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Veröffentlicht am 03.10.2025

Gemüse mal anders

Ein Fest für Gemüse
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Parvin Razavi stellt in ihrem neuen Kochbuch vielfältige Gemüserezepte vor, die sie größtenteils gemäß ihren persischen Wurzeln zubereitet. Auf diese Ausrichtung wird auch im Untertitel "Orientalisch vegetarisch" ...

Parvin Razavi stellt in ihrem neuen Kochbuch vielfältige Gemüserezepte vor, die sie größtenteils gemäß ihren persischen Wurzeln zubereitet. Auf diese Ausrichtung wird auch im Untertitel "Orientalisch vegetarisch" ausdrücklich hingewiesen.

Die vielen unterschiedlichen Gemüsesorten werden kreativ und besonders zubereitet. (Tomaten, Auberginen, Zucchini, Kürbis, Gurken, diverse Rüben, Sellerie, Fenchel, div. Salate, Spinat, Mangold, unterschiedlichste Kohlsorten, Bohnen, Hülsenfrüchte, Okras, Paprika, Pilze, Spargel u.v.m. finden sich in den Anleitungen)

Ich habe hier viel Neues gefunden, das mich überrascht und überzeugt hat. Die Aufmachung des Buches ist sehr schön. Der Einband ist sehr hübsch und mit goldenen Elementen verziert. Zu jedem Rezepte gibt es ein Foto vom Endergebnis, diese sind auch sehr gut gemacht und regen zum Nachkochen an. Die fertigen Ergebnisse sind sehr aromatisch, duften lecker und sind farbenfroh. Tipps für Abwandlungen, zum Ersetzen von Zutaten, zur Resteverwertung u.a. ergänzen die Rezepte, die nachvollziehbar und einfach beschrieben werden. Abschließend finden sich im Buch eine Gewürzkunde, eine Übersicht über Säurespender und Öle, ergänzende Grundrezepte und Tipps zum Einlegen. Die Autorin fordert explizit auf, die Rezepte an die eigenen Vorlieben anzupassen, sich inspirieren zu lassen, um dann kulinarische Abenteuer zu erleben.

Was wir bisher nachgekocht haben, hat uns sehr gut geschmeckt, dabei kam uns zugute, das wir oft levantinisch kochen und einen Großteil der Gewürze bereits in der Schublade hatten, wobei viele Rezepte auch mit gängigen Gewürzen auskommen. Die Kürbisrezepte haben es uns besonders angetan, Kürbispüree gab es bei uns nun schön öfter, auch die gerösteten Kürbisspalten auf Labneh mit Granatapfelsalsa haben wir schon öfter nachgekocht. Blumenkohl-Tabouleh, Auberginentatar und gebackenen Wirsing haben wir ausprobiert und waren begeistert. Ich denke aus diesem Buch werde ich noch einiges nachmachen, es ist ja auch gut, die jeweilige Saison des Gemüses zu berücksichtigen.

Das empfindliche Papiercover leidet bei Gebrauch des Buches schnell, das ist schade. Bei Kochbüchern habe ich gerne ein etwas robusteres Cover. Bei den Rezepten haben wir durch Ausprobieren erfahren, dass die meisten Angaben für zwei Personen gedacht sind. Nährwertangaben, Angaben zu den Allergenen sowie Zeitangaben fehlen leider.

Ein Buch für alle die gerne "orientalisch vegetarisch" kochen, wie es im Untertitel steht und die auf die o.g. fehlenden Angaben verzichten mögen. Bei Kochbüchern ist ein Blick ins Buch ohnedies hilfreich, um abzuschätzen, ob man es viel nutzen möchte. Uns hat die Aufforderung zum kreativen Nachkochen eingefangen.

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Veröffentlicht am 18.09.2025

schwaches Finale

Wir sehen uns wieder am Meer
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Es handelt sich hier um den Abschluss einer Trilogie, der jedoch auch separat gelesen werden kann. In diesem Buch geht es um Birgit, die als Krankenschwester in einer norwegischen Klinik arbeitet. 1944 ...

Es handelt sich hier um den Abschluss einer Trilogie, der jedoch auch separat gelesen werden kann. In diesem Buch geht es um Birgit, die als Krankenschwester in einer norwegischen Klinik arbeitet. 1944 ist Norwegen von den Deutschen besetzt und Birgit schließt sich aus Überzeugung dem Widerstand an. Ihre Russischkenntnisse machen sie zu einem wichtigen Teil der Gruppe, die sich um die Ärzte im Krankenhaus gefunden hat. Durch ihre Arbeit lernt sie Sascha kennen und lieben, einen Russen, den sie gesundpflegen, verstecken und zurück nach Russland schmuggeln.
In der Fischfabrik lernt Birgit Nadja, eine ukrainische Zwangsarbeiterin kenn, mit der sie sich anfreundet und der sie immer wieder hilft.
Nach dem Krieg wird Birgit aufgrund ihrer Sprachkenntnisse von verschiedenen Ämtern eingesetzt, schließlich arbeitet sie für das auswärtige Amt und lässt sich nach Moskau versetzen, um Sascha zu finden, aber auch um als Spionin tätig zu werden. Hier erlebt Birgit dramatische Dinge, dies setzt sich später in Schweden fort.

