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Shady

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.04.2026

Spannend – aber mit Luft nach oben

Guilty Pleasure
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Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, war für mich sofort klar: Dieses Buch muss ich lesen! Die düstere, grausame und zugleich voyeuristische Grundidee hat mich direkt gepackt, sodass ich nicht lange ...

Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, war für mich sofort klar: Dieses Buch muss ich lesen! Die düstere, grausame und zugleich voyeuristische Grundidee hat mich direkt gepackt, sodass ich nicht lange gezögert habe und es mir sofort bestellt habe 😄

Viele Kritikpunkte, die ich in anderen Rezensionen gesehen habe (wie z.B. die derbe Sprache, brutale Szenen oder allgemein die Härte der Themen) konnte ich persönlich nicht nachvollziehen. Im Gegenteil: Ich hätte mir sogar noch mehr Intensität gewünscht. Einige Szenen hätten durchaus das Potenzial gehabt, noch detaillierter und schonungsloser ausgearbeitet zu werden. Aber das ist natürlich Geschmackssache, gerade für Leserinnen wie mich, die gezielt zu härteren Thrillern greifen und die „unschönen“ Seiten der Geschichte schätzen.

Positiv hervorzuheben ist auf jeden Fall der Schreibstil. Das Buch liest sich flüssig und die Beschreibungen sind so lebendig, dass man sich mühelos in die düstere Atmosphäre des Hotels hineinversetzen kann. Die Szenerien wirken greifbar und auch die Figuren nehmen schnell klare Konturen an – ich hatte beim Lesen oft ein sehr konkretes Bild vor Augen.

Ein kleiner Kritikpunkt für mich war jedoch die Perspektive von Jamie. Obwohl ich selbst durchaus nerdige Züge habe, haben sich diese Passagen für mich teilweise etwas gezogen und konnten mich nicht durchgehend fesseln. Zusätzlich hätte ich mir gewünscht, mehr Einblicke in die Livestreams zu bekommen (gerade dieser Aspekt hätte noch intensiver und spannender ausgearbeitet werden können).
Auch die anderen Gäste und ihre jeweiligen „Erlebnisse“ in den Suiten hätten für mich ruhig mehr Raum bekommen dürfen, da hier viel ungenutztes Potenzial liegt.

Das Ende war für mich persönlich leider etwas vorhersehbar. Ich hatte relativ früh eine Vermutung, wer wirklich hinter dem Ganzen steckt und wie bestimmte Figuren miteinander verbunden sind. Dennoch war der Weg dorthin durchaus unterhaltsam. Was ich allerdings etwas unglaubwürdig fand: Dass eine Figur, trotz starker Ähnlichkeit der Namen, nicht erkannt wurde. Das wirkte auf mich ein wenig zu sehr konstruiert.

Insgesamt hat mir das Buch aber gut gefallen. Es bietet eine spannende Grundidee, eine dichte Atmosphäre und einen angenehmen Schreibstil – auch wenn ich persönlich mir stellenweise noch mehr Tiefe, Härte und Ausarbeitung gewünscht hätte.

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Veröffentlicht am 11.04.2026

Überraschend treffend & intensiv

Sensitive Soul Workbook - Wie psychologische Astrologie dir deinen Seelenweg zeigt
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Das „Sensitive Soul Workbook" ist sehr verständlich geschrieben und eignet sich dadurch auch besonders gut für Einsteiger. Auch ohne Vorkenntnisse im Bereich Astrologie oder Psychologie findet man sich ...

Das „Sensitive Soul Workbook" ist sehr verständlich geschrieben und eignet sich dadurch auch besonders gut für Einsteiger. Auch ohne Vorkenntnisse im Bereich Astrologie oder Psychologie findet man sich schnell zurecht, da die Inhalte klar erklärt und Schritt für Schritt aufgebaut sind. Gleich zu Beginn wird erläutert, wie das Buch genutzt werden kann, was den Einstieg sehr erleichtert.
Besonders positiv fand ich die Liste empfohlener Materialien für die Übungen sowie die kurze Triggerwarnung zu Beginn– das zeigt, dass hier achtsam mit sensiblen Themen umgegangen wird.

Das Buch ist zudem sehr übersichtlich und ansprechend gestaltet. Die QR-Codes am Ende der Kapitel bieten zusätzliche vertiefende Übungen, wodurch das Workbook noch interaktiver wird. Auch die weiterführenden Literaturempfehlungen am Ende sind ein schöner Bonus für alle, die sich intensiver mit den Themen beschäftigen möchten.
Insgesamt verbindet das Buch astrologische Ansätze mit psychologischer Selbstreflexion und lädt dazu ein, sich intensiver mit den eigenen Mustern und dem eigenen Lebensweg auseinanderzusetzen.

