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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.11.2023

Wenn der Traum zum Albtraum wird

Ich liebe dich, weil ich dich brauche
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Dieses Buch ist ein Stück Lebensgeschichte der Autorin Julia Obuco. Mit einem lebendigen Schreibstil erzählt sie von ihrer Ehe mit dem Nigerianer Ben, den sie voller Hoffnung und Träume mit 18 Jahren heiratete. ...

Dieses Buch ist ein Stück Lebensgeschichte der Autorin Julia Obuco. Mit einem lebendigen Schreibstil erzählt sie von ihrer Ehe mit dem Nigerianer Ben, den sie voller Hoffnung und Träume mit 18 Jahren heiratete. Doch schon bald wird ihre Ehe zu einem Albtraum, in dem die Drogen die Oberhand gewinnen.
Diese Geschichte ist nachvollziehbar, authentisch und stimmt sehr nachdenklich. Sie beschreibt, mit welchen Problemen Migranten zu kämpfen haben und wie schwer, bzw. fast aussichtslos es für sie ist, in unserer Gesellschaft Fuß zu fassen und akzeptiert zu werden. Vor allen Dingen, wenn sie dazu noch eine dunkle Hautfarbe haben und aus einer ganz anderen Kultur stammen.
Es ist eine sehr dramatische Geschichte von Träumen, Hoffnungen, Sehnsüchten und Ängsten, von Zweifeln und Lügen, wie sie tagtäglich um uns herum geschieht.
Sehr gerne empfehle ich dieses überaus fesselnde Buch weiter und vergebe 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 30.11.2023

Von Tätern und Opfern

Verfehlungen und Verbrechen
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Wie kam es zu den Verbrechen und was sind es für Menschen, die Täter und die Opfer? In 14 Kurzgeschichten, die sich wirklich ereignet haben, erzählt Ursula März, wie es zu den Straftaten kam und welche ...

Wie kam es zu den Verbrechen und was sind es für Menschen, die Täter und die Opfer? In 14 Kurzgeschichten, die sich wirklich ereignet haben, erzählt Ursula März, wie es zu den Straftaten kam und welche Menschen sich dahinter verbergen.
So erfährt der Leser unter anderem die Geschichte von Rolf Vogelsang, einem 50jährigen Ingenieur, der sich über beide Ohren in eine Prostituierte verliebt und dabei sein Hab und Gut verliert. Oder von Frank Meinhard, dessen unglaublicher Geruchssinn ein Verbrechen ans Tageslicht holt. Auch von einem Astrophysiker, der sich in einen Fast-Unfall mit seinem Fahrrad hineinsteigert und seinen „Fast-Mörder“ unbedingt vor Gericht bringen will.
Dies sind nur drei von den 14 faszinierenden Fällen, die das Geschehen von der Entstehung an durchleuchten und verständlich und überaus fesselnd auf den Leser hinüberbringen. Dabei wird schnell klar, dass es sich bei all den Menschen um Personen handelt, die ihre eigenen Träume und Wünsche, Eigenarten und Besonderheiten haben. Und die von ihrer eigenen Vergangenheit tief geprägt sind.
In all den Geschichten stehen die Menschen im Vordergrund, die neutral und ohne Vorbehalt geschildert werden.
Dieses Buch hat mich tief beeindruckt. 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 27.11.2023

Sehr gewöhnungsbedürftig

Meine Männer
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Belle Gunness (1859-1908), war eine norwegisch-amerikanische Serienmörderin und ging als „Schwarze Witwe“ in die Annalen der Kriminalgeschichte ein. In diesem Buch geht es nur am Rande um die Morde, viel ...

Belle Gunness (1859-1908), war eine norwegisch-amerikanische Serienmörderin und ging als „Schwarze Witwe“ in die Annalen der Kriminalgeschichte ein. In diesem Buch geht es nur am Rande um die Morde, viel mehr wird auf die Gefühlswelt der Protagonistin eingegangen. Die Morde werden nur in einigen wenigen Fällen angedeutet
Durch den sehr distanzierten und teilweise poetischen Schreibstil der Autorin fiel es mir sehr schwer, in die Handlung hineinzufinden. Auch wurde es mir dadurch unmöglich, einen emotionalen Bezug zu Belle Gunness aufzubauen oder sie gar zu verstehen.
Ebenso vermisste ich die Spannung, die ich bei einem solchen Roman als selbstverständlich voraussetze.
Auch wenn der Kern dieser Geschichte auf wahren Begebenheiten beruht, konnte mich das Buch nicht überzeugen. Verschachtelte Sätze, in denen der Sinn x-mal wechselt, machten das Lesen so einige Male zur Qual. Zumal ich mir den Sinn dann auch noch zusammenreimen musste.
Mein Fazit:
Da ich ganz andere Erwartungen an diese Lektüre hatte, war das Buch für mich ein absoluter Fehlgriff.
2 Sterne.

