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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.09.2025

Eher Drama, als Thriller, aber trotzdem unterhaltsam...

Eine falsche Lüge – Wird es ihre letzte sein?
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Meinung:
Irgendwie hat mich was an der Geschichte angesprochen und auch die meisten Rezensionen dazu waren gut.

Zuerst lernen wir Sloane kennen. Sie ist eine so verunsicherte und einsame Frau, dass sie ...

Meinung:
Irgendwie hat mich was an der Geschichte angesprochen und auch die meisten Rezensionen dazu waren gut.

Zuerst lernen wir Sloane kennen. Sie ist eine so verunsicherte und einsame Frau, dass sie ständig Lügen erzählt, um vor anderen besser dazustehen und gemocht zu werden. Dabei geht es aber soweit, dass sie auch bei Sachen lügt, die ich völlig unbedeutend finde, z. B. Geburtstag am gleichen Tag usw.

Man erfährt nach und nach, dass sie durch ihre Lügen und ihr Bedürfnis nach Freundschaft schon mal in eine Situation kam, die ihr Leben auf den Kopf gestellt hat, aber sie kann es einfach nicht lassen.

Als sie Violet und Jay kennenlernt, scheint sie in Violet die perfekte Freundin gefunden zu haben. Aber auch da gibt es ab und an schon subtile Hinweise, dass nicht alles so sein könnte, wie es dargestellt wird und dann ab der Hälfte, wechselt die Erzählweise komplett. Während wir in der ersten Hälfte die Geschichte aus Sloanes Sicht erleben, wechselt es in der 2. Hälfte fast komplett zu Violett. Nun erfahren wir, was in ihr vor sich geht und welchen Plan sie hat. Und gegen Ende gibt es auch noch die Perspektive von Jay.

Ich muss sagen, dass ich einiges davon so nicht erwartet hatte und ich es mir auch echt anstrengend vorstelle, das alles so zu „spielen“ und sich die ganzen Lügen wirklich zu merken. Außerdem fand ich den Plan teilweise schon echt weit hergeholt, aber ich fand es gut, dass die Beweggründe für das drastische Vorgehen und auch die Erklärungen dafür, dass einiges so funktioniert hat, wie geplant, mit der Zeit doch glaubhaft erläutert wurden. Dabei ist das Ende keine Ausnahme, denn dieses ist zum Teil doch etwas abgedreht, aber immerhin glaubhaft erläutert.

Auch wenn ich die Geschichte wirklich interessant und trotz vieler, teils unnötiger Details, teilweise echt kurzweilig fand, war der Thrilleranteil doch echt gering und vor allem erst am Ende so richtig vorhanden. Vorher war es eher mal wieder ein Drama, mit großem Fokus auf die Charakterdarstellungen von Sloane und später auch von anderen Personen.

Und auch moralisch wurden für mich einige Fragen aufgeworfen. Rechtfertigt bestimmtes Verhalten so drastisches Vorgehen? Ich finde auch, dass die Charaktere sehr vielschichtig dargestellt wurden, sodass man teilweise doch große Sympathien für sie entwickelt hat, trotz ihrer Lügen und der anderen Verhaltensweisen.

Erzählt wurden die unterschiedlichen Perspektiven auch jeweils von anderen Sprecherinnen und einem Sprecher. Das fand ich gut gelöst, da so der Wechsel nochmal deutlicher und eindringlicher wurde. An sich fand ich alle Stimmen passend und die Lesungen sehr ansprechend und mitreißend.

Fazit:
Insgesamt bin ich etwas zwiegespalten, da der Thrilleranteil wirklich gering ist und ich bei der Ankündigung „Ein Thriller wie eine Achterbahnfahrt - adrenalingeladen und nervenaufreibend!“ wirklich was anderes erwartet hatte. Dennoch konnte mich die recht detaillierte Geschichte unterhalten und ich fand die Charaktere echt vielschichtig und die moralischen Fragen haben auch lange in mir gearbeitet. Den Plan fand ich etwas weit hergeholt, aber dennoch insgesamt zufriedenstellend dargestellt und erklärt und auch die unterschiedlichen Perspektiven haben mir gut gefallen. Am Ende gibt es auch nochmal ein paar Überraschungen, weshalb ich trotz der Tatsache, dass es kein Thriller war, knappe 4 Sterne vergeben würde.

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Veröffentlicht am 04.09.2025

Geniale Idee, aber zu ausführliche und langwierige Umsetzung...

All Better Now
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Meinung:
Ich habe schon einige Bücher des Autors gelesen und meist hat mich der Autor wirklich überzeugt und zum Teil auch echt richtig schockiert und mitgezogen.