Die Übungen fielen mir persönlich nicht immer leicht, haben mir aber teilweise wirklich die Augen geöffnet und einen echten „Wow“-Effekt hervorgerufen. Wichtig ist dabei, sich bewusst Zeit und Ruhe für die Bearbeitung zu nehmen – ein Hinweis, der bereits zu Beginn des Buches gegeben wird und sich als sehr sinnvoll erweist. Die Übungen regen dazu an, das Gelesene direkt auf sich selbst anzuwenden und sich intensiver mit den eigenen Eigenschaften und Mustern zu beschäftigen. Dadurch bleibt es nicht bei theoretischem Wissen, sondern wird zu einem aktiven Prozess der Selbstreflexion. Statt Inhalte nur passiv zu konsumieren, wird man dazu eingeladen, aktiv über sich selbst nachzudenken, was ich besonders spannend fand.

Überraschend war für mich, wie treffend viele der beschriebenen Eigenschaften meines Geburtshoroskops waren. Obwohl ich Astrologie bisher eher skeptisch gegenüberstand und sie vor allem aus oberflächlichen Horoskopen (z. B. aus Klatschmagazinen beim Arzt) kannte, hatte ich mehrfach das Gefühl: „Das bin ja genau ich.“
Auch wenn meine Skepsis nicht vollständig verschwunden ist, hat das Workbook definitiv dazu beigetragen, offener für das Thema Astrologie zu werden. Ich werde mich auf jeden Fall noch weiter damit beschäftigen.

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Veröffentlicht am 10.04.2026

Hinter der Fassade einer Kleinstadt

What about the bodies
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"What About the Bodies" von Ken Jaworowski ist ein spannender und sehr gut lesbarer Kriminalroman, der seine Stärke vor allem aus der Perspektivenvielfalt und der langsam eskalierenden Spannung zieht. ...

"What About the Bodies" von Ken Jaworowski ist ein spannender und sehr gut lesbarer Kriminalroman, der seine Stärke vor allem aus der Perspektivenvielfalt und der langsam eskalierenden Spannung zieht.

Der Einstieg gelingt leicht, da man schnell die zentralen Figuren kennenlernt: Carla und ihren Sohn Billy, Reed und seinen Bruder Greg sowie Liz und ihren Freund Luke. Schon früh entsteht dabei das Gefühl, dass hinter den alltäglich wirkenden Beziehungen mehr steckt, als zunächst sichtbar ist. Nach und nach wird deutlich, dass jede Figur ihre eigenen Geheimnisse mit sich trägt. Der Autor schafft es dabei geschickt, die Spannungen nicht sofort offenzulegen, sondern sie subtil aufzubauen. Besonders interessant ist, wie die einzelnen Handlungsstränge scheinbar unabhängig voneinander beginnen, sich aber nach und nach aufeinander zubewegen.

Zwischen persönlichen Konflikten, fragwürdigen Entscheidungen und teils kriminellen Entwicklungen entsteht ein dichtes Geflecht aus Ereignissen, das die Figuren immer weiter unter Druck setzt. Dabei zeigt sich auch, wie unterschiedlich die Charaktere mit ihren jeweiligen Situationen umgehen – während einige versuchen, Kontrolle zu behalten, geraten andere zunehmend außer sich oder treffen folgenschwere Entscheidungen. Mit zunehmendem Verlauf nimmt die Geschichte deutlich an Tempo zu. Dabei wird auch deutlich: Je mehr die Figuren versuchen, alles richtig zu machen, desto mehr gerät ihr Leben aus den Fugen. An einigen Stellen empfindet man sogar Mitleid mit ihnen, weil ihre Entscheidungen oft nachvollziehbar sind – auch wenn sie alles nur noch schlimmer machen.

Das Finale bringt schließlich alle Handlungsstränge zusammen und entlädt die zuvor aufgebaute Spannung mit großer Intensität. Die Ereignisse überschlagen sich regelrecht und sorgen für ein durchgehend hohes Spannungsniveau bis zur letzten Seite. Besonders Reeds Entwicklung sticht dabei hervor, da sie eine unerwartete emotionale Tiefe erhält und für mich persönlich überraschend berührend war. Seine Geschichte wirkt wie eine echte Achterbahnfahrt der Gefühle und bleibt lange im Gedächtnis. Aber auch die übrigen Wendungen tragen dazu bei, dass sich die einzelnen Puzzleteile schlüssig zusammenfügen und ein stimmiges Gesamtbild entsteht.

