Profilbild von Schnuppe

Schnuppe

Lesejury Star
offline

Schnuppe ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Schnuppe über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.02.2021

Küche der Diaspora

Das jüdische Kochbuch
0

Dieses Kochbuch enthält eine tolle Sammlung verschiedenster jüdischer Gerichte aus aller Welt. Es sind Alltagsrezepte enthalten, aber auch welche für besondere Anlässe und Feste.

Leah König hat hier eine ...

Dieses Kochbuch enthält eine tolle Sammlung verschiedenster jüdischer Gerichte aus aller Welt. Es sind Alltagsrezepte enthalten, aber auch welche für besondere Anlässe und Feste.

Leah König hat hier eine tolle Mischung zusammengestellt und diese mit Informationen zur Herkunft oder jüdischen Feiertagen angereichert.

Die Gerichte sind in folgende Kapitel unterteilt:

Frühstück
Brot
Salate Aufstriche Eingelegtes und Vorspeisen
Suppen und Eintöpfe
Gemüse und Getreide
Frittiertes herzhaftes Gebäck
Klöße, Teigtaschen, Nudeln und Kugel
Hauptgerichte
Kuchen Gebäck und Plätzchen
Süßigkeiten und Desserts
Relishes, Würzmischungen und Getränke
Es folgt ein Register, dass das Suchen nach Stichworten erleichtert.

Über jedem Gericht stehen die dafür zutreffenden Zeichen für die Einteilungen nach: Milchfrei, Glutenfrei, Vegan, Vegetarisch, bis zu 5 Zutaten, bis zu 30 Minuten, so dass man sich einen schnellen Überblick verschaffen kann, außerdem findet man hier etwas zur Geschichte/ Herkunft des Gerichtes, Informationen zu Variationen oder wozu es besonders gut passt. Außerdem werden die Zubereitungs- und Garzeit angegeben, und für wie viele Personen das Gericht reicht.

Die Anleitungen sind sehr gut nachvollziehbar und übersichtlich aufgeschrieben, das Nachkochen ist kein Problem.

Neben vielen exotischen Gerichten gibt es aber auch viele Bekannte, wie z.B. Hackfleischbratlinge, die dann aber durch die besonderen Gewürze schließlich auch exotisch anmuten. Eine schöne Mischung, in der man fast immer fündig wird, wenn man das Buch zur Inspiration zur Hand nimmt. Wir haben schon Einiges nachgekocht und waren immer begeistert. Dieses Buch wird uns sicher noch lange begleiten und uns viele neue Geschmackserlebnisse eröffnen.

Es gibt leider nicht zu jedem Gericht ein Bild, das ist mein einziger Kritikpunkt. Nährwertangaben sind nicht aufgeführt, für mich ist das nicht wichtig, aber Mancher mag das gerne haben.

Fazit: Ein tolles inspirierendes Kochbuch mit einigen Hintergrundinformationen zur Jüdischen Küche aus vielen Ländern rund um den Globus, dass wir gerne empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 20.02.2021

schnell, frisch, lecker

Super fresh
0

Das neue Kochbuch von Donna Hay ist sehr modern aufgemacht. Es kommt wie ein großformatiges Taschenbuch mit Softcover daher und lässt sich, nach anfänglicher Überraschung darüber, sehr gut händeln. Die ...

Das neue Kochbuch von Donna Hay ist sehr modern aufgemacht. Es kommt wie ein großformatiges Taschenbuch mit Softcover daher und lässt sich, nach anfänglicher Überraschung darüber, sehr gut händeln. Die Seiten sind schwarz mit weißer Schrift, das sieht sehr edel aus und lässt sich dennoch gut lesen. Die Fotos sind sehr schön und ansprechend, sie machen direkt Lust auf das Nachkochen.

Die Autorin hat für dieses Buch gesunde, nährstoffreiche Gerichte, die sich einfach und schnell umsetzen lassen, zusammengestellt. Die Auswahl, die ich bisher nachgekocht habe, war lecker, in kurzer Zeit zubereitet und sah auch sehr ansprechend aus.

Die Rezepte sind in folgende Kapitel unterteilt: aus Pfanne und Ofen, Ruck-Zuck-Dinner, einfach ausgetauscht, die big bowl, quick fix, ab in den Tiefkühler, Süßes, Glossar und Register. Die Überschriften sind weitestgehend selbsterklärend und treffend. Man findet unter den Kategorien schnelle, gesunde Gerichte, die auch etwas hermachen, wenn „Koch“ mal beeindrucken möchten. Die Inspirationen für den Tiefkühler fand ich für stressige, lange Arbeitstage sehr hilfreich.

Ein paar Kleinigkeiten fand ich leider nicht ganz so gelungen: Das Buch riecht auch nach einiger Zeit des Gebrauches noch immer sehr nach Chemie. Die Rezepte sind jeweils für 2 oder 4 Personen, diese Angabe findet sich immer im kleingedruckten am Ende des Rezeptes, das ist nicht so übersichtlich. Nährwertangaben und durchschnittliche Zubereitungszeiten wurden nicht angegeben. Darauf wurde wohl verzichtet, da die Rezepte alle gesund und schnell sein sollen, doch ist es für Diabetiker oder Menschen mit Allergien immer schön, wenn solchen Daten irgendwo übersichtlich mit aufgeführt sind.

Fazit: ein ansprechendes modern aufgemachtes Kochbuch, das mich noch eine Weile weiter inspirieren wird.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 14.02.2021

Familienerinnerungen

Vati
0

Monika Helfer hat hier im weitesten Sinne eine Fortsetzung ihres Buches „Bagage“ geschrieben. Sie präsentiert wieder Familienerinnerungen, diesmal geht es um die eigene erlebte Geschichte, den Vater, die ...