Ein spannendes Leben, das leider sehr emotionslos und episodenhaft erzählt wird. Gegen Ende hat mich die Geschichte dann verloren, weil alles nur noch im Zeitraffer aneinander gereiht vorkam.
Berührend war dann aber das Treffen der Freundinnen ganz am Ende.
Die historischen Fakten, die vorkamen waren wieder gut recherchiert und interessant.
Insgesamt hatte ich mir nach den Vorgängern ein spannender erzähltes Finale gewünscht.

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Veröffentlicht am 18.09.2025

mäßiger 2. Teil

Schwüre, die wir brechen
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Auf dieses Buch war ich nach dem ersten Teil sehr neugierig. Das Privatleben der Ermittler ist turbulent und ich wollte gerne wissen, wie es hier weitergeht. Auch in diesem Band nehmen die privaten Probleme ...

Auf dieses Buch war ich nach dem ersten Teil sehr neugierig. Das Privatleben der Ermittler ist turbulent und ich wollte gerne wissen, wie es hier weitergeht. Auch in diesem Band nehmen die privaten Probleme von Jon und Svea wieder großen Raum ein. Für mich waren das die besten Seiten im Buch.

Der Kriminalfall ist spektakulär. Ein Serienmörder ersetzt die Köpfe seiner Leichen durch Tierköpfe, zudem hinterlässt er rätselhafte Hieroglyphen, die entschlüsselt werden müssen.
Der Druck auf die Ermittlungen ist groß, die Panik in der Bevölkerung soll vermieden werden, die Zuständigkeiten sind strittig. Die Fälle sind rätselhaft und es gibt kaum Spuren, die gut zu verfolgen sind. Zudem belasten die privaten Sorgen die Ermittler sehr, wobei sie sich nicht einander anvertrauen können.
Die Entwicklung des Falls, die Motive und vor allem die Auflösung am Ende fand ich unbefriedigend. Das war nicht gut gemacht. Aber die privaten Entwicklungen haben eine Brisanz aufgenommen, die mich neugierig macht und so warte ich nun trotz des enttäuschenden Falls auf die Fortsetzung, die dann hoffentlich den Abschluss bildet.

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Veröffentlicht am 18.09.2025

Nööö

Spookily Yours
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Zu diesem Buch habe ich aufgrund des Covers und des Untertitels gegriffen. Ich hatte Lust auf eine schöne herbstliche Stimmung und eine leichte Unterhaltung zwischendurch. Die ersten Seiten waren vielversprechend, ...

Zu diesem Buch habe ich aufgrund des Covers und des Untertitels gegriffen. Ich hatte Lust auf eine schöne herbstliche Stimmung und eine leichte Unterhaltung zwischendurch. Die ersten Seiten waren vielversprechend, Willow, eine junge Hexe wird mit ihrem Alltag vorgestellt. Sie leidet unter verschiedenen Verlusten und zum Trost sucht sie eine neue Katze aus dem Tierheim für sich aus. Der schwarze Kater der Wahl ist ein verfluchter Dämon, der in diese Tiergestalt gezwungen wurde.
Willow kann den Dämon Damien befreien. Dann erfolgen die Kapitel abwechselnd aus ihrer und seiner Sicht. Leider passiert ab da nichts mehr, was erwähnenswert oder interessant wäre.
Die Figuren bleiben flach und austauschbar, vieles passt gar nicht zusammen. Die Beiden finden sich heiß und schon bald gibt es seitenweise schlecht geschilderten Spice. Die Geschichte an sich, warum Damien verflucht wurde und von wem, wird nebenbei irgendwie abgehandelt. Für mich ein absoluter Reinfall, nur aufgrund der guten Einleitung und des süßen Covers gibt es noch zwei Sterne.

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Veröffentlicht am 18.09.2025

magischer Laden

Der Laden in der Mondlichtgasse
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Hier werden sechs magische Geschichten erzählt, die durch eine Rahmenhandlung zusammengehalten werden.
In der Confiserie Kohaku werden magische Süßigkeiten angeboten, die Einfluss auf das Leben der Kunden ...

Hier werden sechs magische Geschichten erzählt, die durch eine Rahmenhandlung zusammengehalten werden.
In der Confiserie Kohaku werden magische Süßigkeiten angeboten, die Einfluss auf das Leben der Kunden haben. Der Fuchsgott Kogetsu stellt sie her. Nur wenige Menschen finden den Weg in die Gasse und in den Laden. Die Kunden sind meist mit etwas unzufrieden oder unglücklich in ihrem Leben. Sie suchen sich etwas aus, das sie gerne mögen, aber die Süßigkeiten passen auch zu den Menschen, die sie kaufen, weil sie magisch sind.
Den Rat "Bitte seien sie vorsichtig, was Anwendung und Verzehrmenge angeht.", erhält jeder Kunde. Die meisten beherzigen das zum Glück auch. Die folgenden magischen Veränderungen durch den Verzehr der Süßigkeiten bringen positiven Wind in das Leben der Kunden und die meisten gehen glücklich, verändert oder gestärkt daraus hervor. Jeder bekommt quasi die Hilfe, die er benötigt, auch wenn dies nicht immer von Beginn an klar ist.
Mit der letzten Geschichte erfährt man noch etwas aus der Vergangenheit, was die Geschichten zusammenfügt.
Mir haben die warmherzigen Geschichten, die ein bisschen Japanflair vermitteln, gut gefallen.

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