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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.12.2025

Ein starker sechster Band der Reihe

Die verlassene Tochter
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Dieser Roman führt in die Welt der verlorenen Töchter und erzählt als sechster Band eine sehr gefühlvolle Geschichte. Rose steht an einem wichtigen Punkt in ihrem Leben. Nach dem Tod ihrer geliebten Mutter ...

Dieser Roman führt in die Welt der verlorenen Töchter und erzählt als sechster Band eine sehr gefühlvolle Geschichte. Rose steht an einem wichtigen Punkt in ihrem Leben. Nach dem Tod ihrer geliebten Mutter fühlt sie sich verloren. Der Brief eines Anwalts aus Buenos Aires weckt neue Hoffnung und bringt sie auf eine Spur, die ihr ganzes Bild von der eigenen Familie verändern soll.
Rose reist nach Argentinien. Als Erbe erwartet sie eine große Ranch mit weiten Feldern und Pferden, die früher für das Polospiel gezüchtet wurden und nun in hier Ruhe leben. Rose spürt, dass dieser Ort viel mit ihrer Vergangenheit zu tun hat und dass sie hier Antworten auf ihre Fragen finden kann.
Benjamin, der sich um die Pferde kümmert, wird schnell zu einem verlässlichen Begleiter. Er kennt die Geschichte der Ranch und seiner Familie gut. Zwischen ihm und Rose entsteht etwas Zartes, das sich ganz langsam entwickelt.
Die zweite Zeitebene erzählt von einer Liebe, die damals nicht offen gelebt werden durfte. Diese alte Geschichte ist eng mit Roses Herkunft verbunden und macht den Roman noch bewegender. Die Aufdeckungen kommen Schritt für Schritt und fügen sich am Ende sehr stimmig zusammen.
Die Handlung überzeugt durch die schönen Schauplätze, durch die behutsame Liebesgeschichte und durch den Fokus auf der Suche nach den eigenen Wurzeln. Als sechster Band der Reihe passt er sehr gut zu den vorherigen Teilen und erzählt gleichzeitig seine eigene, abgeschlossene Geschichte.
Zum Schluss bleibt wichtig: Die Bände dieser Reihe können unabhängig voneinander gelesen werden, da jeder in sich abgeschlossen ist. Schon jetzt ist die Vorfreude auf Band 7, der Anfang Mai 2026 erscheinen soll, sehr groß.
5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 06.12.2025

Der hohe Preis eines Traums

Der Rache Glanz
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Schon am Anfang spürt der Leser, wie stark Cléo aus ihrem gewöhnlichen Umfeld ausbrechen möchte. Ein kleiner Vorfall während einer Modenschau trifft sie so sehr, dass daraus ein fast brennender Wunsch ...

Schon am Anfang spürt der Leser, wie stark Cléo aus ihrem gewöhnlichen Umfeld ausbrechen möchte. Ein kleiner Vorfall während einer Modenschau trifft sie so sehr, dass daraus ein fast brennender Wunsch entsteht, gesehen zu werden. Von diesem Moment an richtet sich alles in ihrem Leben auf den Traum, berühmt zu werden.
Der Roman zeigt Schritt für Schritt, wie Cléo sich in die Musik hineinarbeitet. Sie übt ständig, feilt an ihrer Stimme, achtet auf jedes kleine Detail und lässt kaum eine Pause zu. Ihre Entschlossenheit wirkt manchmal beeindruckend, manchmal auch beunruhigend, weil sie sich selbst kaum Ruhe gönnt. Beim Lesen entsteht oft das Gefühl, ganz nah an dieser inneren Spannung zu sein. Cléos Entwicklung macht neugierig, aber auch ein wenig betroffen, weil deutlich wird, wie viel sie dafür aufgibt.
Im Laufe der Kapitel zeigen sich immer wieder Begebenheiten, die deutlich machen, wie Cléo wirklich fühlt und was sie innerlich antreibt. Der Druck, den sie sich selbst auferlegt, wächst mit jedem Schritt Richtung Öffentlichkeit. Je heller ihr Weg wirkt, desto mehr zeigt sich darunter auch eine Unsicherheit, die sie nie ganz loslässt. Es wird deutlich, wie sehr Ruhm verlockt und zugleich verletzt.
Besonders eindrucksvoll ist, wie ehrlich der Roman mit dieser Mischung aus Hoffnung und Härte umgeht. Cléos Ziel strahlt, aber es reibt auch. Dadurch bleibt die Erzählung nahbar und glaubwürdig. Am Ende entsteht der Eindruck eines Romans, der nicht nur von Erfolg erzählt, sondern auch davon, wie viel ein Mensch riskiert, wenn ein Traum wichtiger wird als alles andere.
Zum Schluss hinterlässt die Geschichte ein starkes Gefühl von Spannung und echter Unterhaltung. Der Stil von Maud Ventura trifft mit scharfem Blick und klarem Ton genau ins Schwarze und sorgt dafür, dass jede Szene lebendig wirkt. Die letzten Seiten überraschen mit einem kraftvollen Moment, der Roman einen besonderen Glanz gibt. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 06.12.2025

