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Veröffentlicht am 12.01.2025

Kompakte Einführung für Finanz-Neulinge

21 Dinge über deine Finanzen, die du wissen solltest
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„21 Dinge über deine Finanzen, die du wissen solltest“ behandelt die Basics persönlicher Finanzplanung und richtet sich vor allem an Leserinnen und Leser, die noch über kein Vorwissen verfügen. Der Schwerpunkt ...

„21 Dinge über deine Finanzen, die du wissen solltest“ behandelt die Basics persönlicher Finanzplanung und richtet sich vor allem an Leserinnen und Leser, die noch über kein Vorwissen verfügen. Der Schwerpunkt liegt auf Geldanlage und Vermögensaufbau, wobei klassischerweise zu einem Tagesgeldkonto in Kombination mit MSCI-World-ETFs geraten wird. Auch die Vor- und Nachteile von Einmalanlage und Sparplan werden gegenübergestellt. Der Autor gibt zudem Tipps, worauf bei der Wahl des Konto- und Depotanbieters zu achten ist, wo im Alltag versteckte Kosten lauern und welche Versicherungen wirklich notwendig oder eher verzichtbar sind. Viele Kapitel verweisen in Links auf das Online-Angebot der Stiftung Warentest, sind jedoch leider kostenpflichtig. Der Schreibstil des Buches ist sehr angenehm, locker und verständlich.

Das Buch richtet sich tendenziell eher an Leute, die sich in einer finanziell entspannten Lage befinden (auch wenn es ein Kapitel zum Schuldenabbau gibt), wie Kapitelüberschriften wie „100.000 EUR sind machbar“ nahelegen. Für einen alleinerziehenden Elternteil in Teilzeit mit zwei oder drei Kindern dürfte diese Aussage eher nicht gelten. Ich würde dieses Buch vor allem Jugendlichen und jungen Erwachsenen empfehlen, für die es eine sehr gute erste Orientierung in Finanzbereich bietet und kompakt und verständlich die wichtigsten Grundlagen vermittelt.

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Veröffentlicht am 10.01.2025

Ein sehr abwechslungsreiches Wimmelbuch

Mein Sachen suchen Lieblingsbuch
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Irgendwie sind die „Sachen suchen“-Bücher leider bisher komplett an mir vorbeigegangen, und erst jetzt habe ich durch meinen kleinen Neffen diese wundervolle Reihe entdeckt. „Mein Sachen suchen Lieblingsbuch“ ...

Irgendwie sind die „Sachen suchen“-Bücher leider bisher komplett an mir vorbeigegangen, und erst jetzt habe ich durch meinen kleinen Neffen diese wundervolle Reihe entdeckt. „Mein Sachen suchen Lieblingsbuch“ bietet durch die vielfältigen Themen auf den einzelnen Doppelseiten viel Abwechslung – vom Bahnhof über einen Waldspielplatz bis zur Brückenmontage im Hafenbecken ist alles dabei. Die Zeichnungen sind dabei sehr schön gestaltet und in angenehm kräftigen, aber nicht knalligen Farben gehalten. Die detailreichen Wimmelbilder laden dazu ein, die daneben abgebildeten Gegenstände oder Tiere zu suchen und auch selbstständig weitere Details zu entdecken und zu benennen, sich sogar kleine Geschichten auszudenken, so dass auch die Sprachkompetenz gefördert wird. Durch den kurzen Text zu jedem Buch und die Bezeichnungen unter den Suchgegenständen vermittelt das Buch zusätzlich Wissen und erweitert den Wortschatz. Ein ganz hervorragendes, abwechslungsreiches Wimmelbuch ab ca. 2 Jahren!

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Veröffentlicht am 10.01.2025

Merkwürdige Kombination aus Bilderbuch und Ratgeber

Mein artgerecht-Geschwisterbuch: Ich zuerst! Nein, ich!
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Streit und Konkurrenz unter Geschwisterkindern kennen die meisten Eltern aus ihrem Alltag, und dieses Buch regt dazu an, Wege aus Konflikten zu finden und ein harmonisches Miteinander unter Geschwistern ...

Streit und Konkurrenz unter Geschwisterkindern kennen die meisten Eltern aus ihrem Alltag, und dieses Buch regt dazu an, Wege aus Konflikten zu finden und ein harmonisches Miteinander unter Geschwistern zu fördern. Das Buch ist wunderschön illustriert und die kleinen Eichhörnchen schließt man sofort ins Herz.

Richtig toll ist auch das Zahnputzlied zur Melodie von „Brüderlein, komm tanz mit mir“ (wie passend!) – damit macht das allabendliche Zahnputzritual gleich mehr Spaß!

Ein bisschen schade finde ich, dass im Buch neben den Kindern nur die Mama vorkommt, ein Papa fehlt. Das suggeriert, dass die Erziehung nach wie vor reine Aufgabe der Mutter ist. Sehr zwiespältig stehe ich auch den an und für sich sinnvollen Erziehungstipps am Ende des Buches gegenüber. Diese haben meiner Meinung nach in einem Bilder- bzw. Vorlesebuch, das sich an Kinder richtet und auch von diesen gelesen wird (etwa älteren Geschwistern, die ihren jüngeren Geschwistern vorlesen) nichts verloren und gehören in einen Elternratgeber. Auch werden sich die Tipps in der Praxis nicht immer 1:1 umsetzen lassen und ich kann auch nicht alle Ratschläge mittragen. So ist es in vielen Familien schon aus finanziellen Gründen gar nicht anders möglich, als Kleidung und Spielzeug an jüngere Geschwister weiterzuvererben. Die Formulierung in der Wir-Form ist zudem sehr gewöhnungsbedürftig. Ich könnte mir auch vorstellen, dass durch diese Tipps das Buch, sollte es von Großeltern, Tante, Freundin etc. geschenkt werden, von sehr sensiblen Eltern als versteckte Kritik an ihrer Erziehung verstanden werden kann.

