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Veröffentlicht am 23.08.2025

toll

Wilderland – Der Wald
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Wilderland ist der Auftakt zu einer neuen Reihe von Gina Mayer. Vier elternlose Kinder leben gemeinsam in einer Wohngruppe. Sie entdecken jeweils besondere Fähigkeiten an sich, die sie in Verbindung zu ...

Wilderland ist der Auftakt zu einer neuen Reihe von Gina Mayer. Vier elternlose Kinder leben gemeinsam in einer Wohngruppe. Sie entdecken jeweils besondere Fähigkeiten an sich, die sie in Verbindung zu unterschiedlichen Tieren stellen. Eines Tages bemerken sie, das sie ausspioniert werden und begeben sich misstrauisch auf eine Flucht, die schnell Fahrt aufnimmt und für viel Spannung sorgt. Ihr Rückzugsort liegt weit abgelegen in einem Wald nahe der kanadischen Grenze. Hier erfahren sie mehr zu ihren Besonderheiten und auch etwas über ihre Vergangenheit und Identitäten.
Die Geschichte ist sehr packend und spannend erzählt. Der Spannungsbogen ist durchweg hoch, so dass man das Buch kaum zur Seite legen kann. Die notwendige Aufklärung zum Hintergrund löst die Autorin über einen Brief an eines der Kinder. Dies war für mich unlogisch, aber ein gutes Stilmittel, um das Tempo zu halten. Das Finden der eigenen Identitäten, aber auch das Zusammenwachsen als Gruppe wird sehr gut dargestellt. Es ist schön, wie die Kinder sich füreinander einsetzen, das Wohl der Anderen achten und sich dennoch Raum geben.
Der zweite Band erscheint schon im Oktober, da sind wir auf jeden Fall wieder mit dabei.

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Veröffentlicht am 23.08.2025

Ohne eigene Identität

1000 und ich. Zweifle nicht, zögere nicht, hinterfrage nicht.
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"Hör zu, sei gehorsam, folge.
Zweifle nicht, zögere nicht, hinterfrage nicht.
Sei hilfreich und ergeben.
Unterwirf dich dem Willen der Beseelten."
Diese Worte erklingen ohne Unterlass auf die konforme ...

"Hör zu, sei gehorsam, folge.
Zweifle nicht, zögere nicht, hinterfrage nicht.
Sei hilfreich und ergeben.
Unterwirf dich dem Willen der Beseelten."
Diese Worte erklingen ohne Unterlass auf die konforme Masse. Identität ist in dieser Welt nicht erwünscht. Damit erinnert das Buch ein wenig an "1984", auch hier erleben wir einen aufmüpfigen Charakter, der versucht dem System zu entkommen. Nummer Acht bemerkt eines Tages im Blick eines anderen Mädchens, dass sie eine Gleichgesinnte vor sich hat.
Diese Dystopie für Jugendliche konnte mich leider nicht überzeugen, nach dem guten Einstieg hat mich das Buch verloren. Die 153 Seiten sind schnell gelesen, doch inhaltlich war ich zunehmend enttäuscht. Wir erleben die Geschichte ausschließlich aus der Perspektive von Acht. Oft ist unklar, ob das Erzählte gerade geschieht oder Einbildung ist. Der handlungsarmen Geschichte fehlt die Spannung. Die Frage nach der Individualität, deren Wichtigkeit und evtl. notwendigen Grenzen wird hier nur unzureichend behandelt. Ein guter Ansatz, der unzureichende umgesetzt wurde. Schade

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Veröffentlicht am 23.08.2025

über eine beeindruckende Pionierin

In uns der Ozean
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"Wir müssen uns mit der Natur arrangieren ... Denn wir haben nur diese eine Welt. Gerade weil unsere Wissenschaft so vieles zu erreichen vermag, stehen wir in der Verantwortung. Unsere Generation ist ...


