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Veröffentlicht am 25.03.2025

Der Weg aus der Einsamkeit - emotionale Reise von drei Frauen

Die Anatomie der Einsamkeit
1

Worum es geht:
Die Geschichten wird aus drei Perspektiven und drei Zeitebenen erzählt.
Mathilde möchte im Jahr 1950 ihrem Leben ein Ende setzen indem sie ins Meer geht und nicht zurück kommt.. In letzter ...

Worum es geht:
Die Geschichten wird aus drei Perspektiven und drei Zeitebenen erzählt.
Mathilde möchte im Jahr 1950 ihrem Leben ein Ende setzen indem sie ins Meer geht und nicht zurück kommt.. In letzter Sekunde wird sie gerettet. Claire lebt im Jahr 2000 in New York als erfolgreiche Anwältin. Sie hält nicht viel von Liebesbeziehungen, doch als sie sich in einen Kollegen verliebt, scheint sich das Blatt zu wenden. Zeitgleich erreicht sie die Nachricht vom Tod ihrer Zwillingsschwester Iris. Die beiden haben sich mehr als zehn Jahre nicht gesehen, Iris lebte zuletzt allein auf einer einsamen Insel. Kurzerhand beschließt Claire, auf diese Insel zu reisen und mehr über ihre Schwester zu erfahren. Olive möchte im Jahr 2022 mehr Projekte als Journalistin übernehmen, ihre Chefin traut ihr dies jedoch nicht zu. Von ihrer noch lebenden Großmutter besitzt sie einen scheinbar wertlosen Kompass. Als in Hamburg in der Hand einer Leiche genau der gleiche Kompass auftaucht und in den Medien erscheint, reist Olive kurzerhand mit ihrem Kollegen Tom nach Hamburg um das Geheimnis des Kompasses zu lüften und auch eine gute Geschichte für die Arbeit zu bekommen.

Meine Meinung:
Ich hatte von Louise Pelt bereits "Die Halbwertszeit von Glück" gelesen und war restlos begeistert, sodass ich mich auch sehr auf ihren neuen Roman gefreut habe. Wie auch im ersten Roman gibt es drei Frauen in drei Zeitebenen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und die doch etwas verbindet. Von diesem Aufbau war ich bereits Fan im ersten Roman.
Bereits das erste Kapitel baut eine ordentliche Spannung auf und wirkt nach: Mathilde möchte sich das Leben nehmen, ihre Verzweiflung, Angst und Zerrissenheit wird so wunderbar beschrieben, wie es nur Louise Pelt schafft. Die Ohnmacht verdichtet sich immer mehr - bis sie gerettet werden kann und das Kapitel endet. Danach lesen wir abwechselnd aus Claires und Olives Sicht, außerdem gibt es dazwischen immer wieder Gedichte, die um 1945 bis 1950 von einem unbekannten Verfasser geschrieben wurden.
Claire ist ein kontrollierter Mensch, sie hat gerne stets alles im Griff und lässt Gefühle kaum zu. Sie bewohnt ein luxuriöses Apartment mit bester Sicht, ist aber tief im Herzen unglücklich und einsam. Die Nachricht vom Tod der Zwillingsschwester erreicht sie völlig unvorbereitet. Nach und nach wird aufgedeckt, was zum Bruch der beiden geführt hat. Mit dem Ankommen auf der Insel fällt die Unruhe und Kontrolle immer mehr von Claire ab. Sie erfährt immer mehr über ihre Schwester und kommt dabei auch sich selbst näher. In dieser Einsamkeit schafft sie es, auf den Grund ihres Herzens zu schauen.
Olive hingegen wirkt tollpatschig, unsicher und unstrukturiert. Sie ist besorgt um ihre Großmutter Poppy, die mit über neunzig mehr und mehr körperlich und geistig abbaut. Olive möchte so gerne eine gute Journalistin werden, aber ihr fehlt die zündende Idee. Sie ist zwar behütet aufgewachsen, aber fühlt sich schon lange tief im Herzen einsam und nicht zugehörig. Auch sie lernt auf der Reise, die sie mit dem unliebsamen Tom antreten muss, mehr über sich, ihre Familie und ihre Wünsche.
Vor allem die Gedichte zwischen den Kapiteln zeugen von großer sprachlicher Brillanz und drücken eine große Sehnsucht und Einsamkeit aus. Generell schreibt Louise Pelt auch hier wieder großartig, sie findet für jede Geschichte und Frau eine eigene Sprache und beschreibt das Gefühlsleben intensiv. Gerade die abwechselnden Kapitel bringen eine gute Spannung mit und man liest gespannt weiter, wie die drei Geschichten zusammenhängen. Diese Verknüpfung mit dem Kompass als allumspannendes Symbol ist sehr gut umgesetzt.
Einziger Kritikpunkt sind für mich die Längen, die die Geschichte in der Hälfte des Buchs hatte und den Lesefluss etwas gestört haben. Das ist jedoch Kritik auf sehr hohem Niveau und büßt nichts von der wunderbaren Geschichte ein, die Louise Pelt hier geschaffen hat.

