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Veröffentlicht am 28.03.2022

Magisches Abenteuer mit bezaubernder Ideenvielfalt

Die vier verborgenen Reiche 1: Caspar und die Träne des Phönix
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Caspar geht seinen Mitschülern aus dem Weg, vor allem den ganz fiesen. Zur Not versteckt er sich auch mal im Fundsachenkorb. Als mal wieder die beiden Oberfieslinge hinter ihm her sind, führt ihn sein ...

Caspar geht seinen Mitschülern aus dem Weg, vor allem den ganz fiesen. Zur Not versteckt er sich auch mal im Fundsachenkorb. Als mal wieder die beiden Oberfieslinge hinter ihm her sind, führt ihn sein Geheimversteck auf magische Weise in einen hohlen Baum, wo ihn ein Mädchen mit Sternen-Sommersprossen umgehend als Verbrecher verhaften will. Überhaupt redet sie lauter merkwürdiges Zeug über Wetterwunder und Wolkenriesen, einen Drachen hat sie auch dabei. Und dann soll Caspar auch noch für die verheehrenden Wirbelstürme verantwortlich sein, die seit kurzem über den Erdball fegen? Was beide noch nicht ahnen: Dies ist der Beginn eines wahnsinnig aufregenden und mutigen Abenteuers für die Kinder, Mini-Drache inklusive.
Wer dieses Buch liest, den erwarten unzählige fantastische Ideen. Angefangen bei einer magischen Welt, in der das Wetter produziert wird, eine auf Wolken gebaute Stadt, Enten in Gummistiefeln, Nieselhexen und Schneetrolle, einen kleinen sowie viele große Drachen und natürlich zwei Kinder, die lernen müssen, einander zu vertrauen. Zwar haben Wilda und Caspar jeweils ihre eigenen Gründe, warum sie um Freundschaften einen Bogen machen, doch lernen beide mit der Zeit, was Freundschaft ausmacht, was Mut wirklich bedeutet und wie man über sich hinaus wächst. Selbst Mini-Drache Arlo erkennt, dass man nicht groß sein muss, um Großes zu leisten. Und nebenbei retten sie ein wenig die Welt vor der bösen Harpyie Morg.
Ein wahres Feuerwerk an fantastischen Ideen, gepaart mit einem atemberaubend spannenden Abenteuer. Wer das Buch nicht liest versäumt etwas.

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Veröffentlicht am 28.03.2022

Grandioser Horrorgruselfaktor

Creepy Chronicles – Bloß nicht den Kopf verlieren!
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Bist du bereits für eine echt gefährliche Monsterjagd? Die Frage stellt sich Monsterfan Brandon MacLean, als eines Nachts zwei schräge Gestalten in seinem Zimmer auftauchen, um ein echtes Monster zu bekämpfen. ...

Bist du bereits für eine echt gefährliche Monsterjagd? Die Frage stellt sich Monsterfan Brandon MacLean, als eines Nachts zwei schräge Gestalten in seinem Zimmer auftauchen, um ein echtes Monster zu bekämpfen. Bisher hat Brandon in seinem Blog „Creepy Chronicles“ nur über Monster-Phänomäne und rätselhafte Erscheinungen gebloggt, doch seit gestern verhält seine ältere Schwester sich noch merkwürdiger als sonst, so richtig spooky. Und jetzt erwarten dieser schottische Monsterjäger Padraig und Hoody-Mädchen Hannah auch noch seine Hilfe bei einem mysteriösen Fall. Angst oder Abenteuer? Der Fall ist glasklar für Brandon, naja, so klar wie rußgeschwärztes Glas vielleicht, aber die Neugier siegt dann doch.
Was für ein grandioses Horror-Abenteuer! Erzählt wird die Story aus zwei Perspektiven. Zum Einen aus der Sicht von Padraig, Monsterjäger im Dienste von BEAST, der bei seinem letzten Einsatz seinen Vater auf magische Weise verlor und nichts unversucht lässt, ihn aus der Schattenwelt zurück zu holen. Und aus der Sicht von Blogger und Nerd Brandon aus Port Willow, der Monster bisher für ein faszinierendes Hobby hielt und nun den Horror der Schattenwesen am eigenen Leib erfährt. Ihnen zur Seite Hannah, die ihre magischen Geheimnisse zunächst vor den beiden verbirgt.
Sowohl die Abenteuer der drei als auch das Geheimnis um die magische Geheimorganisation BEAST sind faszinierend und ziehen einen beim Lesen regelrecht in den Bann. Tatsächlich geht es ziemlich gruselig und gefährlich zur Sache, manchmal sogar recht eklig, der Humor kommt aber trotzdem nicht zu kurz. Zu einigen Monstern gibt es Aufzeichnungen, welche man als Steckbrief plus Zeichnung zu sehen bekommt. Sehr faszinierende Ideen, wort- und bildgewaltiger Stil, mit grandiosen Illustrationen und passendem Humor an den richtigen Stellen.
Um es mal kurz zusammen zu fassen: Horrormäßig gut!