"Wir müssen uns mit der Natur arrangieren ... Denn wir haben nur diese eine Welt. Gerade weil unsere Wissenschaft so vieles zu erreichen vermag, stehen wir in der Verantwortung. Unsere Generation ist herausgefordert wie keine andere zuvor: Es geht darum, Reife und Sorgfalt zu beweisen - und nicht unsere Überlegenheit!"

Die Autorin Theresia Graw schreibt in "In uns der Ozean" über die beeindruckende Rachel Carson. Diese wurde 1907 in einfachen Verhältnissen in den USA geboren und schaffte es gegen viele Widerstände über Stipendien und familiäre Unterstützung Biologie zu studieren. Zu einer Doktorarbeit kam es aufgrund finanzieller Probleme in der Familie nicht mehr und sie war gezwungen in anderen Bereichen zu arbeiten, um die Familie zu unterstützen. Ihre Liebe zur Natur und Wissenschaft, sowie ihre Gabe mitreißend zu schreiben, hat sie verbunden und darüber Großes erreicht. Mit ihr beginnt die amerikanische Umweltbewegung. Immer wieder stellte sie sich gegen angeblich überlegene Männer und die Lobby der Chemieindustrie. Ihre Bücher unterhielten und vermittelten Wissen. Nachdem sie gegen DDT vorging und dazu forschte, schrieb sie ihr bekanntes und wichtigstes Werk "Der stumme Frühling". Sie wies nach, wie gefährlich das Umweltgift ist und was es für Auswirkungen haben wird, wenn es weiterhin unbedacht in großen Mengen angewandt wird.

"Wenn der Mensch die Fähigkeit verliert, vorauszublicken und vorzusorgen, wird er am Ende die Erde zerstören."

Diese Romanbiografie hat mir ausgezeichnet gefallen. Bildgewaltig wird hier das Leben von Rachel Carson vorgestellt, ihrer Begeisterung für die Natur kann lebhaft nachgespürt werden. Ihre wichtigen Ziele hat diese Frau nie aufgegeben und dafür auf möglichen Komfort verzichtet. Sie wählte stets den Weg, den sie für richtig und wichtig hielt, in familiärer wie beruflicher Hinsicht. Eine beeindruckende Frau, mit der ich hier gerne mitgefiebert habe. Sie brachte die Welt zum Umdenken, eine beachtliche Leistung.

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Veröffentlicht am 15.08.2025

Reihenauftakt

Dunkle Sühne
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Die Polizisten-Familie Clifton, (nur ein kleiner Ableger des verzweigten Clans) steht mit der Protagonistin Emmy im Vordergrund. Schauplatz des Geschehens ist die Kleinstadt North Falls. Während des großen ...

Die Polizisten-Familie Clifton, (nur ein kleiner Ableger des verzweigten Clans) steht mit der Protagonistin Emmy im Vordergrund. Schauplatz des Geschehens ist die Kleinstadt North Falls. Während des großen Feuerwerks zum 4.Juli Feiertag vertröstet Emmy die Stieftochter ihrer besten Freundin wegen eines eigenen privaten Problems und lässt sie stehen. Kurz darauf sind das Mädchen und ihre beste Freundin verschwunden. Ein grausames Verbrechen das Emmy und ihr Team um jeden Preis beenden und aufklären wollen. Im ersten Teil des Buches geht es um diesen Fall, und die Ermittlungsarbeiten. Die privaten Probleme, die sich durch das Verschwinden der Mädchen bei den einzelnen Figuren ergeben, werden gut beschrieben. Die Nerven liegen blank, nicht jede Entscheidung ist nüchtern betrachtet angemessen, aber die Emotionen kochen verständlicherweise über. Neben diesem Handlungsstrang gibt es jede Menge weiter Informationen über die Stadt und vor allem die weit verzweigte alteingesessene Familie Clifton. Viele unterschiedliche und teils auch vielschichtige Charaktere werden mit Hintergrund und Geschichte vorgestellt. Dadurch kommt es teilsweise zu Längen.

