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Veröffentlicht am 21.08.2022

Eine phantastische Reise

Der schwarzzüngige Dieb (Schwarzzunge, Bd. 1)
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Christopher Buehlman hat bisher Horrorszenarien verfasst.
Mit Kinsch Na Shannack wagt er sich in die Fantasiewelt.
Inspiriert von J. R. R. Tolkien ist ein Buch entstanden, dass gespickt ist mit Kobolden, ...

Christopher Buehlman hat bisher Horrorszenarien verfasst.
Mit Kinsch Na Shannack wagt er sich in die Fantasiewelt.
Inspiriert von J. R. R. Tolkien ist ein Buch entstanden, dass gespickt ist mit Kobolden, Hexen, Fabelwesen und seltsamen Zahlungsmethoden.

Der junge Kinsch hat sich verschuldet. Seine Ausbildung zu einem professionellen Dieb kostet viel. Die Diebesgilde hat interessante Methoden, ihn daran zu erinnern.
Um seine Schulden zu begleichen, sitzt Kinsch auf der Lauer, um den nächsten Reisenden zu bestehlen.
An diesem Tag kreuzt Galva seinen Weg.
Die Ritterin und Dienerin der Todesgöttin lässt nicht mit sich spaßen.
Kinsch hat Glück (welches ihm oft Hold ist, dazu erfährt man später mehr), sie tötet ihn nicht.
Zusammen reisen sie weiter. Was zwischenzeitlich geschah, verrate ich nicht.

Unterwegs mit den zwei, habe ich seltsame Wesen getroffen. Ich bin durch dunkle Gewässer, habe mich durch verschlungene Pfade gekämpft und mich dabei nicht gefürchtet, da zwei tapfere Gestalten bei mir waren.
Stattdessen habe ich mich köstlich amüsiert. Der rauhe Charme im Buch hat mich umgehauen. Der Wortwitz ist zum auf die Schenkel klopfen.
Dieses Buch macht Spaß von der ersten bis zur letzten Seite.
Es ist der Beginn einer Trilogie, was ich toll finde, dann gibt es demnächst noch mehr von Kinsch zu lesen.

Die Schöpfung neuer Begriffe hat mir sehr gefallen. Eine außergewöhnliche Mischung aus skurrilen Sprüchen, magischen Szenen.
Im Nu sind die über 500 Seiten gelesen. Zum Schluss kommt u.a. eine Karte, zu der ich oft geblättert habe, um die spannende Reise von Kinsch und Galva zu verfolgen.

Wem empfehle ich das Buch? Man sollte Fantasy mögen, vielleicht den Herrn der Ringe kennen.
Das Cover ist wunderschön und zeigt bereits, in welche Richtung die Geschichte geht.
Christopher Buehlman schreibt sehr detailliert und bildhaft, aber nicht ausschweifend, wie es Herr Tolkien gerne tat. In den Genuss von Liedern und Gedichten bin ich auch hier gekommen.
Der schwarzzüngige Dieb ist genial.

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Veröffentlicht am 19.08.2022

Rasant ins Weltall

Die Planetenhändler
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Richard Sturmport und Robert Castellock sind Pseudonyme des in Niedersachsen lebenden Autors. So geheimnisvoll er ist, so ist auch der Piratenhändler.

James Asyrow kauft drei Sonnensysteme, um wieder ...


Richard Sturmport und Robert Castellock sind Pseudonyme des in Niedersachsen lebenden Autors. So geheimnisvoll er ist, so ist auch der Piratenhändler.

James Asyrow kauft drei Sonnensysteme, um wieder erfolgreich zu werden.
Seine Archäologin ist eine interessante und intelligente Elfin.
Sie ist niedlich, liebenswert und kann knallhart zuschlagen. So eine Angestellte kommt James gerade recht. Denn mit seinen kürzlich erworbenen Sonnensystemen geht es nicht mit rechten Dingen zu. Der Vorbesitzer wurde anscheinend ermordet. Bei seinen Nachforschungen stößt er auf brisante Dinge, die ihm gefährlich werden, sogar sein Leben ist in Gefahr. Nicht nur er, auch seine Archäologin finden sich in einem Strudel aus Verrat und Intrigen wieder.