Der hohe Preis eines Traums

Der Rache Glanz
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Schon am Anfang spürt der Leser, wie stark Cléo aus ihrem gewöhnlichen Umfeld ausbrechen möchte. Ein kleiner Vorfall während einer Modenschau trifft sie so sehr, dass daraus ein fast brennender Wunsch ...

Schon am Anfang spürt der Leser, wie stark Cléo aus ihrem gewöhnlichen Umfeld ausbrechen möchte. Ein kleiner Vorfall während einer Modenschau trifft sie so sehr, dass daraus ein fast brennender Wunsch entsteht, gesehen zu werden. Von diesem Moment an richtet sich alles in ihrem Leben auf den Traum, berühmt zu werden.
Der Roman zeigt Schritt für Schritt, wie Cléo sich in die Musik hineinarbeitet. Sie übt ständig, feilt an ihrer Stimme, achtet auf jedes kleine Detail und lässt kaum eine Pause zu. Ihre Entschlossenheit wirkt manchmal beeindruckend, manchmal auch beunruhigend, weil sie sich selbst kaum Ruhe gönnt. Beim Lesen entsteht oft das Gefühl, ganz nah an dieser inneren Spannung zu sein. Cléos Entwicklung macht neugierig, aber auch ein wenig betroffen, weil deutlich wird, wie viel sie dafür aufgibt.
Im Laufe der Kapitel zeigen sich immer wieder Begebenheiten, die deutlich machen, wie Cléo wirklich fühlt und was sie innerlich antreibt. Der Druck, den sie sich selbst auferlegt, wächst mit jedem Schritt Richtung Öffentlichkeit. Je heller ihr Weg wirkt, desto mehr zeigt sich darunter auch eine Unsicherheit, die sie nie ganz loslässt. Es wird deutlich, wie sehr Ruhm verlockt und zugleich verletzt.
Besonders eindrucksvoll ist, wie ehrlich der Roman mit dieser Mischung aus Hoffnung und Härte umgeht. Cléos Ziel strahlt, aber es reibt auch. Dadurch bleibt die Erzählung nahbar und glaubwürdig. Am Ende entsteht der Eindruck eines Romans, der nicht nur von Erfolg erzählt, sondern auch davon, wie viel ein Mensch riskiert, wenn ein Traum wichtiger wird als alles andere.
Zum Schluss hinterlässt die Geschichte ein starkes Gefühl von Spannung und echter Unterhaltung. Der Stil von Maud Ventura trifft mit scharfem Blick und klarem Ton genau ins Schwarze und sorgt dafür, dass jede Szene lebendig wirkt. Die letzten Seiten überraschen mit einem kraftvollen Moment, der Roman einen besonderen Glanz gibt. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 04.12.2025

Ein Roman mit Stärken und Schwächen

Die Reise der verlorenen Worte
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Die ersten Seiten führen den Leser in Jannes' stille Welt, die von einsamen Wegen und kleinen Momenten der Ruhe geprägt ist. In der Poststation kümmert sie sich um Briefe, die ihren Empfänger nicht erreichen ...

Die ersten Seiten führen den Leser in Jannes' stille Welt, die von einsamen Wegen und kleinen Momenten der Ruhe geprägt ist. In der Poststation kümmert sie sich um Briefe, die ihren Empfänger nicht erreichen können, und versucht, ihnen doch noch einen Weg zu öffnen.
Die Geschichte springt immer wieder zwischen früher und heute. Die Rückblicke zeigen gut, was zwischen Janne und ihrem Großvater passiert ist, und machen verständlich, warum die Beziehung so belastet ist. Manchmal wirken die Beschreibungen jedoch etwas ausführlich, sodass die Spannung an einigen Stellen nachlässt.
Der Brief, der plötzlich in der Poststelle auftaucht, verändert vieles. Er bringt Janne dazu, endlich etwas zu unternehmen. Die Reise, die daraus entsteht, ist wichtig für sie, bleibt aber eher kurz erzählt. Gerade nach diesem Wendepunkt hätte die Geschichte mehr Raum gebraucht, da dieser Teil recht schnell abgeschlossen wirkt.
Trotzdem hat der Roman einen warmen Kern. Manche Szenen, besonders die rund um den Großvater, wirken gefühlvoll, während andere Stellen eher vorhersehbar bleiben. Die Figuren sind gut beschrieben, folgen aber oft vertrauten Mustern.
Am Ende bleibt ein ruhiger Roman, der eine schöne Grundidee hat und wichtige Themen wie Verlust, Versöhnung und den Mut zur Veränderung anspricht, aber insgesamt nicht alle Möglichkeiten ausschöpft. Er passt gut zu einem entspannten Abend, wenn eine leichte und weniger anspruchsvolle Geschichte gesucht wird. 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 02.12.2025

