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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.08.2025

Ein Sommer, der nach Lavendel duftet

Fleur de Lavande (Band 1) - Wie du liebst
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Viola sehnt sich nach einer Pause vom stressigen Alltag als Autorin und den Enttäuschungen, die sie gerade erlebt hat. Die Lösung scheint ein Sommerurlaub im wunderschönen Südfrankreich zu sein, den sie ...

Viola sehnt sich nach einer Pause vom stressigen Alltag als Autorin und den Enttäuschungen, die sie gerade erlebt hat. Die Lösung scheint ein Sommerurlaub im wunderschönen Südfrankreich zu sein, den sie bei der Familie ihrer besten Freundin Jules verbringt. Doch sie ist nicht die Einzige, die dort Zuflucht sucht: Auch Lucas, der Bruder ihrer Freundin, ist in der idyllischen Provence, um den Kopf freizubekommen. Was als Zufallsbegegnung beginnt, entwickelt sich zu einem gefühlvollen Zusammenspiel, das die beiden einander näherbringt.

Der Schreibstil von Gabriella Santos de Lima ist, wie man es von ihr kennt, sehr bildhaft und atmosphärisch. Man taucht sofort in die sonnige Landschaft Südfrankreichs ein und kann sich die sanft wogenden Lavendelfelder und die warme Luft richtig vorstellen. Es ist fast, als würde man den Duft von Lavendel riechen und die Ruhe der Provence spüren. Die Autorin schafft es, die Umgebung so lebendig zu beschreiben, dass sie fast selbst zu einem Protagonisten wird.

Besonders gut gefallen hat mir, wie sie sich Violas Unsicherheiten widmet. Die junge Autorin zweifelt ständig an sich selbst und hat mit dem Druck der Buchbranche zu kämpfen. Diese Gefühle sind so authentisch und nachvollziehbar dargestellt, dass man sie sofort in sein Herz schließt. Man möchte sie am liebsten in den Arm nehmen und ihr sagen, dass alles gut wird. Lucas wiederum wirkt von Anfang an sehr fürsorglich und verständnisvoll. Man spürt, dass auch er ein Päckchen zu tragen hat, das die Geschichte um eine weitere Ebene ergänzt.

Der Wechsel der Erzählperspektiven zwischen Viola und Lucas ermöglicht es, ihre Gedanken und Gefühle intensiv mitzuerleben. Ihre Annäherung fühlt sich organisch und echt an. Es gibt kein künstliches Drama, sondern eine Liebesgeschichte, die sich langsam und behutsam entfaltet. Es ist schön zu sehen, wie die beiden sich gegenseitig Halt geben und sich unterstützen.

"Fleur de Lavande" ist für mich ein sehr gelungener Auftakt, der nicht nur eine wunderschöne Liebesgeschichte erzählt, sondern auch wichtige Themen wie Selbstzweifel, den Umgang mit Social Media und Druck in der Öffentlichkeit aufgreift. Das Buch ist wie ein sanfter Sommerabend, der einen entschleunigt und einfach zum Wohlfühlen einlädt. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band, der die Geschichte von Jules beleuchten wird.

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Veröffentlicht am 27.08.2025

Eine überraschende Reise ins Herz des Drachen

Flammensturm (Band 1) - Firebird
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Juliette Cross hat mit "Firebird" eine einzigartige Welt erschaffen, in der sie das brutale und doch faszinierende alte Rom mit der geheimnisvollen Welt der Drachen verknüpft. Diese außergewöhnliche Kombination ...

Juliette Cross hat mit "Firebird" eine einzigartige Welt erschaffen, in der sie das brutale und doch faszinierende alte Rom mit der geheimnisvollen Welt der Drachen verknüpft. Diese außergewöhnliche Kombination ist mutig und funktioniert erstaunlich gut, da der scharfsinnige und manchmal grausame Alltag der Römer perfekt zur urtümlichen Natur der Drachen passt.