Insgesamt überzeugt der Kriminalroman durch die vielschichtigen Figuren und die konsequent aufgebaute Spannung. Besonders gelungen ist, wie alltägliche Entscheidungen immer größere Konsequenzen nach sich ziehen und sich das Leben der Figuren zunehmend verstrickt. Ein Krimi mit unerwarteten Twists, der bis zum Schluss fesselt und deutlich zeigt, dass am Ende vieles ganz anders kommt, als man zunächst erwartet.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Ein Adventskalender des Grauens – Die Wahrheit darf nicht ans Licht

Das Kalendermädchen
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Sebastian Fitzek liefert mit "Das Kalendermädchen" erneut einen Psychothriller, der von der ersten Seite an unter die Haut geht. Die Geschichte um die verzweifelte Suche nach den biologischen Eltern der ...

Sebastian Fitzek liefert mit "Das Kalendermädchen" erneut einen Psychothriller, der von der ersten Seite an unter die Haut geht. Die Geschichte um die verzweifelte Suche nach den biologischen Eltern der schwer erkrankten Alma entfaltet sich als nervenaufreibendes Puzzle, bei dem Vergangenheit und Gegenwart immer enger miteinander verwoben werden.

Besonders stark ist in diesem Buch die psychologische Tiefe der Handlung: Fitzek spielt meisterhaft mit Angst, Erinnerung und Wahrnehmung und lässt die Leserinnen und Leser ständig an dem zweifeln, was sie gerade glauben. Die düstere Legende rund um das „Kalendermädchen“ sorgt zusätzlich für eine beklemmende Atmosphäre, die sich stetig steigert.

Typisch für Fitzek sind die zahlreichen Wendungen, die immer wieder neue Perspektiven eröffnen und die Spannung konsequent hochhalten. Trotz der komplexen Verstrickungen bleibt der Roman fesselnd und gut nachvollziehbar aufgebaut.

Fazit:
Ein extrem spannender Psychothriller mit emotionaler Wucht, starken Twists und hohem Suchtfaktor – kaum möglich, das Buch aus der Hand zu legen.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Du denkst, du kennst deine Nachbarn? Denk noch mal!

Der Nachbar
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Cover & Gestaltung
Das Cover dieses Thrillers wirkt auf den ersten Blick unscheinbar, verströmt aber durch subtile Farbwahl und klares Design eine unterschwellige Bedrohung – ganz so, wie es zu einem Psychothriller ...

Cover & Gestaltung
Das Cover dieses Thrillers wirkt auf den ersten Blick unscheinbar, verströmt aber durch subtile Farbwahl und klares Design eine unterschwellige Bedrohung – ganz so, wie es zu einem Psychothriller gehört. Die Gestaltung lässt sofort erkennen, dass es hier nicht um laute Effekte, sondern um eine düstere Atmosphäre und unheimliche Nähe geht.

Thema & Umsetzung der Geschichte
Die Grundidee von Der Nachbar ist beunruhigend aktuell: Eine Frau will mit ihrer Tochter neu anfangen, nur um festzustellen, dass die vermeintliche Sicherheit ihres Zuhauses von einem „unsichtbaren Nachbarn“ unterwandert wird. Diese Nähe des Unheimlichen, direkt im privaten Umfeld, macht das Thema besonders fesselnd. Fitzek spielt hier geschickt mit Misstrauen, realer Gefahr und psychologischer Unsicherheit, sodass Leser:innen ständig hinterfragen müssen, was wirklich passiert und was nur Einbildung ist.

Schreibstil
Fitzeks Stil ist rasant, klar und auf Nervenkitzel ausgerichtet. Kurze Kapitel und ständige Wechsel zwischen Blickwinkeln sorgen für ein hohes Tempo und vermeiden jede Lesepause. Die Sprache ist direkt, ohne große Ausschweifungen, aber extrem effektiv darin, Spannung aufzubauen. Dadurch entsteht ein Gefühl, fast durch die Seiten zu fliegen, ohne richtig Luft zu holen – ich MUSSTE dieses Buch in einer Nacht durchlesen!

Figuren & Authentizität
Die Hauptfigur, Sarah, wirkt verletzlich: Ihre Angst vor dem Alleinsein gibt der Handlung eine emotionale Tiefe, die über reine Thriller‑Mechanik hinausgeht. Einige Nebenfiguren bleiben vielleicht etwas schemenhaft, doch gerade die Unsicherheit und Unklarheit mancher Beziehungen verstärken das beklemmende Gefühl.

Warum das Buch interessant ist
Der Nachbar kombiniert klassische Thriller‑Elemente – Cliffhanger, Perspektivwechsel, unerwartete Wendungen – mit einer existenziellen Angst, die viele Menschen nachvollziehen können: Die Angst, nicht wirklich allein zu sein. Fitzek zeigt, wie nahe Bedrohung und Fürsorge beieinanderliegen können und spielt damit auf einer Ebene, die weit über oberflächliche Schrecken hinausgeht. Für Fans von psychologischen Abgründen und intensiver Spannung ist dieses Buch daher besonders reizvoll.

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