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Veröffentlicht am 09.11.2025

Familientrauma

Die Kinder von Bilbao
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Der autobiografische Roman "Die Kinder von Bilbao" handelt von illegaler Adoption, Identitätssuche und ungewollten Kindern.

Die Autorin ist Regisseurin und Drehbuchautorin, was man dem Schreibstil auch ...

Der autobiografische Roman "Die Kinder von Bilbao" handelt von illegaler Adoption, Identitätssuche und ungewollten Kindern.

Die Autorin ist Regisseurin und Drehbuchautorin, was man dem Schreibstil auch deutlich anmerkt. Mit Ende zwanzig erfährt Maria, dass sie adoptiert wurde. Was kann sei noch glauben, was nicht, wer ist sie und warum? Viele Fragen bringen die Welt ins Wanken und so begibt sich Maria auf Spurensuche.

In diesem Buch geht es in weiten Teilen auch um Marias Eltern aus Galizien, die selbst aufgrund von Armut von ihren Eltern weggeben wurden. Mit den Kindern wurde damals willkürlich verfahren. Ein unrühmlicher Aspekt, der hier gut beschrieben wird. Obwohl sie beide ungewollt waren, wollen sie beide unbedingt ein Kind, dass sie dann aber eher vernachlässigen. Sie haben Maria illegal adoptiert, was die Spurensuche später erschwert. Die Familienbeziehungen waren für mich nicht nachvollziehbar, warum sich Maria einem Elternteil zuwendet und verzeiht und dem anderen nicht, bleibt ungeklärt.

Maria wächst in Paris auf und arbeitet sich hoch. Sie hat mir Ende zwanzig selbst eine Familie, auf diese wird jedoch nicht näher eingegangen. Die Spurensuche wird ziemlich kurz abgehandelt, aber gut beschrieben, hier konnte ich erstmals Emotionen nachempfinden.

Insgesamt hat mich dieses Debüt nicht vollends überzeugt. Der Schreibstil ist eigenwillig, die Themen sind ausgesprochen schwer, aber sie werden nicht eingehend genug bearbeitet. Es bleiben viele offene Fragen.

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Veröffentlicht am 09.11.2025

Zeit kennt nur eine Richtung

Zeitumkehr
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Auf 130 Seiten erzählt Edgar Bernardi über das Bewusstwerden der Zeit.

Ein eigenbrötlerischer Physiker erhält eine Diagnose, die sein baldiges Ende birgt. Nach der Zeit im Wartezimmer hat Konrad nicht ...

Auf 130 Seiten erzählt Edgar Bernardi über das Bewusstwerden der Zeit.

Ein eigenbrötlerischer Physiker erhält eine Diagnose, die sein baldiges Ende birgt. Nach der Zeit im Wartezimmer hat Konrad nicht mit dieser Nachricht gerechnet. Dem Schock folgt die Suche nach dem Ausweg. Er versucht ein Modell zu erstellen, mit dem er seine verbleibenden Tage berechnen kann. Das Ergebnis ist 10! Er zweifelt dies nicht an, sondern lebt seine letzten Tage. Der Text ist in weiten Teilen ein innerer Monolog, wir erfahren etwas über Konrads vergangene und aktuelle Beziehungen, seine Familie, wie sein Vater ihn prägte und wichtige Reisen. Die Zeit ist ein zentrales Thema, man kann sie nicht zweimal erleben. Nüchtern wird diese letzte Zeit von Konrad erzählt, allerdings ohne jegliche Verschlechterung seines Gesundheitszustandes. Ob es sich hier um eine Fehldiagnose gehandelt hat oder ob diese bewußt außen vor blieben, hat sich mir nicht ganz erschlossen, vielleicht fehlte jemand der Konrad wachrüttelt. Interessant sind die Betrachtungen über die Zeit und wie Konrad mit den Erkenntnissen umgeht. Trotz der offenen Punkte habe ich die Geschichte gerne gelesen.

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Veröffentlicht am 09.11.2025

20 Jahre Pflegefamilie

Manchmal beginnt Familie mit einem Anruf
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Der Autor schreibt aus seinem reichen Erfahrungsschatz: 20 Jahre als Pflegefamilie. Mit seiner Frau und seiner Tochter hat er fast 50 Kindern ein Zuhause geboten und dabei viel erlebt. Eine tolle und bewundernswerte ...

Der Autor schreibt aus seinem reichen Erfahrungsschatz: 20 Jahre als Pflegefamilie. Mit seiner Frau und seiner Tochter hat er fast 50 Kindern ein Zuhause geboten und dabei viel erlebt. Eine tolle und bewundernswerte Leistung.

Die Fälle sind sehr unterschiedlich, sie werden nur in kürzester Form vorgestellt. Eine richtige Alltagsbetrachtung fehlt leider. Es geht hier um die Herausforderung der Pflegeelternschaft, diese steht klar im Vordergrund. Für Menschen, die überlegen ebenfalls Pflegeeltern zu werden, gibt dieses Buch sicherlich gute erste Einblicke. Gesetzliche Regelungen und die Vor- und Nachteile des Alltags werden beschrieben. Die Texte sind meist nur eine Seite lang, die Textformatierung ist ungewöhnlich. Mir fehlte es oft an Struktur, die Gliederung fand ich nicht geglückt, manchmal fehlen Bezüge.