Die Kurzbeschreibung und die Idee klangen ...

Meinung:
Ich habe schon einige Bücher des Autors gelesen und meist hat mich der Autor wirklich überzeugt und zum Teil auch echt richtig schockiert und mitgezogen.

Die Kurzbeschreibung und die Idee klangen genau nach so einer Geschichte und ich habe mich echt darauf gefreut.

An sich sind die Zutaten auch wie dafür gemacht, den Leser mitzuziehen. Der Autor hat sich eine weitere Corona Variante mit dem Namen „Crown Royal“ erdacht. Erneut ansteckend, erneut für einige tödlich, aber für viele nicht. Und die, die Genesen, sind in ihrem Wesen total verändert. Sie sind Glücklich und schauen nur noch auf das Gemeinwohl.

Man erlebt die Geschichte hauptsächlich aus drei Perspektiven. Zum einen die beiden in der Kurzbeschreibung erwähnten. Mariel, die sich gerne anstecken würde, es aber nicht kann, Ron, der in seinem alten Leben depressiv war und nach der Ansteckung anderen das Glück bringen will. Und dann ist da noch Morgan, die aufgrund ihrer Skrupellosigkeit viel Geld geerbt hat und alles dran setzen möchte, ein Gegenmittel gegen das Virus zu finden. Dazwischen gibt es noch weitere Perspektiven, die meist aber nur kurze Einblicke in die Geschichte bringen, diese aber durchaus zum Teil mit mehr Tiefe versehen.

Jedoch nur zum Teil, denn die Geschichte hat leider ein riesiges Problem. Sie ist einfach ultra ausführlich und langwierig erzählt und teilweise sogar einfach extrem langweilig. Es dauert ewig, bis was passiert, wenn was passiert, wird es totgeredet und an sich wurde das große Potential für mich einfach nicht im Geringsten genutzt. Und auch die Charaktere sind mir trotz der vielen Details und tiefer Einblicke in ihr Innerstes, nicht wirklich näher gekommen...

Der Autor wollte die Komplexität des Themas sehr ausführlich darstellen und hat dabei viele Eventualitäten und auch mögliche Probleme bedacht und dargestellt und damit auch wirklich viel interessanten Stoff zum Nachdenken gegeben, aber die Spannung ist dabei einfach komplett auf der Strecke geblieben.

Nach einem Drittel war ich wirklich versucht, die Geschichte abzubrechen. In der Hoffnung, dass doch noch Spannung aufkommt, habe ich weitergehört und nach zwei Dritteln einfach noch auf ein gutes und befriedigendes Ende gehofft. Auch wenn gegen Ende zumindest ein bisschen Spannung aufkommt, da die unterschiedlichen Fronten aufeinandertreffen, ist das Ende aber auch offen gehalten, da es sich hierbei um den ersten Teil einer Dilogie handelt. Eine Tatsache, die ich leider zu spät erfahren habe, denn nun hat die Geschichte trotz dessen, dass ich mich teilweise wirklich durchquälen musste, leider immer noch kein Ende und beide Seiten sind immer noch gleichstark vertreten.

Und leider kann auch Sprecher Julian Mehne das Ruder nicht rumreißen, sondern passt sich der Geschichte an. Er liest zwar nicht schlecht, bleibt aber auch in diesem immer gleichen Erzählweise, die ohne größere Highlights auskommt und sich in die langatmige Grundstimmung einreiht...

Fazit:
Eine geniale Idee und so viel Potential und leider eine so langatmige und mit zu vielen Details versehene Umsetzung, ohne größere Highlights und fast ohne Spannung. Dabei hätte mich der Autor auch dieses Mal inhaltlich überzeugen können, denn die moralischen Fragen und Grundsätze, die er aufruft, sind wirklich interessant und tiefgründig, aber die Darstellung hat mir einfach gar nicht gefallen.
Da hätte man einfach vieles extrem kürzen und die Spannung erhöhen müssen. Somit habe ich mich leider einen Großteil der Zeit eher durch die Handlung gequält und auch die Hoffnung, auf ein zufriedenstellendes Ende, hat sich zum Schluss leider nicht bewahrheitet, da es sich hierbei nicht wie angenommen, um einen Einzelband, sondern den Auftakt in eine Dilogie handelt. Somit bin ich leider fast rundum enttäuscht und vergebe nur dank der tollen Ideen und der hochinteressanten moralischen Fragen solide 2 Sterne.

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Veröffentlicht am 04.09.2025

Unterhaltsam, viel Gesellschaftskritik, aber am Ende recht zwiegespalten...

