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Veröffentlicht am 25.01.2021

Grandioser Auftakt | Süchtig machend | Jahreshighlight!

Kaleidra - Wer das Dunkel ruft (Band 1)
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„Wir waren zu mächtig, um Feinde zu sein. Wir waren dafür gemacht, Seite an Seite die Welt an ihren Angeln zu reißen.“



Das Cover ist wunderschön und zum Genre Urban Fantasy perfekt gestaltet. Das dunkle ...

„Wir waren zu mächtig, um Feinde zu sein. Wir waren dafür gemacht, Seite an Seite die Welt an ihren Angeln zu reißen.“



Das Cover ist wunderschön und zum Genre Urban Fantasy perfekt gestaltet. Das dunkle Grün mit den Goldschimmer, sowie den runden Mustern geben einen mystischen Flair. Der Schriftzug „KALEIDRA“ erweckte in mir starkes Interesse. Was steckt hinter diesem Wort? Ich werde es wohl noch herausfinden...



„Wenn die 17-jährige Emilia eines liebt, dann sind es Rätsel. Als sie bei einem Museumsbesuch das sagenumwobene Voynich-Manuskript lesen kann, spürt sie, dass sie einem unglaublichen Mysterium auf der Spur ist – denn das Dokument gilt als eines der größten, nie entschlüsselten Geheimnisse der Menschheit. Dann trifft sie auf den attraktiven, aber sehr verschlossenen Goldalchemisten Ben, und die Ereignisse überschlagen sich: Emilia ist eine Nachfahrin des uralten Silberordens! Schnell gerät sie ins Kreuzfeuer rivalisierender Geheimlogen, und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt ...“



Das Buch gehört definitiv zu meinen Jahreshighlights! Ich war so gespannt darauf und wurde nicht enttäuscht!



Der Einstieg war rasant und man konnte mit der Protagonistin Emilia stark mitfühlen, denn wir wurden, genau wie sie, ohne Informationen in die Geschichte geschmissen. Es war toll, mit Emilia mit rätseln zu können. Wir bekamen nach und nach die Informationen und die Fachbegriffe wurden gut erklärt in die Story mit eingebaut. Ich liebe das Setting Rom bzw. Italien. Die Szenen, Kämpfe und Gegenden waren so schön bildhaft und detailreich beschrieben. Ich hatte das Buch förmlich wie ein Film vor Augen. Dazu kommt das Thema, dass dieses Buch behandelt: Alchemie. Es war erfrischend, denn ich habe selten ein Buch mit diesem Thema gelesen. Emilia habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Sie ist eine authentische, humorvolle aber auch sture Person mit ihren Ecken und Kanten. Sie hat ihre Stärken und Schwächen, kann daraus aber immer reflektieren wie sie es besser machen könnte. Ich liebe ihre sarkastische Art und sie erinnert mich oft an mich selbst. Ben ist das absolute Gegenteil und das macht ihn so spannend. Ich möchte nicht viel über ihn verraten, aber er ist sehr interessant und seine Charakterentwicklung gefällt mir gut. Noch dazu, die Nebencharaktere sind der Hammer. Larkin, Annmary und Oliver, sind alle als Team so grandios, lustig und einfach toll!



An Spannung hat es in Kaleidra nicht gefehlt, es war immer perfekt dosiert und ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen. Die verschiedenen Abschnitte im Buch harmonieren zusammen, dadurch entstand eine lückenlose Geschichte. Mir gefällt es sehr, dass die Chemie ein elementarer Punkt ist. Ich war nie schlecht in dem Fach, deshalb war es kein Problem für mich alles zu verstehen. Im Gegenteil, ich habe noch mehr Motivation bekommen für das Fach zu lernen! Ich denke, dass man ohne Vorkenntnisse die chemischen Anspielungen auch verstehen kann, wenn man sich darauf einlässt. Ich finde das Kira Licht die perfekten Worte gewählt hat, denn der Lesefluss ist angenehm und federleicht. Die Gefühle und Gedanken der einzelnen Charaktere sind sehr gut dargestellt und man bekommt allerlei Einblicke in ihr Leben. Die Story Entwicklung war nicht voraussehbar und das hat es noch spannender gemacht, da immer mal wieder die Frage aufkam, was wohl als nächstes passieren würde. Man wurde ab und an mit Szenen überrascht, die man nicht erwartet hätte. Die fantastischen Elemente sind gut gewählt, es ist sehr stimmig und macht Spass über diese vieles zu erfahren.