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Veröffentlicht am 28.03.2022

Spannender Fall, nervige Privatprobleme

Nebelopfer
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Der fünfte Fall für Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn. An einem alten Galgenbaum in der Geest hängt im nebligen Wintermorgen ein Toter mit Schild um den Hals, welches das Opfer als Lügner in einem längst ...

Der fünfte Fall für Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn. An einem alten Galgenbaum in der Geest hängt im nebligen Wintermorgen ein Toter mit Schild um den Hals, welches das Opfer als Lügner in einem längst vergangenen Mordfall denunziert. Als kurz darauf Bjarne ein bedrohliches Ultimatum gestellt wird, den wahren Täter des früheren Mordfalls ausfindig zu machen, wird Bjarne vorrübergehend versetzt, um ihn aus dem Visier des Täters zu nehmen. Doch die Ermittler sind sich uneins - die einen glauben, den früheren Fall wieder aufrollen zu müssen, um den Täter zu finden, die Führung hingegen will die Wiederaufnahme verhindern, da längst ein Verurteilter im Gefängnis sitzt. Doch die Morde hören nicht auf, jeweils mit einem Schild um den Hals, dass damals der Falsche verurteilt wurde. Der einzige Überlebende der damaligen Bluttat, zu der Zeit noch ein Kind, kann sich jedoch nicht mehr an das Geschehen erinnern.
Tatsächlich ist die Idee ganz spannend, ein alter Fall, welcher Auslöser für einen neuen Fall ist und einem Racheengel als Legitimation für erneute Morde dient. Dazu die Frage, ob damals wirklich der richtige Täter verurteilt wurde. Hinzu kommt ein neuer Kollege, Leonard Bootz, der mit seiner Art zunächst nicht so recht ins Team zu passen scheint, obwohl er ansonsten ein guter Ermittler sein soll. Nebenbei gibt es noch privaten Trubel bei Frida, da ihrem Freund seit seinem Unfall die Perspektiven abhanden gekommen sind.
Besonders haben mir diesmal wieder die Bezüge zur Gegend gefallen, vor allem der Nebel macht es sehr atmosphärisch. Die Mordfälle, der vergangene sowie die erneuten Morde, kommen jeweils zunächst ebenso undurchsichtig daher, wie der Nebel über der Geest liegt. Hier hat mir das Miträtseln Spaß gemacht. Die privaten Beziehungsprobleme im Hause Paulsen wurden mir jedoch irgendwann zu anstrengend, ebenso wirkte Frida auf mich manches Mal nicht mehr professionell genug. Auch wunderte ich mich über ihre altbackene Einstellung zum Thema Beziehungen und Karriere, welche die Autorin ihr angedichtet hat, während die Männer um sie herum fröhlich die Karriereleiter erklimmen. Von den nicht vorhandenen sozialen Fähigkeiten des neuen Kollegen ganz zu schweigen, der Null Verhörkompetenz aufweist.
Alles in allem hat mir der Doppelfall recht gut gefallen. Als störend empfand ich hingegen diesmal Fridas nervige Beziehungsprobleme ebenso wie den neuen Kollegen, der trotz angeblicher Kompetenz in bezug auf andere Menschen erschreckend inkompetent auftrat. In meinen Augen nicht der beste Fall der Autorin.

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Veröffentlicht am 08.03.2022

Spannende Baba Jaga und nervige Partnerprobleme

Palast aus Gold und Tränen
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Die Dämonenjägerinnen Muireann und Rose erhoffen sich nach einem missglückten Magieeinsatz Hilfe von der mächtigen Hexe Baba Jaga. Zudem vemuten sie, unter den Gästen der bevorstehenden Hochzeit am Zarenhof ...