Fable for the End of the World
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Meinung:
Da ich Dystopien ja echt gerne mag und ich die Kurzbeschreibung sehr ansprechend fand, war ich sehr gespannt und habe gehofft, dass die Liebesgeschichte nur am Rande vorkommt.

Erzählt wird die ...

Meinung:
Da ich Dystopien ja echt gerne mag und ich die Kurzbeschreibung sehr ansprechend fand, war ich sehr gespannt und habe gehofft, dass die Liebesgeschichte nur am Rande vorkommt.

Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus den Perspektiven von Inesa und Melinoë, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während Inesa ganz am Rande der Gesellschaft in einem überfluteten Gebiet lebt und sich und ihre Familie nur knapp über Wasser halten kann, ist Melinoë ein Engel. Eine modifizierte, über Livestreams bekannte Figur, die in der Hauptstadt lebt, der es an nichts fehlt und deren Aufgabe es ist, fit zu sein und bei den sogenannten Läufen, die Lämmer zu jagen und zu töten.

Ein Lamm ist ein Mensch, der ausgewählt wurde, für Schulden gerade zu stehen. Denn, in der Welt von NeuAmsterdam gibt es mit Caerus eine Firma, die die Menschen versorgt, sodass es ihnen an nicht fehlt. Aber wenn ein gewisses Kontingent an Schulden erreicht ist, wollen sie ein Lamm als Bezahlung, welches sich dann dem Engel stellen muss und in den meisten Fällen stirbt.

An sich wirklich eine interessante und sehr perfide Welt, vor allem, weil dieses System mit der Versorgung durch Caerus noch einen ganz neuen Aspekt mitbringt. Aber leider muss ich sagen, dass ich das Worldbuilding viel zu oberflächlich fand. Lange Zeit war mir gar nicht klar, was Caerus überhaupt ist und wie die Firma zu seiner Macht kam. Dies wird zwar im Verlauf dann noch kurz erklärt, aber mir hat hier einfach viel gefehlt. Ich konnte mir die Welt an sich, abgesehen von dem kleinen Dorf in dem Inesa wohnt und der Wildnis drum rum, nur schwer vorstellen und es sind mir beim Worldbuilding einfach zu viele Fragen offen geblieben. Auch wenn ich die Folgen des Klimawandels wirklich gut dargestellt fand und auch die Kraft von Livestreams und Sozial Media.

So ist die Geschichte insgesamt sehr gesellschaftskritisch und regt gut zum Nachdenken an. Und auch die widersprüchliche Annäherung an sich und die dadurch intensive und glaubhafte Darstellung von Melinoë´s Innerem fand ich echt interessant, aber insgesamt war für mich der Fokus der Geschichte einfach nicht ganz stimmig, da vieles einfach zu kurz kam, oder eben sehr breit getreten wurde.

Und auch beim Ende, bin ich mir nicht so ganz sicher, was ich davon halten soll. Es ist glaubhaft, aber für mich nicht ganz zufriedenstellend, weshalb ich hoffe, dass es noch eine Fortsetzung gibt, auch wenn ich dazu noch keine Infos gefunden habe.

Die Leistung der beiden Sprecherinnen fand ich ganz gut. Hannah Shepmann und Eva Becker haben gut gelesen, sie haben zu ihren Figuren gepasst und sie gut lebendig werden lassen und man konnte die beiden auch gut auseinanderhalten.

Fazit:
Eine Geschichte, die mich unterhalten hat, mich aber doch auch zwiegespalten zurücklässt. Einerseits mag ich die Idee, die vielen und gut dargestellten gesellschaftskritischen Aspekte und ja, auch die Liebesgeschichte fand ich mal nachvollziehbar dargestellt. Jedoch hat mir einfach zu viel vom Worldbuliding gefehlt, um wirklich in der Geschichte anzukommen und ich fand vieles zu oberflächlich und anderes dafür zu ausführlich erzählt und einfach nicht ganz stimmig. Genauso wie das Ende, das zwar irgendwie realistisch, aber doch auch nicht völlig zufriedenstellend war. Somit vergebe ich 3,5 Sterne, die aber eher ab-, statt aufgerundet werden. Und ich bin gespannt, ob es noch eine Fortsetzung geben wird.

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Veröffentlicht am 04.09.2025

Optik und Idee top, Umsetzung mit Luft nach oben...

Irida 1. Irida und die Stadt der Geheimnisse
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Meinung:
Wow, was für ein hübsches Buch. Das Cover ist total ansprechend. Ich mag den warmen Zeichenstil, die vielen Blumenelemente, die Zweiteilung des Covers und auch der Farbschnitt passt super dazu. ...

