Dies ist der letzte Teil der Trilogie um die Norwegerin Clara Lofthus. Dieser Band startet in Nairobi. Clara leitet hier ein Hilfsprojekt an einer Schule. Bei einem Terroranschlag während einer Veranstaltung ...
Dies ist der letzte Teil der Trilogie um die Norwegerin Clara Lofthus. Dieser Band startet in Nairobi. Clara leitet hier ein Hilfsprojekt an einer Schule. Bei einem Terroranschlag während einer Veranstaltung rettet sie die Kinder, dadurch wird sie in den Medien zur Heldin gekürt. Später kehrt sie nach Norwegen zurück und möchte wieder das politisches Amt der Justizministerin übernehmen. Doch ihre Vergangenheit droht sie einzuholen, sie war ja teils auf sehr illegalen Wegen unterwegs.
Durch den Trubel steht sie im Fokus und ein Podcaster beginnt zu recherchieren und in Claras Leben herumzustochern.
Es wird wieder aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, was für eine gewisse Lebhaftigkeit sorgt und dem Leser mehr Einblicke gewährt. Da Clara eine recht nüchterne Person ist, wird aus ihrer Sicht eher emotionslos berichtet. Ihr Universum dreht sich um sich selbst um die Verluste aus ihrer frühen Vergangenheit. Mich nahm die Geschichte diesmal nicht so gefangen, in der Mitte gab es einige Längen.Von mir gibt es 3,5 Sterne, die ich aufrunde wo es nötig ist.
Es handelt sich bei diesem Buch um den zweiten Teil einer Trilogie. Das war mit vorher nicht bekannt, aber ich konnte diesem Band folgen, ohne den Vorgänger zu kennen. Die Geschichte Israels sollte hier ...
Es handelt sich bei diesem Buch um den zweiten Teil einer Trilogie. Das war mit vorher nicht bekannt, aber ich konnte diesem Band folgen, ohne den Vorgänger zu kennen. Die Geschichte Israels sollte hier deutlich thematisiert werden, daher griff ich zu diesem Buch.
Der Autor erzählt in verschiedenen Episoden und Zeiten (von 1945 - 2009) über Ruths Familie und ihre Taten und ihr Leben. Für mich handelt es sich eher um einen Familienroman und nicht um einen Thriller. Die Geschichte Israels wird gestreift, bleibt aber im Hintergrund der Handlung.
Ruth hat den Holocaust überlebt. Sie ist eine harte, kompromisslose Frau, die den Kibbuz, in dem sie lebt hingebungsvoll mit aufbaut und bereit ist alles für das Land zu tun, das setzt sie auch um.
Inwieweit die beschriebenen Lebensbedingungen der Realität entsprachen vermag ich nicht zu beurteilen.
Die Gewaltbereitschaft und Unversöhnlichkeit war erschreckend, leider aber nicht immer unverständlich. Die verschiedenen Figuren agieren miteinander auf ihre Art, auf tiefergehende Charakterisierungen wurde verzichtet. Fast alle sind geprägt von den Erlebnissen, so das es kein Entkommen aus der Gewaltspirale gibt. Ich war auf dieses Gewaltpotential nicht gefasst.
Keine leichte aber doch eine lesenswerte Lektüre, die den Überlebenskampf Israels auf eine schonungslose Art aufzeigt.
Die Autorin hat hier ein Buch mit Rezepten und Tipps rund um die Wechseljahre geschrieben. Persönliche Erfahrungsberichte, Tipps, Know-How und Lösungen für die heiße Phase des Lebens werden angekündigt, ...
Die Autorin hat hier ein Buch mit Rezepten und Tipps rund um die Wechseljahre geschrieben. Persönliche Erfahrungsberichte, Tipps, Know-How und Lösungen für die heiße Phase des Lebens werden angekündigt, damit man auch ohne Hormonersatztherapie auskommt.
Das Buch besteht aus einem Infoteil, der sich in die Kapitel: Grundlagen, die Natur, die Phase, die Hormone, die Expertin, das Essen, das Fasten, das Trinken, der Zucker, die Nährstoffe, die Leber, die TCM, die Bewegung, das Alter, der Schlaf, der Sex aufgliedert. Der folgende Rezeptteil ist in Frühstück, Lunch, Dinner, Tees und Drinks, Dessert unterteilt.
Das Buch hat mich enttäuscht. Die Informationen sind alle recht oberflächlich zusammengestellt. Fundierte Informationen fehlen. Nicht alle Tipps sind für alle Frauen gleichermaßen geeignet, dies aber bleibt unberücksichtigt, hier wird über einen Kamm geschoren. Ein Zuckerfreies Leben (viele Verweise zu vorhergehenden Büchern der Autorin) wird empfohlen. Dies ist jedoch kein Allheilmittel, für Frauen, die in dieser Zeit größere Probleme haben, die sich vielfältiger als hier beschrieben äußern können.
Der Rezeptteil ist gut aufgemacht, aber auch hier gibt es nicht viel Neues.
Das wertig hergestellte Buch hat mich eher enttäuscht. Schade.
"Nach siebzehn Verhandlungstagen war alles vorbei. Lebenslänglich. Für Frank bei guter Führung vermutlich nur fünfzehn Jahre, für alle anderen galt das aber wirklich."
Jasmin Schreiber zeigt mit diesem ...