Das Ende war einfach unerwartet und der Cliffhanger mies, macht aber Lust auf mehr, denn man will unbedingt wissen wie es weitergeht! Ich kann es kaum bis zum zweiten Band abwarten! Kira Licht hat eine fantastische Geschichte erschaffen, die einen besonderen Platz in meinem Herzen hat! Es war ein absolut grossartiger Auftakt zu einer fantastischen Trilogie!

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Veröffentlicht am 11.08.2020

Atemberaubend, Spannend und Intensiv!

Neon Birds
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"Ein Supersoldat, der seine glorreichen Tage hinter sich hat. Ein Träumer mit einem düsteren Geheimnis. Ein Untergrundkämpfer mit Todeswunsch. Eine Jägerin mit Verbindung zu einer dunklen Macht."

... ...

"Ein Supersoldat, der seine glorreichen Tage hinter sich hat. Ein Träumer mit einem düsteren Geheimnis. Ein Untergrundkämpfer mit Todeswunsch. Eine Jägerin mit Verbindung zu einer dunklen Macht."

... und ein Virus, der die ganze Welt zum erschüttern bringt. Wie wird die Menschheit handeln?

Im Sci-Fi Genre gehört "Neon Birds" von Marie Grasshoff zu meinen Top 5! Direkt angesprochen, hat mich das Cover mit den neonfarbenen Aspekten und ich wollte sofort wissen, was sich dahinter verbirgt. Das Cover verrät nicht viel von der Story die in den Seiten steckt, sondern gibt einem eher eine seltsame Stimmung, mit intensiv gewecktem Interesse. Da Cover und Titel absolut stimmig sind, kann man sich selbst ein paar Gedanken über die vermeidliche Story machen. Der Teaser auf der Rückseite des Buches verrät nun mehr, hält die Spannung aber ziemlich hoch (siehe Zitat am Anfang). Was könnte im Buch geschehen?

"Es ist das Jahr 2101. Ein außer Kontrolle geratener technischer Virus verwandelt Menschen in hyperfunktionale Cyborgs, sogenannte Mojas, die dem Willen der künstlichen Intelligenz KAMI gehorchen. In Sperrzonen eingepfercht, werden sie von Supersoldaten bekämpft, die man weltweit als Stars feiert."

Schon im Prolog schaffte es Marie Grasshoff eine dichte und faszinierende Atmosphäre zum Einstieg zu schaffen. Man saugt förmlich jedes Wort auf, um sich wie in Watte gepackt in ihre Welt mitziehen zu lassen. Von Anfang an haltet sie die Geschichte in einem gewissen Maße hoch, da man von Wort eins ohne Kompromisse in die dystopische Welt geschmissen wird. Ihre Kapitel bauen aufeinander auf und die Situation steigert sich immer weiter ins unermessliche, bis der Höhepunkt kommt und eine Kehrtwende erscheint. Während der ganzen Lesezeit passieren immer wieder neue, fesselnde und überraschende Passagen, Aussagen oder Kämpfe die den Spannungsbogen mit einer Leichtigkeit aufrechterhalten.

