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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.09.2022

Ein absolut lesenswerter Historienroman

Das verborgene Paradies
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Die Geschichte handelt zur Zeit der auslaufenden Hexenverfolgung und schildert das Leben von Daniele, der als 6jähriger nach dem Tod seiner Mutter vom frustrierten Vater dem Prior eines Klosters zur Erziehung ...

Die Geschichte handelt zur Zeit der auslaufenden Hexenverfolgung und schildert das Leben von Daniele, der als 6jähriger nach dem Tod seiner Mutter vom frustrierten Vater dem Prior eines Klosters zur Erziehung übergeben wird. Zur gleichen Zeit wird die Tochter einer Hure, die bei der Geburt stirbt, vom Prior ebenfalls im Kloster aufgenommen. Um Daniele einen neuen Halt im Leben zu geben, vertraut der Prior ihm den Säugling Susanna zur Pflege an.
Die Geschichte beginnt 1610 und endet mit einem Hexenprozess 1633. Immer wieder werden Rückblenden eingeschoben, die die Entwicklung der einzelnen Personen schildert.
Luca Di Fulvio hat hier einen Roman geschrieben, der die Unterdrückung des einfachen Volkes durch die Kirche eindrucksvoll schildert. Offensichtlichkeiten werden durch gekaufte Zeugen ins Gegenteil verkehrt. Die Beschreibung verschiedener Personen und der Situationen, in der sie sich befinden, rühren bisweilen stark ans Herz. Die Schilderungen der Rückblenden und des Prozessverlaufs, die in übersichtlichen Episoden dargestellt werden, lassen den Leser nach Abschluss einer Episode auf die Fortführung fiebern. So bleibt die Spannung bis zur letzten Seite erhalten.
Mein Fazit:
Dieser historische Roman erhält meine uneingeschränkte Leseempfehlung. 5 dicke Sterne.

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Veröffentlicht am 29.09.2022

Nachvollziehbar und authentisch

Mehr als die Ehre
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Dieser dritte Teil der Gut Mohlenberg Saga führt uns in das Jahr 1941. Die psychiatrische Klinik gibt es offiziell nicht mehr, sondern ist inzwischen ein Gestüt geworden. Um einige der ehemaligen Patienten ...

Dieser dritte Teil der Gut Mohlenberg Saga führt uns in das Jahr 1941. Die psychiatrische Klinik gibt es offiziell nicht mehr, sondern ist inzwischen ein Gestüt geworden. Um einige der ehemaligen Patienten vor der Euthanasie zu beschützen, hat Friederike von Aalen sie als Arbeitskräfte mit Arbeitsvertrag eingestellt. Auf den benachbarten Brenner-Hof zieht der Witwer Gustav Brehm ein, der seine Familie durch einem Bombenanschlag in Hamburg verloren hat. Er will den Hof restaurieren und einen Neuanfang starten. Schon bald entwickelt Friederike Gefühle für Gustav Brehm. Doch ist Gustav wirklich der, für den er sich ausgibt?
Auch in diesem bewegenden Roman bestimmt die Menschlichkeit und der Zusammenhalt das Leben der Bewohner von Gut Mohlenberg. Die einzelnen Protagonisten sind authentisch und lebendig dargestellt, so das es mir gelang, mich in Friederike hineinversetzen zu können. Doch hat es mir auch Fräulein Wermut mit ihrer spritzigen Art angetan. Die Handlung ist fesselnd und wird mit der Zeit zu einem spannenden Krimi. Jetzt freue ich mich auf den vierten Teil, der im Januar 2023 erscheinen soll.
Mein Fazit:
Eine Fortsetzung, die den ersten zwei Bänden nicht nachsteht. 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 27.09.2022

Ein absoluter Lesegenuss voller Emotionen

Gut Rosenthal - Das Gestüt in Pommern
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In diesem ersten Teil der Gut Rosenthal-Saga begleiten wir die adlige Charlotte durch die Jahre 1886 bis 1889. Nach Ansicht der Eltern ist es für die 19jährige Zeit zu heiraten und so wird sie die Ehefrau ...