"Nach siebzehn Verhandlungstagen war alles vorbei. Lebenslänglich. Für Frank bei guter Führung vermutlich nur fünfzehn Jahre, für alle anderen galt das aber wirklich."
Jasmin Schreiber zeigt mit diesem Roman authentisch, wie die Angehörigen eines Femizides leiden. Bedrückend, berührend, emotional und teils auch sachlich geht sie das Thema an. Der Roman ist sprachlich leicht zu lesen, wiegt aber schwer, ich mußte oft innehalten, bevor ich weiterlesen konnte.
Majas Eltern streiten oft, sie mag den Papa lieber. Das dieser sie instrumentalisiert, merkt sie als kleines Kind natürlich nicht. Eines Morgens findet sie ihre Mutter erdrosselt vor, der Vater ist verschwunden. Das Mädchen zerreißt sich fortan mit Schuldgefühlen und Angstzuständen. Sie mag sich niemandem wirklich anvertrauen, mit keinem richtig sprechen, denn sie möchte niemanden verletzen und dass sie den Vater auch lieb hat, traut sie sich schon gar nicht zuzugeben.
Maja lebte mit den Eltern in Hamburg, die Großeltern väterlicherseits leben auch dort. Nach dem Femizid lebt Maja bei den Großeltern mütterlicherseits in der Nähe von Frankfurt. Ihre Patentante Liv lebt in der Nähe und unterstützt so oft sie kann.
Schreiber erzählt aus unterschiedlichen Blickwinkeln und reichert diese mit Medienberichten, Kinderzeichnungen und Gerichts- bzw. Anwaltsschreiben an. Wir lernen Maja und ihre Gefühlswelt kennen, Brigitte und Per, die Eltern der toten Emma, Liv die ehemals beste Freundin und Patentante. Sie alle versuchen den Verlust für sich selbst zu verarbeiten und Maja zu helfen. Eine schwierige Aufgabe, vor allem, wenn einen große Schuldgefühle plagen, denn die haben alle Angehörigen. Sie fragen sich verzweifelt, ob sie hätten helfen können, ob sie die Tat hätten verhindern können, wenn sie zu einem bestimmten Zeitpunkt anders gehandelt hätten. Haben sie weggesehen? Zum Glück stehen hier Therapeuten hilfreich zur Seite, die auf tolle Art und Weise bestimmte Sichtweisen gerade rücken. Schreiber arbeitet das Thema sehr authentisch und glaubhaft auf.
Es gibt für die Erwachsenen jeweils ein fiktives Kapitel, mit weißer Schrift auf schwarzen Seiten. Hier erinnern sich die Brigitte, Per und Liv jeweils an bestimmte Situationen und geben diesen einen anderen Verlauf, weil sie hier aufmerksamer reagieren und Emmas Schutzschild durchdringen.
Schreiber geht aber noch weit über das Familiäre hinaus, prangert auch die gesellschaftliche und juristische Lage an, ebenso die kulturelle.
Konsequent begleitet sie die kleine neue Familie und gibt nur ihnen Raum. Der Täter kommt nicht zu Wort. Sie möchte keine umfassende Aufarbeitung, sondern ausschließlich den Opfern Raum geben. Dies ist in der Realität selten der Fall, so müssen sich bedrohte Frauen mit ihren Kindern in Frauenhäusern verstecken, während die Täter sich frei bewegen können.
Mich hat dieses Buch sehr beeindruckt, ein wichtiges Thema, das lange nachhallt.
Der autobiografische Roman "Die Kinder von Bilbao" handelt von illegaler Adoption, Identitätssuche und ungewollten Kindern.
Die Autorin ist Regisseurin und Drehbuchautorin, was man dem Schreibstil auch ...
Der autobiografische Roman "Die Kinder von Bilbao" handelt von illegaler Adoption, Identitätssuche und ungewollten Kindern.
Die Autorin ist Regisseurin und Drehbuchautorin, was man dem Schreibstil auch deutlich anmerkt. Mit Ende zwanzig erfährt Maria, dass sie adoptiert wurde. Was kann sei noch glauben, was nicht, wer ist sie und warum? Viele Fragen bringen die Welt ins Wanken und so begibt sich Maria auf Spurensuche.
In diesem Buch geht es in weiten Teilen auch um Marias Eltern aus Galizien, die selbst aufgrund von Armut von ihren Eltern weggeben wurden. Mit den Kindern wurde damals willkürlich verfahren. Ein unrühmlicher Aspekt, der hier gut beschrieben wird. Obwohl sie beide ungewollt waren, wollen sie beide unbedingt ein Kind, dass sie dann aber eher vernachlässigen. Sie haben Maria illegal adoptiert, was die Spurensuche später erschwert. Die Familienbeziehungen waren für mich nicht nachvollziehbar, warum sich Maria einem Elternteil zuwendet und verzeiht und dem anderen nicht, bleibt ungeklärt.
Maria wächst in Paris auf und arbeitet sich hoch. Sie hat mir Ende zwanzig selbst eine Familie, auf diese wird jedoch nicht näher eingegangen. Die Spurensuche wird ziemlich kurz abgehandelt, aber gut beschrieben, hier konnte ich erstmals Emotionen nachempfinden.
Insgesamt hat mich dieses Debüt nicht vollends überzeugt. Der Schreibstil ist eigenwillig, die Themen sind ausgesprochen schwer, aber sie werden nicht eingehend genug bearbeitet. Es bleiben viele offene Fragen.