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Veröffentlicht am 11.08.2022

Ein schwarzes Loch für die Wut

Der Junge, der die Welt verschwinden ließ
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Harrison ist ein lieber Junge, er ärgert seine kleine Schwester nicht, macht seine Hausaufgaben, er scheint perfekt. Wenn seine Wutausbrüche nicht wären.
Diese sind berühmt berüchtigt und seine Eltern ...


Harrison ist ein lieber Junge, er ärgert seine kleine Schwester nicht, macht seine Hausaufgaben, er scheint perfekt. Wenn seine Wutausbrüche nicht wären.
Diese sind berühmt berüchtigt und seine Eltern fürchten diese.

Bei einem Kindergeburtstag bekommt er einen schwarzen Luftballon geschenkt.
Dieser entpuppt sich als schwarzes Loch, wo Harrison den ungeliebten Brokkoli rein wirft. Außerdem die eklige Leber aus der Schulkantine. Doch das schwarze Loch saugt auch andere Dinge ein. Harrison muss aufpassen, was im Loch landet, es könnten Dinge sein, die ihm sehr am Herzen liegen.

Eine phantastische Geschichte über Wutausbrüche, die in den Griff kommen sollten.
Es steckt voller Magie, die das Herz erwärmt. Nicht nur für junge Leser ab 8 Jahre ist es ein Vergnügen, auch Erwachsene werden ihre Freude haben. Für die ganz kleinen Ohren, ist es zum Vorlesen auch gut geeignet.
Begleitet wird die Geschichte von netten Zeichnungen.

Wut ist nicht gut, doch was tun, wenn sie übermächtig wird? Die Faust in der Tasche und bis zehn zählen. Ein schwarzes Loch wäre praktisch, einfach rein damit, was nervt und stört. Doch wie die Geschichte zeigt, dies ist keine Lösung.

Der Autor Ben Miller ist Schauspieler, was der Phantasie zugute kommt. Mit diesem Kinderbuch hat er eine tolle Reise geschrieben, die neugierig auf den Weltall macht.
Am Ende gibt es eine schöne Erklärung über schwarze Löcher.

Das wunderschöne Cover ist ein Blickfang und macht sich gut im Bücherregal.

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Veröffentlicht am 10.08.2022

Es geht rasant in die 2. Staffel

Flüsterwald - Eine neue Bedrohung. Der verborgene Meisterschlüssel. (Flüsterwald, Staffel II, Bd. 1)
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Auftakt zur 2. Staffel der Flüsterwald Reihe von Andreas Suchanek.
Eine neue Bedrohung fordert allen Mut von Ella und Lukas. Zusammen mit der Elfe Felicitas, dem Menok Rani und Katze Punchy müssen sie ...

Auftakt zur 2. Staffel der Flüsterwald Reihe von Andreas Suchanek.
Eine neue Bedrohung fordert allen Mut von Ella und Lukas. Zusammen mit der Elfe Felicitas, dem Menok Rani und Katze Punchy müssen sie einem Hilferuf aus einem anderen Flüsterwald nachgehen.
Also auf zur Blinzelbahn, doch die wurde sabotiert. Nun heißt es alle Kräfte sammeln und auf ins Abenteuer.

Es geht gleich zur Sache auf der Suche nach dem verborgenen Meisterschlüssel.
Es bleibt keine Zeit für eine Verschnaufpause. Das Buch musste ich in einem Zug lesen. Ich musste schließlich wissen, ob die Freunde ihre gefährliche Aufgabe meistern.
Pedora Ulinde Naftet von Chibalka, kurz Punchy, sorgt für die größte Überraschung.
Ihr Maunzen ist mir ans Herz gewachsen. Nun mag ich sie noch mehr.
Rani hingegen scheint seine Sympathiepunkte beim Autor verloren zu haben. Der Menok nervt sehr mit seiner Besserwisserei. Ich habe Ella und Lukas bewundert, wie ruhig sie bei den Aktionen von Rani geblieben sind. Nur Felicitas kann ihren Mund nicht halten. Die zierliche und liebe Elfe wird in Gegenwart von Rani zu einem schimpfenden Wesen.
Mir ging der kleine Pelz mächtig auf den Zeiger. Lustig fand ich ihn nicht.
Ansonsten ist das Abenteuer voller Magie, wundersamer Zauber, böse Gegenspieler und auch Humor.

Die 2. Staffel geht rasant los, so muss sich die Blinzelbahn anfühlen.
Der Flüsterwald bietet großartige Unterhaltung für klein und groß.
Ich bin sehr gespannt auf Folge 2 der neuen Staffel.
Da Andreas Suchanek ein fleißiger Autor ist, wird es hoffentlich nicht allzu lange dauern, bis Ella und Lukas such erneut in Gefahr begeben.