Die Dämonenjägerinnen Muireann und Rose erhoffen sich nach einem missglückten Magieeinsatz Hilfe von der mächtigen Hexe Baba Jaga. Zudem vemuten sie, unter den Gästen der bevorstehenden Hochzeit am Zarenhof die Hexe zu finden, nach der sie seit Band 1 der Hexenwald-Chroniken auf der Jagd sind. Das Verschwinden der Braut des Prinzen vor der Trauung wirbelt die Pläne der beiden jedoch völlig durcheinander.
Leider konnte mich Band zwei der Reihe um die Dämonenjägerinnen nicht ganz überzeugen. Die Abenteuer und Erlebnisse rund um die Baba Jaga sowie das Verschwinden der Braut gestalten sich zwar als ganz interessant, ebenso wird die gleichgeschlechtliche Liebe diesmal gekonnt thematisiert. Leider war ich jedoch irgendwann genervt von den vielen Pärchenproblemen zwischen Muireann und Rose, die neben ausschweifenden Dialogen einfach zuviel Raum einnahmen. Eifersuchtsszenen und sich wiederholende Diskussionen über das Für und Wider, ob Selkietochter Muireann ihre magischen Fähigkeiten einsetzen soll oder nicht, zogen die Handlung unnötig in die Länge. Das ist schade, da die Ideen um Baba Jaga wirklich gut sind und wegbereitend für eine Fortsetzung. Dennoch konnte mich der Roman aus den bereits genannten Gründen einfach nicht so begeistern wie der erste Band.

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Veröffentlicht am 04.03.2022

Superschlau, supernaiv - super unglaubwürdig!

Das verschlossene Zimmer
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Krakau, 1939: Marie wuchs als wohlbehütete Tochter eines erfolgreichen Krakauer Arztes auf. Nun ist sie 17 und nicht nur in ihr brodelt der Drang nach Veränderungen, auch auf politischer Ebene spitzen ...

Krakau, 1939: Marie wuchs als wohlbehütete Tochter eines erfolgreichen Krakauer Arztes auf. Nun ist sie 17 und nicht nur in ihr brodelt der Drang nach Veränderungen, auch auf politischer Ebene spitzen sich die Dinge zu. Doch von alldem will Marie nichts wahrhaben, wichtiger ist ihr, endlich das Geheimnis um ihre Mutter zu lösen, von der ihr Vater ihr selbst den Namen vehement verschweigt. Angeblich verschwand sie, als Marie noch ein kleines Kind war. Aber wohin? Und warum?
Erwartet habe ich einen Roman um eine toughe junge Frau, die inmitten gravierender historischer Ereignisse ein Familiengeheimnis zu lüften versucht. Erhalten habe ich eine Erzählung, in der sowohl Marie wie auch ihre Mutter (in der Vergangenheit) mehrere äußerst fragwürdige Charakterwechsel von hochintelligent zu strunzdumm und wieder zurück durchmachen. Ein Beispiel wäre bei Marie: Einerseits ist sie intelligent genug, um Medizin zu studieren, wobei ihr lediglich die stark patriarchisch geprägte Gesellschaft noch im Weg steht. Die ganzen Geschehnisse rund um die Judenverfolgung will sie aber angeblich trotz ihrer 17 Jahre nicht mitbekommen haben - selbst, als der Rabbi ihr von der Kristallnacht in Deutschland berichtet reagiert sie, als hätte er ihr lediglich von einem Unwetter in Deutschland berichtet. Wie kann man so weltfremd sein? Solcherlei Widersprüche ziehen sich durch den ganzen Roman - auch ihre Mutter scheint eine wahre Superwoman zu sein, was die sich angeblich so alles selbst beibringen kann. Dadurch wirkte die Handlung irgendwann einfach nur noch absurd, die geschichtlichen Hintergründe werden im Roman fast schon unter „ferner liefen“ abgehandelt, so unbeteiligt, wie Marie darauf (nicht) reagiert. Die Überraschung, welche Marie betreffs ihrer Mutter letztendlich aufdeckte, war im Nachhinein leider keine wirkliche Überraschung mehr sondern wirkte eher wie von der Autorin konstruiert, damit es irgendwie passt.
Leider muss ich sagen, dass ich mich bei diesem unrealistischen Wechselspiel zwischen intelligenter Superwoman und weltfremden Naivchen irgendwann einfach nur noch gelangweilt habe. Die Chance, einschneidende Erlebnisse der Weltgeschichte emotional stärker hervorzuheben, wurde nicht ergriffen, Marie blendete die Schrecken um sich herum einfach aus. Das riss dann auch das Schicksal ihrer Mutter nicht mehr raus, zumal das Ende größtenteils vorhersehbar war und ich selbst hier das Verhalten der Beteiligten nur begrenzt nachvollziehen konnte.
Eine stark unglaubwürdige Erzählung mit nicht stringenten Charakteren, keine Leseempfehlung meinerseits.

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