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Veröffentlicht am 24.11.2023

Porträt einer bewundernswerten Frau

Die Königin von der Ruhr
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1902 wurde Margarethe Krupp (1854-1931), nach dem Tod ihres Ehemanns Friedrich, die Treuhänderin des Erbes für ihre Tochter Bertha, die erst vier Jahre später durch das Erreichen der Volljährigkeit geschäftsfähig ...

1902 wurde Margarethe Krupp (1854-1931), nach dem Tod ihres Ehemanns Friedrich, die Treuhänderin des Erbes für ihre Tochter Bertha, die erst vier Jahre später durch das Erreichen der Volljährigkeit geschäftsfähig wurde. Solange verwaltete sie das Imperium als Vertretung für ihre noch minderjährige Tochter. In dieser Zeit reifte in ihr der Plan, sich im Anschluss an diese Tätigkeit für die Arbeiter der Krupp-Werke durch eine Stiftung weiterhin einzusetzen.
Beschrieben wird in diesem biografischen Roman das Leben und Werken einer Frau in den Jahren 1902 bis 1912, die trotz enormen Reichtums bodenständig blieb und immer das Wohl der Krupp-Arbeiter im Auge hatte. Sie baute die Arbeitersiedlungen mit Wohnungen und Reihenhäusern, die von ihrem Vater Alfred begonnen wurden, weiter aus. Ebenso entstand eine Siedlung für Witwen, Witwer und Versehrte, die ihrer Arbeit in den Werken nicht mehr nachgehen konnten. Sie wurde die Gründerin der Margarethe-Krupp-Stiftung für Wohnungsfürsorge, aus der die heutige weltbekannte Margarethenhöhe hervorging. Sie hegte freundschaftliche Beziehungen zu Kaiser Wilhelm II und wurde im Jahr 1922 Ehrenbürgerin der Stadt Essen.
Dieses Buch ist eine Mischung aus Tatsachen und Fiktion. Anschaulich und nachvollziehbar sind die verschiedenen Charaktere dargestellt. Der Schreibstil führt flüssig durch die ruhige und unterhaltsame Handlung, die auch ohne große Dramatik gut auskommt.
Liebhaber von Biografien werden dieses Buch über eine wenig bekannte Frau lieben. 3 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 24.11.2023

Es muss doch weiter gehen, immer weiter

Die Frauen von der Davidwache
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Erzählt wird die Geschichte von Leni, einer jungen Frau, die im Jahr 1945 eine Ausbildung zu einer der ersten weiblichen Schutzpolizistinnen in Hamburg machen darf. Sie wird der Davidwache zugeteilt und ...

Erzählt wird die Geschichte von Leni, einer jungen Frau, die im Jahr 1945 eine Ausbildung zu einer der ersten weiblichen Schutzpolizistinnen in Hamburg machen darf. Sie wird der Davidwache zugeteilt und damit dem berüchtigten Viertel rund um die Reeperbahn. Ihre Aufgabe ist es, sich zusammen mit zwei Kolleginnen um die Kinder, die Jugendlichen, die Obdachlosen und die Frauen ihres Reviers zu kümmern, für sie da zu sein und ihnen zu helfen.
Doch einigen Kollegen und den Männern, die auf dem Kiez das Sagen haben, sind sie ein Dorn im Auge. Denn von Frauen will sich niemand etwas sagen lassen.
Nachvollziehbar hat Stephanie von Wolff die Situation nach Ende des zweiten Weltkrieges wiedergegeben. Da viele Männer gefallen oder noch in Kriegsgefangenschaft sind, herrscht akuter Mangel an männlichen Arbeitskräften. Also müssen die Frauen ran. Und Leni, die Hauptprotagonistin, hat somit die Möglichkeit, in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten. Zusammen mit ihren Freundinnen Alice und Elsa versucht sie, neue Wege zu gehen.
Mit einem flüssigen Schreibstil führt die Autorin durch die spannende Handlung. Die relevanten Charaktere hat sie eindrucksvoll dargestellt.
Das Buch endet mit einem ganz fiesen Cliffhanger und so bleibt mir nur übrig, auf die Fortsetzung, die im April 2024 erscheinen soll, hinzufiebern.
Mein Fazit:
Dieser erste Teil der Reihe hat mir fesselnde und sehr unterhaltsame Lesestunden bereitet. Sehr gerne empfehle ich ihn weiter und vergebe 4 Sterne.

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