Monika Helfer hat hier im weitesten Sinne eine Fortsetzung ihres Buches „Bagage“ geschrieben. Sie präsentiert wieder Familienerinnerungen, diesmal geht es um die eigene erlebte Geschichte, den Vater, die Mutter, die Geschwister. Wie es bei Erinnerungen oft der Fall ist, sind sie sprunghaft, so erzählt Helfer lückenhaft und unstet anstatt chronologisch. Sie erzählt Schönes und Schmerzhaftes, Kleines und Großes gleichermaßen.
Auch die Lücken stören nicht, es ergibt sich dennoch ein Bild für den Leser, das Ganze wirkt durch die Form recht authentisch, denn Kinder können nicht alles über ihre Eltern, deren Leben und Entscheidungen wissen oder alles korrekt erinnern.
Die Familie lebte in Österreich auf einem Berg. Der Vater leitete ein Kriegserholungsheim, so dass im Sommer immer viele Menschen zu Gast waren.
Der Vater liebte Bücher und hat dies an seine Tochter weitergegeben, die heute Bücher schreibt.
Der Erzählstil ist einfach und angenehm zu lesen. Es herrscht eine ruhige Grundstimmung. Mir blieben die einzelnen Figuren dennoch fern, es war, als ob man Fremden beim Leben zuschaut.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.02.2021

Man lernt nur, wenn man lebt

Die Mitternachtsbibliothek
0

Nora versucht ihrem Leben ein Ende zu setzten, aber statt im Jenseits landet sie in der Mitternachtsbibliothek. Hier trifft sie auf die Bibliothekarin, die ihr erklärt, dass es in allen Büchern um Nora ...

Nora versucht ihrem Leben ein Ende zu setzten, aber statt im Jenseits landet sie in der Mitternachtsbibliothek. Hier trifft sie auf die Bibliothekarin, die ihr erklärt, dass es in allen Büchern um Nora geht. Jedes steht für ein Leben, das sie hätte führen können. Nun hat sie die Chance zu sehen, wie alles gekommen wäre, wenn sie an irgendeinem Punkt eine andere Entscheidung getroffen hätte. Wenn sie sich in einem Leben wirklich wohl fühlt, hat sie die Möglichkeit dort zu verbleiben.
Bevor Nora ein neues Leben “anprobieren“ darf, bekommt sie ihr persönliches Buch des Bereuens zu lesen. Hier stehen all die Dinge aufgelistet, die sie irgendwann in ihrem Leben bereut hat, egal wie schwer oder leicht diese Punkte wiegen.
Die große Schwierigkeit besteht darin zu überlegen, welche Entscheidung sie revidieren möchte. Nora probiert verschiedene neue Leben aus, was nicht immer so ganz easy läuft, schließlich taucht sie letztendlich in eine fremde Person und deren Leben ein.
Bei diesen ersten try and error Versuchen löscht sie einige Punkte aus dem Buch des Bereuens, das immer leichter wird. In ihrem eigentlichen Leben hat sie Philosophie studiert und so werden viele Erfahrungen mit sehr passenden schönen Zitaten unterlegt, die zwischendrin immer wieder für Tiefgründigkeit sorgen.
Mit Nora kann man in viele Teile der Welt verschiedenste Möglichkeiten durchleben. Haig schreibt dies wunderbar kurzweilig und unterhaltsam, wie man es von ihm gewohnt ist. So machte es mir nichts aus, dass das Finale so ausging, wie ich es schon recht bald erwartet hatte. Der Weg war hier das Ziel und ich bin ihn gerne mit Nora gegangen.

Ein sehr unterhaltsamer Roman mit einer schönen Botschaft, den ich gerne weiterempfehle, an zufriedene Menschen, an „was-wäre-wenn“ Zweifler, an „hätte ich mal bloß“ und „bei anderen läufts einfach besser“ Jammerern, sowie Neidern und Nörglern … denn das Leben lernt man nur durch selber leben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.02.2021

Tomuras Ziel

Der Klang der Wälder
0

Tomura möchte nach einem Erlebnis in der Schule gerne Klavierstimmer werden. Es ist ein ziemlich weiter Weg bis er seinen Berufswunsch umgesetzt hat, den er gerne geht. Dabei kann man ihn als Leser begleiten. ...

Tomura möchte nach einem Erlebnis in der Schule gerne Klavierstimmer werden. Es ist ein ziemlich weiter Weg bis er seinen Berufswunsch umgesetzt hat, den er gerne geht. Dabei kann man ihn als Leser begleiten. Der Text ist teilweise recht poetisch mit seinen Anspielungen auf Musik und den Wald. Insgesamt betrachtet passiert in dem Buch aber nicht viel, man tritt mit dem Autor und seinem Protagonisten gewissermaßen auf der Stelle.
Vor allem konnte ich eines nicht nachvollziehen: warum lernt der Tomura nicht selber Klavierspielen? Er lebt ausschließlich dafür die Klaviere zu stimmen und die Pianisten damit zu unterstützen. Dennoch fand ich es merkwürdig, dass die Leidenschaft für das Instrument ihn nicht vollständig in Beschlag nahm.
Die knapp 240 Seiten waren schnell gelesen, der Erzählstil war gut, aber dennoch hat mich die Geschichte irgendwann abgehängt. Mir fehlte hier irgendwie eine Botschaft. Nach dem schönen vielversprechenden Cover und den vollmundigen Ankündigungen hatte ich vielleicht zu viel erwartet. Eine nette Geschichte, die trotz einiger sehr schöner poetischer Textstellen, keinen Nachhall hinterlässt.
Ich würde das Buch eher Fans der japanischen Literatur und Musikfans empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere