Platzhalter für Profilbild

Shilo_

Lesejury Star
offline

Shilo_ ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Shilo_ über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.03.2025

Nette Unterhaltung für zwischendurch

Always Been You - Herzklopfen in Blossomville
0

In diesem ersten Band der dreiteiligen Blossomville-Reihe geht es um einen Tierarzt, der vor 12 Jahren von seiner damaligen Freundin Olivia verlassen wurde. Nun ist sie, inzwischen eine erfolgreiche New ...

In diesem ersten Band der dreiteiligen Blossomville-Reihe geht es um einen Tierarzt, der vor 12 Jahren von seiner damaligen Freundin Olivia verlassen wurde. Nun ist sie, inzwischen eine erfolgreiche New Yorker Anwältin, wieder in dem kleinen pittoresken Städtchen in Vermont.
Es ist eine romantische Liebesgeschichte ohne besondere Highlights, die mich nicht so richtig mitreißen konnte. Sie ist vorhersehbar und es fehlte mir oft an Tiefe. Vieles wurde leider nur angeschnitten. Hier hätte ich mir doch so manches Mal mehr Ausführlichkeit gewünscht. Auch konnte mich die Liebesgeschichte von Grayson Hunter und Olivia nicht überzeugen.
Alles in allem ist es eine Liebesgeschichte ohne besonderen Tiefgang, die man durch den angenehmen Schreibstil der Autorin schnell lesen kann. 3 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.03.2025

Äußerst schwere Kost

Auf dem Schulweg verschwunden: Kinderschicksale | True Crime
0

Erzählt wird von wahren Verbrechen, die sich in Sachsen ereigneten. Da ist der 10-jährige Michael, der auf dem Weg zur Schule verschwand. Trotz umfangreicher Suche der Polizei wird er nicht gefunden. Dafür ...

Erzählt wird von wahren Verbrechen, die sich in Sachsen ereigneten. Da ist der 10-jährige Michael, der auf dem Weg zur Schule verschwand. Trotz umfangreicher Suche der Polizei wird er nicht gefunden. Dafür erhalten die Eltern des Jungen anonyme Briefe, in denen der Täter endlich nach 8 Monaten verrät, wo das Kind zu finden ist. Wer ist er und wird man ihn stellen können?
Vor ihrer Haustür wird die sechsjährige Erstklässlerin Ayla in Zwickau in den Kofferraum eines Autos gezerrt. Der Täter ist schnell gestellt, doch das Kind bleibt verschwunden. Er ist der Polizei kein Unbekannter, hat er doch bereits im Alter von 17 Jahren schon einmal einen Mord begangen. Können die Ermittler Ayla noch lebend finden? Der Entführer hüllt sich in Schweigen.
Diese zwei ausgiebig behandelten Fälle lassen dem Leser das Blut in den Adern gefrieren. Was sind das für Menschen, die fähig sind, solch grauenhafte Taten zu begehen? Auch das Umfeld der Opfer mit seiner Hilflosigkeit und Ohnmacht wird von der Autorin nachvollziehbar in Szene gesetzt. Und wie diese Verbrechen das Leben der Angehörigen beeinträchtigten, bzw. zerstörten. Wie ist es möglich, dass eine zufriedenstellende Bestrafung durch bestehende Gesetzeslücken nicht erfolgen werden?
Ebenso werden noch weitere haarsträubende Verbrechen an Kindern umrissen, deren Vergeltung die Grausamkeit in keiner Weise aufzuwiegen vermag.
Gabi Thieme hat die Fälle akribisch recherchiert und zu Papier gebracht. Allen an True-Crime-Fällen interessierten Lesern kann ich dieses Buch sehr empfehlen. 5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.03.2025

Sie wollte alles oder nichts

Für mich soll’s rote Rosen regnen. Hildegard Knef
0

Hildegard Knef (1925-2002) war eine Schauspielerin, Sängerin und Schriftstellerin. Sie wurde in Ulm geboren. Nach dem Tod ihres Vaters im Jahr 1926 zog ihre Mutter mit ihr nach Berlin, wo sie mit 15 Jahren ...

Hildegard Knef (1925-2002) war eine Schauspielerin, Sängerin und Schriftstellerin. Sie wurde in Ulm geboren. Nach dem Tod ihres Vaters im Jahr 1926 zog ihre Mutter mit ihr nach Berlin, wo sie mit 15 Jahren ihren Abschluss in der Mittelschule machte. Sie begann eine Ausbildung zur Schauspielerin. Durch den Film "Die Mörder sind unter uns" wurde sie zum ersten deutschen Filmstar der Nachkriegszeit. Im Film "Die Sünderin" (1951) war sie für einige Sekunden nackt auf einem Liegestuhl zu sehen. Dieses spaltete ihre Anhänger in zwei Gruppen. Die einen hassten sie jetzt, andere liebten sie noch mehr. Der Film wurde sogar in einigen Städten verboten. Sie versuchte ihr Glück in den USA und bekam in einem Musical eine Hauptrolle am Broadway. 1962 nahm sie ihre erste Schallplatte auf und konnte mit dem Lied "Er war nie ein Kavalier" die ersten Erfolge feiern und machte sich einen Namen als Chansonsängerin. 1970 schrieb sie ihre erste Autobiografie "Der geschenkte Gaul", die ein Bestseller wurde. Es folgten weitere Bücher, jedoch mit mäßigem Erfolg.
Knefs Karriere war eine Berg- und Talfahrt. Erfolg und Misserfolg wechselten sich stetig ab. Nach einem Triumph folgte unweigerlich der Absturz. Durch ihren hohen Lebensstandard befand sie sich immer wieder in finanziell angespannter Situation. Zwei ihrer Ehen scheiterten. Erst ihre dritte Ehe mit dem 13 Jahre jüngeren Paul von Schell, den sie 1977 heiratete, war von Dauer. Die letzten Lebensjahre der Frau, die sich immer wieder nach oben kämpfte, waren von gesundheitlichen Problemen überschattet. Sie starb im Alter von 76 Jahren an einer akuten Lungenentzündung.
Christian Schröder umreißt das Leben von Hildegard Knef auf 144 Seiten. Der interessierte Leser erhält einen Überblick über das Schicksal einer Frau, die sich niemals unterkriegen ließ, sondern sich immer wieder nach oben kämpfte. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.03.2025

