~ Das Buch ist die Auswahl unseres Waterstones Oban Horror Book Club im April ~
Ein Horror-Klassiker, der gar nicht so alt ist, wie er tut - aus den 1980ern!
Und klassisch gehts direkt doppelt los - zunächst versammelt sich die Familie um das kuschelige weihnachtliche Kaminfeuer, um Geistergeschichten zu erzählen (in UK so Tradition). Als der Vater aufgefordert wird, dreht er durch und geht an die frische Luft. Daraufhin schreibt er seine Geschichte auf - wie er als junger Anwalt eines nebligen Novembermorgens aufgefordert wurde, ins Nirgendwo zu fahren und den Nachlass einer verstorbenen Mandantin zu sichten. Wie alle Dorfbewohner sich sehr seltsam benehmen und er dann, auf der Beerdigung, eine mysteriöse Frau in Schwarz erblickt. Und wie er, als er im Haus arbeitet, des nachts im Sumpf hört, wie eine Kutsche verunfallt und das Pferd und ein Kind erbärmlich um Hilfe schreien... jede Nacht.
Eine schöne, wirklich klassische Geschichte, die viele gruselige Elemente vereint und am Ende natürlich dramatisch endet - auch wenn wir durch die Vorgeschichte ja wissen, dass ihm nichts passieren wird. Etwas verwirrend fand ich die lange Exposition, bis er dann 40 Seiten vor Schluss einsieht, dass er den Verstand verliert. Dann geht es recht bald zu Ende, das hätte ich etwas anders aufgeteilt. Auch verwirrend fand ich, dass fast 50 Jahre nach Publikation immer noch Rechtschreibfehler und fehlende Anführungszeichen drin sind, aber das mag an meiner Ausgabe gelegen haben.
Ein Filmvergleich folgt im Mai, da der Film gerade nirgendwo gestreamt wird, aber im TV läuft!
"I though[sic] it most likely that, if I were to stay here for any length of time,
I should become quite addicted to the solitude and the quietness"
~ 23.04.2026