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Veröffentlicht am 03.01.2023

Phantastisches Finale

Aurora erleuchtet
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Ein Wiedersehen mit der coolsten Truppe im ganzen Universum. Das Finale der genialen Trilogie um Aurora, ich habe dem 3. Teil entgegen gefiebert. Tyler Jones und sein Squad 312 sind die absolut besten ...

Ein Wiedersehen mit der coolsten Truppe im ganzen Universum. Das Finale der genialen Trilogie um Aurora, ich habe dem 3. Teil entgegen gefiebert. Tyler Jones und sein Squad 312 sind die absolut besten Looser, doch nur in den Augen anderer. Looser sind sie definitiv nicht. Es hat etwas gedauert, bis sich aus diesen unterschiedlichen Charakteren ein verlässliches Team wurde.

Was im Finale auf die Freunde zu kommt, sprengt jede Vorstellungskraft.
Das böse Ra'haam macht sich breit und droht alles zu vernichten. Die gesamte Galaxie könnte verschlungen werden von dem blühendem Feind.

Es bedarf eines Wunders, damit die Galaxie gerettet werden kann. Die Zeit läuft ihnen davon.
Doch was sollen sie tun und wie können sie den Feind bezwingen? Denn die Zeit spielt ihnen Streiche. Noch dazu muss ein Bündnis her mit einem anderen Feind. Eine schier unmögliche Aufgabe, doch Tyler Jones und sein Squad 312 stellen sich auch den schlimmsten Herausforderungen.

Es hat mir Spaß gemacht und es war ein spektakuläres Abenteuer mit unglaublichen Szenen, die sehr gut umgesetzt wurden vom Autorenteam Kaufman/Kristoff.

"Aurora erleuchtet" stellt andere Science Fiction Bücher in den Schatten. Ich bin ein Star Wars Fan, habe aber hier keine Vergleiche angestellt, denn die Aurora Trilogie hat damit nichts gemeinsam.
Das phänomenale Paket mit Aurora, Kaliis, Scarlet, Zila, Tyler und Finian ist einzigartig.

Das Konzept der aufgeteilten Kapitel ist spitze. Jeder vom Squad hat seine eigene Stimme und seine Sichtweise wird erzählt. Der vielfältige Schreibstil macht das Abenteuer zusätzlich genial.

Schade, das es ein Ende hat, das Team ist mir sehr sympathisch und ich würde sie gerne wiedersehen. Ich denke jedoch, es passt, so wie es endet.

Inmitten der Sterne werden wir uns wiedersehen


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Veröffentlicht am 30.12.2022

Kampf einer Lehrerin

Gut Erlensee - Cäcilias Erbe
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Was tust du, wenn dein Herz etwas anderes sagt, als dein Verstand?

1922 steht Cäcilia Herringer vor dem Antritt ihrer Anstellung als Lehrerin. Zu der Zeit gab es die Bestimmung, dass eine Lehrerin nicht ...

Was tust du, wenn dein Herz etwas anderes sagt, als dein Verstand?

1922 steht Cäcilia Herringer vor dem Antritt ihrer Anstellung als Lehrerin. Zu der Zeit gab es die Bestimmung, dass eine Lehrerin nicht verheiratet sein darf, Kinder waren selbstverständlich auch ausgeschlossen. Cäcilia will ihre Unabhängigkeit auf keinen Fall verlieren. Sie hat hart für ihren Traumjob gekämpft.
Doch als sie den smarten Physiker Jakob Kaltenbrunner kennenlernt, kommen Gefühle auf die junge Frau zu, denen sie sich schwer entziehen kann.
Die Familienidylle auf Gut Erlensee bröckelt, der heimeilige Frieden ist gestört. Ein Drama bahnt sich an und Cäcilia muss um ihre Zukunft fürchten.

Ich habe 12 Stunden der Geschichte auf den Ohren genossen.
Das Hörbuch wird von Sandra Voss mit einer tollen Intensität erzählt. Sie variiert ihre Stimme im passenden Moment und gibt so den Charakteren eine starke Persönlichkeit. Die schwierige Thematik bringt die Erzählerin gut auf den Punkt.

Die Geschichte ist interessant, ich wusste nichts vom Lehrerinnenzölibat. Da hatten es junge Frauen sehr schwer, durch das Studium zu kommen und sich in der Männerwelt zu behaupten.
Umso mehr habe ich Cäcilia bewundert. Der Mut der jungen Lehrerin ist bemerkenswert.

