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Veröffentlicht am 02.07.2019

Life Saaks!

Die Unausstehlichen & ich (Band 1) - Das Leben ist ein Rechenfehler
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Wie ätzend ist das denn? Da hat Enni (11) endlich eine tolle Pflegefamilie gefunden samt Bruder, mit dem sie sich super versteht und mit dem sie die allerbesten Streiche aushecken kann. Und da wollen die ...

Wie ätzend ist das denn? Da hat Enni (11) endlich eine tolle Pflegefamilie gefunden samt Bruder, mit dem sie sich super versteht und mit dem sie die allerbesten Streiche aushecken kann. Und da wollen die doch plötzlich aus Berlin wegziehen – ohne Enni! In die Schweiz. Da gibt es doch nur Kühe! Und Enni soll in ein Internat für Psychos abgeschoben werden? In irgendso ´nen Freakschuppen?! Da wird sie eh nicht lange bleiben, das ist Enni von vornherein klar…
Für Enni bricht eine Welt zusammen, als ihre Pflegefamilie ins Ausland zieht und Enni auf ein Internat der etwas anderen Art gehen soll. Natürlich ist Enni klar, dass dort nur Verrückte hinkommen und schmiedet bereits im Voraus Pläne, von dort möglichst schnell zu verschwinden und ihren Bruder zu suchen. Im Internat angekommen, ist jedoch alles ganz anders, als Enni zunächst befürchtete. Für ihre Fluchtpläne benötigt sie allerdings Hilfe, und die bekommt sie von den Unausstehlichen…
So wie Enni vom Internat überrascht war, so war ich auch komplett überrascht von diesem Buch! Denn das Buch ist ein wirklich wunderbares Leseerlebnis mit sehr schönen Illustrationen! Enni ist zwar manchmal ein kleiner Rabauke, aber ansonsten einfach eine liebenswerte Person. Nur das mit dem Fluchen hat sie noch nicht so ganz im Griff, was sich im Buch auf ganz amüsante Art bemerkbar macht: Sämtliche Schimpfwörter sind durchgekritzelt, und das sind nicht wenige. Ich muss gestehen, das verleitete mich beim Lesen geradezu, die Kritzelkratzel-Platzhalter durch Schimpfwörter zu ersetzen.
Die Unausstehlichen sind übrigens keine Clique, welche sich selbst so nennt, wie ich zunächst dachte. Sondern einfach eine Gruppe anderer Mitschüler im Internat, die selbst eine Geheimaktion planen, für die sie Ennis Hilfe benötigen. Also wäscht eine Hand einfach mal die andere. Und was Enni so erzählt, schreibt sie überaus lebendig und unterhaltsam. Sie ist ein pfiffiges und starkes Mädchen, das leider manchmal rot sieht. Dennoch war es schön mitzuerleben, wie sie langsam ihre Anti-Haltung verliert…
Ein wunderschöner erster Band von und über Enni und ihren Abenteuern, unterhaltsam und spannend und einfach kritzelkritzel klasse! Zudem ist das Buch auf Antolin gelistet.

Veröffentlicht am 02.07.2019

Gefährliche Zeitreisen

Die Zeitwächterin
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Von einem Moment auf den anderen bleibt die Zeit stehen - nur für Thekla nicht. Natürlich glaubt ihr niemand, nicht mal ihr Freund Ivo. Bis sie Antiquar Matteo kennen lernt, der selbst die Zeit beeinflussen ...

Von einem Moment auf den anderen bleibt die Zeit stehen - nur für Thekla nicht. Natürlich glaubt ihr niemand, nicht mal ihr Freund Ivo. Bis sie Antiquar Matteo kennen lernt, der selbst die Zeit beeinflussen kann und Thekla in ihrer neuen Gabe trainieren will. Doch irgendwas verheimlicht Matteo ihr doch? Und woher weiß er soviel über Zeitphänomene? Wirklich nur aus alten Büchern?
Und woher kommt diese unheimliche Stimme?
Die Zeitwächterin ist ein abgeschlossener Roman. Es bleibt zunächst unerklärlich, was es mit den Zeitphänomenen auf sich hat und Theklas plötzlicher Gabe. Matteo scheint ihr zunächst helfen zu wollen, doch die Tatsache, dass er ihr etwas verschweigt, machte ihn für mich auch schnell verdächtig. Und dann die kleinen Veränderungen in der Gegenwart, welche sich erst subtil und später verstärkt einschlichen. Bis ich Thekla am liebsten beiseite genommen hätte, sie solle endlich damit aufhören.
Das Buch ist unterhaltsam und leicht zu lesen. Die Auflösung, was hinter Theklas plötzlicher Begabung steckt und welche Pläne Matteo verfolgt, hat mich sehr überrascht und ich fand es eine gelungene, wenn auch aussergewöhnliche Idee. Auf jeden Fall mal ein etwas anderes Buch über Zeitsprünge und veränderte Zeitlinien.