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Veröffentlicht am 09.08.2022

Eine sanfte Geschichte

Drei Tage im August
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In der Chocolaterie Sawade in Berlin werden köstliche Pralinen verkauft. Dunkle Schokolade, Marzipan, Nüsse, alles mit einem edlen Aroma.
Elfie Wagner ist dort im Verkauf tätig.
Die Arbeit hilft ihr ...

In der Chocolaterie Sawade in Berlin werden köstliche Pralinen verkauft. Dunkle Schokolade, Marzipan, Nüsse, alles mit einem edlen Aroma.
Elfie Wagner ist dort im Verkauf tätig.
Die Arbeit hilft ihr durch den Schwermut.
Die Zeiten im Jahr 1936 sind schwierig, sie werden durch den Nationalsozialismus begleitet.
Eines Tages entdeckt Elfie eine Praline mit Geschichte. Eine verbotene Liebe, mit einem Geheimnis. Kann Elfie aus ihrer Haut und sich auch nach ihrer Sehnsucht richten?

Anne Stern hat ein sanftes Buch geschrieben. Die Menschen werden langsam beschrieben, die Entschleunigung ist eingezogen. Es hat etwas gedauert, bis ich warm geworden bin mit dem Hörbuch.
Die 8 Stunden, 45 Minuten zogen sich zunächst hin.
Dank der sympathischen Erzählerin Vera Teltz habe ich die Ohren weit geöffnet und weiter zugehört.
Es wird besser, die Figuren wurden mir angenehmer. Vera Teltz erzählt mit ruhiger Stimme und gibt den Charakteren die nötige Tiefe. Sie hat mich den Kummer und die Freude der Beteiligten spüren lassen.

Die Zeiten waren düster, die Judenverfolgung prägte das Stadtbild in Berlin. Die Bevölkerung ist verunsichert und kaum jemand traut sich anderen zu helfen.
Da wärmen die Pralinen aus der Chocolaterie Sawade die Seelen.

Elfie ist eine stille Person. Erst der Kontakt mit der alten Dame Conte machen sie lockerer.
Die Geschichte, die ihr Madame Conte erzählt, bewegte mein Herz. Daher bin ich dem Hörbuch doch sehr positiv gegenüber.
Zusätzlich lief mir das Wasser im Mund zusammen, bei all den Köstlichkeiten, von denen erzählt wurde.

Es ist eine berührende Geschichte über die Entstehung des Namens der
Chocolaterie Sawade.
Eine skandalöse Liebe spielt auch eine Rolle.
Mit dem Wissen um das Geheimnis von Madame Conte, wird Elfie einen Barbesitzer gegenüber offener im Gespräch.

Die sanfte Verkäuferin der Chocolaterie spielt die Hauptrolle in der Geschichte und ich habe ihr Leben gerne verfolgt.
Es lohnt sich, dem Buch eine Chance zu geben. Ich wurde mit einer tiefgründigen Geschichte belohnt. Die anfänglichen Probleme auf meiner Seite haben sich zum Glück gelegt. Ich habe sogar eine Faszination entwickelt, die nicht nur mit der Schokolade zu tun hat, von der so köstlich erzählt wird.

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Veröffentlicht am 08.08.2022

Ein Stern, der nicht zum greifen ist

Wie ein Stern in dunkler Nacht
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"Wie ein Stern in dunkler Nacht" ist ein Roman vollgepackt mit Emotionen.
Violet Thomas ist das Pseudonym von Ann-Kathrin Karschnick. Beide Namen waren mir zuvor kein Begriff.
Nach beenden dieser dramatischen ...

"Wie ein Stern in dunkler Nacht" ist ein Roman vollgepackt mit Emotionen.
Violet Thomas ist das Pseudonym von Ann-Kathrin Karschnick. Beide Namen waren mir zuvor kein Begriff.
Nach beenden dieser dramatischen Geschichte, weiß ich nicht, ob ich ein anderes Buch der Autorin lesen möchte.

Der Klappentext erzählt von einer bitter-süßen Geschichte über Liebe und Loslassen.

Christina ist Ärztin in einem Krankenhaus in Deutschland. Ihr wird es zu viel, es sind Dinge passiert, die ihr schwer zugesetzt haben. Da kommt eine Urlaubsvertretung in Schottland ins Spiel. Christina packt ihre Koffer und übernimmt eine Landarztpraxis im schottischen Tobermory.