Das Hörbuch ist gut aufgeteilt in die Hauptfiguren, vor den Kapiteln wird der jeweilige Charakter angesagt.
Mir hat es gut gefallen, ich empfehle es weiter, für Menschen, die sich für die Zeit um 1922 interessieren und sich nicht an der Borniertheit mancher Figuren stören. Mich hat es aufgeregt, wie mit Cäcilia umgesprungen wurde.
Trotzdem bin ich sehr zufrieden mit der Geschichte.
Es ist der 2. Teil der Gut Erlensee Reihe. Ich kenne den 1. Band nicht, glaube jedoch, dies ist nicht unbedingt nötig. Die Familienverhältnisse kommen klar zum Ausdruck, es gab für mich kein Unverständnis.
Meine Begeisterung ist dennoch nicht groß genug, dass ich die Reihe weiter verfolgen möchte.

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Veröffentlicht am 28.12.2022

Es ist eine bildgewaltige Erzählun

Der Sucher
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Ein verschwundener Teenager in einem Nest in Irland sorgt für Fragen, die besser unbeantwortet bleiben.
Cal Hooper ist in Amerika ein Cop gewesen. Er sucht in Irland Ruhe und möchte in der Natur unterwegs ...

Ein verschwundener Teenager in einem Nest in Irland sorgt für Fragen, die besser unbeantwortet bleiben.
Cal Hooper ist in Amerika ein Cop gewesen. Er sucht in Irland Ruhe und möchte in der Natur unterwegs sein. Seinen Job kann er nicht ablegen.
Ein Kind aus der Nachbarschaft weckt seine Instinkte. Dieses Kind stellt Fragen und will von Cal eine Aufklärung, wo der verschwundene Junge sein könnte.
Zunächst sträubt sich Cal, doch die Hartnäckig des Kindes überzeugt in dann doch auf die Suche zu gehen.
Was er sich dann für einen Ärger einhandelt, sprengt allen Widerwillen. Cal holt seine Fähigkeiten hervor und beginnt zu ermitteln. Da hält ihn auch keine Faust auf.

Es beginnt allmählich und ruhig, die Personen werden vorgestellt, die Geschichte langsam präsentiert.
Zunächst hält sich die Geschichte zurück, die Spannung ist niedrig.
Doch die Atmosphäre verdüstert sich, es kommt zu dramatischen Momenten, in denen sich Cal fragt, ob er nicht besser nach Amerika zurück kehrt.

Es ist eine bildgewaltige Erzählung, die mit einer wunderschönen Natur aufwartet.
Traumhafte Bilder von Wäldern und Feldern gegenüber der Gefahr, die von den Menschen kommt. Es soll anscheinend nicht ans Licht kommen, was passiert ist. Wohin ist der vermisste Junge hin. Ist er abgehauen, liegt ein Verbrechen vor?
Cal lässt sich nicht abwimmeln, er forscht weiter und stößt immer tiefer in ein Wespennest voll Misstrauen, Hass und Gewalt.
Die Dramatik steigert sich enorm bis zu einem kaum auszuhaltenden Gefühl. Es entsteht ein Sog, der mich tief in das Geschehen gezogen hat.

Einen klassischen Krimi darf man nicht erwarten. Es ist eine dramatische Familiengeschichte mit starken Figuren und thrillermäßigen Szenen.
Insgesamt lohnt es sich definitiv, dem Buch eine Chance zu geben und sich mit Cal auf die Suche zu machen.


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Veröffentlicht am 28.12.2022

Unheimliche Stimmung im dunklen Wald

Wintersterben
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"Wintersterben" ist der 2. Krimi von Martin Krüger mit der Ermittlerin Valeria Ravelli. Ich kenne den
1. Teil "Waldeskälte" nicht, was für das Handlungsverständnis nicht nötig ist. Zumindest hatte ich ...


"Wintersterben" ist der 2. Krimi von Martin Krüger mit der Ermittlerin Valeria Ravelli. Ich kenne den
1. Teil "Waldeskälte" nicht, was für das Handlungsverständnis nicht nötig ist. Zumindest hatte ich nicht den Eindruck, dass ich was verpasst habe. Valerie Ravelli wird gut vorgestellt, auch ihre Vergangenheit kommt zu Wort.
Sie ist eine unerschrockene Ermittlerin, die schnurstracks ihre Wege geht.

