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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.09.2020

Wir wissen, was auf uns zukommt...

2084
7

Ein Schriftsteller beschreibt im Jahr 2084 die Situation auf unserem Planeten und führt Interviews mit verschiedenen Menschen, unter anderem mit Wissenschaftlern, die erklären, wie es zu dem kommen konnte, ...

Ein Schriftsteller beschreibt im Jahr 2084 die Situation auf unserem Planeten und führt Interviews mit verschiedenen Menschen, unter anderem mit Wissenschaftlern, die erklären, wie es zu dem kommen konnte, was dann gekommen ist.

Zugegeben, es ist ein Schreckensszenario, was Powell da aufzeigt. Aber leider wissen wir heute schon, dass es vermutlich so oder ähnlich kommen könnte. Wenn wir nicht endlich etwas gegen die Erderwärmung tun. Für die meisten Maßnahmen wird es wohl schon zu spät sein, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Die Schlussfolgerung, die Powell zieht, ist bestimmt nicht unumstritten, aber vielleicht geht es nicht anders. Auf jeden Fall ist es ein aufrüttelndes Buch, das einmal mehr darauf hinweist, dass unsere Entscheidungsträger endlich wirkame Maßnahmen beschließen müssen. Wir wissen ja alle, was auf uns zukommt. Manche leugnen es, andere schieben den Gedanken daran beiseite. Diejenigen, die es ernst nehmen, müssen jetzt handeln! Nicht nur halbherzig, sondern mit vollem Einsatz. Dass das schwer ist, wenn man nur in kurzfristigen Wahlperioden denkt, ist klar. Dieses kurzfristige Denken müssen wir überwinden. Nur dann können wir die Erde vielleicht noch retten. Vielleicht aber auch nicht.

Sehr gut geschrieben, beeindruckend dargestellt, erschreckend in der Analyse – keine leichte Lektüre. Aber ein wichtiges Buch zur richtigen Zeit. Es ist fünf nach Zwölf, wir sollten uns jetzt wirklich beeilen!!

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Veröffentlicht am 10.09.2020

Folge deinem Traum, es könnte deine Berufung sein!

Madame Curie und die Kraft zu träumen (Ikonen ihrer Zeit 1)
0

Man darf bei diesem interessanten Buch nicht vergessen, dass es sich um einen Roman und nicht um eine Biographie handelt. Nah an den tatsächlichen Ereignissen, aber auch mit fiktiven Elementen. Die Geschichte ...

Man darf bei diesem interessanten Buch nicht vergessen, dass es sich um einen Roman und nicht um eine Biographie handelt. Nah an den tatsächlichen Ereignissen, aber auch mit fiktiven Elementen. Die Geschichte dieser großartigen Frau, wie sie die Autorin hier darstellt, ist sehr gut geschrieben. Ich war von Anfang an fasziniert und habe immer gern weitergelesen. Marie Curie ist ein beeindruckender Charakter. Als kleines Mädchen schon sehr begabt, findet sie ihren Weg trotz manch schwerwiegender Ereignisse.
Sie will ja gar kein Vorbild sein, sie lebt ihren Traum konsequent, und eben dadurch wird sie zum Vorbild.

Die Autorin lässt Marie ihre Geschichte in drei Teilen erzählen. Zunächst die Jahre als junges Mädchen und Schülerin. Dann die Jahre als Lehrerin und Gouvernante auf dem Land, wo sie viel tanzte, viel Spaß hatte und ihrer ersten großen Liebe begegnete. Und schließlich ihr Weg zur weltberühmten Wissenschaftlerin und ihren Entdeckungen. Der Schreibstil ist eingängig und flüssig, es lässt sich gut lesen. Ein paar kleine Ungenauigkeiten trüben des Lesespaß nicht. So ist ihre ältere Schwester Sofia wohl an Typhus gestorben, aber an anderer Stelle heißt es einmal, es war die Cholera.

Insgesamt ein guter historischer Roman über die erste weibliche Nobelpreisträgerin, die man für ihr Lebenswerk gar nicht genug würdigen kann. Empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 25.08.2020

Neue Abenteuer, alte Bekannte

Das Lied des Wolfes
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Ja, es ist wirklich besser, wenn man die Rabenschatten-Trilogie bereits gelesen hat. Es werden viele Namen genannt, und es werden Ereignisse erwähnt, die in Vaelins Vergangenheit eine Rolle gespielt haben. ...