Das Buch fesselt mit einem bildgewaltigen und klaren Schreibstil. Er ist nicht überladen, sondern führt direkt ins Geschehen und schafft eine dichte Atmosphäre. Man spürt die Dunkelheit und die Gefahren, die in der Welt lauern, und wird zugleich in eine Geschichte voller Geheimnisse und Wendungen gezogen. Während die Handlung im ersten Teil noch etwas behutsam aufgebaut wird, steigert sich die Spannung kontinuierlich und hält einen bis zum Ende in Atem. Das Tempo ist meist genau richtig, obwohl es zwischendurch ein paar Passagen gibt, die sich etwas ziehen.

Die Dynamik zwischen den Hauptcharakteren, Julian und Malina, ist das Herzstück der Erzählung. Die langsame Annäherung der beiden ist authentisch und gefühlvoll inszeniert. Julian, ein scheinbar hartherziger Feldherr, und Malina, eine kämpferische Sklavin, zeigen im Laufe der Geschichte ihre tiefere und verletzlichere Seite. Ihre Entwicklung ist spürbar, und man fiebert mit ihnen mit, während sie versuchen, ihre Gefühle in einer Welt voller Vorurteile und Machtkämpfe zu navigieren.

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Veröffentlicht am 27.08.2025

Ein Gestüt, eine zweite Chance und ganz viel Herz

Goldcrest Manor - Velvet Meadows
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Das Cover von "Goldcrest Manor - Velvet Meadows" lädt mit seiner Gestaltung direkt in eine Welt voller alter Erinnerungen ein. Beim Lesen spürt man sofort die einladende und gemütliche Stimmung, die sich ...

Das Cover von "Goldcrest Manor - Velvet Meadows" lädt mit seiner Gestaltung direkt in eine Welt voller alter Erinnerungen ein. Beim Lesen spürt man sofort die einladende und gemütliche Stimmung, die sich durch die ganze Geschichte zieht.

Die Handlung konzentriert sich auf Kenzie, die nach Jahren der Trennung zu ihrem Familiengestüt zurückkehrt, einem Ort, der ihr sowohl Geborgenheit als auch schmerzhafte Erinnerungen schenkt. Ihre Flucht nach London war die Folge eines Reitunfalls und der folgenden Epilepsie-Diagnose, die ihr Leben komplett veränderte. Genau dieser Vorfall war es auch, der eine tiefe Kluft zwischen ihr und ihrer Jugendliebe Julian schuf. Ihre Begegnung nach so langer Zeit ist von spürbarer Anspannung geprägt. Die Annäherung der beiden wird behutsam und authentisch dargestellt, wobei der Wechsel der Perspektiven es dem Leser erleichtert, die Gefühle und Handlungen beider Figuren zu verstehen.

Yvy Kazi hat mit ihrem Schreibstil eine bemerkenswerte Wohlfühlatmosphäre geschaffen. Die Liebe zum Detail beim Beschreiben des Gestüts lässt den Geruch von Heu und die Wärme der Pferde geradezu greifbar werden. Als Leserin, die keine Vorkenntnisse im Polosport hat, fand ich die Thematik sehr gut integriert und verständlich. Ein weiterer Pluspunkt ist, wie feinfühlig die Autorin mit Kenzies chronischer Krankheit umgeht. Sie ist ein wichtiger Teil der Geschichte, drängt sich aber nie in den Vordergrund.

Für alle, die sich nach einer liebevollen Second-Chance-Geschichte sehnen, in der Freundschaft, Familie und Pferde eine große Rolle spielen, ist dieses Buch genau das Richtige. Es ist der perfekte Auftakt für eine Trilogie, die neugierig auf mehr macht.

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Veröffentlicht am 27.08.2025

Eine Heimkehr für die Seele

Meine Lieblingszeit in unserem Sommer
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Endlich kehrt man zurück nach Shore Mana, diesem ganz besonderen Ort, der sich so schnell wie eine zweite Heimat anfühlt. "Meine Lieblingszeit in unserem Sommer" ist der dritte und leider letzte Band der ...

Endlich kehrt man zurück nach Shore Mana, diesem ganz besonderen Ort, der sich so schnell wie eine zweite Heimat anfühlt. "Meine Lieblingszeit in unserem Sommer" ist der dritte und leider letzte Band der Reihe und es ist ein Abschied, der gleichermaßen bittersüß ist. Dieser finale Teil fühlt sich an wie ein letztes, warmes Sonnenbad, bevor der Sommer vorbei ist.