Ein ehemaliger deutscher BKA-Beamter wird übel zugerichtet in den Walliser Alpen gefunden.
In eisiger Umgebung kommt Valerie einer Sache auf die Spur, die das Dorf Steinberg zu verbergen versucht.
In den Tiefen der Wälder entdeckt Valerie ein Winterquartier für schwerreiche Geschäftsleute.
Diese haben ein düsteres Geheimnis, dessen Aufdeckung für Valerie lebensgefährlich werden kann.

Der Autor Martin Krüger ist mir noch nicht bekannt gewesen. Seine Art, einen Krimi aufzubauen gefällt mir. Er bringt die Dinge auf den Punkt, ohne ausuferndene Details als Lückenfüller.
Der feine Horror funktioniert über nicht sehr blutige Informationen. Die Vorstellungskraft wurde bei mir gut ausgelöst, was die Spannung erhöht hat. Man wird über manche Dinge im Unklaren gelassen, wodurch das Unheimliche gesteigert wird.

Ich hätte lieber das Buch gelesen. Der Sprecherin
Mala Sommer habe ich wenig Sympathie entgegen gebracht. Sie erzählt mir zu emotionslos, was der Geschichte zum Glück nicht geschadet hat.
Ein weiteres Hörbuch mit Mala Sommer würde ich nicht in Betracht ziehen.
Davon mache ich meine Bewertung nicht abhängig. Das Buch bekommt von mir 5 Sterne ich bewerte den Autor und seinen Schreibstil.
Ich kann den Krimi auf jeden Fall empfehlen. Wer es wie ich nicht mag, wenn es zu blutig und eklig wird, der liegt mit "Wintersterben" richtig.

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Veröffentlicht am 25.12.2022

Wohin segelt Toni?

Die Mauersegler
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Toni will sich in 1 Jahr das Leben nehmen. Der Tag ist festgelegt, ein Plan wird ausgearbeitet.
In kurzen Kapiteln lernte ich Toni kennen.
Der Schreibstil ist einfach, dadurch bin ich recht gut vorwärts ...

Toni will sich in 1 Jahr das Leben nehmen. Der Tag ist festgelegt, ein Plan wird ausgearbeitet.
In kurzen Kapiteln lernte ich Toni kennen.
Der Schreibstil ist einfach, dadurch bin ich recht gut vorwärts gekommen im Buch.
Den Aufbau der Erzählung von Toni fand ich allerdings mühsam. Es gibt keine chronologische Richtung, es ist eine Aneinanderreihung von Erinnerungen. Diese sind wild durcheinander gewürfelt. Sporadische Einwürfe von Lebensmomenten geben kurze Einblicke in das verworrene Leben von Toni.
So ganz klar war mir nicht, was genau er an seinem Leben stört. Er ist allgemein unzufrieden, fühlt sich bedauernswert. Es macht sich eine Lustlosigkeit breit, nicht nur in Tonis Leben, auch mir beim Lesen.

Es hat mich Zeit und Konzentration gekostet, um dieses Buch zu Ende zu lesen.
Manche Szenen fand ich abstoßend, dann gibt es Szenen die ich sehr schön fand.
Es ist ein Wechselbad der Gefühle nicht nur für Toni. Ich bin zwiespältig mit meiner Meinung.
Das Buch bekommt von mir 3 Sterne, da ich überwiegend nicht glücklich damit geworden bin.

Am meisten hat mich das Durcheinander der Erzählweise gestört. Ich habe keinen Fluss gefunden, der mich durch die Seiten trägt.
Toni ist ein komplizierter Mensch, der nicht recht weiß, was er mit seinem Leben anstellen soll.

Meine Sympathie für ihn schwankte hin und her.
Ich muss nicht mit seiner Lebensweise einverstanden sein, aber dies hatte Einfluss auf das Lesevergnügen.

Die Geschichte erzählt das Leben eines Mannes, der sich umbringen will. Einen handfesten Grund habe ich vergeblich gesucht. Ich bin in negative Stimmung gekommen und hatte zeitweise kein Interesse mehr.
Das Ende hat mich nicht überrascht, es war vorhersehbar.
Insgesamt betrachtet, ist es für mich kein Bestseller. Das Buch fällt in die Kategorie, lesen und vergessen. Schade um den schönen Titel und das hübsche Cover, beides hat für mich wenig mit der Geschichte zu tun.

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