Zwischen Freundschaft, Pflicht und Schicksal

Der Gautenthron
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Der Roman beginnt ruhig und öffnet den Blick auf eine längst vergangene Epoche. Der junge Wulf verliert früh seine Eltern und wird an den Hof seines Großvaters, des Königs der Gauten, gebracht. Dort soll ...

Der Roman beginnt ruhig und öffnet den Blick auf eine längst vergangene Epoche. Der junge Wulf verliert früh seine Eltern und wird an den Hof seines Großvaters, des Königs der Gauten, gebracht. Dort soll er zum Krieger ausgebildet werden, was für den zurückhaltenden Jungen eine große Herausforderung darstellt. Schon erste Übungen mit Schwert und Schild fordern Geduld und Mut, und kleine Fehler zeigen sofort, wie viel noch zu lernen ist.
Die Kapitel gewähren Einblicke in das Leben auf Gotland. Machtkämpfe, feste Ordnung am Hof und alltägliche Aufgaben wirken nah und lebendig. Wulf lernt, wie streng die Regeln sind, wie wichtig Ehre und Loyalität in einer Welt voller Rivalitäten ist und wie er sich behaupten kann. Er übt Handwerk, trainiert, beobachtet die politischen Auseinandersetzungen und merkt, dass jede Entscheidung Konsequenzen hat. Die historischen Namen und Begriffe gehören in diese Epoche, wirken zunächst fremd, werden aber mit der Zeit immer vertrauter.
Wulfs Entwicklung verläuft schrittweise, aber nachvollziehbar. Die Freundschaft zu Weohstan bildet das Herzstück der Geschichte. Aus der engen Verbundenheit der beiden entsteht über die Jahre mehr als Kameradschaft. Gemeinsam bestehen sie Prüfungen, teilen Geheimnisse, trösten einander in Momenten der Trauer und unterstützen sich bei den Herausforderungen des Hoflebens. Diese Verbindung verleiht der Erzählung Wärme und Tiefe.
Die Geschichte zeigt, wie Wulf über sich hinauswächst, obwohl er nie ein Held sein wollte. Kleine Prüfungen, Verluste und schwierige Entscheidungen formen ihn zu einem Anführer, der schließlich als Beowulf in die Sagenwelt eingeht. Der Roman macht deutlich, wie viel Mut und Durchhaltevermögen selbst ein unscheinbarer Junge aufbringen muss, um seinem Schicksal zu begegnen.
Der Stil ist flüssig und klar, die Beschreibungen lebendig und anschaulich. Die Handlung bleibt gut nachvollziehbar, auch wenn die Epoche der Völkerwanderung zunächst fremd wirkt. Manche Szenen tragen eine ruhige Ernsthaftigkeit, andere berühren durch die Nähe zu den Figuren und lassen die Welt spürbar lebendig werden.
Beowulfs Weg wird hier vor allem in jungen Jahren gezeigt. Die Erzählung begleitet ihn durch seine Ausbildung und die prägenden Begegnungen dieser frühen Lebensphase. Die bekannten Ereignisse der späteren Saga liegen noch vor ihm, sodass dieser Band einen klaren Schwerpunkt auf seine Entwicklung und sein Heranwachsen legt.
Die Erzählung über die frühen Jahre des späteren Beowulf wirkt glaubwürdig, weil sie keinen großen Helden in den Mittelpunkt stellt. Stattdessen begleitet sie einen Jungen, der Schritt für Schritt lernt, Verantwortung zu übernehmen. Aus stillen Anfängen wächst eine Figur heran, die den Gauten später vorangeht. Die Autorin verbindet historische Elemente mit menschlicher Nähe und schafft eine Geschichte, die lange im Gedächtnis bleibt.
5 Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung.

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