Veröffentlicht am 01.07.2019

Etwas ist faul im Staate Dänemark

Kalter Strand
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Ein Urlauber steckt im dänischen Urlaubsgebiet ein Ferienhaus in Brand. Was trieb ihn dazu?
Rückblick: Tom Skagen, Kommissar der in Hamburg ansässigen Skanpol-Einheit, wird mit seiner Teamleiterin Jette ...

Ein Urlauber steckt im dänischen Urlaubsgebiet ein Ferienhaus in Brand. Was trieb ihn dazu?
Rückblick: Tom Skagen, Kommissar der in Hamburg ansässigen Skanpol-Einheit, wird mit seiner Teamleiterin Jette Vestergaard nach Dänemark beordert, um Identität und Todesumstände einer am Strand gefundenen Leiche zu klären, einer vermutlich deutschen Frau. Gleichzeitig beginnt jemand, in Ringkøbing deutsche Urlauber zu bedrohen und von ihnen scheußliche Taten zu fordern. Bis hin zur Brandstiftung…
Skanpol ist eine fiktive Untereinheit von Europol. Ansässig in Hamburg, sind die Mitglieder zuständig für länderübergreifende Fälle bis nach Skandinavien hoch. Im ersten Band der Serie um Tom Skagen sollen sie gemeinsam mit der örtlichen Polizei den Tod einer am Strand angespülten Frau klären, welche Würgemale am Hals aufweist. Bei seinen Ermittlungen schaut Tom Skagen ein wenig über den Tellerrand und wird auf Ungereimtheiten im Urlaubsgebiet rund um Ringkøbing aufmerksam, welche ihn neugierig machen. Dort scheint jemand ein perfides Spiel mit den Urlaubern zu spielen, welchem Tom zufällig auf die Schliche kommt. Stehen die Auffälligkeiten vielleicht mit der Toten in Zusammenhang?
Mir hat Tom Skagen sehr gefallen. Er ist ein ruhiger hamburger Charakter mit souveränem Auftritt und geschultem Blick für’s Detail, der als früherer Seemann aber auch anpacken kann, wenn es sein muss. Ein Ereignis in seiner Vergangenheit steht ihm wiederholt im Weg, welches beim Lesen nach und nach offenbar wird. Das Ermittlerteam in Dänemark ist recht klein, es gibt ebenso einige Differenzen wie auch gute Teamarbeit, was den Thriller abwechslungsreich macht. Der Täter aka „Das Auge“ kommt ebenfalls im Roman zu Wort, ohne sich dem Leser zu erkennen zu geben, so dass die Spannung bis zum Ende durchgehend hoch gehalten wird. Überhaupt ist der Thriller sehr gut aufgebaut, die Ermittler leisten solide Arbeit, während die betroffenen Urlauber zusehends unter psychischen Druck geraten. Das Privatleben der Ermittler bleibt wohldosiert und die Autorin hat auf gängige Ermittlerklischees dankenswerterweise verzichtet. Lediglich bei Jette Vestergaard empfand ich das Verhalten zwischendurch nicht dem Charakter entsprechend, was aber auch mein einziger Kritikpunkt am Thriller bleibt.
Ein nordisch-frischer Thriller mit einem sympathischen neuen Ermittler in seinem ersten, bis zum Schluss spannenden Fall.

Veröffentlicht am 01.07.2019

Spannung, Abenteuer und ungelöste Rätsel

Der verbannte Prinz
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Nachdem Aithan, der verbannte Prinz, sich nach Olivias Erweckung von Morgan abgewandt hat, kehrt sie nach Yastia zurück, um den Verräter zu finden, der sie bei ihrem letzten Auftrag an die Palastwache ...