Meinung:
Wow, was für ein hübsches Buch. Das Cover ist total ansprechend. Ich mag den warmen Zeichenstil, die vielen Blumenelemente, die Zweiteilung des Covers und auch der Farbschnitt passt super dazu. Gleichzeitig hat auch der Klappentext sofort meine Neugier geweckt und vom Autor hab ich auch schon einige tolle Bücher gelesen.
Also, eigentlich alles Zutaten, für ein richtig tolles Leseerlebnis, oder?

Leider war es bei mir nicht ganz so. Ich muss sagen, dass ich doch einige Kritikpunkte habe.

Ich bin fast nie gänzlich in die Geschichte hineingekommen. Obwohl in Hohenburg viel passiert und der Plot an sich spannend ist, hat mir lange Zeit etwas der rote Faden gefehlt. Es werden verschiedene mystische Ereignisse und Wesen erwähnt, Protagonistin Irida ist ungewöhnlich stark, es gibt noch eine dunkle Gruppe, die sich regelmäßig trifft und heimliche Sachen plant und dann auch noch das allgegenwärtige Kaninchen, das immer auftaucht, aber wie alles genau zusammenhängt, erfährt man in diesem Auftakt leider nicht wirklich.

Vorteilhaft daran ist, dass es so nicht vorhersehbar ist, aber mir waren die Antworten, selbst für einen Auftakt, einfach zu wenig. Auf den letzten Seiten gibt es zumindest ein paar Erklärungen, die auch eher unerwartet sind, aber mich haben sie insgesamt einfach nicht wirklich zufriedengestellt.

Gleichzeitig bin ich auch mit den Figuren einfach nicht wirklich warm geworden. Sie werden zwar von Beginn an beschrieben, aber fast nur mit Oberflächlichkeiten und wenig Tiefe und auch im Verlauf gibt es leider kaum Entwicklung. Ein bisschen bei Protagonistin Irida, aber die anderen bleiben einfach platt. Mir hat somit eine emotionale Verbindung total gefehlt, auch wenn ich teilweise ganz gut dargestellt fand, weshalb sie sich nicht zugehörig fühlt.

Jedoch haben die Figuren manchmal extrem abgebrüht reagiert, übernatürliche Wesen oder eine Leiche sind z.B. kaum der Rede wert und das fand ich nicht so ganz glaubhaft.

Auch beim Schreibstil hat mir irgendwie etwas Leichtigkeit gefehlt, vor allem für ein Jugendbuch. Es wurde sich irgendwie viel auf Nebensächlichkeiten fokussiert und auch wenn es einige humorvolle Momente gibt, war es mir teilweise etwas zu übertrieben eingesetzt. So z. B. Die ständigen Wortverdreher von Iridas rumänischen Kumpel Jeremy, die ich zwar anfangs noch lustig fand, in der Menge ist mir dieses Stilmittel aber viel zu häufig benutzt worden und hat dann eher genervt, als unterhalten. Aber das mag bei der eigentlichen Zielgruppe ab 11 Jahren vielleicht anders sein.

Positiv hervorzuheben, ist der große Fokus auf die Freundschaft der Gruppe und darauf, dass eine mögliche Liebesgeschichte bisher keine Rolle spielt.

Das Ende ist dadurch, dass es nur wenige Erklärungen gibt, recht offen gehalten und somit kann das Buch nicht für sich alleine stehen.

Fazit:
Die Optik ist wirklich toll, die Umsetzung hat mich leider nicht so ganz überzeugt. Da alles recht oberflächlich bleibt und es auch lange dauert, bis es mal ein paar Erklärungen und nicht immer nur angedeutete Unstimmigkeiten gibt, habe ich nie so wirklich in die Geschichte gefunden. Auch weil das ebenso auf die Figuren zutrifft und auch diese mir kaum nah gekommen sind. Zusätzlich hat mir beim Schreibstil etwas Leichtigkeit gefehlt und manche Stilmittel wurden mir einfach zu inflationär benutzt. Somit war die Geschichte zwar nicht vorhersehbar, aber bleibt bisher auch ziemlich offen. Gefallen hat mir die Grundidee der vielen, teils untypischen mystischen Wesen und Besonderheiten und der große Fokus auf die Freundschaft. Jedoch war mir das zu wenig, um mich komplett zu überzeugen. Ich würde aber dennoch noch knappe 3 Sterne vergeben, da ich auch ein paar Lichtblicke entdecken konnte und es noch viel Potential für die Fortsetzungen gibt.