Eine Welt voller Raumschiffe, Sterne und außerirdische Wesen bietet "Der Planetenhändler". Dieses Science Fiction Abenteuer ist gespickt mit witzigen Dialogen und spitzfindigen Charakteren.
Es ist ein Spektakel aus Wortgefechten mit frechen Sprüchen.
Manches war mir zu krass und intensiv.
Insgesamt hatte ich Spaß am Buch. Wenn es um Sex ging, habe ich nicht jedes Wort gelesen. Die Sprache in den jeweiligen Szenen war mir zu heftig.
Daher ziehe ich 1 Stern ab bei meiner Bewertung. Die Story an sich ist genial.
Ich habe viel gelacht beim Lesen.





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Veröffentlicht am 18.08.2022

Eine schwierige Zeit

Die karierten Mädchen
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Die Geschichte über die karierten Mädchen ist der Beginn einer Trilogie von Alexa Hennig von Lange.

Es geht um Klara, die im hohen Alter ihre Erinnerungen auf Tonbandkassetten aufnimmt.
Die Vergangenheit ...

Die Geschichte über die karierten Mädchen ist der Beginn einer Trilogie von Alexa Hennig von Lange.

Es geht um Klara, die im hohen Alter ihre Erinnerungen auf Tonbandkassetten aufnimmt.
Die Vergangenheit wiegt schwer, die Erinnerungen bergen längst vergrabene Dinge. Der Nationalsozialismus beherrschte das Tun im Jahr 1929. Die Weltwirtschaftskrise sorgt für Arbeitslose, leere Kühlschränke und sorgenvolle Mienen.
Klara erinnert sich schweren Herzens an diese kummervollen Jahre.

Ihre Kinder wissen nichts von Tolla.
Einem Mädchen, dass in das Kinderheim kommt, wo Klara glücklicherweise eine Anstellung als Lehrerin bekommt.
Klara fühlt sich zu dem Kind hingezogen und sorgt viele Jahre für Tolla, so als wäre es ihre Tochter.
Die Lage spitzt sich zu, es wird eng um Klara. Tolla ist jüdischer Herkunft, dies darf niemand erfahren.
Für Tolla und Klara würde es das Schlimmste bedeuten.

Die Großmutter der Autorin hat Tonbandkassetten aufgenommen, daher stammt die Inspiration zum Buch.
Das Hörbuch wird von Tessa Mittelstaedt mit Enthusiasmus vorgetragen.
In 11 Stunden, 24 Minuten verfliegt die Zeit sehr schnell. Ich bin eingetaucht in eine emotionale Erzählung.
Die Personen werden gut vorgestellt, ich hatte einen sauberen Überblick.
Klara wirkte auf mich sehr stark, sie meisterte die schwierigen Jahre mit Mut und Lebenswille.

Die Thematik trägt schwer, es war eine Zeit, wo viele Menschen Angst um ihre Zukunft hatten. Entweder man passte sich an, oder die Flucht war der einzige Ausweg.

Tessa Mittelstaedt hat eine angenehme Stimme. Ihre Begabung liegt in der Variation ihrer Klangfarbe. Sie trägt über die verschiedenen Emotionen hindurch mit einer Leichtigkeit, die auch schwere und melancholische Momente gut zu hören machen.

Die Geschichte regt zum Nachdenken an und lässt einen den Kopf schütteln.
Schwer waren die Jahre damals, die Bevölkerung hatte kaum Entscheidungsgewalt. Die Darstellung von Klara ist beeindruckend.
Ich freue mich auf die Fortsetzung und warte gespannt, was Klara noch zu erzählen hat.

Interessierten Lesern empfehle ich das Hörbuch. Am Schluss hörte ich eine Danksagung der Autorin, sowie von ihrer Großmutter ein Teil der Originalaufnahme.
Ein Buch, das noch lange nachwirken wird.




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Veröffentlicht am 14.08.2022

Vielschichtiger Kunstkrimi

Das neunte Gemälde
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Das Hörbuch erfordert eine große Aufmerksamkeit, da aufgrund der großen Anzahl von Personen eine Verwirrung auftreten kann.
Mir viel es etwas schwer, der Geschichte zu folgen. Die Jahre 1914, 1943, 1966 ...

Das Hörbuch erfordert eine große Aufmerksamkeit, da aufgrund der großen Anzahl von Personen eine Verwirrung auftreten kann.
Mir viel es etwas schwer, der Geschichte zu folgen. Die Jahre 1914, 1943, 1966 und 2016 werden durcheinander erzählt.
Es ist sehr zu empfehlen, das Buch zügig zu lesen oder zu hören. Pausen zwischendurch bringen einen vom Weg ab. Der Handlung zu folgen viel mir nicht leicht.
Die Szenen sind miteinander verknüpft, daher ist auch hier eine hohe Aufmerksamkeit gefragt.
Ein Personenregister wäre hilfreich. Vielleicht ist im festen Buch eins enthalten.
Beim Hörbuch habe ich es vermisst.