Natalie Erlachs Schreibstil ist wie immer eine reine Freude. Er ist so fließend und leicht, dass man fast vergisst, dass man liest. Er taucht tief in die Charaktere ein, ohne dabei schwerfällig zu werden, und malt ein so lebendiges Bild von der Insel, dass man das Meeresrauschen und den Duft der Blumen fast riechen kann. Besonders gut gefällt mir, wie sie ernste Themen wie Familie, Selbstfindung und Umweltschutz einfühlsam in die Handlung einwebt, ohne dass es sich aufgesetzt anfühlt.

Die Geschichte dreht sich um Neah und Bas, zwei Charaktere, die man bereits aus den vorherigen Bänden kennt und in die man sich sofort verliebt. Beide sind unglaublich authentisch, mit all ihren Stärken und kleinen Unsicherheiten. Da ist Bas, der als freigeistiger Fotograf die Welt bereist und nirgendwo wirklich zu Hause ist, und Neah, die in ihrer Heimat verwurzelt scheint, aber mit finanziellen Sorgen kämpft. Das Prickeln zwischen den beiden ist von der ersten Seite an spürbar. Ihre Gespräche, die kleinen Neckereien und die tiefen Blicke haben eine ganz besondere Chemie. Es ist eine Lovestory, die sich langsam und behutsam entwickelt und die man einfach nur genießen kann.

Ein großes Highlight ist das Wiedersehen mit den lieb gewonnenen Figuren aus den ersten Bänden. Es fühlt sich wirklich an wie ein Wiedersehen mit Freunden, und ihre Dynamik macht die Geschichte noch runder und wärmer. Jeder von ihnen trägt zur Tiefe der Erzählung bei und macht aus dem Buch eine echte Herzensangelegenheit.

Dieses Buch ist der perfekte Abschluss für eine wundervolle Reihe. Es ist eine Geschichte, die von leisen Momenten lebt, von zarten Gefühlen und der Erkenntnis, dass das größte Abenteuer manchmal dort wartet, wo man sich am sichersten fühlt. Ich lege das Buch mit einem Lächeln auf den Lippen beiseite und bin dankbar für diese Auszeit auf Hawaii. Ich kann die gesamte Reihe nur wärmstens empfehlen.

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Veröffentlicht am 27.08.2025

Ein Schicksal, dem man entflieht

How to Fight Fate: Ist es wahre Liebe, wenn das Schicksal den Seelenpartner vorherbestimmt? Enemies-to-Lovers-Romantasy Young Adult Buch ab 14 Jahren mit Farbschnitt nur in der 1. Auflage (Fate Dilogie, Bd. 1)
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Saskia Louis entführt uns in eine Welt, deren Geschicke von göttlichen Mächten gelenkt werden. Als die junge Kiana, deren Leben seit jeher vorbestimmt war, ihren Seelenpartner unerwartet verliert, beschließt ...

Saskia Louis entführt uns in eine Welt, deren Geschicke von göttlichen Mächten gelenkt werden. Als die junge Kiana, deren Leben seit jeher vorbestimmt war, ihren Seelenpartner unerwartet verliert, beschließt sie, ihren eigenen Weg zu gehen. Begleitet von den gegensätzlichen Kriegern Tyron und Nevin, begibt sie sich auf eine abenteuerliche und rasante Reise. Die Geschichte ist gespickt mit Überraschungen und actionreichen Szenen, die mich von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen haben.

Der Schreibstil der Autorin ist herrlich flüssig und macht das Eintauchen in die Handlung sehr leicht. Ein echtes Highlight sind die schlagfertigen Dialoge, die den Humor der Charaktere perfekt einfangen und für viele Lacher sorgen. Man spürt, wie die Hauptfiguren an ihren Herausforderungen wachsen und sich entwickeln. Auch das Worldbuilding ist meisterhaft gelungen, ohne den Leser mit zu vielen Details zu überfrachten.

Es war unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen und der gemeine Cliffhanger am Ende lässt mich sehnsüchtig auf den nächsten Band warten. Ein wirklich packender Roman, der zeigt, dass man das Schicksal immer selbst in die Hand nehmen kann.

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