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Veröffentlicht am 02.08.2025

Tolle Cyberaction, aber das Ende hat mich kalt erwischt und war mir etwas zu krass...

Cyberworld 4.0
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Meinung:
Mehr als fünf Jahre ist es her, dass ich im Januar 2020 die ersten drei Teile dieser Reihe gelesen habe. Teil drei hat mir sogar am besten gefallen, aber irgendwie habe ich sie dann etwas aus ...

Meinung:
Mehr als fünf Jahre ist es her, dass ich im Januar 2020 die ersten drei Teile dieser Reihe gelesen habe. Teil drei hat mir sogar am besten gefallen, aber irgendwie habe ich sie dann etwas aus den Augen verloren.

Da die Autorin mit ihren Büchern nun zu einem neuen Verlag umgezogen ist, hat sich die Gelegenheit nochmal ergeben, die Reihe fortzusetzen und ich muss echt zugeben, dass ich etwas skeptisch war, wie das, nach dieser langen Zeit, gelingen würde.

Erstaunlicher und erfreulicher Weise hat es aber gar nicht lang gedauert, bis mir die groben Details dieser Welt und der Charaktere wieder bewusst geworden sind, und das, obwohl es eher wenig klassische Erinnerungsstützen gibt.

Aber die Charaktere sind einfach wieder mal sehr besonders und deshalb sind sie mir, auch nach dieser langen Zeit, gut in Erinnerung geblieben.

An sich hat es mir einfach wieder gut gefallen, die Protagonisten in ihrem tollen Umgang miteinander zu erleben. Auch wenn der hitzköpfige Jamie dabei meinem Wesen nicht ganz entspricht, aber es ist toll, dass so viele verschiedene Charaktere, einfach gut miteinander harmonieren. Auch die anderen Charaktere haben mir gut gefallen, nur die Antagonisten waren mir etwas zu unsympathisch gezeichnet...

Und auch die Welt an sich, ist nach wie vor sehr interessant, denn realistische Cybergames würden mich selbst schon auch mal reizen.

Und in diesem Teil gibt auch noch die Verbindung von LiveAction mit Cyberabenteuern. Ich muss wirklich sagen, dass ich diese Verbindung echt gut gemacht fand und ich mir das alles auch super gut vorstellen und zum Teil auch live erleben könnte. Ich steh zwar, genau wie Charlie, nicht auf die Gruselsachen, aber auch sie hat es zumeist gut hinbekommen, weshalb ich da optimistisch wäre. Und ich fand die Details, die in diese Welt gesteckt wurden, echt interessant und glaubhaft dargestellt.

Umso trauriger war ich, dass man am Ende sehr abrupt und extrem krass aus dem Spiel katapultiert wurde und die Realität so hart zugeschlagen hat. Ich verstehe, weshalb die Autorin diese Racheaktionen eingebaut hat, aber ganz ehrlich, ich hätte sie so und vor allem in dieser krassen Form nicht gebraucht. Mir war das zu viel und ich fand es auch trotzdem nicht gut, dass sich die Figuren keine Hilfe von Veranstaltungsseite geholt haben.

So hat mich das Ende eher kalt erwischt und wie gesagt, fand ich es auch schade, dass das Abenteuer von Yonderwood so auch nicht komplett abgeschlossen werden konnte. Zwar hat die Autorin theoretisch erklärt, was hinter allem steckt, aber mir hat da am Ende einfach trotzdem was für den Seelenfrieden gefehlt. Die Autorin hat im Nachwort schon angekündigt, dass der nächste Teil leider kaum in der Cyberworld spielen wird und die absehbaren Herausforderungen dürften auch nicht kleiner werden, weshalb ich zum einen gespannt, aber doch auch etwas skeptisch bin, wie mir Teil fünf dann gefallen wird.

Fazit:
Auch nach fünf Jahren Pause, habe ich wieder super in die Geschichte gefunden und die Charaktere sofort wiedererkannt und erneut ins Herz geschlossen. Ich mag es, dass sie so unterschiedlich sind und doch so toll gemeinsam agieren. Und auch die Besonderheiten der Cyberworld haben sich hier von ihrer besten Seite gezeigt. Trotzdem bleibt am Ende etwas Wehmut, da mir die Antagonisten irgendwie einfach zu krass agiert haben und damit Yonderwood auch nicht wirklich zufriedenstellend abgeschossen werden konnte. Somit vergebe ich 3,5 Sterne, die ich bei Portalen mit ganzen Sternen aber auf, statt abrunde.

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