Die Thematik dreht sich um die Zerstörung von Gemälden in der Nazizeit.
Die Kunst handelt vom Kubismus.
Ein extravaganter Themenkomplex mit
Spielorten u.a. in Deutschland und Frankreich.
Die Verstrickungen lösen sich allmählich wieder auf. Mir kam Klarheit rein.
Die Kombination aus fiktiven Szenen und geschichtlichem Hintergrund sind ein spannender Mix dieses Kriminalromans.

Dem Kunstexperte Lennard Lomberg mochte ich gleich zu Beginn. Er ist ein angenehmer Mensch.
Sein Auftrag vom einem Mann namens Dupret läuft ins Leere, da dieser tot aufgefunden wird.
Das gesuchte Gemälde ist nicht zu finden.
Die Polizei schaltet sich ein mit der engagierten Kriminalrätin Sina Röhm.
Bei dem Gemälde, welches Lennard Lomberg für Dupret auffinden sollte, handelt es sich möglicherweise um ein Picasso Werk.
Lombergs Vater ist irgendwie mit der Geschichte des Gemäldes verbunden.
Eine interessante und verzwickte Geschichte nimmt seinen Lauf.

Der Sprecher Julian Mehne hat mich am Ball gehalten. Ohne seine charismatische Stimme wäre ich mit meinen Ohren abhanden gekommen.
Er hat gekonnt die Spannung hoch gehalten und auch in ruhigen Szenen den Unterhaltungswert erhöht.
Insgesamt fand ich die Geschichte um das neunte Gemälde gut geschrieben. Es hätte etwas weniger an der Sprunghaftigkeit sein können. Die Szenenwechsel waren mir manchmal zu stark.
Es wird vor jedem Kapitel gesagt, wann und wo die folgenden Szenen stattfinden. Dies ist hilfreich und wichtig. Gerade da ist zuhören gefragt.
Dieser Kunstkrimi lohnt sich dennoch, da
Julian Mehne für einen großartigen Hörgenuss sorgt.

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Veröffentlicht am 13.08.2022

Eisige Kälte und mysteriöse Schwingungen

Naglfar
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Spitzbergen, Norwegen, in der Mine Svea II machen die Arbeiter eine verhängnisvolle Entdeckung. Zeichnungen im Fels und ein altes Schiff mit einer gefährliche Fracht sorgen für einen Wahnsinn bei einem ...


Spitzbergen, Norwegen, in der Mine Svea II machen die Arbeiter eine verhängnisvolle Entdeckung. Zeichnungen im Fels und ein altes Schiff mit einer gefährliche Fracht sorgen für einen Wahnsinn bei einem der Arbeiter. Er tötet seine Kollegen.

Ein Team aus internationalen Forschern soll die Ursache ergründen. Was ist passiert? Warum wurde der Mann zu einer Bestie?

Das Rätsel ist schwer zu knacken.
Die Archäologin Anika Wahlgren ist als nordische Koryphäe bekannt und wird ins Team geholt.

Geheimnisvollen Kräfte gehen aus den Höhlen hervor, wo das Schiff im Eis feststeckt. Wie alt ist der Fund?
Das Forscherteam zerbricht sich den Kopf und läuft Gefahr, auch von den mysteriösen Schwingungen erfasst zu werden. Irgendetwas geht vom Schiff aus, wodurch das Wesen eines Menschen verändert wird, und zwar tödlich, nicht nur für die Person selbst.

Extrem spannend ist die Geschichte von Anfang an. Die Veränderung der Psyche ist unheimlich. Ob die Forscher vorwärts kommen bleibt lange im Ungewissen.
Dadurch erhöht sich die Spannung und das Buch wird zum Pageturner.
Anika ist eine coole Frau, sie lässt sich nicht aus der Ruhe bringen und schreckt auch vor der Gefahr nicht zurück. Die Neugier ist groß, so dass sie forsch voran forscht.
Sie geht im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen, doch nicht durch sie verursacht, sondern durch Einflüsse vom Schiff.
Tiefer kann ich nicht ins Detail gehen, sonst verrate ich die überaus geniale Geschichte.
Mikael Lundt war mir bis dato unbekannt. Sein Stil gefällt mir auf jeden Fall sehr.
Ich habe Aeterna von ihm zu lesen da.
Bin gespannt, ob mir dieses Buch auch so gut gefällt.

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