Im zweiten Teil erleben wir eine Zeitsprung von 12 Jahren. Der überführte Täter kommt vorzeitig frei, die Einwohner teilen sich in Befürworter und Gegner dieser Entscheidung. Als dann wieder ein Mädchen unter ähnlichen Bedingungen verschwindet, kommt es zu tragischen Ereignissen. Emmy erhält unverhoffte Familie von einer Totgeglaubten. Ihre Familie verbirgt wirklich Abgründe. Im Verlauf der Ermittlungen wird der alte Fall ebenfalls wieder aufgerollt und neu betrachtet. Es ergeben sich erstaunliche Erkenntnisse.

Karin Slaughter kann zweifelsohne gut schreiben und den Leser im Buch halten, aber hier hat sie es mit den Nebenschauplätzen etwas übertrieben. Den zweiten Teil empfand ich zunehmend als zäh. Hier wurde einfach zu viel Familiengeschichte mit eingebaut. Das Polizeiwesen beschreibt die Autorin ohnedies gerne ausschweifend, aber auch einige pathetische Anwandlungen der Hauptfiguren waren schlicht überflüssig.

Durch die eingebettete Familiengeschichte wurde neben Kindesentführung und sexuellem Missbrauch, auch noch die Themen Drogen, Demenz, Alkoholismus, Gewalt, Erpressung, Machtmissbrauch u.a. eingearbeitet, auch hierin begründen sich einige der Längen.

Nina Petri hat das Buch sehr gut eingelesen, ich habe ihr gerne zugehört. Trotz des engagierten Vortrags vergebe ich hier nur wohlgeleinte 3 Sterne und überlege mir noch, ob ich bei Teil 2 mit dabei bin.

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Veröffentlicht am 15.08.2025

Erebos ist zurück

Erebos 3
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Bei diesem Titel bin ich nostalgisch geworden, da ich den ersten Teil gefeiert habe und auch Teil 2 mochte, wollte ich hier unbedingt gleich am Start sein. Toll, dass das Buch auch optisch an die Vorgänger ...

Bei diesem Titel bin ich nostalgisch geworden, da ich den ersten Teil gefeiert habe und auch Teil 2 mochte, wollte ich hier unbedingt gleich am Start sein. Toll, dass das Buch auch optisch an die Vorgänger angepasst wurde.

Im Großen und Ganzen geht es, wie bei den Vorgängern darum, Erebos mit heiler Haut zu entkommen. Fiktion und Wirklichkeit verschmelzen und es geht nicht nur um das Gewinnen des Spiels, sondern auch um Geschehen in der realen Welt. Einige Wendungen sind wirklich überraschend und gut gemacht. Der bildliche gut beschreibende Erzählstil hat mir gefallen.

Diesmal sammelt Nick eine Horde (Team) um sich, um im Spiel zu bestehen. Es gibt neue Regeln und neue Charaktere, aber insgesamt nichts richtig Neues. Obwohl das Buch mich gut unterhalten hat und teils spannend war, konnte es keinen nachhaltigen Eindruck bei mir hinterlassen. Manches war mir zu abgedreht und nicht alles erschien am Ende rund. Nick hat sich im Vergleich zu den Vorgängern charakterlich verändert, ich hatte ihn widerstandsbereiter in Erinnerung. Den übrigen Figuren konnte ich nicht wirklich nahekommen. Sie taten sich mit den Aufgaben schwer und es zog sich, bis es zu Lösungen kam. Dies bremste mich in meinem Lesefluss, bis es zum Ende wieder spannend wurde.

Leider konnte mich das Buch nicht so abholen, wie erhofft.

Am Ende gibt es wieder ein Hintertürchen, die eine weitere Fortsetzung möglich macht, da wäre ich nicht mehr mit dabei. Meine Erebos-Zeit ist vorbei, die Faszination von Teil 1 wie vor 10 Jahren ist verschwunden. Für mich hätte es diesen Teil nicht mehr gebraucht.

Für Erebos Fans, junge Leser und alle die auch gerne Zocken ein tolles spannendes Buch.

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