Vor Ort ist ihr erster Patient ein Fohlen.
Der Farmbesitzer Aidan fasziniert Christina, doch er scheint wie sie, Schatten auf der Vergangenheit zu haben.
Eine Freundschaft beginnt zaghaft zu wachsen, doch haben sie eine Zukunft?
Die Vergangenheit könnte dies schwierig machen.

Ich bin voller Freude in das Buch eingetaucht.
In der Hoffnung auf eine romantische Geschichte mit viel Herz, habe ich die Kapitel in mich hinein gesaugt.
Das Buch liest sich gut, es gibt nur ein paar Zeitsprünge, die mich im Lesefluss gestört haben. Daher sollte man beim Lesen den Kopf ausschalten und nicht weiter darüber nachdenken.
Grundsätzlich ist das Buch gut geschrieben, ich war nur mit einigen Szenen nicht einverstanden. Christina war mir zu perfekt.

In welche Richtung die Geschichte geht, hat mich missmutig gestimmt. Ich kann nicht näher auf meine Stimmung besonders zum Ende hin eingehen, da ich von der Handlung nichts weiter verraten möchte.

Meine Bewertung ist mir schwer gefallen.
Ich habe mir Gedanken gemacht, was ich positives über das Buch sagen kann.
Die Personen haben mir gefallen, es sind unterschiedliche Charaktere, die für gute Unterhaltung sorgen. Es gibt schöne Szenen u.a. im Pub, die mich zum lachen gebracht haben. Die Landschaft wird wunderschön beschrieben, ich hatte Lust, sofort los zu wandern.

Meine Sympathie galt einen Pärchen, das hier nicht die Hauptrolle spielt. Diesem Pärchen hätte ich mehr Spielraum gegeben, dass wäre für die Handlung gut gewesen.
Vielleicht gibt es eine Fortsetzung und ein Wiedersehen mit manchen Personen.
Zumindest hätte ich einen Epilog gut gefunden, der mir einen Einblick in die Zukunft von Christina gewährt hätte.

Insgesamt ist die Geschichte so bitter-süß wie auf der Rückseite vom Buch angekündigt.
Beim Lesen empfehle ich unbedingt die rosa Brille beiseite zu legen. Taschentücher bereit legen ist auch ratsam. Nicht zu viel nachdenken beim lesen, einfach die Seiten umblättern und entspannen.




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Veröffentlicht am 05.08.2022

Starke Schwestern

Denn wir werden Schwestern bleiben
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Der Roman "Denn wir werden Schwestern bleiben" von Patricia Küll hat autobiographische Hintergründe.
Sie hatte 3 Schwestern, die Jüngste verstarb viel zu früh.
Im Buch stirbt Vivienne, die jüngste Schwester ...

Der Roman "Denn wir werden Schwestern bleiben" von Patricia Küll hat autobiographische Hintergründe.
Sie hatte 3 Schwestern, die Jüngste verstarb viel zu früh.
Im Buch stirbt Vivienne, die jüngste Schwester von Caroline, Jule und Marlene.
Gegenseitige Vorwürfe bringen die Schwestern an den Rand der Verzweiflung.
Ein alter Mann gibt ihnen die Möglichkeit einer 2. Chance. Sie können das letzte Jahr erneut mit Vivienne erleben. Lässt sich das Schicksal ändern? Die Schwestern starten in ein aufregendes Jahr voller Möglichkeiten.

Was kann Schwesternliebe schaffen, was kann sie erreichen? Werden Caroline, Jule und Marlene ihre gesteckten Ziele schaffen?
In diesem sehr emotionalen Buch konnte ich 4 Frauen kennenlernen, die extrem unterschiedlich sind. Jede hat einen starken Charakter und alle haben einen Sturkopf.
Jede ist auf ihre Art liebenswert. Gemeinsam sind sie fast unausstehlich.
Ohne einander können sie nicht.

Die Geschichte fesselte mich von Anfang an. Der Stil ist klasse, die Kapitel sind abwechselnd mit einer der Schwester gefüllt. Dadurch erhöht sich das Lesetempo. Es kommen deutlich die Charakterzüge zum Ausdruck.
Es war amüsant, manchmal zum lachen und manchmal zum weinen.
Gene hätte ich mich eingemischt und einer Schwester einen Klaps auf den Hinterkopf gegeben. Die Sturheit ist schon sehr ausgeprägt.
Die Idee der Geschichte ist interessant und bietet tolle Möglichkeiten das Schicksal zu ändern.
Nach diesem Buch möchte ich nie wieder mit meiner Schwester streiten.



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