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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.02.2023

Packend

Désirée – Im Herzen der Revolution, im Herzen Napoleons
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Dieser biografische Roman erzählt die Geschichte von Désirée Clary, dem dreizehnten Kind einer Marseiller Kaufmannsfamilie. 1794 lernt sie den jungen mittellosen General Napoleon Bonaparte kennen. Er verspricht ...

Dieser biografische Roman erzählt die Geschichte von Désirée Clary, dem dreizehnten Kind einer Marseiller Kaufmannsfamilie. 1794 lernt sie den jungen mittellosen General Napoleon Bonaparte kennen. Er verspricht Désirée die Heirat und sie zu sich nach Paris zu holen. Ein Versprechen, das er nicht halten wird. Désirées Schwester Julie heiratet Napoleons Bruder Joseph, wodurch Désirées Zukunft mit dem Korsen verbunden bleibt.
Dieses Buch hat mich total begeistert. In einer lebendigen und leichten Sprache erzählt die Autorin aus Sicht von Désirée die Lebensgeschichte einer außergewöhnlichen Frau, deren Schicksal durch Napoleon maßgeblich beeinflusst wird. 1798 heiratet sie den General Jean-Baptiste Bernadotte, welcher 1810 von dem schwedischen kinderlosen Königspaar adoptiert wird. Mit der Krönung ihres Mannes im Jahr 1818 wird sie Königin von Schweden. Doch fühlt sie sich niemals in Stockholm wohl und verbringt viele Jahre getrennt von ihrem Jean-Baptist in ihrem geliebten Frankreich.
Liebevoll hat Allison Pataki die verschiedenen Charaktere nachvollziehbar und authentisch gezeichnet. Die Handlung ist voller Spannung und die relativ kurzen Kapitel lassen die Seiten nur so dahinfliegen. Der flüssige und lebendige Schreibstil ließ mich das Buch nicht aus der Hand legen.
Mein Fazit:
Dieser Roman ist ein absolutes Highlight. Ein Stück französischer Geschichte aus der Sicht von Désirée Clary, brillant geschrieben und hervorragend recherchiert. 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 14.02.2023

Emotionaler vierter Teil der Familien-Saga

Fine und die Zeit der Veränderung
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Auch Ulla Dehmel ist mit ihren drei Töchtern im Jahr 1931 von der Wirtschaftskrise betroffen. Sie engagiert sich in der kommunistischen Partei und überzeugt auch Fine von deren Ideen. Doch sie schafft ...

Auch Ulla Dehmel ist mit ihren drei Töchtern im Jahr 1931 von der Wirtschaftskrise betroffen. Sie engagiert sich in der kommunistischen Partei und überzeugt auch Fine von deren Ideen. Doch sie schafft es kaum, sich und die drei Mädchen über Wasser zu halten. Schließlich bleibt ihr nichts anderes übrig, als Fine und ihre Schwestern in eine Pflegefamilie in Thüringen zu geben. Die Mädchen sind vom Heimweh geplagt. Fine gelingt es mit der Zeit, sich in die neue Familie einzuleben. Dann kommen die Nazis an die Macht.
Dieser vierte Band der Reihe erzählt vom Scheitern der Ehe zwischen Ulla und Heinrich Dehmel und dem verzweifelten Versuch, mit ihren Kindern trotz Arbeitslosigkeit, Geldmangel und Hunger über die Runden zu kommen. Anschaulich vermittelt die Autorin die Gefühle und Gedanken von Fine, die bei ihrer Pflegefamilie ihren jüngeren Schwestern Halt und Geborgenheit vermitteln muss. Auch in diesem Band sind die verschiedenen Charaktere wieder eindrucksvoll und nachvollziehbar beschrieben. Die sehr gut recherchierte Handlung beruht auf Tatsachen und wurde von Ulrike Renk mit fiktiven Begebenheiten ausgeschmückt. Durch den leichten Schreibstil ließ sich das Buch flüssig lesen.
Mein Fazit:
Schade, dass die Reihe nun abgeschlossen ist. Doch kann ich verstehen, dass die Autorin zu diesen unsicheren Zeiten nicht über die Kriegsjahre der Familie Dehmel schreiben möchte. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 14.02.2023

Der Traum von der Selbstverwirklichung

Als wir von Schönheit träumten
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Die Schwestern Hanka und Annekathrin haben eine genaue Vorstellung von ihrer Zukunft. Während Hanka es liebt, aus Stoffen Kleider zu zaubern, träumt Annekathrin davon, zu fotografieren. Doch es ist schwierig, ...