Nachdem Aithan, der verbannte Prinz, sich nach Olivias Erweckung von Morgan abgewandt hat, kehrt sie nach Yastia zurück, um den Verräter zu finden, der sie bei ihrem letzten Auftrag an die Palastwache verriet. Von den „Wölfen“ der Stadt unentdeckt gelangt sie in den Palast – und gerät dort ausgerechnet an Cáel, den verwunschenen Gott, mit dem sie nun in Verbindung steht und der weiterhin seine eigenen Pläne verfolgt. Und während Morgan erneut gefährliche Abenteuer besteht, versucht Aithan auf anderem Weg, den ihm zustehenden Thron zurück zu gewinnen.
„Der verbannte Prinz“ ist nach „Der verwunschene Gott“ der zweite Teil der Fantasy-Tetralogie „Von Göttern und Hexen“ und schließt direkt an diesen an. Auch diesmal gibt es wieder vier Erzählstränge von Morgan, Aithan, Rhea und Jaiden, welche sich diesmal wiederholt kreuzen. Zudem erleben die vier nun spannendere und teils gefährliche Abenteuer, was Band zwei doch deutlich vielseitiger macht als Band eins. Hinzu kommen einige weitere interessante Personen, mit denen die Hauptcharaktere interagieren, die ich jetzt aber hier nicht verraten werde. Und auch Cáel kommt diesmal nicht zu kurz. Nur Morgan störte mich mehrfach mit ihrer unnötig trotzigen und egozentrischen Art, was mir etwas den Lesespaß nahm.
Die Magie ist diesmal deutlich stärker vertreten. So lernt Morgan ihre Knochenmagie kennen, ebenso wie dessen gefährlichen Nebenwirkungen. Und auch die anderen Arten von Magie sind diesmal deutlich stärker gewichtet, verleihen den Abenteuern den erwarteten Touch Fantasy. Die Geheimnisse, welche es zu lösen gilt, bereichern gekonnt die Erzählung und machen es zusätzlich spannend. So ist an einigen Stellen längst nicht klar, wer welche Ziele verfolgt und warum.
Nachdem ich bei Teil eins noch die Spannung vermisste und alles noch nicht so recht stimmig wirkte, machte der zweite Teil nun deutlich mehr Spaß und ist auf jeden Fall eine gelungene und unterhaltsame Fortsetzung!

Veröffentlicht am 24.06.2019

Abenteuer in der Grünen Hölle

Lady Trents Memoiren 2
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Im zweiten Band ihrer Memoiren beschreibt die Natur- und Drachenforscherin Lady Trent ihre zweite Expedition auf den Kontinent Erga, um die dortigen Drachenarten zu erforschen.
Seit dem letzten Band sind ...

Im zweiten Band ihrer Memoiren beschreibt die Natur- und Drachenforscherin Lady Trent ihre zweite Expedition auf den Kontinent Erga, um die dortigen Drachenarten zu erforschen.
Seit dem letzten Band sind gerade mal rund drei Jahre vergangen, Isabella lebt als Witwe und junge Mutter in ihrem Heim in Scirland, welches dem viktorianischen England ähnelt. Statt die typische Mutterrolle einzunehmen widmet sie sich jedoch verstärkt der Naturforschung und finanziert einen Chemiker, der die Knochenfunde aus Band 1 untersuchen sowie ein vergleichbares Material synthetisieren soll, um die Drachenpopulation zu schützen. Als eine erneute Expedition ansteht, reist sie mit Lord Hilfords Assistenten Thomas Wilker sowie Natalie Oscott, der Enkelin des Lords, nach Erga, einem fiktiven Kontinent, welcher mit unserem Afrika vergleichbar ist. Neben wirtschaftlichen und politischen Stolpersteinen ist in diesem Band vor allem der lange Aufenthalt in der Grünen Hölle das Hauptthema, in welcher die drei lernen, sich dem tropischen Dschungel anzupassen und zu überleben.
Im Vergleich zum ersten Band ist der zweite Band um einiges spannender, da die lange Vorgeschichte ihrer Kindheit entfällt. Zudem wirkt Isabella mittlerweile etwas selbstsicherer, was sich in ihren Memoiren niederschlägt. Mir hat am meisten das Abenteuer in der grünen Hölle gefallen, wobei die Expeditionsgruppe auf dem Kontinent Erga neben politischen Problemen vor allem die dortigen Kulturen und deren Sitten kennenlernen und sich ihnen anpassen muss, bevor es überhaupt in die Grüne Hölle geht. Auch die Drachen waren diesmal nicht bloß Randerscheinung, sondern kamen vermehrt vor.
Was mich jedoch sehr störte, waren die vielen Fantasiebegriffe der Autorin für Länder, Völker, politische Titel, Monate etc, die diesmal wirklich vermehrt in den Raum geworfen wurden, größtenteils allerdings ohne Erklärung. Mal so als fiktives Beispiel: Wenn die Protagonistin im Monat Blabla auf den Bingi und dessen Benge vom Volk der Bongo im Land Bungu trifft, der verfeindet ist mit den Völkern Pingi und Pongo und deren Panga und Penge, vergeht mir doch schnell die Lust, da einfach keinerlei Nachvollziehbarkeit gegeben ist. Das hat den Charakter der Sprache von Kindern, denen man beim Spielen in der Sandkiste zuhört, aber in einem Roman sind solche erdachten Begriffe ohne jegliches Glossar einfach nur nervig und führen dazu, dass ich die betreffenden Passagen überlese, da ich eh kaum weiß, was das bedeuten soll. Die vielen, teils unaussprechlich anmutenden Namen der Bewohner Ergas machten das Ganze nicht besser.
Eine unterhaltsame Fortsetzung, welche diesmal deutlich spannender ist, jedoch mit verwirrenden Fantasiebegriffen den Lesespaß unnötig reduziert.