Die Vorstellung und Bekanntmachung dieser Familienform finde ich grundsätzlich toll. Bekannte von uns leben schon viele Jahre mit und für ihre Pflegekinder, das ist nicht immer einfach, die häufige Fremdbestimmung erschwert oft das Leben. Ich dachte hier wird mehr Alltag mit den schönen Momenten, aber auch den Problemen vorgestellt. Gut gefallen hat mir, das nichts beschönigt wird. Von Höhen und Tiefen wird gleichermaßen berichtet, auch die vielfältigen Umstände der Kinder werden kurz angesprochen.

Von mir gibt es eine Leseempfehlung für alle, die an diesem Thema interessiert sind und 3.5 Sterne, die ich aufrunde.

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Veröffentlicht am 01.11.2025

Umfangreiche Betrachtung eines bekannten Gedichtes

Von guten Mächten treu und still umgeben
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Das Gedicht "Von guten Mächten treu und still umgeben" schrieb Bonhoeffer im Gefängnis, den eigenen Tod vor Augen. Es gelangte mit seinem letzten Brief an seine Verlobte, die es weitergab und so den Grundstein ...

Das Gedicht "Von guten Mächten treu und still umgeben" schrieb Bonhoeffer im Gefängnis, den eigenen Tod vor Augen. Es gelangte mit seinem letzten Brief an seine Verlobte, die es weitergab und so den Grundstein für das Bekanntwerden legte. In diesem Buch betrachten viele unterschiedliche Personen diesen Text und geben ihre Gedanken oder auch Erfahrungen dazu wieder. Viele Sichtweisen haben mich angesprochen und berührt, manche Informationen fand ich schlichtweg erstaunlich. Nicht alle Texte sind theologisch, es gibt auch ganz alltagsnahe Begebenheiten, die durch diesen Text geprägt wurden. Da singen junge Menschen dieses Lied, als sie in Not geraten und werden deswegen gefunden oder ein Vater versucht sein lauthals schreiendes Baby zu beruhigen. In vielen Situationen kann man in den Zeilen Bonhoeffer Trost, Hoffnung und Kraft finden. Die Vielfalt der Beiträge ist beeindruckend. Sehr ehrlich fand ich die Aussagen zu der Textzeile des schweren Kelchs, der dankbar ohne Zittern angenommen werden kann. Diese Kraft und dieses Vertrauen sind wirklich beeindruckend und beispielhaft. Beigefügte QR-Codes führen zu Vertonungen als Lied, so dass man sich die passende musikalische Darbietung beim Lesen gleich anhören kann. Ein Foto des Originalgedichtes und Fotos von Bonhoeffer ergänzen das Buch auf schöne Weise, ebenso wie andere unbekanntere Texte des Theologen.

Ein sehr schönes Buch, in das man immer wieder hineinlesen kann. Die kurzen Texte laden dazu ein neue Sichtweisen und Erfahrungen kennenzulernen, Hoffnung und Kraft zu schöpfen.

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Veröffentlicht am 26.10.2025

spannender Adventskalender

Escape-Adventskalender - Die Maske des Toten
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Wieder ein toller, spannender neuer Rätsel-Adventskalender für Erwachsene aus der Escape Reihe.

Im Rahmen einer Leserunde durften wir die Seiten schon vorab öffnen, auch mehrere am Tag ;). Die geschlossenen ...

Wieder ein toller, spannender neuer Rätsel-Adventskalender für Erwachsene aus der Escape Reihe.

Im Rahmen einer Leserunde durften wir die Seiten schon vorab öffnen, auch mehrere am Tag ;). Die geschlossenen Doppelseiten lassen sich einfach auftrennen, die Papierqualität ist sehr gut, so dass nichts einfach zerreißt. Das Buch ist ein Hardcover und mit tollen stimmungspassenden Bildern gestaltet. Die Rätsel haben mir fast alle gut gefallen, da wir teils im Team gerätselt haben, mussten wir die Tipps und Lösungsseiten nicht nutzen, sie sind aber vorhanden, falls man mal nicht weiterkommt. Diese Seiten verstecken sich hinten im Buch, ebenfalls in geschlossenen Doppelseiten, so dass man es sich nicht zu schnell zu einfach macht.

Mir hat dieses kleine Abenteuer wieder richtig viel Spaß gemacht. Die spannende Geschichte, die sich in Portionen über 24 Tage erstreckt und die Notwendigkeit das Rätsel zu lösen, um zum nächsten Türchen zu gelangen sind eine tolle Kombi.

Alex hat ewig nichts von seinem Onkel Lars gehört. Dieser taucht als Leiche auf, mit ihn die kryptische Nachricht, dass Alex einen weiteren Mord vor Weihnachten verhindern muss. Von einem Augenblick zum anderen ist sein Leben ein anderes. Am Ende fügen sich alle Stränge gekonnt zusammen und es gibt einen Epilog, der die Geschichte gekonnt abschließt.

Für mich gab es wieder tolle Überraschungsmomente durch die Geschichte und die verschiedenen Rätsel. Eine unterhaltsame aber auch spannende Kombination für einen Adventskalender. Eine tolle Geschenkidee für liebe Menschen und / oder sich selbst.

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