Dorf im Westerwald verlegt. Hier möchte der Architekt eine abgelegene Forsthausruine in ein Heim für ...

Katharina wird von ihrem Mann vor vollendete Tatsachen gestellt. Er hat ihr Leben von Berlin in ein Dorf im Westerwald verlegt. Hier möchte der Architekt eine abgelegene Forsthausruine in ein Heim für sie verwandeln. Nach einigen Fehlgeburten ist Katharina psychisch und physisch ausgelaugt, den Job als freie Journalistin übt sie vorerst nicht aus. Die Ehe scheint mehr richtig zu funktionieren, schnell wird klar, dass die Ursachen nicht nur in Katharinas unverarbeitetem Leid liegen. Das Dorf Mariensicht wird sehr klischeehaft beschrieben, dennoch wirkt es mit seiner Enge, den Bewohnern und den allzeit offenen Augen und Ohren sehr authentisch. Katharina sucht Kontakte, doch das gestaltet sich schwierig. In der Ruine entdeckt sie Spuren der Vorbesitzer, die auch auf ein Verbrechen hinweisen. Der journalistische Instinkt wird bei Katharina sofort wach und sie beginnt den Spuren der Vergangenheit auf den Grund zu gehen. So entspinnt sich eine zweite Geschichte auf einer anderen Zeitebene, die ich noch spannender fand als die Gegenwart, die sich doch recht bald als vorhersehbar abzeichnete. Der Kriminalfall der Vergangenheit wirkt bis in die Gegenwart und überrascht mit ungeahnten Wendungen. Wie gut diese gemacht waren offenbarten die vielen falschen Vermutungen in einer Leserunde. Am Ende werden alle Fragen beantwortet. Katharinas neue Jobaussichten lassen vermuten, dass es hier Fortsetzungen geben könnte, ich wäre dann gerne wieder mit dabei.

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Veröffentlicht am 28.11.2025

guter Ratgeber

Tierschutzhund Lieblingshund
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Alles rund um die Adoption eines Tierschutzhundes, hier bleibt keine Frage unbeantwortet.
Das Thema wird wirklich sehr umfassend aufgearbeitet. Angefangen mit seriösen Tierschutzvereinen und wie man sie ...

Alles rund um die Adoption eines Tierschutzhundes, hier bleibt keine Frage unbeantwortet.
Das Thema wird wirklich sehr umfassend aufgearbeitet. Angefangen mit seriösen Tierschutzvereinen und wie man sie erkennt, über Pflegestellen, die Situation in Deutschland mit ihren Besonderheiten und Risiken. Warum sollte man überhaupt Tiere aus dem Ausland adoptieren u.v.m wird hier ausführlich diskutiert.
Auch der Hund mit seinen Lebensphasen im Allgemeinen wird vorgestellt und welche Besonderheiten es geben kann, je nachdem was der Hund erlebt hat. Ein Selbsttest und auch Fragen rund um die notwendige Ausstattung runden das Buch ab.
Selbst hinsichtlich der Erziehung gibt es Tipps, aber diese sind natürlich nicht so erschöpfend beantwortet, das würde den Umfang des Ratgebers sprengen, trotzdem finden sich hier viele wertvolle Tipps.
Ein rundum gelungener Ratgeber, der Allen, die an Tierschutzhunden interessiert sind, wirklich weiterhelfen kann.

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