Die Schwestern Hanka und Annekathrin haben eine genaue Vorstellung von ihrer Zukunft. Während Hanka es liebt, aus Stoffen Kleider zu zaubern, träumt Annekathrin davon, zu fotografieren. Doch es ist schwierig, im Jahr 1959 Träume zu verwirklichen. Denn nicht nur die Stoffe sind in der damaligen Ostzone rar. Durch die Gründerin der Zeitschrift „Sybille“ wird Hanka als Mannequin entdeckt und sie beginnt eine Affäre mit dem Redakteur. Eine Affäre, die fatale Folgen nach sich ziehen wird. Annekathrin zieht inzwischen die Aufmerksamkeit durch ihre Fotografien auf sich, doch schon bald muss sie sich zwischen Familie und Karriere entscheiden.
Authentisch und nachvollziehbar beschreibt die Autorin den Weg zweier Schwestern in den 1960er Jahren, die den Wunsch hatten, ihre Träume zu verwirklichen. Die die Macht des Staates zu spüren bekamen, und die sie vor eine Entscheidung stellte.
Die einzelnen Charaktere sind sympathisch und verständlich gestaltet. Sie lassen den Leser in die Gefühle und Handlungen der Protagonisten eintauchen, so dass man sich jederzeit in sie hineinversetzen kann. Der flüssige und leichte Schreibstil macht es zu einem Vergnügen, das Buch zu lesen.
Mein Fazit:
Ein Buch, das ich sehr gerne weiter empfehle. 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 14.02.2023

Kann das Unternehmen gerettet werden?

Zuckerjahre – Die Frauen der Backmanufaktur
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Diese Fortsetzung des ersten Teils „Vanilletage“ führt den Leser in das Jahr 1914. Julius, der Sohn des Firmengründers kommt mit seiner Verlobten Lotte zurück aus Berlin, um in der Firma einzusteigen. ...

Diese Fortsetzung des ersten Teils „Vanilletage“ führt den Leser in das Jahr 1914. Julius, der Sohn des Firmengründers kommt mit seiner Verlobten Lotte zurück aus Berlin, um in der Firma einzusteigen. Kurz nach der Hochzeit bricht der erste Weltkrieg aus und Julius meldet sich zum Einsatz an der Front. Jetzt sind die Frauen der Familie Meister gefragt, sich um das Unternehmen zu kümmern und es weiterzuführen. Wird es ihnen gelingen?
In dieser Fortsetzung geht es vor allen Dingen um die junge Lotte Meister, die, zusammen mit ihrer Schwiegermutter Josefine und Schwägerin Friedericke, die Backmanufaktur sicher durch den Krieg bringen muss. Ein schwieriges Unterfangen, denn die Männer wurden alle eingezogen. Auch in diesem Buch sind die Protagonisten bildhaft und authentisch beschrieben. Ihre Handlungen sind nachvollziehbar und verständlich und wurden der Geschichte eines bekannten Bielefelder Backmittelunternehmers nachgestaltet. So entspricht das Gerüst der Geschichte der Wirklichkeit.
Durch die fesselnde Handlung führt die Autorin mit einem leichten und lockeren Schreibstil.
Mein Fazit:
Dieser zweite Band über eine Bielefelder Backdynastie lässt sich auch ohne Kenntnisse des ersten Teils sehr gut lesen und verstehen. Sehr gerne empfehle ich es weiter und vergebe 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 06.02.2023

Unterhaltsam und berührend

Verlorene Herzen auf Blackrish Castle (Träume von Irland)
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Auch in diesem Roman ist es der Autorin gelungen, eine gefühlvolle und nachvollziehbare Geschichte zu schreiben, in dem auch ernste Themen wie Gedächtnisverlust und Trauer zum Ausdruck kommen. Vicky hat ...

Auch in diesem Roman ist es der Autorin gelungen, eine gefühlvolle und nachvollziehbare Geschichte zu schreiben, in dem auch ernste Themen wie Gedächtnisverlust und Trauer zum Ausdruck kommen. Vicky hat sich ein Jahr Auszeit in Irland genommen, um den Tod ihrer Schwester zu verarbeiten. Am Strand trifft sie auf einen Fremden, der sein Gedächtnis aufgrund einer Kopfverletzung verloren hat. Gemeinsam suchen sie nach seinen Erinnerungen.
Die einzelnen Charaktere hat die Autorin bildhaft beschrieben. Auch wenn der Handlung, im Gegensatz zu ihren anderen Büchern, etwas der Tiefgang fehlt, hat sie mich doch berührt. Vorstellbar ist die wunderschöne Landschaft beschrieben und so bekam ich Lust, auch diese Insel einmal zu besuchen. Wie von Josefine Weiss gewohnt, führt sie auch in diesem Buch mit einem leichten und lockeren Schreibstil durch die Geschichte.
Mein Fazit:
Wenn auch die Handlung etwas vorhersehbar ist, kann ich dieses Buch empfehlen. 4 Sterne.

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