Mein Fazit:
"Die Anatomie der Einsamkeit" ist ein wunderbarer und gefühlvoller Roman, der sich zwar primär um das Thema Einsamkeit dreht und diese sehr gut in die Geschichte einbindet, aber noch so viele Themen mehr behandelt: Sehnsucht, Mut, Hoffnung und Ankommen sind genau so wichtig zu erwähnen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 24.03.2025

Spannender Thriller mit einigen (oft vorhersehbaren) Wendungen, der mit dem Klischee einer amerikanischen Vorzeigefamilie spielt

The Family Guest
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Natalie Merritt und ihre Familie haben vor zwei Jahren ihre geliebte Tochter Anabel verloren. Gemeinsam mit ihren beiden Kindern Paige und Will haben sie den Tod Anabels mehr schlecht als recht verarbeitet, ...

Natalie Merritt und ihre Familie haben vor zwei Jahren ihre geliebte Tochter Anabel verloren. Gemeinsam mit ihren beiden Kindern Paige und Will haben sie den Tod Anabels mehr schlecht als recht verarbeitet, denn Anabel wir immer Natalies Lieblingskind. In dieser Situation nehmen die Merritts eine Austauschschülerin aus Großbritannien auf: Tanya Blackstone ist scheinbar perfekt und gerade Mutter Natalie schließt sie sofort ins Herz. Anders als Paige, der Tanya sofort seltsam vorkommt und die sie vom ersten Moment an verabscheut. Paige stellt zusammen mit ihrem Bruder Will Nachforschungen zu Tanyas Leben und ihrer Vergangenheit an. Was sie dabei herausfinden, ist nur die Spitze des Eisbergs und bald schwebt die Familie in Lebensgefahr.