Eine ergreifende Geschichte, die ans Herz geht

Geheimname Eisvogel
0

Liz Kessler hat hier eine herzergreifende und spannende Geschichte geschrieben. Es geht zwei Schwestern und dem Schicksal jüdischer Kinder in den von den Nationalsozialisten besetzten Niederlanden.
Wir ...

Liz Kessler hat hier eine herzergreifende und spannende Geschichte geschrieben. Es geht zwei Schwestern und dem Schicksal jüdischer Kinder in den von den Nationalsozialisten besetzten Niederlanden.
Wir schreiben das Jahr 1942. Mila und Hannie werden von ihren Eltern zu einer Familie nach Amsterdam geschickt. Die beiden 12 und 15 Jahre alten Mädchen erhalten eine neue Identität, damit sie nicht mehr als Juden ermittelt werden können. Während Mila versucht, sich an die neue Situation anzupassen, will Hannie sich damit nicht abfinden. Ohne Wissen ihrer jüngeren Schwester wird sie erfolgreich im Widerstand unter dem Codenamen Eisvogel tätig. Bis ein Verrat und ein dadurch entstandenes Missverständnis alles ändern wird.
Erzählt wird in zwei Handlungssträngen. In einem werden die Ereignisse im 2. Weltkrieg geschildert, im anderen geht es in die Gegenwart zu Liv. Die 13-jährige Liv soll für den Geschichtsunterricht einen Stammbaum ihrer Familie erstellen. Sie versucht verzweifelt, etwas über die Vergangenheit herauszufinden. Doch der einzige Mensch, der ihr dabei helfen kann, schweigt eisern.
Zwar handelt es sich in diesem Buch um ein fiktives Schicksal, das sich jedoch während der Nazizeit in den von Deutschland besetzten Niederlanden so wirklich hätte zutragen und der Wahrheit hätte entsprechen können. Mit ihrer bildhaften und mitreißenden Schreibweise ließ die Autorin mich bereits nach den ersten Seiten tief in die Handlung eintauchen. Sie hat die einzelnen Charaktere lebensecht und detailliert dargestellt. Unvorhersehbare Wendungen und Ereignisse lassen den Spannungsbogen der Handlung stetig steigen, sodass es mir fast unmöglich war, das Buch aus der Hand zu legen.
Dieses Jugendbuch, das auch von der älteren Generation sehr gut gelesen werden kann, hat mich unglaublich berührt und schließlich auch zu Tränen gerührt.
Von mir gibt es 5 Sterne und eine glasklare Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.03.2025

Der Traum von einem besseren Leben

Tage aus Glas
0

In ihrem Debütroman entführt die Autorin den Leser zu den Glasmachern nach Gerresheim. Es ist das Jahr 1901. Die Arbeiter der Glashütte beschließen zu streiken und ahnen nicht, welche drastischen Folgen ...

In ihrem Debütroman entführt die Autorin den Leser zu den Glasmachern nach Gerresheim. Es ist das Jahr 1901. Die Arbeiter der Glashütte beschließen zu streiken und ahnen nicht, welche drastischen Folgen dies für sie haben wird.
Adam, ein junger Glasbläser, wird jedoch zum Streikbrecher. Er will mit seiner Geliebten Bille, der Tochter eines Flaschenmachers, nach Amerika auswandern und benötigt dazu jeden Pfennig. Dagegen gehört Billes Vater zu den überzeugten Streikenden. Bille weiß nicht, wie sie sich entscheiden soll. Mit Adam mitzugehen oder ihrer Familie in den schweren Zeiten zur Seite zu stehen?
Ebenso will Leonie, die Tochter des Werksarztes, den Gepflogenheiten ihres Standes entkommen. Sie sucht die Nähe ihrer Nachbarn, die sich mit Künstlern abgeben. Jedoch hat ihr Vater anderes für Leonies Zukunft im Sinn.
In diesem Roman geht es um zwei Frauen ganz unterschiedlicher Herkunft, die aus der Welt, in die sie hineingeboren wurden, ausbrechen wollen, um ihre Träume zu leben. Und die letztendlich vor der Wahl stehen, welchen Weg sie einschlagen wollen und welchen Preis sie bereit sind, dafür zu bezahlen.
In Anlehnung an den Generalstreik der Glasmacher im Jahr 1901 hat Dorothee Krings diesen fiktionalen Roman geschrieben. Es ist eine Geschichte, wie sie sich auch in Wirklichkeit hätte zutragen können. Die Charaktere sind nachvollziehbar und authentisch. Die Handlung ist spannend und gibt Einblick in das Leben der Menschen, die trotz schwerster Arbeit nur das Nötigste zum Leben hatten. Ein angenehmer und flüssiger Schreibstil führt durch die Geschichte.
Dieses Buch hat mir unterhaltsame und nachdenkliche Lesestunden bereitet. Gerne empfehle ich ihn weiter.
4 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere