süß aber die Würze fehlt
Royal Taste"Royal Taste" von Jennieke Cohen ist eine Neufassung der klassischen Geschichte "my fair Lady", nur dieses Mal ist es ein junger Mann der in die gehobene Gesellschaftsschicht eingeführt werden soll.
Ich ...
"Royal Taste" von Jennieke Cohen ist eine Neufassung der klassischen Geschichte "my fair Lady", nur dieses Mal ist es ein junger Mann der in die gehobene Gesellschaftsschicht eingeführt werden soll.
Ich mochte den Schreibstil der Autorin, wenn sie sich manchmal etwas sehr in den Beschreibungen der Gerichte verloren hat und für mich dabei die Charaktere etwas zu sehr nach hinten rückten. Ich hätte mir mehr Beschreibung ihrer Mimik, Gestik und Gefühlslagen gewünscht und manchmal etwas weniger ausführlich bezüglich der Anrichtung der Gerichte.
Und genau dieses war für mich wohl auch eines der größten Probleme mit dem Buch, zwischendurch empfand ich es als langatmig und dadurch musste ich mich an diesen Stellen immer zwingen weiter zu lesen und nicht doch was anderes zu machen, denn die Geschichte war unglaublich süß.
Die Charaktere hätten in meinen Augen etwas besser ausgearbeitete werden können, sie wirkten doch meist recht eindimensional (besonders Helena), ich hätte mir da mehr von ihnen gewünscht als nur die Rolle die sie hier spielen sollen.
Die Liebesgeschichte ist ganz niedlich, wenn auch seeeeeehr slow burn, man könnte es als ultra-slow-burn betiteln, wie ein gutes stück Fleisch im Smoker dass den ganzen Tag vor sich hin schmoren muss.
Was mir auch ein wenig fehlte war die Würze und der Humor von „my fair Lady“ der in meinen Augen die ursprüngliche Geschichte auszeichnet und hier leider irgendwie abhanden gekommen ist.
Bewertung: 3,5/5
Fazit: Alles in Allem eine süße Geschichte für zwischendurch.