Mich hat das Cover direkt angesprochen, der Gegensatz vom pinken Barbiehaus zum düsteren Hintergrund ist sehr gut umgesetzt und passt perfekt zur Geschichte. Als Leser ist man direkt zu Beginn mitten in der Geschichte als die Merritts Tanya am Flughafen abholen. Mir gefällt sehr die abwechselnde Kapitel aus der Sicht von Paige und Natalie. Der Leser erfährt so sowohl von der Ablehnung Paiges als auch von der wachsenden Mutterliebe Natalies zu Tanya. Bei mir sind sofort Fragen aufgetaucht, sowohl die Familie betreffend als auch Tanya. Die Autorin serviert häppchenweise Hinweise und Erklärungen, die mich als Leserin immer zum Weiterlesen quasi gezwungen haben.
Es herrscht stets eine unterschwellige bedrohliche Atmosphäre, die sich im Laufe der Handlung immer mehr verdichtet und die die Autorin gekonnt beschreibt. Die Familie Merritt ist das typische Vorzeigemodell einer amerikanischen Familie: eine große Villa, ein Pool, entzückende Kinder und ein hart arbeitender Vater sowie eine Mutter, die die Organisation von Wohltätigkeitsveranstaltungen übernimmt. Die meisten Charaktere im Buch waren mir eher weniger sympathisch, allen voran Tanya, deren Verhalten sowohl Fragen aufwirft als mich auch immer mehr genervt hat. Auch Mutter Natalie kommt nicht besser weg. Einzig der 12-jährige Will verliert nie seinen Optimismus und hält sich, so gut es geht, gerade am Anfang, aus den Streitigkeiten heraus.
Mein Kritikpunkt sind vor allem die oft vorhersehbaren Wendungen und Aufschlüsselungen, die man im Verlauf der Geschichte zu lesen bekommt. Meist wusste man, oder ahnte viel mehr schon, was passieren wird und da die Rolle der "guten" und "bösen" Charaktere schnell zugewiesen waren, ist an einigen Stellen der Überraschungseffekt verpufft.

"The Family Guest" ist trotz allem ein fesselnder und spannender Thriller, der das Leben einer amerikanischen Vorzeigefamilie auseinander nimmt und mit den Klischees und Erwartungen daran spielt. Von mir gibt es eine Empfehlung für alle Thriller-Fans!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.03.2025

Überleben im Paradies - spannend und gut konstruiert

One Perfect Couple
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Dr. Lyla Santiago arbeitet in London als Wissenschaftlerin und wohnt mit ihrem Partner Nico zusammen. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein: Lyla hat einen festen Job, ihr Leben im Griff und ...

Dr. Lyla Santiago arbeitet in London als Wissenschaftlerin und wohnt mit ihrem Partner Nico zusammen. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein: Lyla hat einen festen Job, ihr Leben im Griff und plant eine Zukunft, Nico hingegen hangelt sich von einem Schauspiel- und Moderationsjob zum Anderen und nimmt das Leben leicht. Nicos Manager Ari bietet Nico allerdings ein verlockendes Angebot an: Nico und Lyla könnten Teilnehmer einer neuen Reality-Show werden und als Paar gegen vier andere Paare auf einer einsamen Insel antreten. Nico erhofft sich durch eine Teilnehme einen großen Karrieresprung und nach einigem Zögern stimmt auch Lyla zu. Nach einem digitalen Casting geht die Reise auf die einsame Insel auch schon los. Auch wenn Lyla von Beginn an Zweifel an der ganzen Show hatte, freut sie sich - nichtsahnend, dass mit dem Ankommen der Albtraum für alle Beteiligten beginnt...

Ich hatte von Ruth Ware zuvor "Woman in Cabin 10" gelesen und war somit gespannt auf ihren neuesten Roman. Das Cover fällt auch direkt auf und verspricht neben perfekter Südsee-Idylle auch Geheimnisvolles und Düsternis.
Das Buch ist aus Lylas Sicht in der Ich-Perspektive geschrieben, somit erfährt man hautnah alles mit, sie erzählt viel von ihren Gefühlen, aber auch der Umgebung und in einen Rückblenden z.B. auch das Kennenlernen von ihr und Nico. Auch ich hatte zu Beginn bereits ein mulmiges Gefühl sowohl beim Casting als auch beim Kennenlernen der Paare und der Filmcrew. Ruth Ware baut hier sehr gekonnt einen Spannungsbogen auf, der die aufsteigende Panik gut wiedergibt und eine spannende Atmosphäre schafft.
Es dauert etwas, bis die Geschichte an Fahrt aufnimmt, dann jedoch ist man als Leser auf einen Schlag mittendrin und der Kampf ums Überleben beginnt. Auch hier zeigt Ruth Ware sehr gut die menschlichen Abgründe auf und was passiert, wenn man ohne Regeln und fernab der Zivilisation auf sich gestellt ist und mit anderen, fremden Menschen auskommen und vor allem überleben muss. Vor allem die Knappheit von Essen und Wasser auf der Insel wird sehr beklemmend und eindrücklich beschrieben. Wirkt Lyla zu Beginn der Handlung noch recht unscheinbar und unspektakulär, wird auch sie immer wichtiger für die Handlung und wächst an der scheinbar ausweglosen Situation.
Den Kapiteln werden in der ersten Hälfte des Buches Aufzeichnungen von Notrufen vorausgestellt, die die Überlebenden absetzen. In der zweiten Hälfte werden Tagebucheinträge vorausgestellt, die immer mehr Fragen aufwerfen und die sich geschickt in die Handlung einfügen. Sowohl die Notrufe als auch die Tagebucheinträge unterstreichen die beklemmende Situation auf der Insel. Das Ende kam für mich überraschend und wurde etwas zu schnell abgehandelt.