Ja, es ist wirklich besser, wenn man die Rabenschatten-Trilogie bereits gelesen hat. Es werden viele Namen genannt, und es werden Ereignisse erwähnt, die in Vaelins Vergangenheit eine Rolle gespielt haben. Für das Verständnis der Zusammenhänge ist es m. A. nach von Vorteil, die Vorgeschichten zu kennen. Die schöne Heilerin Sherin war Vaelins große Liebe, von der er sich einst getrennt hat, um sie zu schützen. Nun scheint sie in den Reichen des Westens in Gefahr zu sein. Das veranlasst den Turmherrn, zu einer neuen Reise aufzubrechen. Es wird eine gefährliche Reise in Gebiete, die er bisher noch nicht kannte. Es geht gegen einen Gegner, der alte Gefahren und Ängste wieder aufleben lässt.
Von der ersten Seite an war ich wieder gefesselt vom Geschehen um Vaelin al Sorna. Abenteuer, Gefahren, alte Freunde und neue Feinde. Ryan versteht sein Handwerk! Eine großartige Fortführung der Geschichte, die mit dem Lied des Blutes so eindrucksvoll begonnen hat. Ich räume ein, dass es für Leser, die die Vorgeschichten nicht kennen, etwas verwirrend sein kann. Man hätte vielleicht ein ausführlicheres Personenverzeichnis anhängen können, denn es werden viele Personen erwähnt, die in dem angefügten Verzeichnis nicht vorkommen. Davon abgesehen ist es wieder eine sehr spannende Geschichte, die hoffentlich bald mit dem zweiten Band (der im englischen Original ja schon erschienen ist) fortgesetzt wird.

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Veröffentlicht am 30.07.2020

Die Botschaft des Bombenlegers

Schwarzer August
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Leander Lost ermittelt auch weiterhin in Portugal. Der sympathische Ermittler mit Asperger Syndrom fühlt sich wohl in Fuseta. Seine Freundin Soraia zieht bei ihm ein, er wird von seinen Kollegen und seinem ...

Leander Lost ermittelt auch weiterhin in Portugal. Der sympathische Ermittler mit Asperger Syndrom fühlt sich wohl in Fuseta. Seine Freundin Soraia zieht bei ihm ein, er wird von seinen Kollegen und seinem Umfeld akzeptiert, alles scheint gut zu sein. Dann explodiert eine Autobombe vor einer Bank, und Leander muss wieder ermitteln. Ist der islamistische Terror jetzt in die Idylle eingebrochen? Der spanische Kollege Duarte vermutet das. Doch niemand achtet so detailliert auf die Zusammenhänge wie Leander Lost. Nur zwei Tage nach der Autobombe explodieren im Hafen von Olhao drei Thunfisch-Fangschiffe. Es bleibt rätselhaft, und das Puzzle muss erst noch zusammengesetzt werden. Die erstaunliche Kombinationsgabe des deutschen Ermittlers ist dabei einmal mehr sehr hilfreich.
Sehr schön empfand ich wieder einmal die Darstellung von Land und Leuten. Der Autor versteht es hervorragend, die Eindrücke lebendig zu schildern und dem Leser zu vermitteln. Das macht den Reiz und die sympathische Wirkung dieser Reihe aus, fast mehr noch als die eigentlichen Kriminalfälle.

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Veröffentlicht am 20.07.2020

Sommer, Sonne, Mord

Dunkles Lavandou (Ein-Leon-Ritter-Krimi 6)
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Unter einer Brücke wird eine tote Frau gefunden. Ist sie in den Tod gesprungen? Ritter findet heraus, dass sie schon tot war, als sie von der Brücke fiel. Ein grausamer Mord, den es nun aufzuklären gilt. ...

Unter einer Brücke wird eine tote Frau gefunden. Ist sie in den Tod gesprungen? Ritter findet heraus, dass sie schon tot war, als sie von der Brücke fiel. Ein grausamer Mord, den es nun aufzuklären gilt. Wie schon so oft glaubt niemand so recht an Ritters durchaus begründeten Vermutungen. Außer Isabelle natürlich, seiner Lebensgefährtin, die zum Glück auch Polizei-Capitaine ist, so dass Ritters Theorien wenigstens nicht ganz ins Leere laufen.
Das ist meiner Ansicht nach ein Muster, dass sich in den Ritter-Krimis wiederholt, was mir nicht so ganz gefällt. Da er mit seinen Theorien doch meistens recht behält, müsste man ihm inzwischen durchaus mehr Glauben schenken. Soviel Ignoranz der Behörden kann es auch auf dem Land eigentlich nicht geben.
Aber gut, die Geschichte und die Ermittlungen nehmen Fahrt auf, als zwei weitere junge Frauen vermisst werden, eine davon ist die Tochter eines Ministers. Es bleibt spannend bis zum Ende, und es ist insgesamt eine gelungene Geschichte. Vor allem sehr sympathisch wirken die lokalen Eindrücke, die dem Leser die Gegend und das Flair Südfrankreichs vor Augen führen und fast miterleben lassen. Eine lesenswerte Sommerlektüre für Krimifans.

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