In diesem ersten Teil der Gut Rosenthal-Saga begleiten wir die adlige Charlotte durch die Jahre 1886 bis 1889. Nach Ansicht der Eltern ist es für die 19jährige Zeit zu heiraten und so wird sie die Ehefrau des 20 Jahre älteren die Grafen Andreas von Eichberg, dem ein herrliches Gestüt in Pommern gehört. Lotte versucht sich in ihre Rolle als Ehefrau und Gräfin einzufügen, um den Anforderungen ihres Mannes gerecht zu werden. Doch dieser beschneidet zunehmend ihre Freiheit und seine Forderungen nach einem Erben werden immer lauter. Lotte wird immer einsamer. Nur in dem Stallmeister Johann findet sie einen Freund.
Dieses Buch hat mich von Anfang an gefangen genommen. Die liebenswerte Lotte, die am liebsten auf ihrer Stute Wolke den ganzen Tag über die Felder geritten ist, wird in ihrer Ehe ihrer Freiheit beraubt. Ich habe mit ihr mitgelitten und konnte mich völlig in sie hinein versetzen. Gekonnt hat die Autorin die relevanten Charaktere beschrieben. Da ist Johann, der ruhige und zuverlässige Stallmeister, der stets ein offenes Ohr für die junge Gräfin hat und tiefere Gefühle für sie hegt. Und Andreas Graf von Eichberg, der dominante und düstere Ehemann, der mit der Zeit für Lotte zu einer Gefahr wird. Sogar die verschlossene und etwas grantige Wirtschafterin Mamsell Brieger konnte mein Herz gewinnen, als sie zeigte, dass sie das Herz auf dem rechten Fleck hat.
Die Handlung ist fesselnd, emotional und voller nicht vorhersehbarer überraschender Wendungen. Flüssig führt der Schreibstil durch diesen Roman. Jetzt fiebere ich ungeduldig der Fortsetzung entgegen.
Mein Fazit:
Ein wunderschöner spannender erster Teil der Saga, den ich, einmal mit dem Lesen angefangen, nicht mehr aus der Hand legen konnte. 5 Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 20.09.2022

Der Anfang einer Backdynastie

Vanilletage – Die Frauen der Backmanufaktur
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Der junge Apotheker Carl Meister experimentiert an der Herstellung eines Backpulvers, welches den Hausfrauen das Selberbacken schmackhaft machen soll. Bald hat er die richtige Mischung gefunden und das ...

Der junge Apotheker Carl Meister experimentiert an der Herstellung eines Backpulvers, welches den Hausfrauen das Selberbacken schmackhaft machen soll. Bald hat er die richtige Mischung gefunden und das Backpulver wird ein sensationeller Erfolg. Doch damit ist es nicht genug. Jetzt geht es an das Puddingpulver. Seine Ehefrau Josephine steht ihm zur Seite. Schon bald kann er eine Fabrik eröffnen und immer weiter expandieren.
Dieser Roman zeigt die Anfänge eines Bielefelder Familienunternehmens, das bis in die Gegenwart existiert. Die Geschichte des Ehepaares Meister hat Eva-Maria Bast hervorragend recherchiert und in diesem ersten Teil der Saga umgesetzt. Reale und fiktive Begebenheiten und Personen wurden von ihr gekonnt zusammengeführt. Die Handlung ist fesselnd und führt den Leser in die Jahre 1892 bis 1911. Durch den flüssigen und lockeren Schreibstil wurde das Lesen zum reinsten Vergnügen.
Mein Fazit:
Eine Geschichte voller Überraschungen, die mich wunderbar unterhalten hat. Jetzt freue ich mich schon auf die Fortsetzung. 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 18.09.2022

Das Geheimnis um Seán

Als der Wind die Wellen rief
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Nach langer Zeit kehrt Orla aus Dublin in ihr Heimatdorf Saltmore zurück. Sie ist voller Zweifel darüber, wie ihr Leben weiter gehen soll. Hier, an der irischen Küste, lernt sie Seán kennen, einen Saisonarbeiter, ...

Nach langer Zeit kehrt Orla aus Dublin in ihr Heimatdorf Saltmore zurück. Sie ist voller Zweifel darüber, wie ihr Leben weiter gehen soll. Hier, an der irischen Küste, lernt sie Seán kennen, einen Saisonarbeiter, der an dem alten Leuchtturm arbeitet. Mit der Zeit glaubt sie, ihm schon einmal begegnet zu sein. Gibt es eine Verbindung zwischen ihm und dem tragischen Unfall, der sich vor Jahren hier ereignet hat?
Diese Geschichte, die in Rückblenden von einer sich anbahnenden Jugendliebe zwischen einem „Travellerjungen“ und einem Dorfmädchen erzählt, konnte mich nicht so richtig überzeugen. Bis auf den Rückblick auf Rosies Erzählungen fehlte mir einfach die Spannung. Diese kam erst im letzten Drittel des Romans auf und hier überschlugen sich die Ereignisse. Dagegen sind die Protagonisten glaubhaft beschrieben. Vor allen Dingen berührte der autistische Kieran mit seinen unverblümten Bemerkungen mein Herz. Locker und flüssig führt der Schreibstil durch diese Lektüre.
Mein Fazit:
Ein interessantes Buch für unterhaltsame Lesestunden. 3 Sterne.

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