Ruth Ware hat hier einen tollen und gut konstruierten Thriller geschaffen, der mit einer überschaubaren Anzahl an Charakteren und einem vielversprechenden Setting punktet. Von mir gibt es eine Empfehlung für alle Ruth Ware- und Thriller-Fans.

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Veröffentlicht am 14.03.2025

Nicht typisch Klune - einige Schwächen im Vergleich zu früheren Romanen

The Extraordinaries – Die Außergewöhnlichen
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Nick Bell ist 17 Jahre Jahre alt und eigentlich ein ganz normaler Teenager - wenn er nicht in einer Stadt mit Superhelden wohnen würde. Er ist besessen von Shadow Star, einem der "guten" Superhelden, demgegenüber ...

Nick Bell ist 17 Jahre Jahre alt und eigentlich ein ganz normaler Teenager - wenn er nicht in einer Stadt mit Superhelden wohnen würde. Er ist besessen von Shadow Star, einem der "guten" Superhelden, demgegenüber steht Pyro Storm als der Böse. Nick schreibt begeistert Fanfiction rund um die beiden Superhelden. Um Shadow Star noch näher zu kommen, beschließt Nick, ebenfalls ein Superheld zu werden. Er hat zwar keine Ahnung, ob und wie das funktioniert, aber gemeinsam mit seinen Freunden Seth, Gibby und Jazz arbeitet er an seinem Superhelden-Plan. Irgendwann eskaliert jedoch die Rivalität von Shadow Star und Pyro Storm und Nick gerät selbst in Gefahr.

Das Buch ist etwas anderes als ich vom Autor gewohnt bin. Nachdem mich "Mr. Parnassus' Heim für magisch Begabte" und "Aus Sternen und Staub" begeistert hatte, habe ich mich gefreut, mir auch die Extraordninaries-Reihe vorzunehmen. Die Geschichte spricht für mich eine jüngere Zielgruppe an, was sowohl an den jungen Protagonisten als auch an der Sprache und dem Erzählstil liegt, ich hatte mir etwas anderes von der Geschichte erhofft.
Die Thematik der Superhelden bringt viel Humor mit sich und auch Nick als Protagonist hat mich oft zum Lachen gebracht. Die Sprache der Jugendlichen ist ihrem Alter angepasst, oft ziehen sich die Dialoge aber auch in Länge und auch die Sprache erschwert einen Lesefluss, weil unwichtige Themen ausgedehnt werden.
Die Handlung ist meist recht vorhersehbar, was an sich nicht schlimm ist, aber die Geschichte bedient sich einiger Klischees wie das Verlieben in den besten Freund, sodass es wenige Überraschungen in der Handlung gibt. Der Autor greift wichtige Themen auf wie Freundschaft, das Erwachsenwerden und Selbstfindung und verwebt sie wie immer sehr gut in die Handlung.