Der Lesefluss ist angenehm, die Wörter reihen sich aneinander als hätten sie immer so zusammengepasst. Man liest ohne abrupte Unterbrechungen (abgesehen davon, dass es sein kann, dass man mit den Charakteren sooo mitfühlt, dass man in ein Kissen beißen muss vor Freude oder Angst...) und auch die Kapitelübergänge sind soft gestaltet. Marie Grasshoffs Schreibstil ist angenehm. Sie nutzt eine gute Kombination aus einfache Wortzusammenhänge und tiefgründigen Sätzen, die einen guten Mix ergeben. Sie nutzt keine verschachtelten oder übertrieben lange Sätze, sodass man immer zwischen durch aufatmen kann. Die Sprache der Charaktere passen sich der Positionen derjenigen und Geschehnisse an und auch die militärischen Begriffe sind entweder von selbst verständlich oder werden gut in die Geschichte verbaut erklärt.
Perspektivisch gesehen, bekommt man durch den personalen Erzähler (Er-/Sie Erzähler) durch das schlüpfen in mehrere Personen, einen so exakten Einblick in die Geschichte und die Gefühle aller Beteiligten, als würde man genau neben ihnen stehen. Die Charaktere sind allesamt für die Welt einzigartig geschrieben, jeder von ihnen hat seinen Platz. Die Protagonisten der Serie haben ein gewissen Flair und sind so unterschiedlich, sodass sie wieder perfekt harmonieren. Die vielen Emotionen, Gefühle und Gedanken sind nicht wirr dargestellt, sondern passen in die vorgehobenen Szenen und sind aufschlussreich für den weiteren Verlauf.

Im Grunde gibt es vier Hauptcharaktere: Luke, Flover, Okijen und Andra.
Luke und Flover sind Zimmerkollegen und an der Akademie zum Studieren. Man spürt von Anfang an, dass die beiden ein starkes Band verbindet. Man ist der Positionen der Charaktere in den jeweiligen Abschnitten bewusst, jedoch passen sich die Charakterstärken- oder auch schwächen der Einzelnen sich der Geschichte an. Einige Charakterentwicklungen sind unvorhersehbar und geben den extra "Wow" - Effekt, der die Story lebendiger erscheinen lässt. Ein Mensch verändert sich ja auch durch Ereignisse und Erkenntnisse. Okijen hat militärisch sich schon in seinen jungen Jahren an die Spitze gekämpft und hat viele Narben dadurch erlitten. Im Laufe der Geschichte ist es aber unvermeidlich, dass er mit in die verworrene Situation der Menschheit gezogen wird. Dadurch lernt er auch die sensible und doch feurige Andra kennen. Andra kennt die große weite Welt nicht, da sie in einen Ort abseits der großen Stadt bei ihrem Stamm aufgewachsen ist. Die Begegnung der beiden ist von Neugier beider Seiten stark ausgeprägt. Andra ist fasziniert von Okijen, denn dieser ist am Körper technisch modifiziert, aber nicht wie die "Mojas". Okijen findet Sympathie in ihrer Art und auch in der Kampfkunst, die die Älteste ihres Stammes ihr beigebracht hat. Die Gespräche der beiden sind schön zu lesen und man spürt die aufkeimende Verbundenheit und das Vertrauen. Zwischen den Seiten sind einige fantastische Illustrationen von Mona Finden zu den Charakteren und Situationen zu sehen. Das verleiht dem Buch nochmal einen gewissen Charme und die Charaktere sind noch besser vorstellbar.

Die dystopische Geschichte mit dem Virus der Menschen verändert ist nicht langweilig dargestellt. Die Übermacht wird auch mit Gedankengängen in Passagen zugeordnet und die infizierten Menschen haben einen besonderen blauen Schimmer, den man sich gut vorstellen kann. Die Entwicklungen zwischen Menschheit und der Super-KI sind sehr effektvoll dargestellt und die Konflikte werden extrem realistisch aufgezeigt. Man folgt dem Fluss der Geschichte und entdeckt immer neue, interessante Bemerkungen die Spannend und Überraschend wirken.


Mein Fazit: Marie Grasshoff hat eine grandiose Welt erschaffen, die einen sofort begeistert und mitreißt. Man fühlt mit den Charakteren mit und will unbedingt wissen wie es weiter geht. Roman mit Suchtfaktor, nenn ich es!
Ich habe alles stehen und liegen gelassen um das Buch, ohne großartige Pausen, durchzuschmökern. Ich empfehle jedem, der Dystopien und ausgefallene Charaktere mit genialen Lebenshintergründen- und Weisheiten mag, dieses Buch zu lesen! Ihr werdet sicherlich nicht enttäuscht sein.

PS: Ihr werdet Gerta feiern!

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