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Veröffentlicht am 02.01.2025

Genial!

Wackelkontakt
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Eigentlich liebe ich realistische Geschichten, die so tatsächlich passieren könnten. Eigentlich. Denn für Wolf Haas mache ich mit großer Freude immer wieder eine Ausnahme. Wie schon in „Das Wetter vor ...

Eigentlich liebe ich realistische Geschichten, die so tatsächlich passieren könnten. Eigentlich. Denn für Wolf Haas mache ich mit großer Freude immer wieder eine Ausnahme. Wie schon in „Das Wetter vor 15 Jahren“ bedient sich Haas bei „Wackelkontakt“ der Metafiktion. Escher, dessen Steckdose einen Wackelkontakt hat, liest, während er auf den Elektriker wartet, ein Buch über einen Kronzeugen der Mafia, der seinerseits ein Buch liest über Escher, der auf den Elektriker wartet. Ähnlich wie bei einem elektrischen Wackelkontakt schaltet das Buch flirrend zwischen den Erzählebenen um, wechselt zwischen Escher und dem Mafioso, treibt beide Handlungen voran, aufeinander zu und verwebt sie kunstvoll miteinander. Gepaart mit Haas‘ messerscharfer Sprache und seinem unverwechselbaren Wortwitz ist hierdurch ein Roman entstanden, der beim Lesen auf mich einen regelrechten Sog ausgeübt hat, so dass ich ihn nicht mehr aus der Hand legen wollte. Auch nachdem ich das Buch beendet hatte, ging es mir lange nicht aus dem Kopf, und ich sinnierte über Dinge nach, die im Vagen geblieben waren, und meine Gedanken zu Perspektiven, Zeitschleifen, Kausalität begleiteten mich sogar in den Schlaf.

Da im Buch Themen wie Selbstreferenzialität und Zeitschleifen eine Rolle spielen, erinnerte ich mich wieder an "Gödel, Escher, Bach - ein endloses geflochtenes Band" von Douglas R. Hofstadter, das ich vor über 20 Jahren während meines Mathematikstudiums gelesen habe. Ich habe das Gefühl, dass auch Wolf Haas dieses Buch und seine philosophischen Theorien kennt.

Fazit: Sprachlich und erzählerisch ein echter Haas, der mich wieder begeistert hat. Für mich ein echtes Highlight und eine unbedingte Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 27.12.2024

Ehrfurcht vor dem Leben

Albert Schweitzer
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Vor ca. 30 Jahren habe ich als Kind ein Buch über das Leben Albert Schweitzers gelesen („Das Zeichen von Lambarene“ von Karl-Rolf Seufert), und war nun sehr gespannt darauf, ein Jugendbuch über diesen ...

Vor ca. 30 Jahren habe ich als Kind ein Buch über das Leben Albert Schweitzers gelesen („Das Zeichen von Lambarene“ von Karl-Rolf Seufert), und war nun sehr gespannt darauf, ein Jugendbuch über diesen beeindruckenden Menschen zu entdecken, das dem aktuellsten Stand der Forschung entspricht.

Alois Prinz schreibt anschaulich und lebendig, so dass sich dieses Sachbuch sehr flüssig liest, und ist bemüht um eine ausgewogene und objektive Sicht auf Albert Schweitzer. Beginnend mit Alberts Kindheit und Jugend legt der Autor ausführlich dessen langjährige Suche nach einem sinnvollen, zutiefst menschlichen Leben in der Nachfolge Jesu dar, die schließlich, auf vielen Umwegen und nach Jahren des Studiums der Theologie, Philosophie und Medizin sowie als gefeierter Organist, in seinem Aufbruch nach Lambarene mündete.

Auch die zunächst rein freundschaftliche Beziehung zu seiner späteren Frau Helene Bresslau, die seine wichtigste Ratgeberin und engste Vertraute war, wird ausführlich thematisiert. Sie begleitete Schweitzer bereits auf seiner ersten Reise 1913 nach Lambarene und wirkte dort als Krankenschwester und rechte Hand Schweitzers, musste jedoch aufgrund ihrer angegriffenen Gesundheit immer wieder kürzertreten und nach Europa zurückkehren.
Sehr ausführlich widmet sich das Buch Albert Schweitzers Sicht auf den Glauben und seiner Ethik der „Ehrfurcht vor dem Leben“. Mit zunehmender Berühmtheit sah sich Albert Schweitzer auch mit Kritik konfrontiert. Auch diese bringt Alois Prinz zur Sprache und bemüht sich, sie sachlich einzuordnen.

Angesichts der durchaus anspruchsvollen und zuweilen recht trockenen Themen wie Philosophie und Ethik empfinde ich die Altersempfehlung ab 12 Jahren als zu niedrig, und würde die Zielgruppe bei 14 Jahren und älter sehen. Auch sollten die Leserinnen und Leser bereits über grundlegendes Wissen zum politischen Geschehen in Europa im 20. Jahrhundert sowie zur Geschichte der Kolonisation Afrikas und den Verbrechen der Kolonialmächte verfügen. Mein elfjähriger Sohn hat das Buch auch zur Hand genommen, jedoch bereits nach dem Prolog das Interesse verloren. In ein paar Jahren sieht das sicher anders aus.

Fazit: Ein sehr empfehlenswertes Buch über Albert Schweitzers Leben, Denken und Wirken für Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene.

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