Mir hat das Buch eher weniger zugesagt, was auch an der jüngeren Zielgruppe liegen mag. Nichtsdestotrotz hat T. J. Klune wieder einen Roman mit vielen wichtigen Themen geschrieben, der Mut macht, zu sich selbst zu stehen.

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Veröffentlicht am 13.03.2025

Wow - ein grandioser Roman über Freundschaft (und vieles mehr) in schwierigen Zeiten

Unser Buch der seltsamen Dinge
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Die jugendliche Protagonistin Miv lebt im England der 70er Jahre. Sie soll mit ihrer Familie umziehen, aber Miv möchte unter keinen Umständen ihre Freundin Sharon verlieren, die beiden sind unzertrennlich. ...

Die jugendliche Protagonistin Miv lebt im England der 70er Jahre. Sie soll mit ihrer Familie umziehen, aber Miv möchte unter keinen Umständen ihre Freundin Sharon verlieren, die beiden sind unzertrennlich. Ein Grund des Umzugs ist die Mordserie des Yorkshire Rippers, der in unmittelbarer Umgebung von Mivs Wohnort die Menschen in Angst versetzt. Miv und Sharon fassen den Plan, den Täter zu finden, damit ein Umzug verhindert werden kann - denn die Polizei tappt bisher komplett im Dunklen. Die beiden beginnen ihre Suche in ihrem Umfeld, irgendjemand wird sicherlich verdächtig sein. Die beiden decken während ihrer Ermittlungen einiges auf, was die kleine Stadt aufwühlen wird.

Ich kann zu dem Buch nur eins sagen: Wow! Der Klappentext verrät nicht annähernd, in welche Richtung die Geschichte gehen wird. Die Protagonistin Miv und ihre Freunde sind alle sehr viel jünger als das Zielpublikum, aber gerade das macht den Charme der Geschichte aus. Miv erzählt aus der Ich-Perspektive mit einer jugendlichen Naivität und trotzdem sehr reif für ihr Alter, was auch an ihrer Familiensituation liegen mag. Jennie Godfrey hat einen unglaublich tollen Erzählstil, der den Leser fesselt und eine Sogwirkung erzielt, mit der ich nicht gerechnet habe. Man schaut Miv und Sharon gerne bei ihren eher schlecht laufenden Ermittlungen über die Schulter.
Das Besondere am Buch, was ich vom Klappentext her nie erwartet hätte, ist die Vielfalt an Themen und auch Genres, die Godfrey hier aufgreift: im Zentrum stehen vor allem Freundschaft und Familie, aber auch Rassismus, Ausgrenzung, häusliche Gewalt und Trauer finden einen Platz, was das Buch absolut grandios vereint. Vor allem Mivs Entwicklung im Verlauf der Geschichte hat mich gerührt und auch die Entwicklung ihrer Freundschaft zu Sharon. Steht zu Beginn noch die Suche nach dem Yorkshire Ripper im Vordergrund, wird sie mehr und mehr in den Hintergrund gedrängt und andere Geheimnisse und Geschehnisse in der Kleinstadt kommen ans Licht.

Ich hatte zuvor noch nichts von dem Yorkshire Ripper gehört, umso spannender war für mich die Tatsache, dass sich die Mordserie genau so zugetragen hat und der damalige Täter Peter Sutcliffe ebenfalls ein ganz unscheinbarer Mensch war.
Vor allem gegen Ende hat mich das Buch nochmal richtig aufgewühlt. Es wird traurig, sehr traurig, aber gibt auch Hoffnung und zeigt, wie wichtig gerade Freundschaft, Familie, Zusammenhalt und Nachbarschaftshilfe in schwierigen Zeiten sind.

Für mich ein absolut grandioser Roman, der viele Themen vereint und aus einer ungewöhnlichen Perspektive erzählt wird. Das Buch wühlt einen auf, ist aber dennoch so fesselnd, dass es von mir volle fünf Sterne gibt und eine unbedingte Leseempfehlung!

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